Muster innerweltlicher Askese
Inhalt
(1)
Erfahrung von Geschichte als zentrale Thematik - Korff: dichterische Behandlung der Geschichte - Johanna als ideale Gestalt mit göttlicher Sendung oder als von Notwendigkeiten deformierter Mensch?
(2)
Prolog: Aufriß des Problems - Beginn: Zerstörung der Idylle - Erweckung der Heldin (Helm-Motiv) - Ergreifung der geschichtlich notwendigen Aufgabe: Kampf gegen den äußeren Feind - Arbeit für den inneren Frieden - Zeitgeschichte im klassischen Text - himmlische Sendung als historische Notwendigkeit - Ruf des Geistes - der furchtbar bindende Vertrag -Deformation des Menschen: Tötungsgebot und Liebesverbot - Johanna als erhabene Heroinetragische Strukturierung - Weg in die Vollendung? - Geschichtsphilosophie: Arkadien-Geschichte-Elysium als problematische Projektion
(3)
Zum ersten Aufzug: Retardation - Nebenmotive: Dichter und Herrscher - Traum von der Idylle
(4)
Bemerkungen zur Methode der Analyse: Entmythologisierung - Oberflächenstruktur des Textes - Stilisierung - Selbstverständnis der Heldin - Urteilsenthaltung
(5)
Zum zweiten Aufzug: Streit und Versöhnung - Idealisierung des Historischen - Johanna als Vernichtende - Johannas Gott: Ares - Technik antithetischer Positionierung von Motiven
(6)
Zum dritten Aufzug: Feier der Versöhnung - Bedeutung der Gestik - Problematisierung des Liebesverbots - Krieg vs. Liebe - Nihilismus als Folge der sich vernichtenden Extreme -Hamaritia der Heldin
(7)
Zum vierten Aufzug: Selbstreflexion Johannas - mundane Ausrichtung - hellenische Diesseitigkeit - Beschuldigung durch den Vater: Entzweiung in der Familie - Bedeutung der Nichtverteidigung
(8)
Schicksal als geschichtlich Geschicktes - tragische Strukturierung - Gesetzlichkeit des Geschehens - Funktion der Gefangennahme - Notwendigkeit ihres Todes - poetische Struktur des Schlusses
(9)
Noch einmal: Methode - Geschichtstheoretische Deutung - Mangel der vorhandenen Interpretationen - Vorwurf: Stil statt Wahrheit - von Schiller eingeführte poetische Motive
2
H. A. Korff ist noch immer zuzustimmen, wenn er die dichterische Behandlung der Geschichte als das zentrale Thema der Schillerschen Dramatik beschreibt. 1 Die Stücke nähren sich an dem großen Stoffe der Geschichte 2 , können in poetischer Vertextung freilich vom Historischen nur die allgemeinste Form in den Ausdruck bannen, doch ist ihr Symbolwert verhältnismäßig durchsichtig. Richtig ist auch noch, wenn er die Idee der Totalität: das Menschenschicksal im ganzen darzustellen als Schillersehe Intention nennt. 3 Es geht dem Klassiker in der Jungfrau tatsächlich um die Exemplifizierung der als nicht möglich gedachten allseitigen Realisation menschlicher Bedürfnisse. Richtig ist schließlich, daß das Geschichtliche zentral als Kampf (Das Wesen des Lebens ist daher der Kampf) bestimmt wird. 4
Ungenauer aber wird Korff, wenn er Johanna die erste ganz ideale Gestalt nennt 5 . Damit verstärkt er einen Deutungstopos, der zentral ist für die Jungfrau-Interpretation in der Literaturwissenschaft (bis auf wenige Ausnahmen, die Analyse von Storz gehört hierher, wird die Hauptfigur einseitig positiv aufgefaßt) 6 . Er gerät damit in Widerspruch zu dem, was er auch sieht: daß Johanna sich durch den mörderischen Fanatismus ihrer grausamen Kriegsführung auszeichnet. 7 Zu kritisieren ist, daß Korff dies nicht als Widerspruch erlebt und aufdeckt: die reine Hingabe an die Idee, was Johanna zur Heiligen mache, kann nicht vorliegen, wenn gnadenlos Krieg geführt wird. 8 Weder ist die Hingabe rein noch ist es eine Idee: beides dürfte in sich das Negative nicht mehr haben. Es ist die Akzeptierung der historischen Notwendigkeit: auf den Angriff mit den gleichen Waffen reagieren zu müssen. Schiller stilisiert die brutale Wirklichkeit, der Text muß ex negativo verstanden werden: was im Stück passiert - auch alles, was Johanna tut - dürfte nicht sein. Deshalb erfüllt sie schon gar nicht eine Sendung, bestände die doch dann in der Bestätigung des Kampfes. Sie löst eine Aufgabe, wobei die Lösung nur tragisch möglich ist: das gute Ziel, die Freiheit, ist nur durch Mittel, die Leid verursachen, durch Opfer zu verwirklichen. Was mit diesen wenigen Bemerkungen zur Korffschen Deutung des Schillerschen Spätstückes getroffen ist, muß detailliert ausgeführt und begründet werden.
1 Geist der Goethezeit, Bd. Il, S. 251.
2 Ebd. S. 250.
3 Ebd. S. 252f
4 Ebd. S. 253.Wir wissen freilich heute, daß auch Korff von den braunen Barbaren nicht ganz unberührt war; trotzdem bleibt das Wort Kampf - wohlverstanden - weiterhin benutzbar; auch Karl Jaspers gebraucht es und schon di4e Römer wussten: vivere militare est.
5 Ebd. S. 259.
6 Storz, Jeanne dArc und Schiller. Eine Studie über das Verhältnis von Dichtung und Wirklichkeit, Freiburg 1947.
7 Korff S. 260.
8 Korff S. 259
3
Beschrieben ist, bes. von Bockmann, Liepe, Storz, Rüdiger, Kaiser 9 die Idylle des Anfangs, die aber nur inselhaft sich realisiert. In sie einbricht - und das ist der Beginn der Handlungder Krieg; am Anfang des Stückes steht der Kampf, die Idylle ist nur die Folie, das ersehnte, nicht reale Paradies.
Denn aller Orten läßt der Engelländer
Sein sieghaft Banner fliegen, seine Rosse Zerstampfen Frankreichs blühende Gefilde. (V. 5 ff.)
Der Prolog schildert die Heldin im Elternhaus, als Hirtin, in einer Außenseiterposition: während die Schwestern heiraten, lehnt Johanna eine Verbindung ab. Der gesund denkende Vater moniert dieses Verhalten als eine schwere Irrung der Natur (V. 62). Hier zu Beginn erscheint schon der Vorwurf, sie habe ein strenges und kaltes Herz (V. 64), der von Johanna später als Selbstvorwurf aufgegriffen wird (Konnt ich dieses Herz verhärtenV. 2596); die Sorel verstärkt ihn nochmals (V. 2632). In poetischer, leitmotivischer Vertextung wird auf die einseitige und damit inhumane Charakterstruktur der Protagonistin verwiesen. 10 Sie lebt ausschließlich für eine Vorstellung: die Abwendung der Bedrohung des Vaterlandes. Die Besessenheit von ihrer Aufgabe ist sehr theaterwirksam durch die Ergreifung des Helmes gestaltet. 11 Als Bertrand seine Erzählung vom Erhalt des Helmes beendet hat, ruft Johanna rasch und begierig danach greifend
Gebt mir den Helm! (V. 191)
Und, als dieser zögert, entreißt (sie) ihm den Helm:
Mein ist der Helm und mir gehört er zu. (V. 193)
Diese Erweckung der Heldin ist strukturidentisch mit der des Demetrius. Auch er erkennt, als er als Zarensohn erkannt ist, plötzlich seine Aufgabe. In diesem Moment der Plötzlichkeit ist die reflexionslose, unmittelbare Besessenheit von einem Zweck eingefangen. Erst später, bei entstehenden Widerständen, geraten die zunächst begeisterten Protagonisten in Schwierigkeiten, reflektieren sie über ihre Position. Die Plötzlichkeit verhindert, daß die Helden das Falsche ihres Handelns sehen. Die Handlung des Stückes demonstriert dem Zuschauer ad oculos im Scheitern des Protagonisten, daß gegen Gesetze der Humanität verstoßen wurde. Sowohl Johanna als auch Demetrius greifen zum Schwert, durch das sie selbst umkommen.
Für die Semantik des Stückes ist in dieser Prolog-Szene wichtig, wie Johanna ihr Vorhaben: das Land des Ruhms, Das schönste, das die ewge Sonne sieht (V. 332) und seinen König zu retten, begründet.
9 P. Bockmann, Schillers Geisteshaltung als Bedingung seines dramatischen Schaffens, Dortmund 1925, bes. S. 82; W. Liepe, Schiller und die Kulturphilosophie des 18. Jahrhunderts, zuerst 1941, Neudruck in: W.L., Beiträge zur Literatur- und Geistesgeschichte, Neumünster 1963; G. Storz, Titel s. 6.), H. Rüdiger: Schiller und das Pastorale, in: Euphorion 53, 1959; G. Kaiser: Johannas Sendung. Eine These zu Schillers Jungfrau von Orleans, in JDSG X, 1966, S. 205-236.
10 Das Motiv wird z.B. noch wiederholt in V.1611: und dieser Panzer deckt kein Herz und in V.1679: dieses Herz mit Unerbittlichkeit bewaffnest du.
11 An dieser Helm-Episode läßt sich u.a. zeigen, warum Schiller das Epitheton romantisch in den Untertitel aufnahm: es weist auf die wunderbaren, phantastischen Momente des Stückes, dem es nicht um eine blanke Realistik geht, hin. Daß ein braun Bohemerweib (V.171) Bertrand den Helm aufdrängt, daß Johanna ihn für sich reklamiert, hat etwas Ungewöhnliches an sich.
4
Die Jungfrau von Orleans
Der König, der nie stirbt, soll aus der Welt
Verschwinden - der den heilgen Pflug beschützt Der die Trift beschützt und fruchtbar macht die Erde, Der die Leibeignen in die Freiheit führt ... Der dem Schwachen beisteht und den Bösen schreckt, Der den Neid nicht kennt, denn er ist der Größte, Der ein Mensch ist und ein Engel der Erbarmung Auf der feindselgen Erde (V. 346 ff.)
Es sind progressive humanitäre Inhalte, die als Motiv der Handlung fungieren, was in dem Vers von den Leibeigenen deutlich wird. 12 Bewußtzuhalten ist für die Einschätzung dieser Forderung, wie es etwa um t800 um die Bauernbefreiung stand. Freilich schon unter Friedrich Wilhelm 1. in Preußen auf landesherrlichen Gütern um 1718 realisiert, war sie sonst ins Stocken geraten. In Österreich war sie von Josef II. 1781 eingeführt worden, 1790 aber wurde sie wieder zurückgenommen. Bekannt ist, daß erst die Steinschen Reformen von 1807 in Preußen die Leibeigenschaft beseitigten 13 , in den anderen Ländern des Reichs, bes. im Süddeutschen zog sich das noch hin, z.T. wurde erst 1848 unter revolutionärem Druck eine Änderung herbeigeführt.
Einen solchen Vers: Der König ... Der die Leibeignen in die Freiheit führt, in einer Deutung ernst zu nehmen, kann mit zu einer Umwertung der bisherigen Auffassungen führen. 14 Sagen läßt sich, daß hier die klassische, das unmittelbare geschichtliche Geschehen stilisierende Vertextung des späten Schiller durchbrochen ist. Eine solche, vielleicht unbewußt-ungewollte Durchbrechung der klassisch-stilisierten Form läßt sich öfter beobachten. Hier erscheint gegen das bewußte Kunstprogramm des klassischen Poeten Zeitgeschichte unmittelbar, verschafft sich ihr Recht: La Hire zum König:
Ein Schluß des Parlaments erklärte dich
Des Throns verlustig, dich und dein Geschlecht.
Dunois kommentiert:
Ha frecher Stolz des herrgewordnen Bürgers! (V 700 ff )
Die Deutung Korffs von der zentralen Thematik des Schillerschen Dramas: Geschichte zu gestalten, ist hier, ohne daß sie aus der Symbolik herausfiltriert werden müßte, evident zu machen. Der Vers von den Leibeigenen mußte 1801 eine provozierende Wirkung haben; er konnte als Signal gelten für die politisch argumentierenden Zeitgenossen. Die Ablehnung des Stückes durch Weimars Herzog Karl August, der, wie man aus seinen Briefen an Goethe
12 Symptomatisch für den Blickwinkel der bisherigen Jungfrau-Analysen ist die Tatsache, daß der Vers: Der König, der nie stirbt z.B. bei B. von Wiese, Schiller, 1959 und Kaiser (Titel A.9) zitiert wird, nicht aber der wesentliche, folgende von der Leibeigenschaft. Die Forderung nach geschichtlich fundierter Deutung ist im übrigen nicht vereinzelt. Schon B.v. Wiese meint bei einer Betrachtung des Storzschen Buches Das Drama Fr. Schillers Frankfurt 1938, die allzu ungeschichtliche Analyse der Räuber müsse korrigiert werden, oder: eine mehr geschichtliche Betrachtungsweise (müsse) ihre Korrekturen an der Storzschen Deutung anbringen (B.v.W., Schiller-Forschung und Schiller-Deutung von 1937-1953, in: DVjs 27, t953, hier S. 462f.).
13 Im Oktoberedikt von 1807; dem ersten Gesetz zur Bauernbefreiung (die persönlichen Verhältnisse der Landbewohner betreffend). Daß Schiller dies Motiv: Befreiung, emphatisch nahm, darf gar nicht betont werden. Schließlich endet der Tell pointiert mit solcher Erklärung.
14 Ein solches Ernstnehmen freilich wäre nicht zu verwechseln mit einer Deutung, die auf Biegen und Brechen aus dem Text Politisches holt. Es geht hier weder um eine materialistische noch um eine ideologiekritische oder sozialgeschichtliche Analyse: nur um den Versuch zu sagen, was das Schillersche Drama für sich ist und für uns sein könnte.
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Muster innerweltlicher Askese
sehen kann, im Sinne seiner Interessen ein kritischer Leser von Literatur war, mag mit von diesen Stellen bedingt sein. 15
Wer an diese humanistischen Ideale denkt, Freiheit, Republikanismus, könnte mit Recht von einer Sendung der Jungfrau sprechen. Darin allein bestünde sie, im Versuch von deren Realisierung. Von hierher sind die Zeilen des Schlußmonologs des Prologs zu verstehen:
So ist des Geistes Ruf an mich ergangen,
Mich treibt nicht eitles, irdisches Verlangen. (V. 399 f.)
Dieser Ruf des Geistes ist in der Forschung mythisiert worden. 16 Er hat nichts mit Religion zu tun, wie die Kommentatoren der Nationalausgabe suggerieren. So bedarf starker Korrektur, was v. Wiese/L. Blumenthal schreiben. Für sie ist Johanna eine in die Welt gesandte Heilige 17 , ihr Sendungsbewußtsein könne nur als religiöser Auftrag verstanden werden 18 . Solche Interpretationen unterscheiden nicht das, was dem handelnden Subjekt bewußt ist, was es von sich hält, von dem, was es im allgemeinen geschichtlichen Prozeß, hier natürlich, soweit er im Stück dargestellt wird, tatsächlich ist. Problematisch bleibt besonders die Konsequenz, die aus dieser Sicht folgt. Wenn gesagt wird, es sei das Schicksal der himmlischen Sendung ... in der Welt überhaupt nicht verstanden zu werden 19 , dann ist die zentrale These nicht mehr erfaßt. Hier gibt es keine unverstandene himmlische Sendung; es gibt eine historische, konkrete Aufgabe: die Befreiung der Bürger vom äußeren Feind und von innerer Ungerechtigkeit 20 . Johanna, bzw. ihr Dichter, weist mit dieser Formulierung darauf hin, daß es nicht um individuelles, subjektives Glücksstreben gehen kann, sondern um eine objektive, allgemeine Aufgabe. Der Ruf des Geists ist die blanke Notwendigkeit der Selbstverteidigung zur Bewahrung eines selbstbestimmten Lebens. Geist im emphatischen Sinn kann das nicht sein. Es ist der Ungeist barbarisch verlaufender Geschichte. Nur nach diesen Klarstellungen läßt sich der Auftrag sinnvoll entmythologisieren, den Johanna erhält:
Geh hin! Du sollst auf Erden für mich zeugen.
In rauhes Erz sollst du die Glieder schnüren, Mit Stahl bedecken deine zarte Brust, Nicht Männerliebe darf dein Herz berühren Mit sündgen Flammen eitler Erdenlust,
15 Karl Augusts Äußerungen über die Jungfrau in K. Hase (Hrsg.), Literarischer Nachlaß der Frau Caroline von Wolzogen, Bd. 1,2. Aufl. Leipzig 1867, S. 437-442. Karl August befürchtet zunächst, daß Schillers Bearbeitung des Stoffes, zumal bei Personen, die das Voltairesche Poem fast auswendig wissen (438), nicht bestehen kann. Eine Lektüre des Stückes verändert seine Meinung: Schillers Mädchen von Orleans hat gewiß in seiner Art das schönste Ensemble, und poetische Verdienste, wie sie selten anzutreffen sind, eine Wärme herrscht in diesem Poem, das auch denjenigen nicht kalt bleiben lasset, der nie christlicher Mythologie einen Geschmack abgewinnen konnte, und der nie ein Interesse an einer Person oder Heldin zu fassen vermochte, die durch nicht menschliche Inspiration zu dem wurde, was sie merkwürdig macht. Die betrübte deutsche Sprache ist in die schönste Melodie gezwungen, deren sie fähig ist. (438f.) Allerdings, er hofft, daß Schiller sich entschließen (möchte) sein schönes und uns so werthes Werk erst drucken zu lassen, ehe er es der Bühne einverleiben ließ, bei dieser Gelegenheit könnte er noch einem oder dem andern Vers nachhelfen, einige Ausdrücke mildern (440), wobei er freilich wieder übersieht, daß der Druck das Werk nach der Praxis des 18. Jh.s für alle Bühnen frei machte, Schiller aber aus finanziellen Gründen darauf sehen mußte, noch vor der Publikation möglichst viel Aufführungsrechte an einzelne Bühnen zu verkaufen.
16 Wie Schiller Geist in diesem Drama gebraucht, zeigt der Vers: ... in der zitternden Hand regiert / Das Schwert sich selbst, als wär es ein lebendger Geist. (V.1685f.) Oder, als Johanna die Heiratsangebote ablehnt, sagt Karl, ihre Hand fassend: Dich treibt des Geistes Stimme jetzt, es schweigt / Die Liebe in dem gotterfüllten Busen. (V. 2233f.) Die These der antiken Denkweise findet hier eine Verstärkung: der den Busen füllende Gott ist Ares.
17 Schillers Werke, NA Bd. 9, S. 391.
18 Ebd. S. 390
19 Ebd. S. 397.
20 Hier trifft die Literaturbetrachtung in der DDR Richtiges, wenn sie darauf hinweist, daß auch die Jungfrau die Affinität Schillerscher Schriften zu Befreiungsbewegungen belege; vgl. z.B. Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart, hrsg. v. H.-G. Thalheim ..., Bd. 7, Berlin 1978, S. 258.
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Prof. Dr. Erwin Leibfried, 1985, Die Jungfrau von Orleans - Eine romantische Tragödie (1802), München, GRIN Verlag GmbH
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