Inhaltsverzeichnis
1. Topographische Daten der Donau und der Schwäbischen Alb Seite 3 -5
2. Geologische und geomorphologische Entwicklung des
S üdwestedeutschen Schichtstufenlands 6
2.1 Entstehungsbedingungen der Schichtstufen Seite 6 - 8
2.2 Erdgeschichtliche Entwicklung und Schichtfolge Seite 8 - 11
2.3 Südwestdeutschland - die Schwäbische Alb - als Beispiel der
Schichtstufenentwicklung 11-13
2.4 Besonderheiten der Karstlandschaften Seite 13- 14
3. hydrologische Entwicklung der Donau - „Kampf um das Wasser“
3.1 Allgemeine Entwicklung der Donau Seite 15 -17
3.2 Das Abflussregime der Donau 17
3.3 Die Flussanzapfung 18
3.4 Versickerung - „der Kampf um das Wasser“ Seite 18 -19
4. Literaturverzeichnis 20
5. Anhang 21
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In der nachstehenden fachwissenschaftlichen Ausarbeitung wird die Schwäbische Alb mit ihrem eindrucksvollen Schichtstufengebiet, dessen geomorphologische und morphologische Entwicklung und die hydrologische Entwicklung der Donau, die entgegen der eigentlichen orographischen Vernunft verläuft, thematisiert.
1. Topographische Daten der Donau und der Schwäbischen Alb
Die Donau ist als Europas zweit längster Fluss bekannt und verbindet mit ihrem Verlauf, von West nach Ost, Westeuropa mit den aufstrebenden Ländern Südeuropas. Sie durchfließt die sechs Staaten, Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Serbien und Rumänien und fungiert als Grenzfluss der Länder Kroatien, Bulgarien, Moldawien und Ukraine. Bei ihrem Verlauf entwässert die Donau große Gebiete der Nordschweiz und der Feldbergregion. Von der Quelle im Schwarzwald bis zur Deltamündung bei Konstanza im Schwarzen Meer fasst die Donau eine Länge von 2.857 km mit einem Höhenunterschied von insgesamt 680 m. Über die Quellen ist man sich jedoch nicht einig, da es eine fürstliche, eine bürgerliche und eine Quelle von Geographen gibt. Auf Grund dessen variiert auch die Gesamtlänge. Sie hat eine Vielzahl von Nebenflüssen, wie zum Beispiel rechtsseitig Riß, Iller, Lech, Isar, Inn, Enns, Drau, Save und linksseitig Brigach, Blau, Wörnitz, Regen, Ilz und Kamp (Vgl. Maier D.: Die Donau. Die Schwäbische Alb von der Quelle bis Ulm; S.14ff). Erdgeschichtlich betrachtet ist die Schwäbische Alb die jüngste und oberste Bau- und Landschaftseinheit des Südwestdeutschen Schichtstufenlandes. Ihre Schichtstufenfolge fällt jedoch nach Südosten hin flach ab. Mit einer Fläche von 5.500 km² bildet die Schwäbische und Fränkische Alb das größte Karstgebiet Deutschlands. Die Schwäbische Alb weist felsengekrönte Steilstufen mit einem stark gegliederten und verkarsteten Albtrauf auf. Dieser trennt die Albhochfläche von dem Albvorland und ist das höchste Stockwerk des hiesigen Schichtstufenlandes. Kennzeichnend für die Schwäbische Alb als Mittelgebirge sind die hellen Felsenkränze, die Zeugenberge, sowie die Laubwälder und zahlreichen Trockentäler, ebenso wie die welligen Kuppen und die gegensätzlichen ebenen Flächen. Besonders prägend sind die eindrucksvollen Karsterscheinungen wie Höhlen, Dolinen oder Wannen. Im Osten ist die Schwäbische Alb durch die Fränkische Alb, im Westen durch Schweizer Jura (Randen und Klottgau), im Norden durch den Albanstieg, die erste Malmstufe, Zeugenberge und im Süden östlich von Sigmaringen durch die Donau begrenzt. Sie definiert sich zwischen Hochrhein und Ries bzw. zwischen Neckar und Donau. Im Nordosten grenzt das Mittelgebirge an das Nördlinger Ries.
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Randen und Klettgau
Abgeändert nach http://www.klett.de/sixcms/media.php/76/L476_1_Alb_Blockbild_ep.jpg Januar 2010
Das Mittelgebirge wird von Nordwesten nach Südosten in drei Bereiche gegliedert. Beginnend mit der Schichtflächen Alb, die sich über den Albtrauf hinaus ausdehnt und eine wellige Hochebene aufweist, wird sie von zahlreichen Trockentalwannen durchzogen. Als Stufenrand befindet sich folgend die Kuppenalb, an welcher Schichtquellen austreten. Bedeutend sind hier die vielen Härtlingskuppen aus stark verkarsteten, umgeschichteten Massenkalken. Der letzte Gliederungsbereich ist die Flächenalb, die zur Donau hin geneigt ist und ein flachwelliges Relief vorzeigt. Das letzte Glied des südwestdeutschen Schichtstufenlandes ist meist waldfrei und wie schon erwähnt stark verkarstet. Lemberg und Plettenberg sind mit über 1.000 m über NN die höchsten Erhebungen der Schwäbischen Alb. Der Aach- und der Blautopf sind die größten Quellen der Alb und sie beinhalten eine der bedeutendsten Flussversickerungen. Weiterhin weist die Alb ein einzigartiges Fossilienaufkommen auf. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist zum einen der Vulkanismus im Gebiet der Mittleren Alb und zum anderen der Einschlag zweier Asteroiden auf der Ostalb.
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Durch Erosionseinflüsse zerteilte sich die Hochebene, sodass man im Nordwesten einen sehr markanten Steilabfall als Grenze definieren kann, welcher als Albtrauf bezeichnet wird. Für das Schichtstufengebiet ist der Wechsel von mechanisch hartem und weichem Gestein prägend. Das Gestein besteht vorwiegend aus hellen, fast reinen Kalken. Im Schwarzwald weist es als erste Schichtstufe hauptsächlich Bundsandstein auf. Die Schichtstufe setzt sich in Bayern als Fränkische Alb in Richtung Nordosten fort.
Die letzte Stufe der Schwarz-Braun Jura bildet hingegen das Vorland der Schwäbischen Alb. Der Oberrheingraben mit einer Breite von 30 km und einer Länge von 300 km gilt als Mitteleuropas größte Grabenstruktur. Er ist Teil einer großen Grabenzone, welche vom Oslograben in Norwegen bis hin zur Rhônemündung reicht. (Vgl. Hanle, A.: Blickpunkte Baden-Württemberg. Meyers geographischer Führer zur Naturschönheiten; S.7ff.; Stiftung Landesgirokasse: Das Tal der Oberen Donau; S. 8ff)
Die Entstehungsgeschichte des Oberrheingrabens geht bis in das Alttertiär zurück. Er entstand als Dehnungsstruktur aus einer tektonischen Plattenverschiebung und einer daraus basierenden Aufwölbung des oberen Erdmantels. Mit der folgenden Absenkung bildete sich eine Heraushebung der heute umgebenden Hochschollen mit Schwarzwald, Vogesen, Odenwald und Haardt. Durch die Absenkung wurde das schon bestehende Flusseinzugsgebiet im gesamten Raum verändert ( Vgl. Gebhardt, H., Glaser H. & Schenk, W.: Geographie Deutschlands; S. 113ff).
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2. Geologische und geomorphologische Entwicklung des Südwestdeutschen Schichtstufenlandes
Die heutige Region des Südwestdeutschen Schichtstufenlandes war im Mesozoikum von einem Binnenmeer bedeckt, in dem die Umweltbedingungen über lange Zeiträume hinweg konstant blieben. Es entstand eine Ablagerung von Kalk.
Am Ende der Jurazeit begann sich der Meeresboden zu heben und folgend entstand die Albhochfläche. Dies basierte auf der Kollision der Afrikanischen Kontinentalplatte bzw. ihres Adriatischen Sporns mit der Eurasischen Platte. Dieser Prozess lässt sich an folgenden Faktoren belegen. Alle bisherigen Funde gehen eindeutig auf eine flachwellige Rumpfflächenlandschaft zurück. Durch einen Meteoriteneinschlag vor ca. 15 Millionen Jahren wurde die erste Schichtstufe unter den Riestrümmern der Fränkischen Alb freigelegt, welche nur eine geringe Höhe hatte. Anschließend wurde die Schichtstufe von dem damaligen Molassenmeer überflutet. Ab dem mittleren Miozän sprechen die klimatischen Vorraussetzungen für eine damit verbundene auflebende Hebung Süddeutschlands und akzentuieren die Stufenbildung sowie die Entstehung einer Strukturlandschaft. Die Entwicklung von Schichtstufen erfolgt nicht einheitlich zur gleichen Zeit. In den Hebungsgebieten bildeten sich Schichtstufen vorwiegend als Senkungszonen. Die Entstehung und Entwicklung des rheinischen Flusssystems war verantwortlich für die Zerschneidung der Flachlandschaft und der Herausmodellierung von markanten Stufenlandschaften (Vgl. Blümle, W.D., Eberle J., Eitel B. & Wittmann, P.: Deutschlands Süden - vom Mittelalter zur Gegenwart; S. 64 ff).
2.1 Entstehungsbedingungen der Schichtstufen
Existentielle Voraussetzung für die Entstehung von Schichtstufen ist die fallende Verlagerung der Schichten und die Schichtgrenze, die zwingend zwischen dem Stufenbildner und dem Sockelbildner an der Landoberfläche anstehen muss. Eine weitere wichtige Voraussetzung stellt auch die Dominanz von Erosion- und Denudationsprozessen dar, die abhängig von der Widerstandsfähigkeit des Gesteins der Sockel- und Stufenbildner ist. Die Widerständigkeit des Stufenbildners lässt sich wie folgt gliedern. Zum einen ist die mechanische Gesteinshärte von Bedeutung, denn sie bestimmt den Grad der Verwitterungs-und Abtragungsvorgänge. Des Weiteren ist die hohe Porosität des Gesteins und die damit gegebene flächenhafte Durchlässigkeit relevant. Zum anderen trägt die Klüftigkeit und die
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Arbeit zitieren:
Sonja Rockenbach, 2010, Die Entstehung der Donau und des Südwestdeutschen Schichtstufenlandes, München, GRIN Verlag GmbH
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