Friedrich Fröbel
Martin Boras
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
Biographie 3
Sphärisches Gesetz 6
Spielgaben 7
Mutter- und Koselieder 9
Schlußbetrachtung: 10
Bibliographie 12
Einleitung
Meine Hausarbeit werde ich mit einer umfangreichen Biographie des Pädagogen Friedrich Fröbel beginnen. Ich werde allgemeine Daten und wichtige Stationen im seinem Leben erwähnen. Anschließend werde ich mich mit Fröbels Weltanschauung (Sphärisches Gesetz) befassen, da es mir für das Verständnis seiner Spielgabenkonzeption und seiner Vorstellung von einem kindgerechtem Kindergarten wichtig erscheint. Im Anschluß an diese grundlegenden Informationen werde ich eine Beschreibung seiner Spielgaben und seiner Vorstellung von einem Kindergarten verfassen. Da nach Aussagen von Dr. Johannes Prüfer, die Mutter- und Koselieder sehr wichtig sind, um die Ideen des Pädagogen zu verstehen1, werde ich mich auch damit befassen. Abschließend werde ich einige kritische Stimmen zur Fröbel-Pädagogik zusammenfassen und dadurch versuchen eine Bewertung von Fröbels Ideen zur Kindererziehung vorzunehmen.
Biographie
Friedrich Wilhelm August Fröbel wurde als sechstes Kind eines Pfarrers am 21.04.1782 in Oberweißbach (Thüringen) geboren. Von seinem Vater hat er eine tiefe Religiosität und Naturverbundenheit vermittelt bekommen. Nach eigenen Aussagen haben die religiösen Ansichten seines Vaters, die sonntäglichen Predigten, die Konfirmationen und die Ratsuchenden im Hause seines Vaters einen großen Einfluß auf seine geistige Entwicklung gehabt und den Grundstein für seine christliche Weltansicht gelegt.2 Relativ früh, Fröbel war gerade ein Jahr alt, verstarb seine Mutter. Von seiner Stiefmutter und den Mägden fühlte er sich, wenn nicht zurückgestoßen, so doch wenig geliebt. 1788 bis 1793 besuchte Friedrich Fröbel die Volksschule in Oberweißbach und wechselte anschließend auf die Volksschule in Stadtilm. Während der Zeit in Stadtilm wohnte Fröbel bei seinem Onkel Johann Christoph Hoffmann, bei dem er mehr Verständnis fand als in seinem Elternhaus. Den Schulunterricht der damaligen Zeit empfand der Schüler Fröbel als wenig anschaulich und weltfremd. Der Pädagoge sagte: „ In der Erdkunde sagten wir alles papageimäßig her, sprachen viel und wußten nichts.“3 Fröbel absolvierte eine Försterlehre, die ihn jedoch nicht ausfüllte. Während dieser Zeit wurde das Studium der Naturwissenschaften sein heißester Wunsch. Friedrich Fröbel studierte zunächst als Autodidakt Botanik und Geometrie, dann, als ordentlicher Student, Naturwissenschaften in Jena. 1802 verstarb auch sein Vater; im Vorjahr mußte er sein Studium wegen Geldmangel und Schulden abbrechen. Er arbeitete während dieser Zeit als Forstgehilfe, Vermessungsbeamter und Sekretär auf einem Hof. 1805 lernte er den Leiter der Frankfurter Musterschule, den Pestalozzi Schüler Anton Gruner, kennen und nahm an dieser Schule eine Lehrerstelle an. Zu dieser Zeit beschäftigte Fröbel sich intensiv mit pädagogischen Fragen und wurde mit der Lehre und den Bestrebungen Pestalozzis vertraut. Es vollzog sich eine Wende in seinem Leben; er sah nun in der Erziehung eine Lebensaufgabe. Im selben Jahr begann er zusätzlich ein Studium der Architektur. 1806 wurde ihm eine Anstellung als Hauslehrer in Frankfurt am Main bei der Familie von Holzhausen angeboten.
[...]
1 Dr. Johannes Prüfer (Hrsg.): Mutter- und Koselieder. Leipzig (1911), Seite 77.
2 Theodor Rutt ( Hrsg.): Friedrich Fröbel. Ausgewählte pädagogische Schriften. Paderborn (1965), Seite 119.
3 Ebenda.
Arbeit zitieren:
Martin Boras, 1996, Friedrich Fröbel, München, GRIN Verlag GmbH
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Zeit heilt alle Wunden? Der pädagogische Umgang mit dem Phänomen der Ü...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Bachelorarbeit, 83 Seiten
Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
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