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Gewaltdarstellung in den Medien und ihre Wirkung auf jugendliche Rezipienten

Title: Gewaltdarstellung in den Medien und ihre Wirkung auf jugendliche Rezipienten

Term Paper , 2002 , 13 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Kai-Uwe Rissmann (Author)

Psychology - General
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Gewalt begegnet uns und besonders den Kindern täglich in unseren Medien. Besonders oft sehen wir uns damit im Fernsehen konfrontiert, dort ist sie jedoch einfach zu erkennen, da sie offensichtlich auftritt. Viel schwieriger ist sie jedoch in anderen Medien wie dem Radio, CD“s oder Kassetten aufzuspüren. Auch in Zeitungen, Zeitschriften und Büchern tauchen Gewaltdarstellungen immer wieder auf.

Im Fernsehen sind es Actionfilme, Horrorstreifen aber auch Zeichentrickfilme die uns täglich mit unserer Portion Kampf und Tod versorgen. Seit neuestem werden uns auch reale Geschehnisse wie Unfälle oder Feuerkatastrophen, meist von Hobbyfilmern aufgenommen, vorgesetzt. Jeder kann so am täglichen Horror teilhaben. Bei der Flut von Bildern kann man meistens gar nicht schnell genug die Augen schließen.

Bei den Printmedien hat man den Vorteil, daß das Gehirn die Gewalt durch das Ausblenden der Phantasie begrenzen kann. Weder unser Radio noch unser CD-Spieler sind wirklich gewaltfrei.

Sie steckt in den Texten und den Selbstdarstellungen der Künstler. Erwachsene können in der Regel mit Gewalt und ihren Darstellungen umgehen. Kinder haben es dabei wesentlich schwieriger sie einzuordnen oder sie zu erkennen. Weil die Gewalt so versteckt ist müssen die Kinder erst lernen sie aus dem „Mediendschungel“ herauszufiltern.

Im folgenden werde ich zwei Ausprägungen von Gewalt und ihre möglichen Wirkungen auf Kinder und Jugendliche darstellen. II. Gewaltrhetorik in der Selbstrepresentation jugendlicher HipHopper 1. HipHop als Kultur

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Gewaltrhetorik in der Selbstrepresentation jugendlicher HipHopper

1. HipHop als Kultur

2. Die Zusammensetzung der Gruppe „ReimForm“

3. Betrachtung des Textes von „Es ist keine Sünde“

4. Der Anspruch der Gruppe

5. Fazit

III. Höllen - Inszenierung „Wrestling“

1. Die Entstehung

2. Das Konzept

3. Die Figuren

4. Die Vermarktung

5. Problemlagen für jugendliche Fernsehkonsumenten

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Präsenz und Wirkung von medial vermittelter Gewalt auf Kinder und Jugendliche, wobei der Fokus auf zwei spezifischen Phänomenen liegt: der Gewaltrhetorik in der HipHop-Kultur und der Inszenierung von Wrestling als Showformat. Ziel ist es, den Einfluss dieser Medieninhalte auf die Rezipienten kritisch zu beleuchten und Handlungsempfehlungen für den Umgang mit diesen Inhalten im familiären Umfeld abzuleiten.

  • Analyse der Gewaltrhetorik und Selbstdarstellung innerhalb der jugendlichen HipHop-Szene.
  • Untersuchung der Entstehungsgeschichte, des Vermarktungskonzepts und der Figurenstruktur im Wrestling.
  • Reflektion der Problemlagen, die durch die mediale Aufbereitung dieser Inhalte für Kinder entstehen.
  • Erörterung der Bedeutung von Medienkompetenz und elterlicher Begleitung im Umgang mit aggressiven Inhalten.

Auszug aus dem Buch

3. Betrachtung des Textes von „Es ist keine Sünde“

In diesem Song wird beschrieben, wie ein Rechtsradikaler brutal mit einer Schußwaffe sowie einem Baseballschläger getötet wird. Ihm wird die Menschenwürde abgesprochen, da er selbst die Menschenrechte mißachtet und damit sein Recht zu Leben verwirkt hat. Der Song ist ein Auge-um-Auge-Szenario, bei dem der Mord an Ausländer mit barer Münze vergolten wird. Der Sprecher des Textes wird zu einer höheren Instanz und spielt gleichzeitig Richter und Henker. Dem Skinhead soll klar werden, daß genauso wie der Staat seine Opfer nicht schützen kann, er sich nun auch nicht unter seinem Schutz verkriechen kann. Durch die Verwendung von „wir“ im Text, wird das Publikum eingebunden und es kommt zu einer Vergemeinschaftung mit den Anwesenden. Die gesamte Inszenierung erleichtert die Vergemeinschaftung mit dem Anwesenden Publikum und damit die Etablierung eines gemeinsamen Feindbildes.

Besonders die Schärfe des Textes überrascht, denn im ländlichen Süddeutschland sind kaum nennenswerte rechtsradikale Übergriffe bekannt. Das Thema ging zu dieser Zeit jedoch durch die Medien und war somit in aller Munde. Nach eigenen Aussagen hatten die Jugendlichen der Gruppe ReimForm eher Konflikte mit ausländischen Jugendlichen. Sie berichteten über Streitigkeiten mit türkischen Jugendlichen, die jedoch Aufgrund des beiderseitigen Interesses am HipHop beigelegt wurden.

Wieso kommt es dann jedoch zu so einem Song?

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die allgegenwärtige Konfrontation von Kindern mit medialer Gewalt und betont die Notwendigkeit, Medienkompetenz zu fördern.

II. Gewaltrhetorik in der Selbstrepresentation jugendlicher HipHopper: Dieses Kapitel analysiert die kulturellen Wurzeln von HipHop und untersucht anhand der Gruppe „ReimForm“, wie aggressive Texte und eine gezielte Selbstdarstellung zur Problembewältigung in der Adoleszenz genutzt werden.

III. Höllen - Inszenierung „Wrestling“: Hier wird Wrestling als komplexes Vermarktungs- und Showformat entlarvt, dessen Gewaltpotential und Rollenbilder spezifische Risiken für die kindliche Entwicklung bergen.

Schlüsselwörter

Gewaltdarstellung, Medienwirkung, Kinder und Jugendliche, HipHop, Gewaltrhetorik, Wrestling, Showkampf, Inszenierung, Medienkompetenz, Jugendkultur, Identitätsbildung, Rollenbilder, Gewaltprävention, Medienpädagogik, Rezeptionsforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Gewalt in verschiedenen Medienformen wie HipHop-Musik und Wrestling-Sendungen dargestellt wird und welche potenziellen Auswirkungen diese Inhalte auf junge Rezipienten haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der medienpädagogischen Betrachtung von HipHop-Texten sowie der Analyse der Vermarktungs- und Inszenierungsmechanismen von Wrestling-Shows.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jugendliche diese Medieninhalte verarbeiten, welche Risiken von verzerrenden Darstellungen ausgehen und wie Eltern ihre Kinder beim Medienkonsum unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine medientheoretische Analyse mit einer fallorientierten Betrachtung von jugendlichen Rezeptionsmustern und dem Aufbau medialer Inszenierungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung zur „Gewaltrhetorik“ in der HipHop-Kultur am Beispiel der Gruppe „ReimForm“ sowie eine umfassende Analyse von Wrestling als mediales Konstrukt und dessen Problemlagen für Kinder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Medienwirkung, Jugendkultur, Identitätsbildung, Gewaltdarstellung und mediale Inszenierung.

Warum wird die „Ghetto Authenticity“ im HipHop so betont?

Der Autor erläutert, dass viele Künstler ihre Glaubwürdigkeit aus der vermeintlichen Nähe zu sozialen Brennpunkten ziehen, um so eine authentische Wirkung auf die Hörerschaft, auch außerhalb der eigentlichen Szene, zu erzielen.

Welche Rolle spielt das Fernsehen für den Erfolg des Wrestling?

Das Fernsehen ist laut Arbeit der entscheidende Faktor, der Wrestling von einer Live-Nischenveranstaltung zu einem landesweiten Massenphänomen transformierte, indem es Stars aufbaute und durch gezielte Inszenierungen ein breites Publikum band.

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Details

Title
Gewaltdarstellung in den Medien und ihre Wirkung auf jugendliche Rezipienten
College
University of Freiburg  (Institut für Psychologie)
Course
Gewaltdarstellung in den Medien
Grade
1,5
Author
Kai-Uwe Rissmann (Author)
Publication Year
2002
Pages
13
Catalog Number
V18445
ISBN (eBook)
9783638227933
Language
German
Tags
Gewaltdarstellung Medien Wirkung Rezipienten Gewaltdarstellung Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kai-Uwe Rissmann (Author), 2002, Gewaltdarstellung in den Medien und ihre Wirkung auf jugendliche Rezipienten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18445
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