UInhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS 2
EINLEITUNG 4
1 PROBLEMFELD KINDESWOHLGEFÄHRDUNG 8
1.1 ERSCHEINUNGSBILDER DER KINDESWOHLGEFÄHRDUNG 8
1.1.1 BEGRIFF DER KINDESWOHLGEFÄHRDUNG 8
1.1.2 PSYCHOSOZIALE PROBLEME - NACH STUDIEN VON PROF. DR. KLAUS HARTMANN 10
1.2 URSACHEN DER KINDESWOHLGEFÄHRDUNG 14
1.3 FOLGEN VON KINDESWOHLGEFÄHRDUNG 18
2 BINDUNGSVERHALTEN IN PFLEGEFAMILIEN 22
2.1 BINDUNGSVERHALTEN 23
2.1.1 BINDUNGSENTWICKLUNG 23
2.1.2 BINDUNGSMUSTER UND BINDUNGSQUALITÄTEN 23
2.1.3 BINDUNGSREPRÄSENTATIONEN 25
2.1.4 BINDUNGSREPRÄSENTANZEN ERWACHSENER 26
2.2 BINDUNGSAUFBAU IN DER PFLEGEFAMILIE 28
2.3 KOOPERATION ZWISCHEN JUGENDAMT UND PFLEGEFAMILIE 32
2.4 BINDUNGSSTÖRUNGEN 33
2.4.1 BINDUNGSQUALITÄT UND BINDUNGSSTÖRUNG 34
2.4.2 UMGANG MIT BINDUNGSSTÖRUNGEN 36
3 BIOGRAFIEARBEIT 37
3.1 DEFINITION UND ERLÄUTERUNG 37
3.2 HISTORISCHER HINTERGRUND 37
3.2.1 PSYCHOANALYSE - SIGMUND FREUD 37
3.2.2 ARBEIT MIT FAMILIEN - IVAN BOSZORMENYI-NAGY 38
3.2.3 FAMILIENTHERAPIE - MONICA MCGOLDRICK 39
Seite 2
Gespräche können frühe Erinnerungen verbalisiert, konkretisiert und in die eigene Biografie aufgenommen werden.
Pflegekinder haben eine solche Möglichkeit nicht. Aus diesem Grund kommt es nicht selten zu Fehlinterpretationen von bruchstückhaft vorhandenen Erinnerungen. Die eigene Biografie wird „zurechtinterpretiert“ was viel zu positiv oder auch viel zu negativ für das Kind sein kann. Häufig werden Herkunftseltern „positiv verklärt“ und die eigene Person des Kindes als für alle Geschehnisse schuldig dargestellt. Entsprechend ist das Verhalten des Kindes in der Pflegefamilie. Die oftmals bisher nur negativ und feindlich erlebte Umwelt wird natürlich auch auf die Pflegefamilie übertragen, was eine unsagbar schwierige Ausgangssituation für diese darstellt.
Da die Pflegefamilie wie bereits gesagt, ohne pädagogische Ausbildung ist und in einem Vorbereitungskurs eher „umgangspädagogische“ Kenntnisse vermittelt bekommt, kann man nicht erwarten, dass sie ohne jede professionelle Hilfe in der Lage sein wird, Biografiearbeit mit positiven Ergebnissen zu leisten. Oftmals schlägt der Umgang mit den Bruchstücken der Biografie des Kindes, die den Pflegeeltern bekannt wurden, ins Negative, das heißt, zum Nachteil des Kindes, um. In der guten Absicht, dem Pflegekind die Sicherheit in der Pflegefamilie zu verdeutlichen, werden Situationen aus der Biografie des Kindes (unbeabsichtigt) geringschätzig dargestellt. Die Herkunftsfamilie und damit unbeabsichtigt auch das Pflegekind werden, zumindest im Gefühl des Kindes, herabgewürdigt. Damit wird für das Kind ein Kreislauf fortgesetzt, den es ohne Hilfe nicht durchbrechen kann. Daraus folgt, dass Pflegeltern unbedingt professionelle Unterstützung haben müssen, um Biografiearbeit leisten zu können. Wie diese Unterstützung aussehen könnte möchte ich in dieser Arbeit darstellen.
Im ersten Teil der Arbeit werde ich den Begriff der Kindeswohlgefährdung unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten um Gründe herauszustellen, warum Kinder aus ihren Herkunftsfamilien in Pflegestellen gelangen. Der zweite Teil widmet sich den Bindungstheorien speziell bezogen auf Pflegekinder. Ich werde die Frage bearbeiten, welcher Zusammenhang zwischen Kindeswohlgefährdung und Bindungstheorie besteht.
Der dritte Teil der Arbeit beschreibt die Geschichte, die Ziele und Methoden der Biografiearbeit. Welche Bedeutung hat die Biografiearbeit für das Leben eines Menschen und welche spezielle Bedeutung hat Biografiearbeit für Kinder, die nicht in ihrer Herkunftsfamilien leben? Welche Spezifik ergibt sich daraus?
Im letzten Teil werde ich das Beschriebene an einem Fallbeispiel darstellen und Vorschläge für die weitere praktische Arbeit auf dem Gebiet der Biografiearbeit in Pflege- und Herkunftsfamilien machen.
Der Übersichtlichkeits- und besseren Lesbarkeitshalber habe ich verallgemeinernd in der männlichen Form geschrieben, möchte damit aber selbstverständlich auch alle betreffenden weiblichen Personen nicht ausschließen.
Arbeit zitieren:
Denise Csizmadia, 2010, Bindungsverhalten und Biografiearbeit in Pflegefamilien im Kontext der Kindeswohlgefährdung, München, GRIN Verlag GmbH
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