ABSTRACT
Die gegenwärtige europäische Währungsunion ist von der erschwerenden Krise schlicht gekennzeichnet. Die Volatilität, die sich in sowohl dem politischen Zustand innerhalb der Euro-Zone als auch der Zahlungsfähigkeit der verschuldeten Länder verkörpert, löst die kontinuierliche Panikstimmung der Anleger aus und zerschlägt jede Erwartung an Ausweg. Die sich verbreitende pessimistische Einschätzung stellt es schlicht heraus, dass die durch nationalitätsbezogenes Finanzwesen unterstützenden Staatsanleihen ihre Stellung als die zuverlässigen und risikolosen Anlagenmöglichkeiten zwangsläufig verlieren. Die erschreckenden Verhältnisse von Staatschuldenberg mit Haushaltssaldo weisen nach, dass neben der Analyse der zu erwartenden Renditen in der Investition der Staatsanleihen eine Reihe der internen und externen Faktoren bezüglich der allgemeinen wirtschaftlichen Lage eines bestimmten verschuldeten Landes und Auswirkung der Reform die vollständige Auseinandersetztung unbedingt berücksichtigt werden muss.
Um die Risiken dieser Investitionsgelegenheit und die einschlägigen Merkmale, die einen ständigen und tiefgründigen Einfluss auf den Risikoaufschlag der Staatsanleihen ausüben, umfassend und einprägsam zu unterbreiten, lässt sich die vorliegende Arbeit anfertigen. Die Forschung dient der Problemstellung, welche ausschlaggebenden Faktoren in Analyse der Staatsanleihen berücksichtigt werden müssen und wie sie Risikosvermeidung dienen. Neben der Bedeutung der entsprechenden Forschung wird sich der Forschungsarbeit damit beschäftigen, die sorgfältige Interpretation der Implikationen zu realisieren. Zur Erreichung die erwähnten Zielsetzungen werden die hautnahen Fälle der EU-Länder und die ersichtliche Gegenüberstellung als Basis herangezogen, weil das Verfassen dieser Forschungsarbeit der gegenwärtigen Wirtschaftslage innerhalb der europäischen Währungsunion zugrunde liegt. Darüber hinaus wird die Funktionsweise der Ratingsagenturen und ihrer Zusammenhang mit der Veränderung von Zinssatz dargelegen. Die Verwendung der Methodologien dient der Bildung der Schlussfolgerungen.
III
INHALTSVERZEICHNIS
ABSTRACT II
INHALTSVERZEICHNIS III
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS V
TABELLENVERZEICHNIS VI
1. EINLEITUNG 1
1.1 Problemstellung 3
1.2 Forschungsziel 3
2. FINAZIERUNG UND STAATSANLEIHEN 4
2.1 Die Darlegung der Refinanzierung von Staaten über Staatsanleihen 4
2.2 Die Kennzahlen in der Analyse der Staatsverschuldung 8
3. DIE RISIKEN DER STAATSANLEIHEN 14
4. DIE FUNKTIONSWEISE VON RATINGSAGENTUREN 19
4.1 Die Funktionsweise der Ratingsagenturen 20
4.2 Der Zusammenhang zwischen Ratings und Zinssatz 24
5. FAZIT 27
LITERATURVERZEICHNIS VII
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1. Wirschaftswachstum im internationalen Vergleich
Abbildung 2. Defizit im internationalen Vergleich
Abbildung 3. Schuldenstand im internationalen Vergleich
Abbildung 4. Übersicht der Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen der EU-Länder
Abbildung 5 Übersicht der Zinsätze der10-jährigen Staatsanleihen der Euro-Länder
VI
TABELLENVERZEICHNIS
Tabelle 1. Die Die Auswertung der Staatsverschuldung der europäischen Länder 12
Tabelle 2. Die Übersicht der Ratingsstufen der TOP-3 Ratingsagenturen 20
Tabelle 3 Die Gegenüberstellung der S P-Ratings der wichtigen Euro-Länder 25
1. EINLEITUNG
Im Zuge der Erstellung dieser vorliegenden Forschungsarbeit hat ein erschütterndes Ereignis die eigentlich schwierige Finanzkrise innerhalb Euro-Zone zu eskalieren, dass die Rendite der 10-jährigen italienischen Staatsanleihen in Höhe von 7,46% auf einer erstaunlichen Rekordhöhe am 09. November 2011 angestiegen ist. Demgegenüber ist derselbe Parameter erst 5,28% am 08. August 2011.
Den Vorfällen in Irland und Portugal zufolge wird daher diese katastrophale Stellung eine Reihe der massiven an Italien gerich-teten Rettungsaktionen heibeiführen. Dieses schockierende Vorkommnis ist leider kein einzige enttäuschte Nachricht an den europäischen Finanzmärkten. Davor kündigte eine der weltführenden Ratingsagenturen, Fitch Ratings am 24. November 2011 an, dass die Auswertung der portugiesischen Staatskreditwürdigkeit vom „BBB/negative“-Rang auf den „BB/positiv“-Rang herab geschraubt wurde. Im Hinblick auf den Ausblick von Portugal lässt sich eine negative Einschätzung bewahren. Gleichzeitig ergänzt diese Prüfung eine Verwarnung, dass der Abwärtstrend noch nicht aufhören wird. Der Grund dieser Beurteilung besteht darin, dass das zu erwartenden Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2012 um 3% schwinden wird und die Rezession zu der zahlreichen Herausforderungen in der ökonomischen Reform führt und die Aussicht noch unklar ist. Das schwerwiegende Ungleichgewicht zwischen dem Schuldenstand und Finanzierungsdefizit und die Überschuldung in den unterschiedlichen Branchen wirken zusammen, so dass der Zustand der portugiesischen
Bonität die Kriterien vom sicheren Anlagesrang nicht mehr befriedigen kann. 1 Dieselbe Ratingsagentur gab auch eine andere Verwarnung über Frankreich an, dass dem Kernland in EU-Länder eine Bedrohung noch vorliegt, die Auswertung von AAA-Rang zu verlieren. Ohne dass die französische Regierung die strengeren Maßnahmen zur Beschränkung durchführen würde, um die Bonität zu verbessern und das Ziel der Finanzplanung zu erreichen, wäre ein sprunghafter Rückgang in der nahen Zukunft dementsprechend noch höchstwahrscheinlich. Bisher weist sachverständige Prognose darauf hin, dass das öffentliche Defizit von Frankreich einen 4-prozentigen Anteil zum BIP einnimmt und dieser Betrag höcher als die Zielsetzung von 3% ist. Daher ist eine engere Reform unentbehrlich.
1 Die ausführliche Beschreibung der Ratings wird im 4. Kapital vorgenommen.
Nach der konventionellen Anschauung ist die Anlage in Staatsanleihen immer als eine risikolose Investitionsentscheidung angesehen worden. Als die praxisbezogene Anwendung wird in der Bewertung eines Unternehmens oder eines Investitionsobjekts der Zinssatz der 10-jährigen Staatsanleihen verwendt, um das
spezifische Risiko zu bestimmen. 2
Allerdings weist die gegenwärtige Finanzlage innerhalb der EU-Zone eine komplett widersprüchliche Tatsache nach, dass diese Sicherheit der Staatsanleihen noch fraglich ist. Die durch das sämtliche Staatsfinanzwesen unterstützte Staatsverschuldung ist auch mit der politischen Stabilität kompakt verbunden worden. Der sowohl Ökonom als auch ehemalige US-Staatspräsident, James Buchanan, hatte eine Aussage erwähnt, dass die Faszination der Finanzierungsweise mittels der Schuldungsverschreibung für die ausgewählten Politiker ersichtlich ist und zudem die Ausgaben durch Kreditaufnahme die sofortige Gegenleistung erbringen muss, ohne den sofortigen politischen Verlust
heibeizuführen. 3 Dem finanziellen Zustand in der europäischen Währungsunion in der Gegenwart zufolge stellt sich es heraus, dass solche Aussage bereits überholt ist und an dieser heutigen Finanzwelt nicht mehr wenden kann. Die politische Stabilität eines verschuldeten Landes wird die verlässliche Zahlungsfähigkeit versichern. Im Gegenteil dazu wollen die Finanzmärkte nun die Umwandlung und Reform erzwingen, die kein Politiker fertigbringen kann.
In Irland, Portugal, Italien und Griechenland ist der Regierungswechsel zu betrachen. Das aktuelle Ergebnis der Parlamentswahl von Spanien zeigt auf, dass die konservative Opposition mit einem überwältigen Sieg diese gegenwärtige Regierung ersetzen muss. Dieser Machtwechsel spiegelt die Aufforderung an der wirksanmen Reform und auch die Unzufriedenheit gegebnüber der scheiternden Verwaltung wider. Damit entstehen insgesamt fünf Länder in der europäischen Währungsunion, in den sich die Regierungen aufgrund der misslungenen Finanzpolitik umgewandelt haben. Unter Berücksichtigung der vorliegenden Tatsache, dass ein Schatten der Finanzkrise auf der europäischen Währungsunion herrscht. Die endlosen und nicht zu erwartenden Umschläge überfallen sowohl die Regierungschefs als auch Anleger. Dementsprechend
2 Vgl. SCHMEISSER, W. (2010), S.2.
3 Vgl. SOBEL, S.R./ GWARTNEY, J.D./STROUP R.L./MACPHERSON, D.A. (2009), S.394.
prägt sich in dieser Katastrophe aus, dass die Anleger bereits sein begrenztes Vertrauen an die Staatsanleihen schnell und heftig verloren haben. Die Staatsanleihen, die immer als eine repräsentative risikolose Anlage betrachtet werden, sind gezwungenermaßen mit Fragwürdigkeit und Abwertung tiefgründig verbunden.
1.1 Problemstellung
Man muss überdenken, welche Risiken i.V.m. Staatsanleihen am engsten verbunden sind und welche Eigenschaft sie aufweisen. Weitergehend muss man die Faktoren auch berücksichtigen, die eine Auswirkung auf der Entstehung dieser Risiken ausüben. Diese Problemstellung stellt die Motivation dieser Forschung dar. Und die Arbeit wird mit der Auseinandersetzung der staatlichen Refinanzierung durch Staatsverschuldung beginnen. Anschließend werden die Arten der damit einhergehenden Risiken abgrenzt. Folgend konzentriert sich die Forschung auf die Funktionsweise der Ratingsagenturen als ein unerlässlicher Marktteilnehmer und den Zusammenhang zwischen Ratings und der Bewegung des Zinssatzes, bevor die Zusammenfassung vorgenommen wird.
1.2 Forschungsziel
Auf Basis dieser Problemstellung und der ausführlichen Beschreibungen der mit den Staatsanleihen Risiken sowie ihre Merkmale versucht die Anfertigung der vorliegenden Forschungsarbeit ein Ziel zu verwirklichen, den Zusammenhang den unterschiedlichen Faktoren und den einzelnen Risikenarten zu ermitteln und zudem die Auswirkung der Ratingsagenturen als ein anderer wichtiger Marktteilnehmer auf den Veränderungen der Zinssätze an den Finanzmärkten aufzudecken.
Um diese Zielsetzung zu erfüllen, werden die vielfältigen Methodologien verwenden, die die Diagramme, die statistischen Tabellen und die tatsächlichen Fälle enthalten.
2. FINANZIERUNG UND STAATSANLEIHEN
Die Entscheidung über eine Kreditaufnahme bzw. -vergabe ist ein typisches Beispiel
für ein finanzwirtschaftliches Problem. 4 Dieser Abschnitt wird sich damit beschäftigen, die Finanzierungsfunktion der Staatsanleihen zu unterbreiten. Hinsichtlich der ausführlichen Darlegung der Refinanzierung von Staaten beginnt es
mit einer Darstellung über die Formen, Struktur und Umfang der Staatsverschuldung. 5 Die Forschung der Staatsverschuldung muss dazu dienen, die aktuelle Finanzkrise zu interpretieren. Um diese staatliche Refinanzierung vertiefend zu verstehen, muss auch eine Reihe der ökonomischen Kennzahlen herangezogen werden. Der zweite Abschnitt wird sich darauf konzentrieren, diese Koeffizienten ausführlich darzulegen.
2.1 Die Darlegung der Refinanzierung von Staaten über Staatsanleihen
Dem Unternehmen liegt eine weitere Möglichkeit neben der Beteiligungsfinanzierung durch Außenfinanzierung vor, sich mittel- und langfristiges Fremdkapital beschaffen
zu können. Diese Möglichkeit stellt die Emission von Schuldverschreibungen dar. 6 Nicht nur Industrie- und Handelsunternehmen, sondern insbesondere auch die Staaten treten als Emittenten von Schuldverschreibungen auf. Die Staatsverschuldung („öffentliche Kreditaufnahme“) stellt eine maßgebliche Einnahmenkategorie des Staates neben
den Steuern, Gebühren und Beiträgen dar. 7
Um die Gründe der Staatsverschuldung zu rechtfertigen, müssen die Finanzbedürfnisse in den unterschiedlichen Aspekten hiermit erwähnt werden. Zunächst müssen die unvollstänigen Vorbereitungen der Renten-, Pflege- und Krankenversicherungen auf demographischen Wandel dazu zwangläufig führen, dass parallel zum beträchtlichen Anstieg der staatlichen Defizite die Tragfähigkeitslücken in den sozialen Sicherungssystemen dementsprechend deutlich werden. Darüber hinaus könnten
4 Vgl. GEYER, A./HANK, M./LITTICH, E./NETTEKOVEN, M. (2009), S.2.
5 Vgl. BRÜMMERHOFF, D. (2007), S.XXIV.
6 Vgl. BECKER, HANS PAUL (2010), S.210.
7 Vgl. BRÜMMERHOFF, D. (2007), S.617.
die Zukunftslasten der Sozialversicherungen in manchen Ländern sogar die expliziten Staatsverschuldung überschreiten.
Infolgedessen muss man den öffentlichen Sektor genau wie den privaten Sektor auf den marktmäßigen Kreditbeziehungen anpassen, um eine freiwillige Leistung der anderen inländischen oder ausländischen Sektoren zu erhalten. Es ist auch bemerkenswert, dass die Staatsverschuldung als die vorläufigen Einnahmen bezeichnet wird, weil sie zu den späteren Zinsschuldungen und Tilgungszahlungen führen muss, die durch die künftigen Kredite, Steuern oder Ausgabensenkungen des Staates in anderen Bereichen finanziert werden müssen. Es ist zu erwarten, dass der kurzfristige Ausdehnung der Einnahmenseite durch die Aufna-hme von Krediten daher eine mittel- bzw. langfristige Belastung
der Ausgabenseite in Form des Schuldendienstes gegenüberstehen muss. 8 Die Staatsverschuldung kann unter Umständen aus ökonomischer Hinsicht gerechtfertigt sein. Die hauptsächlichen Gründe für die staatliche Defizitfinanzierung enthalten
Effizienz-, Stabilitäts- und Verteilungspolitische Gründe. 9 Da durch Konjunkturschwankungen die Steuereinnahmen des Staates zum Teil start in der Zeit variieren muss, verpflichtet sich es, entweder die Steuerpolitik oder die öffentlichen Ausgabenprogramme an die gegenwärtige konjunkturelle Situation anpassen zu müssen. Hinsichtlich der Anpassung der Steuersätze an die konjunkturelle Situation müssen die außergewöhnlich hohen Kosten der Besteuerung, die sich in Entrichtungskosten und dem großem administrativen Aufwand verkörpern, entstehen. Andererseits wird eine Abstimmung der öffentlichen Ausgaben mit der mangelnden Planungssicherheit verbunden. Die Staatsverschuldung wird als ein effizienter Ausweg angesehen. Die stabilisierungspolitische Rechtfertigung der Staatsverschuldung liegt darin, dass ein Staat die gesamtwirtschaftliche Nachfrage stabilisieren kann, wenn er im Falle des Konjunkturabschwungs öffentliche Ausgaben ausdehnt oder Steuersenkungen einleitet. Eine aktive Stabilisierung sieht höhere öffentliche Ausgaben im Konjunkturabschwung vor. Die Ausgabensteigerungen, welche gewöhnlich nicht mit höheren Steuereinnahmen einhergehen, werden über Defizite finanziert. Es ist erwähnenswert, dass die stabilisierungspolitischen Maßnahmen die kurzfristige Defizitfinanzierung, aber keinen langfristigen Anstieg des Staatsverschuldungenstandes rechtfertigen.
8 Vgl. BRÜMMERHOFF, D. (2007), S.617.
9 Vgl. BRÜMMERHOFF, D. (2007), S.640.
Die Staatsverschuldung aus einer verteilungspolitischen Sicht wird darauf hinweisen, dass durch die Kreditaufnahme die heutigen Generationen von Steuerzahlungen entlastet werden können und die zukünftigen Generationen in Form von Tilgung- und Zinszahlungen an der langfristigen Finanzierung von öffentlichen Gütern beteiligt werden. Nachdem sich diese unterschiedlichen Gründe für Staatsverschuldung konkretisieren lassen, sind die Schlussfolgerungen noch erforderlich, d.h. obwohl es verschiedene Gründe, die eine staatliche Defizitfinanzierung zu rechtfertigen, besteht, kann eine stetige wachsende Staatsverschuldung aus ökonomischer Hinsicht wohl kaum ertragen werden. Es ist keineswegs zu bewilligen, dass bei der Schuldenaufnahme ein Staat keinen wohldefinierten und nachhaltigen Tilungsplan verfolgt.
Die Staatsverschuldung kann nach Kreditnehmern, Schuldarten und Gläubigern unterschieden werden. Die Kreditnehmer können nicht nur Länder und Gemeinden, sondern auch Fonds oder sonstige öffentliche Haushalte sein.
Die hauptsächlichen Schuldarten erfassen unverzinsliche Schatzanweisungen, Bundesobligationen, Bundesschatzbriefe, und Anleihen. Darüber hinaus machen direkte Ausleihungen der Kreditinsitute, Darlehen von Sozialversicherungen und sonstige Darlehen auch die Bestandteile der Staatsverschuldung aus. Die Anleihen sind der Kern dieser Forschungsarbeit, die die wichtigste Position innerhalb der Schuldarten darstellen. Die unverzinslichen Schatzanweisungen sind Diskontpapiere mit der Laufzeit bis zu 24 Monaten. Demgegenüber sind die Kassenobligationen, Bundesobligationen, Bundesschatzbriefe und Anleihen festverzinsliche Wertpapiere, die Laufzeit von 3 bis 10 Jahren aufweisen. Bedeutsam sind ferner die Direktausleihungen der Kreditinstitute, die sich um Schuldscheindarlehen handeln, deren Verzinsung sehr unterschiedlich sein kann
und deren Laufzeit meist vier Jahre und darüber beträgt. 10 Bezüglich der Gläubiger können Kredite im Inland und Ausland aufgenommen werden. Als Gläubiger von Inlandskrediten treten Kreditinstitute und inländische Nichtbanken
und Sozialversicherungen auf. 11 Bemerkenswert ist, dass die ausländische Gläubiger fast 50 Prozent der deutschen Staatsverschuldung seit dem Jahr 2005 bewahren. 12
10 Vgl. BRÜMMERHOFF, D. (2007), S.618.
11 Nichtbanken enthalten nicht finanzielle Unternehmen, Kapitalsammelstellen und private Haushalte.
12 Vgl. BRÜMMERHOFF, D. (2007), S.617.
Für die Beurteilung der europäischen Staatsverschuldung im internationalen Vergleich sind das Wirtschaftswachstum, BIP und die Anteile der Defizite und Schuldenstandes zum BIP herauzuziehen, da nur die wirtschaftliche Stabilität die Grundlage der Bonität bilden und sichern kann. Die schwindende Wirtschaft muss das Besorgnis um die Zahlungsfähigkeit erbringen. Die wichtigsten Kennzahlen in der Analyse der Staatsverschuldung werden im nächsten Abschnitt vertiefend dargestellt. Die Abbildungen 1 bis 3 zeigen die Gegenüberstellungen zwischen Japan, Euro-Zone, China und U.S.A. auf, die Wirtschaftswachstum, Defizit und Schuldenstand in Prozent vom BIP im Jahr 2011 auf Basis der Prognose enthalten. Gemäß dem Vergleich zeigen die ostasiatischen Wirtschaftssubjekte die extrem gegensätzlichen Richtungen, dass mit dem höchsten Wirtschaftswachstum und zugleich geringsten Anteil des Schuldenstandes zum BIP China die verlässlichste Stabilität bewahrt und die Unvereinbarkeit zwischen dem Wachstum und Defizit die Wirtschaftsaussicht von Japan fraglich macht. Angesichts der relativ niedriger Aufschwung und hohen Defizite in Europa muss die EU-Zone die ausreichende Vernunft hingeben, um diese Zahlungslücke abzudecken.
13 Quelle: ThomsonReuters.
2.2 Die Kennzahlen in der Analyse der Staatsverschuldung
Die gegenwärtige Entwicklung der öffentlichen Finanzen ist in vielen Mitgliedsstaaten der Eurozone durch einen kontinuierlichen Anstieg der Staatsverschuldung ausgeprägt. Um die Staatsverschuldung innerhalb der europäischen Währungsunion zu beurteilen und die finanzielle Aussicht prognostizieren zu können, muss man eine empirische Forschung mit Hilfe von einer Reihe der ökonomischen Kennzahlen durchführen.
14 Quelle: ThomsonReuters.
15 Quelle: ThomsonReuters.
Dieser Abschnitt des zweiten Kapitals wird sich darauf konzentrieren, die notwendigen Koeffizienten darzustellen.
Zins-Steuerquote 16
Die Zins-Steuerquote weist darauf hin, in welchem Ausmaß die Zinsbelastung Steuern und die gesamten Einnahmen binden wird und der Verwendung bei der Erfüllung der eigentlichen Staatsaufgaben entzieht. Die Veränderung dieser Relation deutet auf diese unterschiedliche budgetäre Belastung. Wenn diese Quote größer als 1 wäre, würden die
steuerfinanzierten Ausgabenspielräume eingeschränkt. 17 Zins-Ausgabenquote
Diese Relation bringt zum Ausdruck, welcher Anteil an den gesamten Staatsausgaben bzw. Am Haushalt auf den Schuldendienst entfällt. Dieser Vergleich wird insbesonders aussagekräftig, wenn der Gestaltungsspielraum für die Erzielung eines höheren Steueraufkommens oder für die Verringerung des Ausgabenanstiegs gering ist. Das kann aus allgemeinpolitischen, haushaltspolitischen oder haushaltsrechtlichen Gründen eintreten
oder durch internationalen Steuerwettbewerb bedingt sein. 18 Zinsquote
Um eine Zinsquote des Staates zu berechnen, wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Nenner stehen. Aus der makroökonomischen Hinsicht ist BIP insofern die sinnvollste Bezugsgröße, als auch das Steueraufkommen, aus dem der laufende Schuldendienst ge-leistet werden muss, wesentlich von BIP abhängt. 19 Primärüberschussquote
Mit dem Überschuss versteht man als der Saldo aus den Einnahmen abzüglich der Ausgaben der öffentlichen Haushalte. Diese Quote beschäftigt sich damit, den Anteil vom staatlichen Überschuss zum BIP zu bestimmen.
Zusammen mit Zinsaufwand und Wachstumsrate ergibt sich hiermit ein aussagekräftiges und analytisches Instrument.
16 I.w.S. stellen Steuern die gesamten nicht kreditären Einnahmen dar, die auch Sozialbeiträge,
Vermögenseinkommen und Vermögenstransfers etc. einschließen.
17 Vgl. BRÜMMERHOFF, D. (2007), S.620.
18 Vgl. BRÜMMERHOFF, D. (2007), S.620.
19 Vgl. BRÜMMERHOFF, D. (2007), S.621.
Rendite der Staatsanleihen
Die zu erwartende Rendite wird dazu dienen, die Anforderung der Kompensation eines Anlegers widerzuspiegeln, der die Risiken an den Finanzmärkten übernommen hat. Es leuchtet ein, dass in einem Marktgleichgewicht mit den risikoscheuen Anlegern die zu erwartende Rendite eines bestimmten Wertpapiers unso höher sein wird, je größer das
damit verbundene Risiko ist. 20 Hinsichtlich der Lage innerhalb der Euro-Zone ist es zu betrachten, umso größer das Risiko der Zahlungsunfähigkeit eines bestimmten Staates ist, desto größer ist der Unterschied zwischen der Rendite der betreffenden Staatsversschuldung und die Rendite einer vollkommen sicheren Anlage bei gleicher Liquidität. Die vierte Abbildung veranschaulicht die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen der Euro-Ländern. Die Ergebnisse entsprechen der einzelnen wirtschaftlichen Lage. Je weniger Vertrauen, desto höher die Rendite, die Anleger für die zehnjährigen Staatsanleihen verlangen. Bei den risikobehafteten Anlagen erhalten daher die Anleger eine entsprechende Risikoprämie. Wenn Deutschland zurzeit für nur knapp zwei Prozent an neues Geld kommt, muss Griechenland rund 18 Prozent zahlen. Eine Konsequenz, die Besorgnis erregt, wird diese Übersicht implizieren, solange diese Krise andauern wird, müssen die Starken die Lasten der Schwachen schultern.
20 Vgl. HAX, F. (2009), S.357.
21 Quelle: ThomsonReuters.
Kreditfinanzierungsquote
Der Anteil der durch Nettokreditaufnahme finanzierten Ausgaben wird dadurch angegeben. Die Beurteilung dieser Kennziffer wird insbesdonere für konjunkturpolitische Analyse hergezogen, weil sie darauf hinweisen kann, wie stark die Ausgaben zukunfts-wirksam sind, d.h. das Produtivitätspotential beeinflussen. 22 Neuverschuldungs- oder Defizitquote
Diese Indikatoren beziehen die Nettokreditaufnahme oder der Finanzierungssaldo auf das BIP. Für den Beitritt in die europäischen Währungsunion ist die dem Finanzierungssaldo einbeziehende Defizitquote ein unerlässlicher Faktor und zudem für die Bildung der Beurteilung der Finanzpolitik. Die konjunkturellen Einflüsse werden vor allem von
disesr Relation bestimmt. 23 Schuldenstandsquote
Die Schuldenstandsquote ist ein weiterer expliziter Indikator für die EU-Stabilisierungspolitik, die den Bestand an öffentlichen Schuldtiteln auf das BIP bezieht. Damit kann diese Rate eher die langfrisitgen Ergebnisse der Haushaltspolitik widrspiegeln, jedoch wird hiermit eine Bestandgröße auf eine im Konjunkturverlauf schwankende Strom-
größe bezogen. 24
Die nachfolgende Tabelle wählt einige EU-Länder aus und zeigt den Schuldenstand in Prozent des BIPs des einzelnen Staates auf. Die Beurteilung über die Finanzpolitik und die sozialen Ebene eines bestimmten Staates und die gesamten Bemerkungen werden dazu dienen, eine Implikation zwischen Schuldenstand und Gesamtwirtschaft zu finden, d.h. die Schuldnstandsquote reflektiert die Leistung der wirtschaftlichen und sozialen Verwaltung einer Regierung sowie die Ausmaße der politischen und ökonomischen Stabilitäten in einem zu betrachtenden Land. Das ist auffallend, dass die Staaten mit einer hohem Schuldensandsquote, z.B. Portugal, Griechenland und Italien, immer von hoher Arbeitslosigkeit, nachlassender Wirtschaft oder Überschuldung etc. eng verbunden sind. Andererseits müssen die vorbildlichen Staaten mit sozialen Stabilität und Aufschwung die vernünftigere und geringere Schuldenstandsquote aufweisen.
22 Vgl. BRÜMMERHOF, D. (2007), S.621.
23 Vgl. BRÜMMERHOF, D. (2007), S.621.
24 Vgl. BRÜMMERHOF, D. (2007), S.621.
Zum Abschluss dieses Kapitals stellt sich eine Hinsicht heraus, dass die dargestellten Indikatoren der kurz-, mittel- und langfristigen Anaylse der Staatsverschuldung dienen. Wenn die Zinsbelastungen als die wichtigen absoluten Zahlen der öffentlichen Verschuldung berücksichtigt werden, muss man auch ihre Relation zu anderen ökonomischen Größen nicht unterlassen. Diese Verhältnisse zeigen sowohl die Höhe als auch Struktur des kumulierten Schuldenstandes auf. Die Ausmaße der jährlichen Neuverschuldung können ebenfalls dadurch beleuchtet werden.
Die gesamten Indikatoren sind von der Beurteilung der Finanzpolitik eng verbunden. Eine Finanzpolitik kann erst als nachhaltig und langfristig tragbar bezeichnet werden, falls die Schuldenstandquote und Wachstumsrate langfrisitig zusammenwirken, einen konstanten positiven Wert anzunehmen.
25 Quelle: IHS Global Insight, OECD, EU-Kommission
3. DIE RISIKEN DER STAATSANLEIHEN
Früher bestand eine Beurteilung, die vorwiegende von Kreditinstituten als Verkaufsargument gebracht wurde, dass das Halten festverzinslicher Wertpapiere als eine relativ risikoarme Veranlagung galt. Offenbar ging von dieser Konstellation kein ausreichender Anreiz, sich mit Fragen der Risikoanalyse von den Anleihen intensiver zu beschäfti-gen. 26 Diese Situation hat sich bereits entscheidend gewandelt. Die beobachteten Zinsschwankungen und Abgrund der Bonität der Emittenten lassen Anleihen zu riskanteren Titeln als so manche Aktien werden. Es ist zweifelsohne, dass der Mythos der risikolosen Veranlagung stark erschüttert war und die Investoren gegenüber dem Zinsänder-
ungsrisiko und anderen damit einhergehenden Risiken zunehmend sensiblisiert sind. 27 Die Untersuchung der Risiken i.V.m. den Staatsanleihen stellt den Kerngegenstand der gesamten Forschungsarbeit dar. Die von bestimmtem Investitionsobjekt in der Zukunft
erwirtschafteten finanziellen Überschüsse sind regelmäßig mit Unsicherheit behaftet. 28 Um diese Überschüsse angemessen bewerten zu können, sind bei unterstellter Risiko-aversion der Investoren Risiko adjustierungen vorzunehmen. 29 Diese unverzichtbare Anpassung wird entsprechend als Risikoaufschlag verstanden. Obwohl der Zinssatz von den 10-jährigen Staatsanleihen als ein risikoloser Zinssatz in der praxisbezogenen Bewertung eines Unternehmen oder eines Investitionsobjekts empfohlen wurde, 30 stellt sich die gegenwärtige Wirtschaftslag in der europäischen Währungsunion andere-rseits gegensätzlich heraus, dass die Staatskreditwürdigkeit und die Investition in Staatsanleihen ebenfalls von den unterschiedlichen Risiken betroffen werden. Die mit den Staatsanleihen verbundenen Risiken beziehen sich zunächst auf denselben Arten der Risiken, die auf der Analyse des festverzinslichen Wertpapiergeschäfts in der Unternehmensfinanzierung ebenso zutreffen. Zudem handeln sich die Risiken auch die gesonderten Elemente bezüglich der Eigenschaft eines verschuldeten Landes.
26 Vgl. STEINER P./UHLIR H. (2001), S.5.
27 Vielfach wurden stärkere Kursschwankungen mit Hinweis auf die „Kurspflegenden“ Aktivitäten der
Emissionskonsortien als praktisch unmöglich hingestellt. Solche Versprechungen konnte man sich allerdings
nur in Zeiten relativ stabiler Zinssätze leisten. Als die Zinsen stark anstiegen, fielen beispielsweise 1981
Pfandbriefe mit über 20-jähriger Restlaufzeit auf Kurse bis unter 60%.
28 Vgl. SCHACHT, ULRICH/FACKLER, MATTHIAS (Hrsg.) (2009), S.189.
29 Vgl. SIEPE (1998), S.325.
30 Vgl. SCHACHT, ULRICH/FACKLER, MATTHIAS (Hrsg.) (2009), S.131.
Die mit den Staatsanleihen einhergehenden Risiken schließen das Fristigkeitsrisiko, Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko, Tilgunsterminsrisiko, Zinsveränderungsrisiko und Informationsrisiko ein.
Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ein Land der Emittent der Staatsanleihen ist, bezeichnet man das daran anknüpfende spezifische Risiko man als Länderrisiko. Der Gegenstand dieses Kapital ist die ausführliche Darlegung dieser Risikenarten.
Fristigkeitsrisiko
Die Fristigkeitsrisiko verkörpert sich auf der Laufzeit, Restlaufzeit und Fälligkeit. Die längere Laufzeit der Wertpapiere muss die zunehmenden Unsicherheiten zwangläufig erbringen. Jedenfalls werden sich die zahlriechen unerwarteten Ereignisse im Laufe des Halten der Wertpapiere stattfinden, die den Marktwert eines Titels beeinflussen. Eine allgemeine Regel in der Bewertung der Anleihen ist es, dass die längere Laufzeit
einer Anleihe zu der größeren Sensitivität gegenüber der Zinsänderung führen muss. 31 Eine Gegenüberstellung der verschiedenen Anleihen ist unterstellt, dass sich durch die Laufzeit voneinander unterscheiden. Beim Anstieg von Zinssatz weist die Anleihe mit der längeren Laufzeit ein größeres Ausmaß in Absturz auf. Ebenfalls wird ein stärkeres Ausmaß des preislichen Anstiegs hinsichtlich der Anleihe mit längerer Laufzeit beim Abfall des Zinses beobachtet. Diese intensivere Sensibilität auf die Zinsschwankung deutet das Fristigkeitsrisiko an. Dementsprechend besteht ein positiver Zusammenhang
zwischen demartigen Risiko und Risikoprämie. 32
Die Wahrscheinlichkeit der Inflation und Veränderung der Steuersätze, die man davor nicht hinreichend prognostizieren konnte und den Vermögenswert mindern, muss auch hinsichtlich der Anleihen mit längerer Laufzeit größer als die kurzfristigen Anleihen. Darüber hinaus ist es auch bemerkenswert, dass die Unsicherheit der Tilgung von der Restlaufzeit eng abhängig ist. Dazwischen muss man auch andere Zufälle ausrechnen. Infolgedessen kann man festhalten, dass die Frisitigkeit als ein unmittelbarer und offen-kundige Indikator die Bewegung der Anleihen beeinflussen wird.
31 Vgl. BODIE, Z./KANE A./MARCUS ALAN J. (2008), S.294.
32 Vgl. BODIE, Z./KANE A./MARCUS ALAN J. (2008), S.299.
Liquiditätsrisiko
Dieses Risikos handelt sich um die Opportunitätskosten. Die Gläubiger müssen auf die alternativen Investitionsmöglichkeiten verzichten, um die Geldmittel in den Anleihen anzulegen. Damit muss man auch den Konsum aufgeben. Die Liquidität der Gläubiger wird sich zweifelsohne verringern, wenn die Anlage der Staatsanleihen keine notwendigen Gewinne erbringen könnte. Andererseits ermöglichen die geringen Profite es nicht, eine Wiederanlage durchzuführen.
Diese Reduktion in Liquidität bezeichnet man dann als Liquiditätsrisiko.
Ausfallrisiko
Unter dem Ausfallrisiko versteht man als Insolvenz, dass ein verschuldetes Land oder Unternehmen die Zahlungsfähigkeit verloren hat. Dann werden die vertraglich fixierten Zahlungen nicht oder zumindest nicht in voller Höhe geleistet. Tritt einer dieser Konst-
ellationen ein, kommt es zu einer Schlechterstellung der Investoren. 33 Als Folge der enormen Differenz zwischen den Schuldensstand und verfügbaren Gelmittel müssen ein Staat als Schuldner und Investoren als Gläubiger mit diesem Risiko gezwungen gemeinsam konfrontiert werden.
Die Staaten, die eine Nachhaltigkeitslücke aufweisen, haben dementsprechend höheres Ausfallrisiko. Diese Staaten müssen sich somit verpflichten, den Anlegern eine zusätzliche Risikoprämie bereitzustellen. Im Gegensatz dazu weisen die anderen Staaten mit einer nachhaltigen Finanzpolitik das niedrige Ausfallrisiko auf. Die Renditen der Staat-sschuldtitel sind daher vergleichsweise gering. 34 Tilgungsterminrisiko
Die vorzeitige Rückzahlung aus den Emittenten wird zu Tilgungsterminrisiko führen. Dies stellt insofern für Investoren ein zu erwartendes Risiko dar, dass Emittenten genau kündigen werden, wenn sie sich günstiger verschulden können. Unter diesem Umstand lässt sich es implizieren, dass Investoren das nun früher zurückgezahlte Kapital nur zu
den schlechteren Bedingungen reinvestieren können. 35
33 Vgl. STEINER P./UHLIR H. (2001), S.61.
34 Vgl. BRÜMMERHOFF D. (2007) S.618-640.
35 Vgl. STEINER P./UHLIR H. (2001), S.56.
In der Praxis lassen sich die Kündigungsklauseln ausführen, um die Nebenwirkung auf-grund dieses Risikos zu vermeiden. Die zu erwartende Kündigungspolitik und rationale Risikomessung schwerpuntkmäßig auf Tilgung stellen den unerlässlichen Gegenstand
der Beurteilung einer Anleihe dar. 36 Zinsänderungsrisiko
Um diese Vorteilhaftigkeit einer Investtion der Staatsanleihen zu beurteilen, ist es auch unverzichtbar, sich intensiv mit den Zinsänderungsrisiken zu beschäftigen. In diesem Zusammenhang besteht diese nur bei offenen Zinspositionen bedeutsamen Risiken darin, dass das erzielte Zinsergebnis aufgrund der Veränderung von Marktzins-
sätzen negativ vom zu erwartenden und angestrebten Zinsergebnis abweicht. 37 Zum Vergleich der Auswirkungen von diesem Risiko machen das Festzinsrisiko und das variable Zinsänderungsrisiko die erforderlichen Teilereiche aus, in den es sich einteilen lässt. Zunächst ist die negativen Erfolgsauswirkungen aufgrund der Änderung relevantes Marktzinsniveaus beim variablen Zinsänderungsrisiko zu beobachten. Aufgrund der unterschiedlichen Zinsanpassungselastizitäten können sich die einzelnen zinstragenden Wertpapiere auf den veränderten Marktbedingungen nicht in derselben Schnelligkeit und in demselben Ausmaß reagieren. Dadurch kann es zu den negativen Auswirkungen auf den Erfolg kommen.
Hinsichtlich des Zinsänderungsrisikos der festverzinslichen Wertpapieren müssen sie in der Form des Kurswertänderungs- und des Wiederanlagerisikos beobachtet werden, sofern sie nicht bis zur Fälligkeit gehalten werden. Dementsprechend fällt der Kurs der festverzinslichen Wertpapiere bei einem steigenden Marktzinsniveau, so dass bei ihrem Verkauf ein Kursverlust dohrt. Dann bezeichnet man es als Kurswertänderungsrisiko. Andererseits ist es zu verständigen, dass demgegenüber das Wiederanlagerisiko der festverzinslichen Wertpapiere gegenläufig verlaufen muss. Es erbringt die Gefahr darin, dass die aus einem Gläubigerpapier zufließenden Zinsen nur zu einem niedrigeren Zins
als dem im Gläubigerpapier vereinbarten Zinssatz angelegt werden können. 38
36 Vgl. STEINER P./UHLIR H. (2001), S.57.
37 Vgl. BIEG, H./KUßMAUL H./WASCHBUSCH G. (2009), S.252.
38 Vgl. BIEG, H./KUßMAUL H./WASCHBUSCH G. (2009), S.253.
Länderrisiko
Und weil ein gesamtes Land als Emittent die Staatsanleihen vergibt, beeinflussen die umfassenden landesspezifischen Elemente das entsprechende Risiko. Das Länderrisiko ist dadurch gekennzeichnet, dass aufgrund der wirtschaftlichen oder politischen Instabilität eines bestimmten Landes die Zahlungsfähigkeit entsprechend verhindert wird oder die Bonität angezweifelt wird.
Hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage wird man einerseits das Konvertierungsrisiko, bei dem es dem ausländsichen Schuldner aufgrund einer bestehenden und anerkennten Devisenknappheit seines Sitzlandes nicht mehr möglich ist, die Währung des Sitzlands in die geschuldete Währung zu konvertieren, unterscheiden. Andererseits unterscheidet man das Transferrisiko, das die Gefahr darstellt, dass der ausländische Schuldner aufgrund der politischen Beschränkungen seitens seines Sitzlandes die Leistung nicht
mehr erbringen darf. 39 Informationsriskio
Die Notwendigkeit des Gläubigerschutzes wird unter anderem ebenso damit begründet, weil die Unerfahrenheit und asymmetrischen Informationen die Investoren irreführen,
die unzureichend informiert werden. 40
Da sich die Investoren um die Rendite und Risiken sorgen, müssen sie anhand der Informationen an den Finanzmärkten analysieren, um die mit der Investitionen in Staatsanleihen verbundenen Risiken zu bestimmen. Wegen des Vorliegens der asymmetrischen Informationsaufteilung lässt sich diese Anforderung nicht befriedigen. Deshalb kann man die Wichtigkeit eines anderen Marktteilnehmer keineswegs vernachlässigen. Dieser zu erwähnende Marktakteur sind die Ratingsagenturen. Die Hauptfunktion der Ratingsagenturen ist es, die Informationsasymmetrien zu reduzieren, die zwischen den Kapitalgeber und -nehmer bestehen. Die vertiefende Beschreibung der Funktionsweise
von dieser Institutionen lässt sich im vierten Kapital durchführen. 41
39 Vgl. BIEG, H./KUßMAUL H./WASCHBUSCH G. (2009), S.252.
40 Vgl. WEBER, M./PFINSTEN A./HARTMANN-WENDELS T. (2010), S.419.
41 Vgl. BECKER, HANS PAUL (2010), S.190.
4. DIE FUNKTIONSWEISE VON RATINGSAGENTUREN
Zur Bestimmung des Kreditrisikos beschäftigen sich die Ratingsagenturen mit der Staatskreditwürdigkeitsprüfung. Das Ratingsgeschäft handelt sich Aussagen über die Fähigkeit zur Leistung von Tilgungs- und Zinszahlungen. Dementsprechend bilden die Ratingfirmen die Wahrscheinlichkeit ab, dass ein Kredit nicht mehr (vollständig)
zurückgezahlt werden kann. 42
Neben den internen Ratingsabteilngen von Banken und Unternehmen im Rahmen der Kreditwürdigkeitsprüfung und den Kreditschutzverbänden sind die Beurteilungen der Bonität von Schuldern, die von externen und internationalen Ratingsage-nturen erstellt werden, v.a. auf den internationalen Kredit- und Anleihemärkten von der wesentlichen Bedeutungen. Die weltbekanntesten Top-3 Ratingsagenturen sind Moody’s Investor Service (Moody’s), Standard & Poor’s (S&P) und Fitch Ratings. 43 Angesichts der Informationsaufteilung besitzen die internationalen Investoren und andere Marktteilnehmer üblicherweise keine detaillierten Kenntnisse über die Emittenten. Dementsprechend lassen sich die Informations- und Anreizprobleme in der Gläubiger-
Schuldner-Beziehung herbeiführen. 44
Die hervorragenden Ratingsagenturen beschäftigen sich somit damit, eine Reihe der objektiven, selbstständigen und aussagekräftigen Informationen und Bewertungen über die Zahlungsfähigkei. Diese Dienstleistungen können die Informationsasymmetrien in hohem Ausmaß wirksam lösen.
Die Ratings der internationalen Ratingsagenturen müssen bei diesen Anlegern eine hohe Glaubigwürdigkeit genießen. Infolgedessen kann man festlegen, dass als Rating
dabei sowohl als Prozess der Bewertung als auch ihr Ergebnis bezeichnet. 45 Nachdem die Bedeutung der Ratingsagenturen verdeutlicht wird, ist es auch ebenfalls erforderlich, die Funktionsweise und die Methodoligie von der Ratings zu unterbreiten. Der nachfolgende ersten Abschnitt wird sich darauf konzentrieren.
42 Vgl. GEYER, A./HANK, M./LITTICH;E./NETTEKOVEN, M. (2009), S.245.
43 Vgl. SCHMEISSER, WIHELM (2010), S.224.
44 Vgl. SCHMIDT, R.H./TERBERGER E. (1997), S.412-432.
45 Vgl. GEYER; A./HANK, M./LITTICH;E./NETTEKOVEN, M. (2009), S.245.
4.1 Die Funktionsweise der Ratingsagenturen
Die ausführliche Beschreibung der Funktionsweise der Ratingsagenturen enthält diese Gegenstände: Kategorisierungssysteme, Vorgehensweise und Koeffizienten.
Kategorisierungssysteme
Es ist schon zu betrachten, dass die Ratingsagenturen weitestgehend die einheitlichen Kategorisierungssysteme in Form von Buchstabenkürzeln verwenden, die von AAA für das zu bewertende Objekt mit bester Qualität und geringstem Ausfallsrisiko bis zu D für das zu bewertende Objekt mit Zahlungsverzug und hohem Zahlungsausfallsrisiko reichen. Von der wichtigsten Bedeutung ist hiermit die Einordung für die Gestaltung von Risikoprämien in der Bildung einer Investitionsentscheidung. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Kategorie der Top-3 Ratingsagenturen.
Es ist herauszufinden, dass die Beurteilung von den Anleihen durch Ratingsagenturen i.d.R. nach dem Top-Down-Prinzip vorgenommen wird. 47 Die Methodologien und die zu veröffentlichenden Ergenisse von der Top-3 Ratingsfirmen sind vergleichbar und ähnlich. Diese Betrachtung bedeutet, dass dieselben Buchstaben dieselbe Auswertung der Bonität eines zu analysierenden Emittenten bezeichnen.
Hinsichtlich der Implikation nach den Ratingskassen für die langfristigen Schuldverschreibungen werden die Ratings zwischen „AAA(Aaa)“ und „BBB-(Baa3)“ als die „Investmentklassen(Investment Grades)“ beurteilt. Demgegenüber werden die Reste
als „Spekulationsklassen (Speculative Grades)“ betrachtet. 48 Die Anleihen in der A-Gruppe weisen die höchste Sicherheit auf und dementsprechend wird ihr Abhängigkeitsgrad von der Wirtschaftslage gering. Die zu erwartende Rendite und die Finazierungskosten sind ebenfalls geringer als die anderen Gruppen.
46 Vgl. GEYER, A./HANK, M./LITTICH;E./NETTEKOVEN, M. (2009), S.246.
47 Vgl. BIEG, H./KUßMAUL H./WASCHBUSCH G. (2009), S.252-253.
48 Vgl. BECKER, HANS PAUL (2010), S.189.
Demgegenüber erbringen die Anleihen in der B-Gruppe den erfahrenen Anlegern eine höchere Attraktivität, da sie die riskanten Investitionen bestätigen, um eine begehrste Rendite zu erwirtschaften, statt nur die sicherste Anleihen in Gruppe A aufzunehmen. Es ist zu erwähnen, dass sich diese Art um Spekulation in bestimmtem Ausmaß handelt. Zum Schluss sind die Anleihen in der C- und D-Gruppen als eine reine Spekulation angesehen worden. Um diesen Merkmal zu behaupten, bezeicht man diese Anleihen
auch als „Schrottanleihen“ bzw. „Junk Bond“. 49 Vorgehensweise
Um den Anlegern die Ergebnisse der Bewertung rechtzeitig erbringen zu können und ihrer Entscheidung zu dienen, muss ein vollständiger und sorgfältiger Ratingsprozess erfordert werden. Dieses Verfahren erfasst normalerweise fünf Schritte: Vorgespräch, Analytische Vorbereitung, Ratingsgesrpäch, Analyse und Ratingentscheidung und
Veröffentlichung des Ergebnisses. 50
Der Ratingsprozess weist Parallelen zur Vorgangsweise bei einer Kreditwürdigkeitsprüfung durch eine Bank auf. Nach der Aufnahme eines Auftrags muss eine Ratingsagentur den kompletten Ratingsprozess im Vorgespräch vermitteln und diese notwendigen Unterlagen und Daten erfordern. Zudem müssen die Dauer und anfallende Kosten gleichzeitig eingeschätzt werden.
Die analytische Vorbereitung konzentriert sich auf den Vorabinformationen des zu bewertenden Emittenten anhand öffentlich zugänglicher Information. Anschließend werden die Qualität und zukünftige Strategien in Ratinggespräch geprüft. Diese Phase verlangt das vertiefende Verständnis von der Strategien und Planung des zu bewertenden Emittenten.
Die Analyse und Ratingentscheidung stellen den Hauptteil von dem kompletten Ratingsprozess dar. Die Aufbereitung erfasst die eigentliche Bonitätsprüfung durch den vertiefenden Analysen auf Basis der Unterlagen. Die ausführliche Ratingsmethodik wird im nächsten Abschnitt unterbreitet.
49 In dem angelsächsischen Raum werden sie auch als „High-Yield-Bond“ bezeichnet.
50 Quelle: die Darstellung der „Ratingmethodik“ von Moody’s, S&P und FitchRatings.
Das Rating-Komitee setzt sich zusammen und beschließt anhand ihrer Ermittlungen die zu vergebende Ratingsnote. Zum Schluss wird das endgültige Ergebnis veröffentlicht. Diese Beschreibung gibt eine Skizze der Schritte in einem Ratingsprozess an, aber die maßgeblichen Faktoren in der Bildung der Ratings werden noch nicht konkretisier. Die Aufstellung der Koeffizienten wird diese Lücke schließen.
Koeffizienten
Die unerlässlichen Faktoren in der Beurteilung des unterschiedlichen Risikos eines zu bewertenden Emittenten enthalten die qualitativen und quantitativen Faktoren. Die qualitativen Faktoren wenden an der Perspektivbewertung und damit wird ein Ausblick auf der wirtschaftlichen Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit eines Staates oder eines Unternehmen entworfen. Diese Bewertungen erfassen die Branchen und Wettbewerbstrands, die Qualität der Verwaltung von der gegenwärtigen Regierung, die Flexibilität der Finanzen, die politische Stabilität, die Reform sowie das Potential usw. Die quantativen Faktoren konzentrieren sich demgegenüber auf den zu beobachtenden wirtschaftlichen Verhältnissen und den makroökonomischen Kennziffern. Die maßgeblichen wirtschaftlichen Verhältnisse enthalten als die relativen Daten den Ateil der Staatsverschuldung vom BIP, Refinanzierungsbedarf im Vergleich zum BIP und die Veränderung der Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen usw. Im Hinblick auf die makroökonomischen Kennziffern schließen sie die Wachstumsrate, Investitionen, Reserven der Devisen, Arbeitslosigkeit, Inflation und Zins ein. Der synergistische Zusammenschluss dieser beiden Faktoren wird die wirtschaftliche Aussicht nach der makroökonomischen Ansicht widerspiegeln. Damit wird die aktuelle Finanzlage einschließlich der Zahlungsfähigkeit und der fiskalen Politik dargestellt. Um die Anwendung dieser Faktoren in der tatsächlichen Beurteilung zu verdeutlichen, lässt sich ein Fall aus den EU-Ländern wie folgt heranziehen. Am 13. Oktober 2011 hatte S&P einen Beschluss angekündigt, dass sie das langfristige Rating von Spanien von „AA“ auf „AA/negativ“ herab schraubte. Die zu erwähnenden Faktoren finden einen Niederschlag in den Angaben der Änderungsanlässe.
Die Anlässe dieser Umstellung bestehen in der Arbeitslosigkeitsrate, dem Schwund des wirtschaftlichen Wachstums und einem fortführenden Abstieg in Invesition. Für den Arbeitsmarkt löst eine heftige Arbeitslosigkeit die fortführende Bange aus. Es ist zu erwarten, dass die spanische Arbeitslosigkeitsrate auf den Umfang von 20-21% im Jahr 2011 bis 2012 erreichen wird. Diese enttäuschte Einschätzung wird die private Investition eindämmen. Den hauptsächlichen Handelspartnern liegen ebenfalls ein wirtschaftlicher Schwund vor. Diese Abschwung führt zu den nachlassenden Exporten von Spanien als Folge. Die internen und externen Verkümmerungen erschweren die wirtschaftliche Aussicht von Spanien. Diese schon zu analysierenden Faktoren gehören zu den makroökonomischen Kennziffern der quantativen Faktoren. Der Refinanzierungsbedarf und sein Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt werden als die wirtschaftliche Verhältnisse verstanden.
Zum spanischen Fall wird die Prognose der Staatverschuldung im Vergleich zum BIP von 8% im Jahr 2011 auf 21% im Jahr 2012 ansteigen. Obwohl sich der Anteil um 7% im Jahr 2013 verringert, weist diese Rate zweifache Stufe gegenüber Deutschland auf. Selbstverständlich weisen die Anlässe dieses Ratingsabstiegs auf qualitativen Faktoren hin, dass die Aussicht des spanischen Wirtschaftswachstums aufgrund dieser Erhöhung der Finanzierungskosten und externer Herausforderung noch fragwürdig ist. Für die bisher bestehenden Belastungen wird die Ausstellungsdauer noch nachgefragt. Darüber hinasu führt die unvollkommene Reform im inländischen Arbeitsmarkt zu Besorgnis über die Wiederbelebung der Konjuktur.
Der sämtliche Prozess der wirtschaftlichen Aufschwung wrid infolgedessen verhindert. Man kann damit verstehen, weshalb S&P-Rating einen pessimistischen Ausblick angibt. 4.2 Die Zusammenhang zwischen Ratings und Zinssatz
Da die internationalen Ratingsagenturen bereits als die unabhängigen Schiedsrichter einen hohen Ruf bei den Anlegern gewonnen haben, müssen die Ratings auch auf den Bewegungen von Zinssatz auswirken.
Aufgrund der Konzentration auf den Schuldenstand und Finanzierungssaldo eines zu bewertenden Landes können die Ratings eine Reihe der unmittelbar die Veränderung von dem Zinssatz beeinflussenden Faktoren aufzeigen, die den Marktszinssatz, die Be-
ziehung der Nachfrage und Angebot der Geldmittel, Inflation, externe Wirtschaftslage und Finanzpolitik enthalten.
Um den Zusammenhang zwischen Ratings und Zinssatz einprägsam zu erklären, stellt die nachfolgende Recherche die Ratingsergebnisse der typischen EU-Länder und ihre Staatsverschuldungsstände dar.
Nach dem Vergleich zwischen den EU-Ländern kann man festlegen, dass die Ratings der Staatsanleihen zwischen „AAA/stabile“ und „CC/negativ“ schwanken. Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen der EU-Ländern wandeln sich auch von 1,7% bis 30,9%. Die Differenz zwischen der optimalen Stufe und der geringsten Stufe ist hiermit offenkundig absurd. Unter Berücksichtigung der zu verwendenden Kriterien in Ratings bildet sich eine Schlussfolgerung, dass der Zusammenhang zwischen den Ratings und Zinssatz eine positive Funktion aufweist.
Um diese Zusammenfassung zu überprüfung, kann man die Übersicht der Zinssätz der 10-jährigen Staatsanleihen von zehn hauptsächlichen Euro-Ländern wie folgt einsehen.
51 Quelle: IWF, Bloomberg, eigene Recherche.
Die Reihenfolge der beiden Illustrationen sind grundsätzlich gleich und ähnlich. Diese Annäherung bedeutet an, dass die Ergebnisse der Ratings mit dem Zinssatz und seiner Bewegungstrends übereinstimmen.
Die hervorragende Ratings bezeichnen daher die optimistische ökonomische Aussicht eines bestimmten Landes und werden dienen dazu, die Anleger zu motivieren, in seine Staatsanleihen zu investieren oder dieselbe Anlage zu halten. Je höher die Leistung in Ratings ein Land erwerben kann, desto geringere Zinsbelastung muss es übernehmen. Diese günstigeren Kapitalkosten müssen einem Land als Gegenleistung helfen können, die wirtschaftliche Flexbilität zu verbessern und einen Aufschwung zu realisieren. Als ein Zwischenfazit kann man festhalten, dass ein postiver Ausblick, den die Ratings angeben, die Erwartung der Marktakteure zu erwecken vermag. Entwder der Vorbehalt oder der Zusatzinvestition in Staatsanleihen wird die hinreichenden Gelmittel sichern. Damit wird der Zinssatz an den Finanzmärkten dementsprechend sinken. Im Gegenteil dazu muss man den höheren Risikoaufschlag erfordern, wenn ein Land mit einem negativen Ausblick nach der Auswertung der Ratingsagenturen beurteilt wird.
52 Quelle: ThomsonReuters.
5. FAZIT
Die nach der traditionellen Anschauung als risikolose Anlage zu betrachtenden Staatsanleihen erweisen sich auch risikobehaftet. Die öffentlichen Finanzen sind in der europäischen Währungsunion durch einen kontinuierlichen Anstieg der Staatsverschuldung geprägt worden. Aus ökonomischer Hinsicht kann die Staatsverschuldung mit den verschiendenen Gründen gerechtfertigt werden, die sich in der Effizienz-, Stabilitäts- und Verteilungspolitik ausprägen. Obwohl sich eine staatliche Defizitfinanzierung damit rechtfertigen lässt, kann eine stetig wachsende Staatsverschuldung aus derselben Hinsicht wohl kaum gerechtfertigt werden. Bei der staatlichen Schuldenaufnahme wird deshalb einen wohldefinierten und nachhaltigen Tilgungsplan erfordert. Eine Auseinandersetzung mit der Staatsverschuldung erfordert die Kenntnisse über die Höhe und Struktur des kumulierten Schuldenstandes sowie des Ausmaßes der jährlichen Neuverschuldung. Neben der Rendite der Schuldtitel schließen diese Indikatoren die Schuldenstandsquote, Neuverschuldungs- oder Defizitquote, Wachstumsrate, Zinsbelastungen und -quote etc. ein. Diese wesentlichen Koeffizienten beziehen sich auf die Tragfähigkeit der Finanzpolitik eines Staates und die offenliegende Staatsschuld. Eine Finanzpolitik kann erst als nachhaltig und tragbar bezeichnet werden, falls die Schuld-enstandquote und Wachstumsrate langfristig einen konstanten positiven Wert andeuten. Das Verfassen dieser vorliegenden Forschungsarbeit geht von der zitternden Lage der europäischen Währungsunion aus und konzentriert sich auf der vollständigen Analyse der Risiken, die mit der Staatsverschuldung verbunden sind, und der entsprechenden Auswirkung sowie die wesentlichen Faktoren, die die Unsicherheit veranlassen, um die Auslöser bezüglich der Bewergung der Zinssätze und der Bewertung der Staatsanleihen zusammenfassen zu können.
Die mit den Staatsanleihen einhergehenden Risiken erfassen Fristigkeitsrisiko, Ausfallrisiko, Liquiditätsrisiko, Tilgungsterminsrisiko, Zinsveränderungsrisiko und Informationsrisiko. Das Länderrisiko stellt das mit Emittenten verbundene spezifische Risiko. Aufgrund der scheiternden Finanzpolitik muss eine Reihe der Risiken in der Investition der Staatsanleihen entstehen. Die Nachhlatigkeitslücke führt das höheren Risiko herbei und diese Staaten müssen sich dann dementsprechend verpflichten, den Anlegern eine
zusätzliche Risikoprämie anzubieten. Der Risikoaufschlag deutet die Anforderung der Kompensation der Investoren bei den risikobehafteten Anlagen an. Um die Ausmaße und Auswirkung der Risiken einer Anlage an den Finanzmärkten bestimmen zu können, erfordern die Marktteilnehmer die umfassenden Informationen. Wegen der asymmetrischen Informationsaufteilung lässt sich diese Anforderung eigentlich schwer befriedigen. Der Auftritt der selbstständigen Ratingsagenturen kommt der Nachfrage entgegen. Die Beurteilung von Ratings kann als erforderliche Verwarnung bezüglich des Risikomanagements betrachtet werden. Ein Rating ist eine systematische, qualitative Bewertung von Emittenten hinsichtlich der Bonität (Kreditwürdigkeit). Gleichzeitig wird die Ausfallwahrscheinlichkeit anhand den unterschiedlichen Ratingk-ategorien unterschieden. Neben den internen Ratings innerhalb der Bank herrschen die externen und internationalen Ratingsagenturen diesen Bereich. Hauptfunktion der Raginsagenturen ist es, Informationsasymmetrien zu reduzieren, die zwischen Kapitalgeber und -nehmer bestehen. Wird das Rating veröffentlicht, kann sich dies positiv auf die Kapitalaufnahme auswirken. Denn ein gutes Rating signalisiert den potenziellen Investoren eine hohe Kreditwürdigkeit, was zu einer Verringerung der Zinskosten führen kann.
Die weltbekanntesten Ratingsagenturen (Moody’s, S&P und Fitch Ratings) analysieren die sowohl wirtschaftsliche als auch politische Lage eines verschuldeten Landes, um die Bewertung der Anlageaussicht und den Rang des Risikos zu ermitteln. Sie wirken eine Reihe der anleitenden und verwarnenden Einflüsse auf den Finanzmärkten aus. Die sowohl Marktteilnehmer als auch die Regierungschefs müssen auf Ratings achten, da ein positiver Zusammenhang zwischen Ratings und der Bewegung des Zinssatzes zu beobachten und nachzuweisen ist. Nur die wirksamen Maßnahmen werden sinnvoll, die Erwartung der Investoren zu ermutigen und die Schwierigkeit der Finanzierung zu reduzieren.
Zusammenfassend kann man festhalten, dass sich die Auswertung der Staatsanleihen tatsächlich um die Beurteilung der gesamten Wirtschaftslage und Finanzpolitik eines Staates handelt. Die Risikomessung und die Ermittlung der Risikovermeidungsstrategie erfordern die intensive Auseinandersetzung einer Reihe der ökonomischen Indikatoren. Der rationale Schuldenstand erbringt einem Land eine solide wirtschaftliche Aussicht.
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