Inhaltsverzeichnis
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1. Einführung 3
2. Der Wandel 4
3. Beispiele für vehiculare Maschinen 5
3.1 Die Eisenbahn 5
3.2 Das Auto 6
3.3 Das Flugzeug 7
4. Beispiele für mediale Maschinen 8
4.1 Die Photographie 8
4.2 Der Film und das Kino 8
5. Nachwort und Fazit 10
6. Literaturnachweis 11
7. Zitatnachweis 12
8. Bildnachweis 13
9. Anhang 14
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1. Einführung
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit den Veränderungen in den Raum- und Bewegungswahrnehmungen zur Zeit des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Dabei wird spezifisch auf einzelne Fallbeispiele eingegangen. Zu Beginn soll jedoch geklärt werden, was unter Wahrnehmung verstanden wird, um eine Veränderung überhaupt deutlich zu machen. 1966 definierte J. Gibson den Wahrnehmungsprozess folgendermaßen: „Man betrachtete Empfindungen als „einfache“ interne Erfahrungen des Menschen, hervorgerufen durch „einfache“ Reize, während
Wahrnehmungen eher als „komplexe“ Erfahrungen verstanden wurden, hervorgerufen durch „komplexe“, meist „bedeutungsvolle“ Reize.“ 1 Dem Gegenüber definiert die Moderne Psychologie die Wahrnehmung als „...die Aufnahme vorhandener Information in das Gehirn eines Lebewesens. Diese Informationen sind teilweise in uns vorhanden (z.B. über die Anspannung unserer Muskeln), teilweise außerhalb von uns (z.B. über die Annäherung eines Autos).“ 2
In dieser Hausarbeit soll nur auf die Aufnahme von Informationen außerhalb des Menschen eingegangen werden, da diese für die Veränderung der Bewegungswahrnehmung von Bedeutung sind.
Zum besseren Verständnis werden diese Wahrnehmungen noch in bewusste und unbewusste Wahrnehmungen unterteilt, wobei die bewusste Wahrnehmung eine „willkürliche, durch uns gesteuerte Aufnahme von Informationen“ 3 ist und die unbewusste Wahrnehmung eine Aufnahme von Informationen ist, „ohne, dass wir Aufmerksamkeit darauf richten“. 4 Nach der Klärung des Wahrnehmungsbegriffes soll nun im folgenden Text auf den Wandel zur Jahrhundertwende und seinen Ursachen eingegangen werden.
Dabei wurde die komplette Ausarbeitung nach den Hinweisen von Tobias Liebert „Zitieren und Belegen von Quellen - Hinweise zur formalen Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten“ geschrieben.
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2. Der Wandel
Eine Veränderung der Raum- und Bewegungswahrnehmung zur Jahrhundertwende ist in dem Zusammenhang der Modernisierung und der Beschleunigung, der Technisierung und dem auftretenden Naturverlust sowie der Industrialisierung im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zu sehen.
Dabei verändert die aufkommende Beschleunigung das Raum-Zeit-Körper-Gefüge und in diesem Zusammenhang natürlich auch die Raum-Zeit-Körper-Wahrnehmung der Zeitgenossen selbst.
Diese Veränderung basiert in Deutschland sowie in den anderen Ländern unter anderem auf der Industrialisierung. Um diesen Zusammenhang deutlich zu machen, soll kurz auf die Situation zur Jahrhundertwende am Beispiel Deutschlands eingegangen werden.
Der Wirtschaftsaufschwung ab 1871 durch den einheitlichen deutschen Staat, auch bekannt als „Gründerjahre“, klang 1873 bereits langsam wieder ab, da der Markt gesättigt war. Die auftretende Wirtschaftskrise, durch die Überschussproduktion, hielt bis 1879 an und ist unter dem Begriff „Gründerkrach“ in die Geschichte eingegangen.
Der Grund, warum es erneut einen Wirtschaftsaufschwung gab, liegt unter anderem daran, dass verstärkt im Bereich der Technisierung und den resultierenden Erfindungen gearbeitet wurde. So entstanden in dieser Periode viele wichtige und bedeutende Erfindungen, wie zum Beispiel 1879 die Glühlampe von Edison, 1884 die Dampfturbine, 1885 das erste Auto von Daimler/Benz, 1893 der Dieselmotor und 1903 das erste Motorflugzeug.
Erst durch Erfindungen wie diese war es dem Menschen zu dieser Zeit möglich, eine Veränderung in der Raum- und Bewegungswahrnehmung zu erfahren, wobei eine Unterteilung in „vehicularen Maschinen“ 5 und „medialen Maschinen“ 6 bei den Erfindungen gemacht werden kann. Unter vehicularen Maschinen werden Fahrzeuge (Auto, Eisenbahn, Flugzeug) und ähnliche Erfindungen der Fortbewegung eingeordnet und
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Arbeit zitieren:
Matthias Krause, 2002, Veränderungen in Raum- und Bewegungswahrnehmung im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert: Auto, Flugzeug und Massenmedien, München, GRIN Verlag GmbH
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