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Inhalt
1. Einleitung 1
2. Folgen des Ersten Punischen Krieges 2
2.1 Der Lutatius-Vertrag 2
2.2 Der Söldnerkrieg und die Annexion Sardiniens 3
3. Die Iberische Halbinsel 5
3.1 Die Barkiden 5
3.2 Der Ebrovertrag 6
4. Sagunt 8
4.1 Die Saguntklausel 8
4.2 Zwischen den Fronten 9
5. Zusammenfassung 10
6. Literatur S 11
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1. Einleitung
Bei der Betrachtung dieses Themas stellt sich heraus, dass Ursachen, die zu einem Krieg führen können von unterschiedlichen Faktoren abhängig sind. Diese stehen zu meist in einem bestimmten Verhältnis zueinander. Daraus entstehen komplizierte Wechselbeziehungen die bei der Uraschenforschung berücksichtigt werden müssen. Ein zweiter wichtiger Punkt ist der, dass aufgrund des langen Zeitraums, der zwischen den Ereignissen und der Ursachenforschung liegt, die Quellenlage mit unter sehr schwierig ist. Somit können durch die vielen Überlieferungen und die fragmentarischen Quellen wichtige Informationen verloren gehen. 1 Auch ist durch die Widersprüchlichkeit von Quellen eine genaue Darstellung der Geschichte nicht immer möglich. Aufgrund dieser ungenauen Informationsquellen oder eben durch verschieden überlieferte Auffassungen ist die wissenschaftliche Diskussion über die Ursachen des zweiten Punischen Krieges sehr komplex. Dabei ist in den vielen Werken und Abhandlungen, die erschienen sind, nur selten eine Übereinstimmung der Ansichten zu finden. 2
Doch nun zum Inhalt unseres Themas. Im 3. Jahrhundert v. Chr. standen sich zwei Mächte der Antike in der damaligen Mittelmeerwelt gegenüber. Zunächst schien ein friedliches Nebeneinander der beiden angehenden Großmächte möglich. Gegenseitige Toleranz und Rücksichtsnahme sowie wirtschaftliche und politische Beziehungen zwischen Rom und Karthago deuteten weder auf Krieg oder jegliche andere Art von Konflikten. Doch zeigte sich gleich in zwei aufeinander folgenden Auseinandersetzungen, dass sich die Situation in wenigen Jahren verändert hatte und sich nur eines der beiden Reiche behaupten sollte. Waren Rom und Karthago noch in den ersten punischen Krieg ungewollt hineingeschlittert, so stellte der zweite einen von beiden in kauf genommenen Konflikt dar.
Wie es zu dem zweiten der beiden punischen Kriege kam, soll in dieser Arbeit dargelegt werden. Dabei wird zunächst ein kurzer Abriss der Folgen des ersten punischen Krieges, die Ausgangslage des zur Diskussion stehenden Zeitraums, geschildert. Im Anschluss sollen die Vorgänge auf der Iberischen Halbinsel näher
1 Vgl. Werner Huß, Geschichte der Karthager, hg. v. Hermann Bengston, München 1985, S. 131.
2 Vgl. Jakob Seibert, Forschung zu Hannibal, Darmstadt 1993, S. 120.
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betrachtet werden. Schwerpunkte werden die Barkiden und der Ebrovertrag sein. Des weiteren wird untersucht welche Rolle Sagunt für den Ausbruch des Krieges gespielt hat. Eine Analyse des Verhältnisses zu Rom und der karthagischen Kriegspolitik sollen dabei helfen. Hier wird sich zeigen wer durch welche Handlungen für den Kriegsausbruch verantwortlich war. Im Abschluss soll mit Hilfe der Erkenntnisse der Frage nach den Ursachen nachgegangen und ein Ergebnis zusammengefasst werden.
2. Folgen des Ersten Punischen Krieges
Bevor man genauer auf die Ursachen des zweiten punischen Krieges eingehen kann, ist es notwendig sich mit den Folgen des ersten punischen Krieges zu beschäftigen. Denn liegen gerade in diesen die Wurzeln allen Übels.
2.1 Der Lutatius-Vertrag
Die Nachkriegszeit wurde durch den Lutatius-Vertrag bestimmt. In ihm schlossen der karthagische Oberbefehlshaber Hamilkar Barkas und der Konsul Lutatius Catulus stellvertretend für Karthago und Rom den Frieden zwischen beiden Mächten. Nach den Überlieferungen von Polybios hatte Karthago, als besiegte Macht, von Rom auferlegte Bedingungen zu erfüllen. So musste es ganz Sizilien räumen, Kriegsgefangene ohne Gegenleistung in die Freiheit entlassen und Kriegsentschädigungen an Rom zahlen. 3 Doch wurde der Friedensvertrag von den Römern abgelehnt. Sie forderten verschärfte Bedingungen für den Friedenschluss, die anschließend im korrigierten Vertrag umgesetzt wurden. Nach Polybios bedeutete das für die Karthager nun die Abtretung ganz Siziliens und aller Inseln zwischen Italien und des ehemaligen Kriegsschauplatzes. Des weiteren berichtet er von einer Veränderung der Zahlungsbedingungen von 2200 Talenten in 20 Jahren zu 2200 Talenten in 10 Jahren. Außerdem mussten 1000 Talente sofort entrichtet
3 Vgl. Polybios, Geschichte der Römischen Republik, Von den Anfängen bis Augustus, K. Bringmann, München
2002.
Arbeit zitieren:
Thomas Hallmann, 2006, Die Ursachen des zweiten Punischen Krieges, München, GRIN Verlag GmbH
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