2 Interview mit dem Paläontologen Dr. Jens Sommer
Als eine der frühesten Rekonstruktionen einer vorzeitlichen Land-
schaft und Tierwelt gilt diese Zeichnung auf dem Titelblatt des
1836 erschienenen Werkes von August von Klipstein (1801-
1894) und Johann Jakob Kaup (1803-1873)
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4 Interview mit dem Paläontologen Dr. Jens Sommer
Johann Jakob Kaup (1803-1873),
Darmst ädter Paläontologe
4
Interview mit dem Paläontologen Dr. Jens Sommer 5
am Forschungsinstitut Senckenberg in Frankfurt am Main, Wiederentdecker der Dinotheriensand-Fundstelle und Begründer der ersten wissenschaftlichen Grabungen
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Inhalt
Vorwort
R ätselhafter Fluss
9
Neues vom Ur-Rhein
Interview mit dem Geologen und Paläontologen
Dr. Jens Sommer
11
Liste der bei Eppelsheim entdeckten Tierten
51
Der Autor Ernst Probst
61
Bildquellen
63
B ücher von Ernst Probst
65
7
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Luftbild der Grabungsstelle „Auf dem Alzeyer Weg“ bei Eppelsheim von 1999. Diese Aufnahme entstand während eines Fluges des Paläontologen Jens Lorenz Franzen vom Forschungsinstitut Senckenberg in Frankfurt am Main mit einem Heißluftballon.
Interview mit dem Paläontologen Dr. Jens Sommer 9
Vorwort
Rätselhafter Fluss
E in Interview mit dem Geologen und Paläontologen Dr. Jens Sommer ist das Thema des Taschenbuches „Neues vom Ur-Rhein“. Die Fragen über diesen Fluss, der noch manches Rätsel aufgibt, stellte der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst. Dr. Jens Sommer ist der Autor der Doktorarbeit „Sedimentologie, Taphonomie und Paläoökologie der miozänen Dinotherien-sande von Eppelsheim/Rheinhessen“ (2007). Er gilt als Kenner des Ur-Rheins, der vor etwa zehn Millionen Jahren fern von Mainz durch Rheinhessen floss und dort seine Ablagerungen, die so genannten Dino-theriensande, hinterließ. Ernst Probst hat von 1986 bis heute rund 200 Bücher, Taschenbücher, Broschüren und E-Books veröffentlicht. Etliche seiner Werke befassen sich mit dem Ur-Rhein und exotischen Tieren an dessen Ufer wie Rhein-Elefanten, Menschenaffen, Krallentiere und Säbelzahntiger.
Interview mit dem Paläontologen Dr. Jens Sommer 11
Neues vom Ur-Rhein
Interview mit dem Geologen und Paläontologen
Dr. Jens Sommer
Schlämmarbeiten 2005 an der Grabungsstelle im Gewann „Auf dem Alzeyer Weg“ bei Eppelsheim. Im Vordergrund der Geologe und Paläontologe Jens Sommer, der Autor der Doktorarbeit „Sedimentologie, Taphonomie und Paläoökologie der miozänen Dinotheriensande von Eppelsheim/Rheinhessen“ (2007)
Interview mit dem Paläontologen Dr. Jens Sommer 12
Foto auf Seite 13:
Der Paläontologe Jens Lorenz Franzen aus Titisee-Neustadt, früherer langjähriger Mitarbeiter am Forschungsinstitut Senckenberg in Frankfurt am Main, ist der Wiederentdecker der verschollenen Fossilfundstelle bei Eppelsheim unter acht Meter mächigen Deckschichten und Begründer der ersten wissenschaftlichen Grabungen dort. Er leitete Grabungen in Eppelsheim und Dorn-Dürkheim in Rheinhessen, untersuchte und beschrieb Fundstellen und Funde. Kein anderer Wissenschaftler hat so lange und so intensiv in den Ablagerungen des Ur-Rheins gegraben wie er. Maßgeblich war er auch am Aufbau des Dinotherium-Museums in Eppelsheim beteiligt.
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Der Gießener Mineraloge August von Klipstein begrüßte 1835 mit einer Flasche Wein in der Hand in einer Sandgrube bei Eppelsheim die Entdeckung des Oberschädels des Rhein-Elefanten Deinotherium giganteum („Riesiges Schreckenstier“). Sein Freund Johann Jakob Kaup aus Darmstadt stand derweil in der Grube und überwachte die schwierige Bergung des Fossils, an der sich 24 kräftige Männer beteiligten.
Interview mit dem Paläontologen Dr. Jens Sommer 15
Frage: Herr Dr. Sommer, Ihre Doktorarbeit über die rund zehn Millionen Jahre alten Ablagerungen des Ur-Rheins bei Eppelsheim, die so genannten Dinotheriensande, spiegelt den neuesten Wissensstand hierüber wieder. Wie und wann kamen Sie auf die Idee, sich diesem Thema zu widmen? Antwort: Mein Interesse galt schon immer den tertiären Säugetieren. Als Student der Geologie/Paläontologie absolvierte ich im Jahr 2000 mein Praktikum an der Grabungsstelle bei Eppelsheim unter der Leitung von Dr. Jens Lorenz Franzen. Während dieser Zeit gelang mir ein bedeutender Fund, worauf mich Dr. Franzen bat, doch über eine Doktorarbeit über die „Dino-theriensande“ nachzudenken. Im Jahre 2001 verbrachte ich meinen Urlaub als Grabungshelfer an der Grabungsstelle bei Eppelsheim wo ich Dr. Ottmar Kullmer vom Forschungsinstitut Senckenberg kennen lernte. Auch er legte mir diesen Vorschlag nahe. Unter seiner Betreuung begann ich mit meiner Arbeit am 6. Januar 2002.
Arbeit zitieren:
Ernst Probst, 2011, Neues vom Ur-Rhein, München, GRIN Verlag GmbH
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