Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Studiengang Steuerwesen
Inhaltsverzeichnis
1. Hintergründe 3
2. Grundlagen 4
3. IFRS-Regelung 5
3.1 IAS 16 5
4. Komponentenansatz im HGB 9
4.1 Handelsrechtliche Praxis vor BilMoG 9
4.2 Handelsrechtliche Praxis nach BilMoG mit IDW RH HFA 1.016 10
5. Komponentenansatz im Steuerrecht 11
6. Komponentensatz im Vergleich der Rechtsnormen 11
6.1 Beispiel 12
7. Vor- und Nachteile nach BilMoG 14
I. Literaturverzeichnis 15
I. 15
I. 15
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Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Studiengang Steuerwesen
1. Hintergründe
Vor Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) am 29.05.2009 konnte im handelsrechtlichen Jahresabschluss eine sog. Auf-wandsrückstellung gem. § 249 Abs. 2 HGB gebildet werden. Danach durften Rückstellungen für ihre Eigenart nach genauerUmschreibung, dem Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr zugeordnete Aufwendungen gebildet werden, die am Abschlussstichtag wahrscheinlich oder sicher, aber hinsichtlich ihrer Höhe oder des Zeitpunkts ihres Eintritts unbestimmt sind. 1
Von praktischer Bedeutung war § 249 Abs. 2 HGB a.F. insbesondere für regelmäßig und in größerem zeitlichem Abstand anfallende Generalüberholungen und Instandhaltungsmaßnahmen oder Großreparaturen. 2
Nach Einführung des BilMoG wurde der § 249 Abs. 2 HGB a. F. gestrichen um somit die handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften den International Financial Reporting Standards (IFRS) anzugleichen. Nach den IFRS-Vorschriften darf eine Rückstellung für reine Innenverpflichtungen grundsätzlich nicht gebildet werden. 3
Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat nach der Einführung des Bil-MoG einen Hinweis zur Rechnungslegung veröffentlicht und vertritt die Meinung, dass der sog. „component approach“ (Komponentenansatz) nach International Accounting Standards (IAS) 16.43 bis 49 auf das deutsche Handelsrecht Anwendung findet. 4
1 Vgl. § 249 Abs. 2 HGB a. F.
2 Vgl. Petersen, Börsen‐Zeitung vom 30.09.2011
3 Vgl. McKenzie, Handbuch IFRS 2011, S. 85 Tz. 76
4 Vgl. IDW RH HFA 1.016 vom 29.05.2009
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2. Grundlagen
Der Komponentenansatz beschäftigt mit Sachanlagevermögen.Je nach Erfüllung der Voraussetzungen des IAS 16 wird ein Wirtschaftsgut in separate Komponenten gegliedert und als eigenständige Wirtschaftsgüter aktiviert und abgeschrieben.
Nach dem IDW RH HFA 1.016 vom 29.05.2009 ist diese Regelung zur komponentenweisen planmäßigen Abschreibung auch auf die Handelsbilanz übertragbar bzw. anwendbar, wodurch diese für die Gestaltung der Handelsbilanz interessant wird. Durch das BilMoG und den damit zusammenhängenden Wegfall des § 249 Abs. 2 HGB a.F. hat sich das Handelsrecht der IFRS-Vorschriften angenähert, da dort ein „Verbot der Rückstellungsbildung für reine Innenverpflichtungen“ (IAS 37.20) bereits geregelt wurde.
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3. IFRS-Regelung
3.1 IAS 16
Der IAS 16.7 beschreibt die Methode wonach bei der Anschaffung eines Wirtschaftsgutes des Sachanlagevermögens dieses in mehrere Komponenten aufgeteilt wird und diese unabhängig voneinander bilanziert und nach deren spezifischenNutzungsdauern abgeschrieben werden. 5
Der Grundgedanke des Komponentenansatzes beruht darauf, die verlässliche Darstellung komplexer Sachanlagegüter zu gewährleisten. 6
Die Anwendung dieses Verfahrens ist jedoch an Voraussetzungen gekoppelt, wodurch erst bei Erfüllung dieser eine Aufteilung in Betracht kommt. Zur Erfassung der einzelnen Komponenten ist darauf zu achten, dass diese wesentliche Teile einer Sachanlage darstellen. Dies wird dadurch begründet, dass sie eine abweichende Nutzungsdauer im Vergleich zum Gesamtobjekt aufweisen und sich deren Kostenanteil in Relation zu den Gesamtkosten ermitteln lassen.
Die Komponenten müssen den allgemeinen Asset-Kriterien nach dem Framework des IASB entsprechen, wonach gewährleistet sein muss, dass das Unternehmen wahrscheinlich daraus einen zukünftigen ökonomischen Nutzen zieht und sich ein verlässlicher Wert des Wirtschaftsgutes ermitteln lässt. Dabei kommt es jedoch nicht darauf an, dass die Komponenten selbstständig nutzbar und veräußerbar sind. 7
5 Vgl. Coenenberg/Haller/Schulze, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, S. 108
6 Vgl. Freidank/Peemöller, Corporate Governance und Interne Revision, S. 418
7 Vgl. Coenenberg/Haller/Schulze, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, S. 86‐87
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Arbeit zitieren:
Jürgen Langhans, 2011, Der Komponentenansatz in der handelsrechtlichen Rechnungslegung und den IFRS, München, GRIN Verlag GmbH
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