Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis IV
Abk ürzungsverzeichnis V
1 Einleitung 1
1.1 Von der Reverse Logistik zur Closed-Loop Supply Chain 1
1.2 Vorgehen 3
2 Abgrenzung des Closed-Loop Supply Chain Managements von der
Reverse Logistik 4
2.1 Gründe für Rücksendungen und deren Wiederverwertung 4
2.2 Ansprüche an die Reverse Logistik 5
2.3 Spezifizierung des Closed-Loop Supply Chain Managements 10
3 Identifikation quantitativer Ansätze 14
3.1 Struktur und Nutzen quantitativer Ansätze 14
3.2 Ansätze zur Netzwerkstruktur auf Basis ökonomischer
Gesichtspunkte 16
3.2.1 Deterministische Modelle 17
3.2.2 Stochastische Modelle 20
4 Kritische Betrachtung identifizierter quantitativer Ansätze 22
4.1 Betrachtung bezüglich ökonomischer und unsicherer Faktoren 22
4.2 Betrachtung bezüglich ökologischer Faktoren 26
5 Zusammenfassung 29
Literaturverzeichnis 31
Anhang 38
II
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Basisstruktur der Reverse Logistik.
Abb. 2: Optimale Closed-Loop Supply Chain
III
Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Auswahl quantitativer Ansätze in der Literatur nach 2004 ............. 38
IV
Abkürzungsverzeichnis CLSC Closed-Loop Supply Chain CLSCD Closed-Loop Supply Chain Design CLSCM Closed-Loop Supply Chain Management CLSCN Closed-Loop Supply Chain Netzwerk FL Forward Logistik FLN Forward Logistik Netzwerk GrSC Green Supply Chain MILP Mixed-Integer Linear Programming MINLP Mixed-Integer Non-Linear Programming RL Reverse Logistik RLN Reverse Logistik Netzwerk SC Supply Chain SCM Supply Chain Management SMILP Stochastic Mixed-Integer Linear Programming SMINLP Stochastic Mixed-Integer Non-Linear Programming 3PRLP Third Party Reverse Logistics Provider
V
1 Einleitung
In Zeiten eines steigenden Umweltbewusstseins und einer Verknappung der Ressourcen werden Unternehmen bezüglich ihrer Unternehmensstruktur vor neue Herausforderungen gestellt. Sie stehen im Zuge der Marktentwicklung einer Vielzahl an Produktrückgaben gegenüber. Zu diesen zählen Produktrücksendungen aufgrund des Widerrufs- bzw. Rückgaberechts und Rückgaben von technisch veralteten Produkten sowie Produktrückflüsse im Rahmen technischer Verbesserungen. Zusätzlich fallen Leistungen durch
Reparaturen und Garantie an. 1
Um den erwähnten Produktrückflüssen gerecht zu werden, müssen sich die Unternehmen neben der Forward Logistik (FL) mit der Reverse Logistik (RL) auseinandersetzen.
1.1 Von der Reverse Logistik zur Closed-Loop Supply Chain
Die Unternehmen sind durch Gesetze, wie das zum „waste of electrical and electronic equipment“ (WEEE) der Europäischen Union, und durch die Erwartungen der Kunden gezwungen, die Produkte, Einzelteile und Rohstoffe wiederzuverwenden oder wiederzuverwerten. Folglich sind die Reduzierung von Müll und der schonende Umgang mit Ressourcen zu
einigen der wichtigsten Anliegen in industrialisierten Ländern geworden. 2 Dies stellt sich in der heutigen Wirtschaft als große Herausforderung dar. So steigt die Anzahl der Rücksendungen durch den wachsenden Internethandel, der in Deutschland gem. § 312d BGB aufgrund des Widerrufsrechts ver-
1 Vgl.Guide und Van Wassenhove (2009), S. 11.
2 Vgl. Fleischmann et al. (2000), S. 653.
1
pflichtet ist, die Waren innerhalb von 14 Tagen zurückzunehmen. Beispielsweise hat eine Studie von stockshifters.com eine Rücksendungsrate
von 22% ergeben. 3 Auch die Zahlen der Rückgaben von veralteten Produkten oder der Produktrücknahmen im Zuge technischer Verbesserungen nimmt durch die wachsende Menge an Leasingverträgen, Rücknahmevereinbarungen sowie kürzer werdenden Lebenszyklen zu. Um der steigenden Zahl an Produktrückflüssen und gleichzeitig den Auflagen und Erwartungen gerecht zu werden, bedarf es einer integrierten Planung und Verbindung wechselseitiger Materialströme zwischen der FL und der RL. Ein solch ganzheitliches Logistiknetzwerk wird als Closed-Loop Supply Chain
(CLSC) bezeichnet. 4
Zu Beginn der Einführung des Closed-Loop Supply Chain Managements (CLSCM) wurden die Unternehmen und diesen folgend die Forschung vor neue Herausforderungen gestellt, da bestehende Konzepte zur Logistikplanung den zusätzlichen Ansprüchen nicht gerecht wurden. Im Zuge der unbekannten Situation entwickelten Forscher quantitative Modelle zur Implementierung einer CLSC, die die Kostenminimierung als primäres Ziel formulierten. Mit wachsender Erfahrung stellte sich heraus, dass das CLSCM
weit mehr Potenzial besitzt und aktiv zum Profit beitragen kann. 5 Daneben besteht weiterhin die Möglichkeit das Modell der ganzheitlichen Supply Chain
(SC) zu einer nachhaltigen SC auszubauen. 6 Neben der Eingrenzung von Umweltbelastungen durch Wiederverwendung und -verwertung verringert
3 Vgl. o.A. (2010).
4 Vgl. Easwaran und Üster (2010), S. 779.
5 Vgl. Flapper et al. (2005), S. 9.
6 Vgl. Quariguasi Frota Neto et al. (2010), S. 4464.
2
sich dadurch die Belastung weiterer Ressourcen. Die Frage ist nur, ob dies auch in den entwickelten Modellen aktiv angestrebt wird.
1.2 Vorgehen
Im Folgenden werden bestehende Konzepte zur Implementierung von CLSCs identifiziert und darauf untersucht, ob es sich um kostenminimierende oder profitorientierte Modelle zur Einhaltung der Auflagen und Erwartungen handelt oder ob mit diesen das eigentliche Ziel eines umwelt- und ressourcenschonenden, nachhaltigen Netzwerkes verfolgt wird. Stand-ortbezogene Fragestellungen zur Inventar- und Produktionsplanung werden nicht tiefergehend betrachtet.
Die Bachelorarbeit ist folgendermaßen aufgebaut. Zuerst erfolgt in Kapitel 2 eine Vorstellung der Ansprüche an die RL und eine Abgrenzung des CLSCMs. An diesem Punkt werden verschiedene Interpretationen des Begriffs aus der Literatur vorgestellt. Dem schließt sich in Kapitel 3 die Identifikation quantitativer Ansätze an. Um ein besseres Verständnis dieser vorauszusetzen, werden die Struktur und der Nutzen quantitativer Methoden erörtert. Auf dieser Basis werden verschiedene Ansätze aus der Literatur vorgestellt und gemäß ihres zugrunde liegenden Modells klassifiziert. Kapitel 4 beschäftigt sich mit einer kritischen Betrachtung und Bewertung der vorgestellten Ansätze bezüglich ökonomischer und unsicherer sowie ökologischer Faktoren. Abschließend erfolgt eine Zusammenfassung.
3
2 Abgrenzung des Closed-Loop Supply Chain
Managements von der Reverse Logistik
2.1 Gründe für Rücksendungen und deren
Wiederverwertung
Wie bereits in der Einleitung erwähnt, gibt es einige Gründe für Produktrücksendungen und deren Wiederverwertung. Diese werden von Flapper (2003) spezifiziert und in Gruppen eingeteilt. So unterscheidet er zwischen den einkaufsbezogenen, den produktionsbezogenen, den vertriebsbezogenen und sonstigen Gründen. Die erste Gruppe zielt auf die Unabhängigkeit von den Zulieferern und die Bereitstellung nicht mehr produzierter Ersatzteile ab. Die produktionsbezogenen Gründe umfassen Auflagen zur Verwendung von gebrauchten oder bei der Produktion anfallenden Materialien. In der vertriebsbezogenen Gruppe werden Rücknahmen aufgrund von Rückgabeoptionen und -auflagen sowie Garantieleistungen und Rücknahmen von falschen Lieferungen, Verpackungsmaterialien, Leasing- und Leihgegenständen zusammengefasst. Unter sonstige Gründe fallen Kosten- und Zeitersparnisse, die Kontrolle über nicht mehr verwendete Produkte und vor allem die anfangs erwähnten Verordnungen und Erwartungen bezüglich des Umweltschutzes, wie Umweltberichte, Müllentsorgungsverbote und der Aufbau eines sog. „green
image“ 7 zur Erfüllung der Kundenerwartungen. Um der Vielzahl an genannten Rücknahmegründen gerecht zu werden, sind die Unternehmen gezwungen ein Reverse Logistik Netzwerk (RLN) aufzubauen oder die RL in ihre FL zu integrieren.
7 Flapper (2003), S. 75.
4
Arbeit zitieren:
Florian Prinz, 2011, Identifikation und Bewertung quantitativer Ansätze zur Implementierung eines Closed-Loop Supply Chain Designs, München, GRIN Verlag GmbH
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