Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung. 3
1 Einleitung. 3
2 Über die Natur, die egoistisches oder altruistisches Verhalten hervorruft. 4
2.1 Empathie als Motiv für prosoziales Verhalten. 4
2.2 Caldini et al. und die negative Zustand- Erleichterungs- Erklärungsweise. 5
2.3 Stimmung und prosoziales Verhalten. 7
2.4 Theorie des sozialen Austauschs. 8
2.5 Ansätze der Evolutionsbiologen und Entwicklungspsychologen. 8
3 Resumee. 9
4 Literaturliste. 11
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Zusammenfassung
Eine Gegenüberstellung verschiedener Ansätze zu dem Thema, ob prosoziales Verhalten altruistisch oder egoistisch motiviert ist, ist der Inhalt dieser Arbeit. Nach einer kurzen Einleitung folgt die Darstellung der Ergebnisse von Batson et al. (1981), sowie Cialdini et al. (1987) zu dem Thema Empathie im Zusammenhang mit Hilfeverhalten. Auch die Sicht der Evolutionsbiologen soll dazu beitragen die Fragestellung zu klären. Insbesondere wird darauf eingegangen welche Auswirkungen erhöhtes Hilfeverhalten auf die eigene Stimmung hat, und ob die Möglichkeit einer Stimmungsveränderung Auswirkungen darauf hat, ob jemand eher hilft oder nicht. Während Batson die Empathie bei prosozialem Verhalten im Vordergrund stehen sieht, zeigt Cialdini die eigene Trauer, wenn Menschen einen anderen leiden sehen.
1 Einleitung
Im folgenden Text wird die Frage erläutert, was prosoziales Verhalten bedeutet und welche Ansätze es gibt dieses Verhalten zu erklären. Unter welchen menschlichen
Voraussetzungen handelt ein Mensch prosozial und ist dieses Verhalten dann altruistisch oder egoistisch motiviert. Diese Frage ist immer wieder auch in den Medien aktuell. Der 11. September 2001 war ein Tag, der zeigte, dass Menschen Mut und Opferwillen zeigen, um anderen Menschen zu helfen. Obwohl einige sich hätten retten können, versuchten sie zu helfen, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, dass sie selber Schaden erleiden könnten. Einige Forscher gehen dieser Frage nach, doch die Hauptdebatte wurde durch die Empathie-Altruismus- Theorie von Batson (1981) ausgelöst. Diese wird im Verlauf der Arbeit beschrieben, sowie die Antworten bzw. weiterführenden Experimente dazu von Caldini et al. Außerdem regte die Evolutionstheorie von Charles Darwin (1859) die Frage an, wie man den Überlebensdrang mit wahrem Altruismus vereinbaren könne. Evolutionspsychologen beleuchteten den Aspekt der Verwandtenselektion, welcher besagt, dass das Individuum auch dann einem Verwandten hilft, wenn es selber keinen Nutzen daraus zieht. Doch die eigenen Genen werden erhalten und können auf zukünftige Generationen weitergegeben werden. Somit wird die eigene Art erhalten. Zudem erklären Evolutionspsychologen den Altruismus mit der Reziprozitätsnorm, welche die Erwartung hegt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen einem anderen helfen dadurch erhöht wird, wenn man selber hilft. Altruistisches Verhalten besagt, dass auch dann geholfen wird, wenn man selber
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keinen Nutzen hat, wohingegen egoistisches Verhalten den eigenen Nutzen in den Vordergrund stellt.
Unter prozosialem Verhalten soll ein freiwilliges Handeln verstanden werden, welches das Ziel hat zu helfen, zu trösten und unabhängig von äußeren Bekräftigungsreizen entsteht. Dies Hausarbeit geht von folgender Fragestellung aus:Ist prosoziales Verhalten eher altruistisch oder egoistisch motiviert und lässt sich dies anhand verschiedener Experimente klären? Löst stärkere Empathie für ein Individuum einen negativeren Zustand aus und will dieser mit erhöhter Hilfeleistung gemildert werden?
2 Über die Natur, die egoistisches oder altruistisches Verhalten hervorruft
2.1 Empathie als Motiv für prosoziales Verhalten
Daniel Batson (1991) behauptet, dass Menschen oft aus reiner Nächstenliebe handeln. Dies geschehe insbesondere dann, wenn eine Person Empathie für eine andere Person empfindet. Somit versetzt sich derjenige in die Situation des anderen und hilft unabhängig davon, ob er selber einen Nutzen daraus zieht oder nicht. Genau dies zeigt Batson mit seiner Empathie- Altruismus- Theorie und löste damit eine Debatte aus. Besteht nicht auch die Möglichkeit, dass der eigene Distress gemindert werden will beim Anblick einer leidenden Person?Empathie löst prosoziales Verhalten aus, welches einerseits kognitiv beeinflusst wird, durch verschiedene Beweggründe, und andererseits aufgrund von emotionalen Gründen,wie Wünschen und Wollen.
Ist keine Sympathie im Spiel, kommen laut Batson durchaus egoistische Beweggründe hinzu und man spricht von der Frage des sozialen Austauschs. Hier ist das Individuum dann darauf aus seinen eigenen Nutzen aus der Situation zu ziehen, wie beispielsweise Anerkennung oder Lob zu erhalten. Folgendes Experiment soll beleuchten warum Menschen helfen. Toi & Batson (1982) stellten Eigeninteresse und Empathie als Motive zu helfen gegenüber. Hierbei hören die Probanden das Schicksal einer Mitstudierenden, die nach einem Autounfall beide Beine gebrochen hat und nun im Rollstuhl sitzen muss. Nachdem sie das Band gehört haben, bekommen sie einen Brief von Carol, die um Hilfe bittet. Diejenigen, welche durch Manipulation der Sympathie mehr Empathie empfanden, standen denen gegenüber, die objektiv die Situation zu beurteilen hatten und somit weniger empathisch waren. Die Variation war nun, dass eine Gruppe Carol später im Seminar sehen würde und die andere Gruppe nicht. Die Gruppe, welche Empathie empfand half unabhängig davon, ob sie Carol sehen würde oder nicht. Hingegen half die Gruppe mit niedriger Empathie nur, wenn sie durch eine
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Arbeit zitieren:
Isabel Dietrich, 2010, Ist prosoziales Verhalten altruistisch oder egoistisch motiviert?, München, GRIN Verlag GmbH
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