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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. Seite 2
2. Das Ministerium für Staatssicherheit. Seite2
3. Die Opfer des Ministeriums. Seite 5
3.1. Überwachung. Seite 5
3.2. Inhaftierung. Seite 7
4. Abschließende Betrachtung. Seite 8
5. Literaturverzeichnis Seite 10
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1. Einleitung
Die Erinnerung ehemaliger DDR- Bürger an ihre Vergangenheit könnte facettenreicher nicht sein. Sie umfasst Begriffe wie Einschränkung, Kontrolle, Dominanz, Gefangenschaft, aber auch Gemeinschaft, Zusammenhalt, Sicherheit, Zukunft.
Entscheidend für die Wortwahl war die jeweilige Einstellung eines Menschen. Bin ich von der Regierungs- und Staatsform überzeugt, möchte ich Teil dieser sein. Kann ich mit ihren Ansichten konform gehen oder sie soweit still schweigend hinnehmen um ein ruhiges und angenehmes Leben zu führen?
Oder kann ich eben diese Zwänge und staatlichen Kontrollen nicht akzeptieren und hinnehmen? Ist der Drang, meine Meinungsfreiheit in Anspruch zu nehmen, zu deutlich um einen geeigneten Platz in dieser Gesellschaftsform einzunehmen? Inhalt dieser Arbeit ist in erster Linie die zweite Personengruppe, die aufgrund ihrer Distanzierung vom DDR-Regime zu deren Opfer wurden.
2. Das Ministerium für Staatssicherheit
Um jedoch die Lage der Opfer zu begreifen , muss zunächst eine Auseinandersetzung mit den Tätern stattfinden.
Die Staatspartei SED war bereits im Sommer 1948 zur Massenpartei angewachsen. Ihr Herrschaftsregime war jedoch in erster Linie ein komplexes System zur Überwachung und Kontrolle der DDR- Bürger. Ziel der Partei war hierbei die Angleichung der DDR an das stalinistische System der Sowjetunion. „Ihre Macht sicherte sich die SED in erster Linie mit Hilfe des Ministeriums für Staatssicherheit ( MfS), der allmächtigen Geheimpolizei der SED.“ 1
Dieses wurde bereits vier Monate nach der Gründung der DDR ins Leben gerufen und bestand bis zu deren Auflösung. Das MfS agierte stets als Geheimdienst, dessen Tätigkeit dauerhaft im Verborgenen blieb, denn: „[...] was hinter den Absperrungen vor sich ging, entzog sich der Kenntnis: Strukturen, Methoden und
1 Hubertus Knabe: Stätten der DDR- Diktatur. Seite 3
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Wirkungsweise der „Stasi“ blieben auch oppositionellen Bürgerrechtlern weitgehend unbekannt.“ 2
Hauptaufgabe der Mitarbeiter des MfS war die Machtsicherung des SED- Regimes in allen gesellschaftlichen Bereichen. „ Das MfS, das zunächst als Staatssekretariat für Staatssicherheit ( SfS ) agierte, hatte >>die Voraussetzungen zu schaffen und die Maßnahmen zu treffen, welche die Sicherheit des Staates, die Festigung der Staatsmacht und die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung gewährleisten<< sollten.“ 3
In diesem Zusammenhang hatte das MfS eine Fülle von Befugnissen um eine Vielzahl der oppositionellen Bewegungen bereits vor deren Entstehen zu verhindern. Die Mitarbeiter des MfS waren berechtigt eigenständige Ermittlungen und Verhaftungen durchzuführen, hinzu kam die Befugnis eigenverantwortlich Gefängnisse zu errichten.
Erich Mielke, 1957 bis 1989 Chef des MfS, verlagerte seinen Aufgabenbereich insbesondere in die Bundesrepublik, den „feindlichen“ Westen. „Zu den Angriffszielen der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) gehörte der westdeutsche Staatsapparat, die Parteien, die Medien, gesellschaftliche Organisationen wie die Kirchen und Gewerkschaften, außerdem die militärischen Zentren und die Wirtschaft.“ 4 Neben der Spionagetätigkeit startete Mielke zudem verschiedene Verleumdungskampagnen um den Ruf der BRD zu schädigen. Zu diesen gehörten beispielsweise inszenierte Nazi-Schmierereien in westdeutschen Städten und gefälschte Dokumente, welche den westdeutschen Bundespräsidenten Heinrich Lübke als KZ- Mitarbeiter darstellen sollten.
Im Zuge des KSZE- Prozesses begann die DDR zudem mit dem Ausbau des Ministerium. Dieses zentrale Machtinstrument der SED besaß ausschließlich nicht gesetzlich festgelegte Kompetenzen. „Das MfS sollte auf der Grundlage des SED-Parteiprogramms sowie der Beschlüsse des Zentralkomitees und des Politbüros der SED handeln. 5
2 Jürgen Weber: Der SED- Staat. Seite 51
3 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: Einsichten. Seite 75
4 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: Einsichten. Seite 76
5 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: Einsichten. Seite 184
Arbeit zitieren:
Juliane Berger, 2009, Das Ministerium für Staatssicherheit und seine Opfer, München, GRIN Verlag GmbH
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