Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG 1
2. PERSONALVERMITTLUNG PLUS 1
3. DIE STAKEHOLDER-ANALYSE ALS EIN INSTRUMENT DER MARKTFORSCHUNG 5
3.1. BESCHREIBUNG DES STAKEHOLDER-KONZEPTES 5
3.2. TRANSFER AUF PERSONALVERMITTLUNG PLUS ANÜ 10
4. FAZIT 13
5. LITERATURVERZEICHNIS 15
1. Einleitung
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Verfahren der Stakeholder-Analyse als mögliches Instrument des Marketings im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) der REGE mbH in Bielefeld. Zunächst wird die REGE mbH als Organisation und ihr Handlungsumfeld beschrieben. Im Anschluss daran folgt eine umfassendere Darstellung des Bereiches Personalvermittlung plus mit den beiden Teilbereichen „Direktvermittlung“ und „ANÜ“ sowie eine idealtypische Darstellung von zwei wesentlichen Akteuren des Arbeitsbereiches, den Firmenkunden und den Bewerbern auf externe Stellen der ANÜ. Hieran soll überprüft werden, in wie weit und mit welchem Stellenwert sich diese beiden Gruppen bei der folgenden Analyse wieder finden. Nach der Beschreibung des Konzeptes der Stakeholder-Analyse folgt eine Darstellung der einzelnen Elemente der Analyse und leitet dann über in die praktische Anwendung auf die Arbeitnehmerüberlassung der REGE mbH. Zielsetzung ist die Identifizierung der relevanten internen und externen Stakeholder sowie die Fragestellung: welches sind die Chancen und die Risiken eines Einsatzes einer Stakeholder-Analyse in der ANÜ und welcher Teil überwiegt?
2. Personalvermittlung plus
Die Regionale Personalentwicklungsgesellschaft mbH ist als arbeitsmarktpolitische Dienstleisterin eine Tochter der Stadt Bielefeld und gliedert sich in vier Teilbereiche. Der Bereich „Finanzen und sonstige Dienste/Zentrale Dienste“ stellt die kaufmännische Abwicklung der Projekte sicher und führt allgemeine kaufmännischen Aufgaben aus. Der Bereich „Jugendberufshilfe“ arbeitet in den Themenfeldern Beratung an Schulen ab der achten Klasse als Vorbereitung für den weiteren Aufgabenschwerpunkt, der Übergang Schule und Beruf. In der kommunalen Arbeitsförderung mit dem dort zugeordneten Projektgeschäft ist der Bereich „Kommunale Arbeitsförderung“ angesiedelt. Dienstleistungen mit dem Schwerpunkt erster Arbeitsmarkt erbringt der Bereich „Personalvermittlung plus“ deren Kunden in dieser Arbeit mit einer Stakeholder-Analyse untersucht werden.
1
Die Angebote des Bereiches „Personalvermittlung plus“ (PV plus) teilen sich in zwei Schwerpunkte auf. Die direkte Arbeitsvermittlung vermittelt Bewerber an Unternehmen die einen definierten Personalbedarf durch die Einstellung Arbeitsuchender decken wollen. Hierzu werden Stellen bei Arbeitgebern in und um Bielefeld akquiriert. Erteilt ein Unternehmen einen Rekrutierungsauftrag wird ein konkretes Stellenprofil erhoben. Hieran schließt sich die passgenaue Bewerbervorauswahl an. Dies geschieht mittels eines umfassenden Pools an Initiativbewerbungen, Bewerbungen von ehemaligen und aktiven Mitarbeitern der Arbeitnehmerüberlassung sowie den Netzwerkpartnern (Bildungsträgern,
Hochschulen, Outplacement-Beratungs-Unternehmen 1 etc.). Eine wesentliche Voraussetzung hierbei ist die Freiwilligkeit der zu Vermittelnden um ein Höchstmaß an Eigenmotivation sicher zu stellen und somit eine Abkehr vom „Fördern und Fordern Prinzip“, welches oft eine Motivation mittels monetären Druck hervorruft 2 . War die Vorauswahl erfolgreich, werden dem Unternehmen die passendsten Kandidaten vorgeschlagen, der einstellende Betrieb führt Vorstellungs- bzw. Einstellungsgespräche und handelt am Ende einen Arbeitsvertrag mit der entsprechenden Person aus. Diese Dienstleistung ist für Bewerber und Unternehmen kostenlos und wird in der Regel durch einen Vermittlungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters finanziert. Diese Institutionen zahlen im Erfolgsfall, nach sechs Monaten Dauer eines vermittelten Arbeitsverhältnisses, eine Prämie an den Bereich PV plus. Der zweite Aufgabenschwerpunkt ist die Arbeitnehmerüberlassung (in dieser Arbeit Synonym mit Leih- oder Zeitarbeit) und wird mittels der Stakeholder-Analyse in Kapitel 3.2. untersucht werden. Diese tritt ähnlich einem Zeitarbeitsunternehmen auf. Akquirierte Betriebe die ihren Arbeitskräftebedarf nicht durch Einstellungen kompensieren wollen oder können, erhalten hier Personal über einen definierten Zeitraum entliehen. Die Bewerberauswahl erfolgt analog der direkten Arbeitsvermittlung. Das Personal wird jedoch in der ANÜ eingestellt und dem
1 Eine (überwiegend) durch das entlassende Unternehmen finanzierte Vermittlung und Beratung der
betroffenen Arbeitnehmer
2 Es drohen Leistungskürzungen bei mangelnder Mitwirkung im Rahmen der Vermittlung
2
Einsatzbetrieb überlassen. Die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden des Leiharbeitnehmers werden dem Entleihbetrieb mit einem kostendeckenden Aufschlag für die Arbeitnehmerüberlassung in Rechnung gestellt. Die generellen Lohnnebenkosten für Krankheit, Urlaub und sonstige Fehlzeiten des Arbeitnehmers sowie Versicherungen und Abgaben an die Berufsgenossenschaft entfallen für den Entleihbetrieb beim Einsatz eines Leiharbeiters. Diese bilden oft, gerade in der Anfangsphase eines Beschäftigungsverhältnisses, ein gewisses kalkulatorisches Risiko für das Unternehmen und wirken somit nicht einstellungsfördernd. Die Lohnabrechnung mit dem Leiharbeitnehmer erfolgt über die
Arbeitnehmerüberlassung, die auch die Kosten für alle Fehlzeiten sowie die Beiträge für Versicherungen und Abgaben finanziert.
Abbildung 1: Diagramm Arbeitnehmerüberlassung, eigene Darstellung
Tarifliche Grundlage ist das Equal-Pay-Prinzip. Es bedeutet, dass die Leiharbeitnehmer bei gleicher Qualifikation und Berufserfahrung, das gleiche Gehalt bekommen, wie die im Entleihbetrieb Beschäftigten. Dadurch ist eine qualifiziertere Besetzung der Stellen möglich. Bewerber, die sich auf Grund ihrer Qualifikation eher nicht in der klassischen Zeitarbeit sehen, werden mit diesem Ansatz erreicht. Durch die in der Regel höhere
3
Arbeit zitieren:
Olaf Tilsner, 2011, Sozialmarketing, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
BWL - Personal und Organisation: Sozialmarketing ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
BWL - Personal und Organisation: neuer Titel erschienen: Sozialmarketing
Olaf Tilsner hat einen neuen Text hochgeladen
Stakeholder Approach to Corporate Governance: Managing in a Dynamic En...
Abbass F. Alkhafaji
Stakeholder Incentives in Participatory Forest Management: A Manual fo...
Michael Richards, Gil Yaron, Jonathan Davies
Sozialmarketing als Stakeholder-Management
Grundlagen und Perspektiven fü...
Mario F. Ruckh, Christian Noll, Martin Bornholdt
Cours d'analyse de l'École Royale Polytechnique. I partie. Analyse alg...
Augustin-Louis Cauchy
0 Kommentare