1 Einleitung 3
2 Der Täter-Opfer-Ausgleich 4
2.1 Begrifflichkeit 4
2.2 Die Opfer 5
2.3 Die Täter 6
2.4 Rechtliche Grundlagen 8
2.5 Voraussetzungen 10
3 Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs 12
3.1 Aus der Perspektive des Täters 12
3.2 Aus der Perspektive des Opfers 13
3.3 Aus der gesellschaftlichen Perspektive 13
4 Der Ablauf eines Täter-Opfer-Ausgleichs 14
5 Beispiel eines Täter-Opfer-Ausgleichs 15
6 Fazit 16
Literaturverzeichnis 18
Abbildungsverzeichnis 18
2
Die vorliegende Hausarbeit wurde im Rahmen des Themenseminars „Sozialarbeit und Polizei“ an der Evangelischen Hochschule Berlin erstellt. Die angewandte Methode war die wissenschaftliche Literaturrecherche.
Kriminalität befindet sich an der Schnittstelle vieler Wissenschaften und Arbeitsbereiche. So haben beispielsweise die Polizei, aber auch die Sozialarbeit mit Straftätern zu tun. Der Täter-Opfer-Ausgleich bildet eine solche Schnittstelle beider Professionen und soll in der vorliegenden Hausarbeit bearbeitet werden.
Diverse Gesichtspunkte wie beispielsweise Kriminalität entsteht können nicht beleuchtet werden, da dies den Rahmen der Arbeit sprengen würde.
Zunächst klärt die vorliegende Hausarbeit den Begriff des Täter-Opfer-Ausgleichs und definiert die Täter und die Opfer näher, welche gehäuft an einem solchen Ausgleichsgespräch teilnehmen. Schließlich werden die rechtlichen Grundlagen des Täter-Opfer-Ausgleichs aufgezeigt und die Voraussetzungen, um an einem solchen Ausgleichsgespräch teilnehmen zu dürfen, werden erläutert.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich damit, welche Vorteile ein Täter-Opfer-Ausgleich bietet. Hier werden die Täter-, die Opfer- und die gesellschaftlichen Gesichtspunkte genauer betrachtet. Die Hausarbeit möchte ebenso die Frage beantwortet, ob ein Täter-Opfer-Ausgleich sowohl eine Chance für den Täter als auch für das Opfer bietet.
Im vierten Kapitel wird der Ablauf eines Täter-Opfer-Ausgleichs vorgestellt und schließlich im fünften Kapitel mit einem kurz zusammengefassten Beispiel abgeschlossen.
Die vorliegende Hausarbeit endet schließlich mit einem Fazit.
3
¡
Das folgende Kapitel beschreibt zunächst näher, was ein Täter-Opfer-Ausgleich überhaupt ist. Schließlich wird auf die rechtlichen Grundlagen eingegangen.
Erste Täter-Opfer-Ausgleichs-Projekte gab es bereits Mitte der 70er Jahre in Kanada und den USA. Seit Mitte der 80er Jahre lassen sich diverse Projekte auch in Deutschland finden. Die Anfänge des Täter-Opfer-Ausgleichs sind eng mit der Entwicklung der Diversion verknüpft.
Bei einem Täter-Opfer-Ausgleich, kurz TOA, handelt es sich um eine außergerichtliche Einigung. Beteiligt sind, neben Täter und Opfer, ebenfalls eine unparteiliche dritte Person, der Vermittler. 1 Es können auch mehrere Täter oder auch mehrere Opfer am Ausgleich beteiligt sein. 2
Die Vermittler sind meist Sozialarbeiter/Sozialpädagogen, die oftmals eine Zusatzausbildung als Vermittler in Strafsachen besitzen. 3 Die Vermittler sind dafür zuständig, dass gewisse Regeln beim Ausgleichgespräch eingehalten werden. So soll die Kommunikation „fair“ ablaufen. Ebenfalls sollte der Vermittler die Opferinteressen im Auge behalten und die Merkmale der Rechtsstaatlichkeit berücksichtigen. Hierzu gehört beispielsweise das Verbot von Druckmitteln zur Klärung des Tatbestands oder das Verbot des Zwangs zur Selbstanklage. 4
Ziel des Täter-Opfer-Ausgleichs soll es sein, dass das laufende Verfahren eingestellt wird. Ebenso sollen gemeinsam Regelungen und Vereinbarungen gemeinsam erarbeitet werden, mit welcher beide Parteien, also sowohl Opfer als auch Täter leben können. Dabei kann es sich neben sozial- und rechtsfriedenssiftenden Wiedergutmachungen, auch manchmal um Entschädigungen finanzieller Art handeln. 5
1 Vgl. Jünschke/Tekin 1997, S.122
2 Vgl. Klier/Brehmer/Zinke 2002, S. 102
3 Vgl. Justizministerium NRW 2008, S. 4
4 Vgl. Jünschke/Tekin 1997, S.125
5 Vgl. Justizministerium NRW 2008, S. 4
4
Die Teilnahme am Täter-Opfer-Ausgleich ist sowohl für Täter als auch für die Opfer freiwillig. Selbst während des Verfahrens kann die weitere Teilnahme verweigert werden. 6
In der bundesweiten Täter-Opfer-Ausgleichs-Statistik wurden die Opfer in fünf Altersgruppen zusammengefasst. Die stärkste Altersgruppe vertreten die 21- bis 40jährigen (2009: 41,3 Prozent). Dies war auch schon in den vorangegangenen Jahren der Fall (2003: 34,6 Prozent; 2004: 34,6 Prozent; 2005: 35,3 Prozent). Außer im Jahr 2006 bildete die stärkste Altersgruppe die der 14- bis 20-jährigen mit 41,2 Prozent. Seitdem ist der Anteil dieser Altersgruppe stark zurückgegangen, wurde fast halbiert. Den geringsten Anteil in der Täter-Opfer-Ausgleichs-Statistik hatte die Altersgruppe der bis 13-jährigen (2009: 3,1 Prozent), gefolgt von der Altersgruppe der ab 61-jährigen mit 7,4 Prozent (2009). 25,9 Prozent befanden sich 2009 in der Altersgruppe der 41-60jährigen. Dieser Wert ist seit 2003 relativ konstant geblieben.
Abbildung 1
6 Kerner/Eikens/Hartmann 2011, S. 18
5
Arbeit zitieren:
Rebecca Foth, 2011, Der Täter-Opfer-Ausgleich - Eine Chance für Opfer und Täter?, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Sozialpädagogik / Sozialarbeit: Der Täter-Opfer-Ausgleich - Eine Chance für Opfer und Täter? ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Sozialpädagogik / Sozialarbeit: neuer Titel erschienen: Der Täter-Opfer-Ausgleich - Eine Chance für Opfer und Täter?
Rebecca Foth hat einen neuen Text hochgeladen
Innenansichten und Wirkungsforschung zum Täter-Opfer-Ausgleich im Juge...
Die Zufriedenheit von Opfern u...
Ira Lippelt
Der Täter-Opfer-Ausgleich bei häuslicher Gewalt
Vermittlung und Wiedergutmachu...
Nadine Bals
Täter-Opfer-Ausgleich und Schadenswiedergutmachung
Ein Beitrag zur Dogmatik von §...
Hans Christian Kespe
Die deutschen Vertriebenen - Keine Täter sondern Opfer
Hintergründe, Tatsachen, Folge...
Alfred de Zayas
0 Kommentare