Inhaltsverzeichnis
Einleitung. 3
1. Die demografische Lage Deutschlands. 4
1.1 Die bisherige demografische Entwicklung 4
1.2 Die momentane demografische Lage. 5
2. Die zukünftige Entwicklung der Bevölkerung. 7
2.1 Ergebnisse der Bevölkerungsprognose 7
2.2 Die Auswirkung auf die Schülerzahl am Gymnasium bis 2025. 8
3. Probleme des Schülerrückgangs 9
4. Die Folgen des Schülerrückgangs am konkreten Beispiel Sachsen und
Nordrhein -Westfalen. 11
4.1 Unterschiede der demografischen Entwicklung in Ost- und Westdeutschland 11
4.2 Sachsen 13
4.3 Nordrhein-Westfalen. 14
5. Handlungsansätze 17
Fazit. 18
Literaturverzeichnis 19
2
Einleitung
Seit 2005 sinken erstmals an deutschen Schulen die Schülerzahlen und dies im großen Ausmaß. Die Konsequenzen zeichnen sich jetzt schon deutlich ab. Immer weniger Klassen gibt es in den Jahrgängen. Kurse in der gymnasialen Oberstufe können aufgrund der geringen Schülerzahl nicht mehr angeboten werden und besonders in Ostdeutschland mussten bisher viele Schulen geschlossen werden. Diese Arbeit soll einen Überblick über die momentan ablaufenden demografischen Prozesse und die Auswirkungen auf die Schullandschaft insbesondere die Gymnasien in diesem Land geben, wobei natürlich das Hauptaugenmerk auf die Entwicklung der schulpflichtigen Personen gegeben wird. Auf dieser Grundlage werden schließlich Probleme, mit denen infolge des Prozesses gerechnet werden muss, besprochen und schließlich an den konkreten Beispielen der Bundesländer Sachsen und Nordrhein-Westfalen verdeutlicht. Zum Abschluss sollen noch einige Handlungsansätze präsentiert werden, die mithilfe schulpolitischer Reformen die Gymnasien an die demografische Situation anpassen können.
Als grundlegende Literatur dienten vor allem statistische Analysen des Bundes und der Länder, sowie die koordinierten Bevölkerungsvorausberechnungen des statistischen Bundesamtes. Da der Bevölkerungsrückgang in Deutschland ein höchst aktuelles Phänomen ist, sollte vermieden werden, überholte Literatur zu benutzen. Stattdessen wurde ein Großteil der Informationen aus aktuellen Publikationen verschiedenster Ämter herangezogen, um die Gegenwärtigkeit des Themas zu betonen.
3
Um nachzuvollziehen auf welcher Grundlage sich die momentane Altersstruktur in Deutschland zusammensetzt, muss zunächst ein Blick auf die bisherigen demografischen Vorgänge geworfen werden. Nur so ist zu erklären, warum seit dem Jahre 2003 die Bevölkerungszahl rückläufig ist. 1
Beginnen soll diese Analyse nach dem 2. Weltkrieg. Aus den 50er und 60er Jahren ging die sogenannte Babyboom-Generation hervor, die sich durch eine Euphoriestimmung nach dem Kriegsende erklären lässt. Diese Zeit wird auch das Golden Age of Marriage genannt, da es zu vermehrten Eheschließungen kam. In diesen Ehen „reproduzierten“ sich die Partner, indem sie durchschnittlich mindestens 2 Kinder bekamen.
Ab 1965 wurde dieses traditionelle Familienbild jedoch infolge der Emanzipationsbewegung langsam abgelöst. Verbesserte Verhütung (aufgrund der zu der Zeit erscheinenden Antibaby-Pille wird von dem plötzlich rapide sinkenden Geburtenzahlen auch vom sogenannten „Pillenknick“ gesprochen) und ein erhöhter Selbstbestimmungswunsch der Frau führten dazu, dass sich ab diesen Zeitpunkt die Elterngeneration nicht mehr reproduzierte. 2 Diese Entwicklung wird der 2. demographische Übergang genannt. 3
Die Generation, die in dieser Zeit (also etwa zwischen 1965 und 1975) geboren wurde, ist mittlerweile selbst eine Elterngeneration. Hier greifen nun zwei Prozesse ineinander. Weniger Menschen können weniger Nachwuchs erzeugen. Außerdem hat sich der Trend nach mehr Selbstbestimmtheit und dem Streben nach Karriere seit den
1
Vgl. Statistisches Bundesamt Wiesbaden: „Bevölkerung nach dem Gebietsstand“.
2 Vgl. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung: „Bevölkerung“. Wiesbaden 2004. S. 20f..
3 Vom ersten demographischen Übergang sprach man zur Zeit der Industrialisierung, wo aufgrund verbesserter Lebensumstände die Sterberate und anschließend die Geburtenrate sank.
4
60er Jahren nicht verändert. Im Gegenteil. Die Frauen bekommen immer später und immer weniger Kinder. So liegt momentan der Durchschnitt bei 1,4 Kindern je Frau. 4
Abb.:
Bundeszentrale für politische Bildung: Alters-
höhten Anzahl der über 60-jährigen
struktur und Bevölkerungsentwicklung.
Besonders die neuen Bundesländer verlieren immer mehr Bewohner, was jedoch nicht nur auf eine niedrigere Geburtenrate zurückzuführen ist. Zwar erlebten die neuen Bundesländer nach der Wiedervereinung ein enormes Geburtentief (Grund hierfür war wohl die Unsicherheit bezüglich der Zukunft), doch mittlerweile hat sich die Zahl der Geburten pro Frau dem westdeutschen Niveau angepasst. Die stetig sinkenden Einwohnerzahlen sind auf die höhere Anzahl an Fortzügen zurückzuführen. 5 Besonders die jüngeren Einwohner ziehen fort, um zum Beispiel in
4 Vgl. Statistisches Bundesamt Wiesbaden: „Bevölkerung Deutschlands bis 2050“. Wiesbaden 2006. S. 27.
5 Vgl. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung: „Die demografische Lage in Deutschland 2008“. Wiesbaden Jahr unbekannt. S. 2.
5
Westdeutschland bessere Ausbildungschancen wahrnehmen zu können. Natürlich gründen diese Binnenwanderer auch außerhalb der ehemaligen DDR eine Familie. Im Moment befinden sich allerdings eben jene geburtenschwache Jahrgänge aus den 90er Jahren in den Schulen (besonders im Sekundarbereich), wodurch es zu einem enormen Schülerzahlenrückgang kommt.
Obwohl es in Deutschland immer weniger Kinder und Jugendlicher gibt, steigt die Zahl der Gymnasiasten dennoch seit Jahren an, wie die folgende Tabelle verdeutlicht.
Abb.:
Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Anzahl der Schüler im Gymnasium.
6 Vgl. Köller, Olaf: „Das Gymnasium zwischen Elitebildung und Förderung der Vielen: Welche Pädagogik braucht das Gymnasium?“. Hohengehren 2007. S. 16.
7
Vgl. Statistisches Bundesamt Wiesbaden: „Allgemeinbildende Schulen -
Schüler/innen nach
Schulart“.
8 Vgl. Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder: „Schüler, Klassen, Lehrer und Absolventen der Schulen 1999 bis 2008“. Berlin 2008. S. X.
6
Arbeit zitieren:
Tina Hellwig, 2010, Der Einfluss der demografischen Entwicklung auf das deutsche Gymnasium, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Pädagogik - Schulpädagogik: neuer Titel erschienen: Der Einfluss der demografischen Entwicklung auf das deutsche Gymnasium
Tina Hellwig hat einen neuen Text hochgeladen
Demografische Entwicklung, Klimawandel, Peak Oil Kraftwerkstechnik mit...
Antworten der Raum-, Stadt- un...
Felix Huber, Robert Span
Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf deutsche Wohnimmobili...
Katharina Tilleczek
Der Einfluss religiöser Vorstellungen auf die Entwicklung des Erbrecht...
Reinhard Zimmermann
Besser in der Sekundarstufe I. Englisch Gymnasium 10. Schuljahr
Übungsbuch mit separatem Lösun...
Peter W. Oldham, Thomas Lehnen, Peter Debray
Besser in der Sekundarstufe I Englisch Gymnasium: Klassenarbeitstrain...
Brigitte Seidl, Ingrid Preedy
0 Kommentare