Inhaltsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
1 EINLEITUNG 1
2 DIE HOHKÖNIGSBURG - GEOGRAPHISCHE LAGE GESCHICHTE 2
2.1 GEOGRAPHISCHE LAGE 2
2.2 GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK DER BESITZVERHÄLTNISSE 2
2.2.1 Historie bis zum 20. Jahrhundert. 2
2.2.2 Schenkung der Hohkönigsburg an Kaiser Wilhelm II. von Hohenzollern. 4
2.2.3 Historie im 20. Jahrhundert. 5
3 BAUGESCHICHTE DER HOHKÖNIGSBURG BIS 1900 6
3.1 GRUNDRISS UND AUFRISS DER BURGANLAGE 6
3.2 BAUGESCHICHTLICHE BETRACHTUNG DER BURGANLAGE. 7
4 DIE WIEDERHERSTELLUNG DER HOHKÖNIGSBURG 14
4.1 RESTAURIEREN ODER KONSERVIEREN? 14
4.1.1 Die Wahl des Restaurators. 14
4.1.2 Die Kontroverse Otto Piper - Bodo Ebhardt. 14
4.2 KAISERLICHE RESIDENZ ODER MUSEUM? 17
4.3 PRINZIPIEN, METHODEN UND ABLAUF DER RESTAURIERUNG. 17
4.3.1 Grundlagen und Quellen. 17
4.3.2 Ablauf der Restaurierung. 20
5 DIE HOHKÖNIGSBURG IN IHRER FUNKTION ALS WOHNBAU 21
5.1 DER WIRTSCHAFTSHOF 21
5.2 DAS HOCHSCHLOSS 22
5.3 DIE TREPPEN VERBINDUNGSWEGE 29
5.4 DER BERGFRIED 31
6 RESÜMEE 33
LITERATURVERZEICHNIS. 35
ii
Abbildungsverzeichnis
ABB. 1: DIE HOHKÖNIGSBURG - BLICK NACH WESTEN AUF DIE VOGESEN
ABB. 2: DIE HOHKÖNIGSBURG IN EINER LITHOGRAPHIE UM 1830
ABB. 3: BAUTEILE DER HOHKÖNIGSBURG.
ABB. 4: GRUNDRISS DER HOHKÖNIGSBURG - VOR DER WIEDERHERSTELLUNG
ABB. 5: AUFRISS DER HOHKÖNIGSBURG - ANSICHT VON SÜDEN - VOR DER
WIEDERHERSTELLUNG
ABB. 6: AUFRISS DER HOHKÖNIGSBURG - ANSICHT VON SÜDEN - NACH DER
WIEDERHERSTELLUNG
ABB. 7: LAGEPLAN DER HOHKÖNIGSBURG VON JULIUS NAEHER - 1886
ABB. 8: DIE HOHKÖNIGSBURG - GRUNDRISS DER VERSCHIEDENEN BAUPERIODEN
ABB. 9: DAS LÖWENTOR VOR DER RESTAURIERUNG
ABB. 10: DIE SÜDWAND DES PALAS HEUTE
ABB. 11: KÜCHENBAU VOR DER RESTAURIERUNG.
ABB. 12: WESTLICHER WOHNBAU 1. UND 2. ETAGE. ANSICHT AUF DEN ZUKÜNFTIGEN
WAFFENSAAL UND DEN KAISERSAAL.
ABB. 13: QUERSCHNITT DURCH DAS HOCHSCHLOSS.
ABB. 14: HOFWAND DES SÜDLICHEN WOHNFLÜGELS VOR DER RESTAURIERUNG.
ABB. 15: UNTERER BURGHOF MIT SCHMIEDE
ABB. 16: MÜHLE IM WIRTSCHAFTSHOF.
ABB. 17: GRUNDRISS DES HOCHSCHLOSSES.
ABB. 18: GRUNDRISSE DER 4 GESCHOSSE DER HOHKÖNIGSBURG.
ABB. 19: EINGANGSHALLE
ABB. 20: TROPHÄENSAAL
ABB. 21: BOGENKAMMER.
ABB. 22: KAISERSAAL MUSIKERTRIBÜNE.
ABB. 23: KAISERSAAL - BLICK RICHTUNG NORDEN.
ABB. 24: STEINMETZZEICHEN WÄHREND DES WIEDERAUFBAUS
ABB. 25: SÜDBAU - STUBE MIT ERKER UND KACHELOFEN.
ABB. 26: HOLZVERTÄFELTES ZIMMER IM KÜCHENBAU
ABB. 27: INNENHOF, BLICK IN RICHTUNG BERGFRIED MIT BEHELFSTREPPE
ABB. 28: INNENHOF - ZEICHNUNG VON STAATSMANN.
ABB. 29: NEUGOTISCHE EHRENTREPPE.
ABB. 30: INNENHOF - GALERIE MIT WANDGEMÄLDEN DER „NEUN GUTEN HELDEN“
ABB. 31: HOHKÖNIGSBURG - BLICK AUF DAS LOGIS UND DEN UNTEREN HOF
iii
1 Einleitung
Verfallene Burgruinen wiederaufzubauen bzw. zerstörte Wohnstätten der Ritterzeit wieder mit neuem Leben zu erfüllen, war eines der Anliegen der Romantik und der Nachromantik des 19. Jahrhunderts, wobei nicht nur die bildenden Künste, die Dichtung und die Musik, sondern auch die in großem Umfange einsetzende historische Forschung nebst Quelleneditionen dazu beitrugen. Aber erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts ist die Bauforschung so weit gediehen, dass im Gefolge der in größeren Publikationen niedergelegten Ergebnisse, von einer wissenschaftlich fundierten Burgenforschung gesprochen werden kann. Im Bereich der Baugeschichte sind die mittelalterlichen Burgen jedoch meist vom Standpunkt des Befestigungsbaus aus, also in ihrer Funktion als Wehrbauten, untersucht worden. Obwohl Burgen als die „befestigten Wohn- und Stammsitze des Ritterstandes“ definiert werden, wurde auf deren Funktion als Wohnbau wenig eingegangen. Gerade aber in ihrer Eigenschaft als Herrensitz besaß die Burg besondere rechtliche Privilegien, welche sich zugleich in den Architekturformen des Wohnbaus ausdrücken und an denen sich die adlige Wohnkultur ablesen und erschließen lässt.
Von 1900 bis 1908 ließ Kaiser Wilhelm II. die Hohkönigsburg, eine bedeutende hochmittelalterliche Adelsburg, durch den Architekten Bodo Ebhardt aufwändig restaurieren. Er wollte ein Museum des Mittelalters einrichten, in dem das Zeitalter des Rittertums und die Hohenzollern als legitime Herrscherdynastie des Kaiserreiches verherrlicht werden sollte.
Die vorliegende Arbeit beschreibt, neben der historischen und baugeschichtlichen Einordnung der Burganlage, die Vorgehensweise des Restaurators bei der Wiederherstellung der Burg und veranschaulicht den rekonstruierten Wohnbau des Hochschlosses des 20. Jahrhunderts in seiner räumlichen Aufteilung und Strukturierung. Dabei werden insbesondere die einstigen Nutzungsbestimmungen der Räumlichkeiten, ihre Zugangsmöglichkeiten und die Raumfolgen, so wie sie von EBHARDT analysiert und interpretiert wurden, aufgezeigt.
Was die verwendeten Quellen betrifft, so sind dies zum einen die Publikationen von EBHARDT selbst, in denen er über seine baugeschichtlichen Untersuchungen berichtet, seine Vorgehensweise schildert und zugleich seine Restaurierung verteidigt. Zum anderen wurden die baugeschichtlichen Analysen von WINKLER von 1899 und von LEISTIKOW von 1977 für die Bearbeitung herangezogen. In einer Monographie über Burgenrestaurierungen des 19. Jahrhunderts veröffentlichte FUCHS 1999 ihre analysierende Abhandlung über die Restaurierung der Hohkönigsburg. Die Autorin behandelt im Wesentlichen die Methodik Ebhardts bei seiner Restaurierung. Darüber hinaus wurden als Quellenmaterial bezüglich der Kontroverse zwischen Ebhardt und Piper die Schriften von PIPER und ZEUNE benutzt. Schlossführer des 20. Jahrhunderts lieferten Bildmaterial und gaben Auskunft über die Geschichte der Burg.
1
2 Die Hohkönigsburg - Geographische Lage & Geschichte
2.1 Geographische Lage
Die Hohkönigsburg im Elsass, zwischen Straßburg und Colmar bei Schlettstadt (Sélestat) gelegen, thront in 757 Meter Höhe auf einem ein Kilometer langen östlichen Vogesenkamm
über die oberrheinische Tiefebene.
1
(Abb. 1)
Abb. 1:
Die Hohkönigsburg - Blick nach Westen auf
Die von den Hohenstaufern ausgewählte Lage eignete
sich, die großen Handels- und Heeresstraßen entlang des
Rheins und die nach Lothringen führenden Wegstrecken durch die Vogesen zu kontrollieren. Gleichzeitig bot der Felsvorsprung eine leicht zu verteidigende Zufluchtsstätte. 2 Eine Vielzahl von Burgen, heute größtenteils Ruinen, prägen in dieser Gegend die Landschaft. Die Hohkönigsburg ist mit einer Länge von 270 m und einer Fläche von 1,5 ha dabei die Größte unter ihnen.
2.2 Geschichtlicher Überblick der Besitzverhältnisse
2.2.1 Historie bis zum 20. Jahrhundert
Der Ursprung dieser Burgen, die eine Art Verteidigungslinie bildeten, die sich weit über das Elsass bis nach Südfrankreich und Italien hinzog, geht in die S t a u f e r z e i t zurück. 3 1147 ist zum ersten Mal die Rede von einer befestigten Anlage, dem Castrum Estufin, der Burg Staufen. Aus dieser Zeit stammen die ältesten romanischen Bauteile der Hohkönigsburg. 4 Zwei Besitzer teilten sich das Castrum: Konrad III. von Hohenstaufen, der seit 1138 deutscher König war, und dessen Bruder Friedrich II., Herzog von Schwaben und Elsass, der zukünftige Kaiser Friedrich Barbarossa. 5 Dabei ist die Rede von zwei Türmen. Das legt laut EBHARDT die Frage nahe, was hierbei unter „Turm“ zu verstehen ist. Handelt es sich um bergfriedartige Türme oder ist mit „in castro turrem“ 6 ein fester Wohnbau mit Bergfried und Nebenbauten gemeint? Es könnte angenommen werden, dass die Brüder entweder jeweils einen Turm besaßen oder mit einem der Türme die östlich gelegene Hauptburgwelcher 1453 der Name Hohkönigsburg gegeben wurde - und mit dem anderen Turm die auf
1 vgl. LEHNI 1996: 2
2 vgl. BROMMER 1994: 2
3 Deutsches Königs- bzw. Kaisergeschlecht der Hohenstaufen von Konrad III. bis Konradin (1138-1254)
4 vgl. HAUG 1976: 6
5 vgl. LEHNI 1996: 4
6 vgl. EBHARDT 1908: 2 „Imperator in Castro turrem unam habebat dux Fridericus aliam“ heißt es in einer Handschrift von Otto von Diogilo des 13. Jahrhunderts von dem castro Estufin.
2
demselben Felsrücken 200 m weiter westlich errichtete Oedenburg gemeint sei. 7 Der zweite Turm könnte aber auch an der Stelle des jetzigen großen Bollwerks gestanden haben. 8
Mit dem Niedergang der staufischen Macht Mitte des 13. Jahrhunderts geht die Burg an das Bistum von Straßburg über. Dieses vergab die B u r g a l s L e h e n an die Landgrafen des Elsass, die Adelsfamilien von Rathsamhausen und die Hohenstein. Mitte des 15. Jahr-hunderts wird die Burg von den Brüdern von Lambsheim bewohnt, die bald als Raubritter für das ganze oberrheinische Gebiet eine Landplage wurden. Die geschädigten Städte Straßburg, Colmar und Basel rüsteten 1462 ein Heer, rückten vor die Burg, eroberten und zerstörten sie. Damit war der staufischen Veste des 12. Jahrhunderts ein Ende gemacht. Was von ihr übrig blieb, sind die romanischen Reste, auf denen ein neues Schloss erstand.
Im Jahre 1479 belehnte Kaiser Friedrich III. den schweizerischen G r a f e n O s w a l d v o n T h i e r s t e i n und seinen Bruder Wilhelm, die sich als Landsknechtsführer große Verdienste erworben hatten, mit der Burg. Den Städten lag es daran, auf dieser Anhöhe einen mächtigen Verbündeten zu wissen. Sonach konnten die Gebrüder mit bedeutenden Zuschüssen der umliegenden Städte einen allen militärischen Anforderungen der Zeit gerecht werdenden Wiederaufbau vornehmen, sodass die Hohkönigsburg um 1500 eine der stärksten Festungen unter den Vogesenburgen wurde. Was die Innenausstattung anbelangte, brachten die Brüder einen Teil des Mobiliars aus ihren Schweizer Schlössern mit. Die Zeit der Thierstein’schen Belehnung war die Glänzendste in der Geschichte der Hohkönigsburg. Sie endet 1519 mit dem Aussterben des Geschlechts. 9
1517 hatte Kaiser Maximilian zuvor schon das Lehen zurückgekauft, um diesen strategisch wichtigen Punkt in den vorderösterreichischen Landen nicht in fremde Hände kommen zu lassen. 10 Fortan wurde sie von den h a b s b u r g i s c h e n B u r g v ö g t e n in bestem Verteidigungszustand gehalten. 1533 wurden die beiden Söhne des Reformationshelden Franz von Sikkingen als Pfandherren eingesetzt. Sie führten in den Jahren bis 1560 Ausbesserungen und Erweiterungsbauten durch, namentlich das große Bollwerk im Westen sowie eine mächtige Artilleriestellung nach der Gebirgsseite, der schwächsten Seite der Burg. Sie bewohnten die Festung jedoch nur vorübergehend und ließen sie von Untervögten verwalten, unter denen, mangels nötiger Unterhaltsgelder der österreichischen Regierung, die Burg nach und nach in Verfall geriet.
1633 wurde die Burg im D r e i ß i g j ä h r i g e n K r i e g durch schwedische Truppen belagert. Sie hatte durch die Beschießung zwar nur geringen Schaden erlitten, wurde aber
7 vgl. EBHARDT 1908: 9
8 vgl. DERS. 1902: 31
9 vgl. HAUG 1976: 10f
10 vgl. EBHARDT 1902: 4
3
einen Monat später geplündert und in Brand gesteckt. Durch den Westfälischen Frieden kam die Hohkönigsburg 1648 an die französische Krone. Statt der Habsburger wurde nun Ludwig XIV. Lehnsherr. Ein ganzes Jahrhundert sollten wiederum die Freiherrn von Sickingen die halbzerstörte, vermutlich unbewohnte Burg, zu Lehen erhalten.
Im Jahre 1770 wurde sie zusammen mit dem Dorf Orschweiler und den umliegenden Wäldern an die Familie de Boug verkauft. Trotz der Wirren der Revolutionszeit, während der die Hohkönigsburg zum N a t i o n a l e i g e n t u m der Deutschen erklärt wurde, verblieb die Burg bis 1825 in deren Besitz. Seit der 1856 erfolgten Gründung der „Gesellschaft zur Erhaltung der geschichtlichen Denkmäler im Elsass“ hatte man die sachgemäße Erhaltung der Burgruine in Angriff genommen. 11 Im 1 9 . J a h r h u n d e r t wurde die Hohkönigsburg zu einem beliebten Ausflugsziel und zog die Aufmerksamkeit der Archivare und Historiker auf sich. (Abb. 2)
Notwendigkeit, Mittel aufzubringen, um ihren Verfall entgegenzuwirken. Trotz etlichen Stabilisierungsmaßnahmen verfiel die Burg dennoch unaufhaltsam. 12
2.2.2 Schenkung der Hohkönigsburg an Kaiser Wilhelm II. von Hohenzollern
Die Stadt Schlettstadt, seit 1865 Eigentümerin der Hohkönigsburg, war besorgt, da die ständig wachsenden Unterhaltskosten der Ruine die Stadtkasse überforderten. 13 Bei einer Gelegenheit eines kaiserlichen Besuchs Wilhelm II. im Jahr 1899 bot die Stadt ihm die Burg als Geschenk an und erledigte sich somit der erdrückenden Bürde. Der Kaiser dankte Schlettstadt begeistert, war ihm doch nun die Möglichkeit gegeben, die Westgrenze seines Reichs symbolhaft zu markieren. 14 In einem Schreiben an den Gemeinderat von Schlettstadt heißt es: „Ich freue Mich nunmehr auch in dem schönen Elsass einen Eigenen Besitz zu haben und zugleich Eigentümer einer der grössten und besterhaltenden deutschen Burgen zu sein, deren Steine uns das Wesen 15 deutscher Ritterherrlichkeit aus längst vergangenen Zeiten verkünden“.
11 vgl. HAUG 1976: 11ff
12 vgl. FUCHS 1999: 49
13 vgl. ZEUNE 1997: 30
14 vgl. FUCHS 1999: 49 15 HAUG 1976: 15
4
Die Hohkönigsburg wurde von da an Ausdruck eines politisch-territorialen Ehrgeizes. Kaiser Willhelm II. beabsichtigte das Deutschtum des Elsass hervorzuheben, indem an seine alte Zugehörigkeit zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation erinnert wurde. Die Geschichte des ganzen Reiches sollte sich im Kleinen in der Hohkönigsburg widerspiegeln und somit den kaiserlichen Anspruch Wilhelms II. auf die Nachfolge der Hohenstaufer und Habsburger veranschaulichen. 16 Als „Denkmal des glanzvoll auferstandenen Reiches“ und um „ein 17 zu schaffen, wollte Gegenstück zu der Marienburg im Osten in der entgegensetzten Ecke des Reiches“ Kaiser Wilhelm II. sich nicht damit begnügen, eine Ruine zu erhalten. Er beschloss eine Wiederherstellung der Hohkönigsburg, wie sie sich am Ende des 15. Jahrhunderts zur Zeit der Thiersteins dargeboten haben mochte. Dieses war nicht ohne eine schwere Belastung des Budgets für das damalige Reichsland Elsass-Lothringen möglich. Der Wiederaufbau kostete insgesamt 2,5 Mio. Reichsmark, welche zu gleichen Teilen vom Deutschen Reich und von der Region Elsass-Lothringen getragen wurde. 100.000 Reichsmark aus der persönlichen Schatulle des Kaisers ermöglichten 1899 die vorbereitenden Studien zu Beginn des Bauvorhabens durchzuführen. Auf diese folgten dann 1900 Grabungen und Freilegungsarbeiten. 18 Die Restaurierungsarbeiten dauerten acht Jahre (1901-1908) und wurden einem jungen Berliner Architekten namens Bodo EBHARDT anvertraut.
2.2.3 Historie im 20. Jahrhundert
1918 besetzen französische Truppen die Hohkönigsburg. Die beschlagnahmten Güter Wilhelms II. gingen durch den Versailler Vertrag in die Hände des französischen Staates über. 1919 erhält die Haut-Kœnigsbourg den Status eines staatlichen Schlosses. Während der deutschen Besetzung des Elsass von 1940 bis 1944 wurden auf der Hohkönigsburg die historischen und kulturellen Sammlungen des Colmarer Unterlindenmuseums geborgen. Im November 1944 besetzten amerikanische Truppen das Schloss, das während der nachfolgenden Kämpfe um Colmar ein wichtiger amerikanischer und französischer Beobachtungsposten bleiben sollte. 19
1993 erfolgte die Einstufung der wiederhergestellten Bauteile der Anlage als historische Denkmalsubstanz. Die restaurierte Burg wurde somit in ihrem Ganzen und als restaurierte Burg u n t e r D e n k m a l s c h u t z g e s t e l l t . Es fand eine vollständige Sanierung der Burg statt. Seit 2007 fungiert der Generalrat des Departements Bas-Rhin als neuer Eigentümer. Mit 600.000 Besuchern im Jahr ist die Hohkönigsburg heute eine der beliebtesten touristischen Ausflugsziele Frankreichs.
16 vgl. FUCHS 1999: 49 17 vgl. ZEUNE 1997: 30
18 vgl. LEHNI 1996: 13
19 vgl. HAUG 1976: 18f
5
Arbeit zitieren:
Christina O'Farrell, 2009, Hohkönigsburg und der Wohnbau auf der Burg im 19. Jahrhundert, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege: Hohkönigsburg und der Wohnbau auf der Burg im 19. Jahrhundert ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege: neuer Titel erschienen: Hohkönigsburg und der Wohnbau auf der Burg im 19. Jahrhundert
Christina O'Farrell hat einen neuen Text hochgeladen
Kaiser Wilhelm II New Interpretations: The Corfu Papers
Nicolaus Sombart, John C. G. Rohl, Rohl John C. G.
The Kaiser Wilhelm Society Under National Socialism
Susanne Heim, Carola Sachse, Mark Walker
Die Werkgruppe von Joseph Beuys im Kaiser Wilhelm Museum Krefeld
Skulpturen und Installationen ...
Sabine Röder
0 Kommentare