Inhaltsverzeichnis I
I. Inhaltsverzeichnis
I. INHALTSVERZEICHNIS I
II. ABBILDUNGSVERZEICHNIS II
1. EINLEITUNG 1
2. DEFINITORISCHE GRUNDLAGEN 3
2.1. CORPORATE BRAND 3
2.2. WAS IST EINE MARKE? 4
2.3. MARKENIDENTITÄT 4
3. DAS KONZEPT DES BEHAVIORAL BRANDING 5
3.1. WAS IST BEHAVIORAL BRANDING? 5
3.2. DER BEHAVIORAL CORPORATE BRANDING---PROZESS 6
3.3. AUSGANGSPUNKT DES BEHAVIORAL---BRANDING---PROZESSES 8
3.4. IMPLEMENTIERUNG DER MARKENIDENTITÄT 9
3.5. BEDEUTUNG DER MITARBEITER FÜR DAS CORPORATE BEHAVIORAL BRANDING 12
3.6. ÄNDERUNGSWIDERSTÄNDE 14
3.7. ANFORDERUNGEN AN DIE IMPLEMENTIERUNG EINER MARKENIDENTITÄT 15
4. BEHAVIORAL CORPORATE BRANDING AM BEISPIEL DER BMW GROUP 17
4.1. DIE BMW GROUP 17
4.2. WARUM IST COPORATE BEHAVIORAL BRANDING IN DER AUTOMOBILBRANCHE SO WICHTIG? 17
4.3. DIE BEHAVIORAL BRANDING --- INSTRUMENTE BEI DER BMW GROUP 18
4.3.1. PERSONALBESCHAFFUNG 18
4.3.2. AUS--- UND WEITERBILDUNG 19
4.3.3. UNTERNEHMENSINTERNE KOMMUNIKATION 19
4.3.4. EXTERNE KOMMUNIKATION 20
5. FAZIT 22
IV LITERATURVERZEICHNIS XXIV
Tabellenverzeichnis II
II. Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Einsatzfelder des Corporate Brand Managements 3
Abbildung 2 Wertekette des Behavioral Branding 5
Abbildung 3 Rolle der Mitarbeiter im Behavioral Branding Prozess 6
Abbildung 4 Markenspezifischer Change---Management---Prozess 7
Abbildung 5 Fragebogen zum Verständnis der Marke und der Unterstützungsbereitschaft 9
Abbildung 6 Einsatzorte und Zielrichtungen von Instrumenten zur internen Markenkommunikation 10
Abbildung 7 Werbeanzeige von ThyssenKrupp 11
Abbildung 8 Maßnahmen der internen Kommunikation 12
Abbildung 9 Wirkungsmodell des Behavioral Branding 14
Abbildung 10 Mitarbeiter---Commitment in den verschiedenen Branchen 18
Abbildung 11 Die BMW World 20
Abbildung 12 Einblicke in die BMW World 21
Einleitung 1
1. Einleitung
Das Thema des Behavioral Corporate Branding ist heutzutage von besonderer Bedeutung, da die Miteinbeziehung der Mitarbeiter vor allem wegen der sich ständig verändernden Rahmenbedingungen eine wichtige Stellung einnimmt. (Joachimsthaler 2002, 29) „Companies have become painfully aware that sending the right message to their employees ist just as important as making a good impression with customers, vendors and investors.“ (Blumenthal 2002, 1), daher kann man sagen, dass „Brands start their lives through the work of employees.“ (de Chernatony 2001, 71)
Hieran erkennt man die hohe Bedeutung von Mitarbeitern für das Unternehmen selber. Dabei spielen sie nicht nur eine Rolle bei der Erstellung von Produkten und Dienstleistungen, sondern eben auch bei der Wirkung und Entwicklung der Corporate Brand. Denn schließlich sind sie es, die in vielen Bereichen den Kontaktpunkt zum Kunden darstellen und somit sehr viel zur Wahrnehmung der Marke bei den Kunden beitragen. (de Chernatony 2001, 71; Tomcz-ak/Brockdorff 2000, 496)
Die Mitarbeiter bilden somit eine Schnittstelle zwischen der internen und externen Umgebung der Marke und können diese positiv wie negativ repräsentieren. (Saxton 1998, 393) Dies liegt zum Teil auch daran, dass jeder noch so kleine Kundenkontakt einen Eindruck beim Kunden hinterlässt, auch wenn es dem Mitarbeiter teilweise selber nicht bewusst ist. Denn wie Watzlawick (Universität Bielefeld 2009) schon festgestellt hat, können Menschen nicht nicht kommunizieren, das bedeutet, dass wir mit jeder Gestik oder Mimik eine Botschaft oder Aussage transportieren. Besitzt das Unternehmen nun auch bestimmte Markenslogans, wie zum Beispiel der Autovermieter Avis mit dem Slogan „We try harder“ (Avis 2009) sollten die Erwartungen, die dadurch geweckt werden, auch erfüllt werden. Man kann Mitarbeiter auch als Markenbotschafter bezeichnen, die das Unternehmen nach außen darstellen und die Qualität sowie die Kompetenzen des Unternehmens symbolisieren (Bieger 2000, 60) und einen Multiplikatoreffekt auslösen können, der auftritt, wenn Kunden bereit sind ihre guten Erfahrungen mit den Mitarbeitern per Mund-zu-Mund-Propaganda weiterzugeben. (Joachimsthaler 2002, 29; Tomczak/Dittrich 1996, 16)
Da versteht es sich natürlich von selbst, dass die Marke in konsistenter Weise transportiert werden muss, da sich Unternehmen sonst unter Umständen unglaubwürdig darstellen und die Kunden verwirrt werden und Vertrauen eingebüßt wird. Vor allem in den Branchen, wo sich
Einleitung 2
die erbrachten Leistungen durch ihre Intangibilität auszeichnen, ist der Mitarbeiter von besonderer Bedeutung. Denn sie sind es, die für den ersten Eindruck verantwortlich sind, für das Erkennen und Erfüllen von Kundenwünschen, die Weitergabe von relevanten Informationen an die Markenverantwortlichen und die Unterstützung des Managements zur Umsetzung der Markenidentität. (Stauss 1998, 14f.; Esch 2007, 125)
Daher kann man ohne Probleme sagen, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter als strategische Ressource erkennen müssen um sich dauerhafte Wettbewerbsvorteile sichern zu können. (Kernstock/Brexendorf 2006, 257)
Definitorische Grundlagen 3
2. Definitorische Grundlagen
2.1. Corporate Brand
In Unternehmen unterscheidet man zwischen der Produktmarke und der Unternehmensmarke. Während eine Unternehmensmarke hauptsächlich organisationale Markenassoziationen her-vorrufen soll, dreht es sich bei der Produktmarke um produktbezogene Assoziationen. Aaker (2004, 264ff.) beispielsweise sieht die Unternehmensmarke als den Anker für die Unternehmen in ihrer Kommunikation und ihrem Auftritt nach außen. Daher muss sie die Kultur und die Werte des Unternehmens transportieren und sorgt hiermit für mehr Glaubwürdigkeit für die Produktmarke. Diese hingehen kommuniziert hauptsächlich produktspezifische Aspekte, die sich in der Psyche der Konsumenten verankern sollen. Zusammenfassend kann man daher sagen, dass die Unternehmensmarke eine unterstützende Wirkung für die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Produktmarken hat und an allen Anspruchsgruppen ausgerichtet sein muss, während die Produktmarke jeweils eher an den Interessen der einzelnen Kundengruppen und den daraus resultierenden Leistungsvorteilen orientiert ist. Es lässt sich also sagen, dass bei einer Unternehmensmarke mehr Anspruchsgruppen und Facetten berücksichtigt werden müssen. (Esch/Hartmann 2008, 55)
Abbildung 1 Einsatzfelder des Corporate Brand Managements
(Kernstock/Brexendorf 2006, 253)
Definitorische Grundlagen 4
2.2. Was ist eine Marke?
Seit dem Inkrafttreten des „Gesetzes über den Schutz von Marken und sonstigen Kennzeichen“ vom 01.01. 1995 spricht auch der Gesetzgeber von einer Marke, in der Betriebswirtschaftslehre gilt dies aber schon lange. Die Marke ist dabei ein Name oder ein Ausdruck, ein Zeichen oder ein Symbol, ein Design oder eben eine Kombination all dieser Elemente. Man kann auch sagen, dass eine Marke ein Erkennungszeichen für das Unternehmen ist, das bei den Konsumenten für Sicherheit sorgt und Kaufimpulse sendet. Gerade in Zeiten, in denen viel Unsicherheit herrscht, wollen Konsumenten etwas, dem sie vertrauen können. Die Marke bietet dem Kunden eine Orientierungshilfe, verspricht Qualität und einen emotionalen Zusatzreiz. Durch die versprochene Leistungsqualität wird das subjektiv empfundene Risiko der Konsumenten gemindert. Dadurch können sich Unternehmen von den Konkurrenten abheben und differenzieren. (von Löwenfeld 2006, 1; Nischlag/Dichtl/Hörschgen 2002, 674, Homburg/Krohmer 2003, 516f.; Kapferer 1992, 10; Meffert 2000, 851)
Eine Marke ist also ein Vorstellungsbild in den Köpfen der verschiedenen Anspruchsgruppen, dazu gehören neben den Kunden auch die Mitarbeiter. Bei den Kunden dient sie einzig und allein dazu sich von den anderen Produkten abzugrenzen, sie wird erkennbar und einzigartig, Präferenzen werden aufgebaut. Nur über ein klares Markenimage kann die Marke zu einem Gewinn für das Unternehmen werden und als Erfolgsfaktor fungieren und die wesentlichen Charakteristiken übermitteln. Damit bei den Kunden ein konsistentes Bild erreicht wird, muss die Marke innerhalb des Unternehmens wie auch nach außen einheitlich kommuniziert werden. Daher muss das Unternehmen die Maßnahmen auf allen Kommunikationskanälen aufei-nander abstimmen. (Meffert/Burmann/Koers 2005, 12; Esch 2005, 23ff.)
2.3. Markenidentität
Die Markenidentität setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen, unter anderem dem Selbstbild, das ein Unternehmen von der Marke hat beziehungsweise von der Marke haben will. Daneben gibt es die identitätsreflektierenden Eigenschaften, das sind die Teile einer Marke, durch die die Markenidentität für die Konsumenten wahrnehmbar wird. Der dritte Faktor liegt in dem Fremdbild, das durch die identitätsreflektierenden Eigenschaften bei den Kunden (aber auch den Mitarbeitern) entsteht. (Esch/Langner/Rempel 2005, 105f.; Esch 2005, 82; Kapferer 1992, 111f.)
Das Konzept des Behavioral Branding 5
3. Das Konzept des Behavioral Branding
3.1. Was ist Behavioral Branding?
Das Ziel der internen Markenführung (Behavioral Corporate Branding) ist es, dass die Mitarbeiter zu einem Verhalten veranlasst werden, das sowohl an den eigenen Bedürfnissen als auch an denen der Kunden orientiert ist. Somit sollen die Mitarbeiter mehr motiviert werden um kundenorientierter zu arbeiten, denn hier ist der zentrale Orientierungspunkt zu sehen. Die interne Markenführung befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen Kunden- und Mitar-beiterorientierung. (Kernstock/Brexendorf 2006, 260)
Durch den Prozess des Behavioral Branding soll bei den Mitarbeitern markenbezogenes Wissen aufgebaut werden, damit sich die Mitarbeiter mit der Marke identifizieren und die charakteristischen sowie wesensprägenden Merkmale für gut empfinden. Es ist demnach umso wichtiger, dass die Marke sowohl nach außen wie auch nach innen gelebt wird. Der Kommunikation nach innen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, man spricht hier auch von einer dualen Perspektive. Nur hierüber wird ein Markencommitment erreicht, das markenkonforme Verhalten gesteigert und die Marke in positiver Form nach außen transportiert. (Esch 2007, 127; Esch 2005, 988; Esch/Hartmann 2008, 58)
Abbildung 2 Wertekette des Behavioral Branding
(Esch 2007, 127)
Arbeit zitieren:
Dipl.-Oec, M.A. Julia Dietrichs, 2009, Das Konzept des Behavioral Corporate Branding, München, GRIN Verlag GmbH
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