Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1. Aufbau des Piano-Akkordeons 4
1.1 Stimmstock / Stimmplattensätze / Stimmzungen 4
1.2 Der Diskant 5
1.3 Der Faltenbalg 6
1.4 Der Bass 6
2. Funktionsweise und Tonerzeugung des Akkordeons 7
2.1 Der Bernoulli-Effekt 7
2.2 Die schwingende Zunge 8
2.3 Luftstrom und Schalldruck 9
2.4 Klangcharakteristik 10
3. Klanganalyse im Zeit- und Frequenzbereich 12
3.1 Vergleich zwischen Violine und Akkordeon mit dem Kammerton a 12
3.2 Vergleich verschiedener Registereinstellungen mit dem Ton c 13
4. Zusammenfassung 17
5. Literaturverzeichnis 18
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Einleitung
In dieser Hausarbeit widme ich mich dem Aufbau und der Funktionsweise des Akkordeons. Da die Bandbreite an verschiedenen Arten und Konstruktionen des Akkordeons sehr groß ist und die Einbeziehung aller den Rahmen dieser Hausarbeit sprengen würde, liegt der Hauptfokus auf dem Piano-Akkordeon. Ich habe dieses Instrument ausgewählt, da es am populärsten ist. Im Folgenden werde ich trotzdem den Oberbegriff Akkordeon, bezogen auf das chromatische Piano-Akkordeon, verwenden. Die Wahl dieses Instruments für diese Hausarbeit begründet sich darin, dass mein Wissen darüber doch sehr oberflächlich ist, was auch bei den meisten Menschen, die es spielen und mit denen ich mich unterhielt, der Fall ist. Auch der unverwechselbare Klang des Instruments und die Möglichkeit der Klangfarbenformung lassen die Frage aufkommen, wie dieser Klang überhaupt zustande kommt und was ihn vor allem charakterisiert.
Im ersten Kapitel widme ich mich dem schematischen Aufbau des Piano-Akkordeons, wobei ich versuchen werde, die Beschreibungen so allgemein wie möglich zu halten, da das Piano-Akkordeon von Hersteller zu Hersteller und von Typ zu Typ sehr unterschiedlich ausfällt. In Kapitel zwei werde ich auf die Grundprinzipien der Tonerzeugung und Funktionsweise des Akkordeons eingehen. Kapitel drei beschäftigt sich mit dem Klang selbst. Zur Klanganalyse werde ich die Computerprogramme „Praat“ und „Audacity“ zur Visualisierung und Untersuchung der einzelnen Klangbeispiele benutzen.
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1. Aufbau des Piano-Akkordeons
Grundsätzlich lässt sich das Piano-Akkordeon bautechnisch in drei Hauptteile untergliedern. Von links nach rechts betrachtet, aus frontalem Blickwinkel, sind dies der Diskantteil (Klaviertasten + Diskantregister), der Faltenbalg sowie der Bassteil (Knopftasten + Bassregister).
1.1 Stimmstock / Stimmplattensätze / Stimmzungen
Der Diskant- wie auch der Bassteil ist an Stimmstöcke gekoppelt, die das zentrale Element dieses Instruments zur Tonerzeugung darstellen.
Der hölzerne Stimmstock besteht aus mehreren, nebeneinander angeordneten Kanzellen. Sie dienen der Luftzuführung bzw. -abführung. Es existiert eine Kanzelle pro spielbarem Ton auf dem Instrument. Bedeckt wird jede Kanzelle mit einer Stimmplatte. Diese besteht aus einem Rahmen mit einer an einem Ende aufgenieteten, freischwingenden Stimmzunge (meist aus Metall), die durch eine Aussparung im Rahmen unter ihr hindurch und somit in den Kanzellenraum schwingen kann. Daher wird sie auch als durchschlagende Zunge bezeichnet. Parallel neben der Stimmzunge ist eine weitere Aussparung gleicher Größe für das Ventil vorgesehen und meist mit Leder abgedeckt. Da für jeden Ton zwei gleichgestimmte Stimmzungen existieren, wobei eine Stimmzunge auf Zugluft und die andere auf Druckluft reagiert, bedarf es eines Ventils, das dafür sorge trägt, dass bei geänderter Balgdruckrichtung der Luftstrom unterbrochen wird. Dies dient der Minderung des Luftverbrauchs. Ein Stimmplattensatz besteht nicht aus einzelnen Stimmplatten sondern aus einem langen Rahmen, der alle Stimmzungen und deren Ventile beherbergt.
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1.2 Der Diskant
Der Diskantteil besteht aus der auf dem Griffbrett angebrachten Klaviatur. Sie beherbergt je nach Bauart und Hersteller unterschiedlich viele Tasten, wobei der Tonumfang von 12 bis zu 41 Tasten und mehr umfassen kann. Jede einzelne Taste öffnet und schließt durch Hebelbewegung mit dem sogenannten Clavishebel zwei oder mehr für sie vorgesehene Ventile an den Stimmstöcken, die eine Verbindung zwischen Außenluft und der im Blasebalg befindlichen Luft herstellen. Um eine optimale Klangqualität zu erzielen, muss unter anderem jegliche Vibration der Innenwände vermieden werden. Hier hat sich die Verwendung von Schichtholz als sehr effektiv erwiesen.
Über der Klaviatur angebrachte Registerschalter (Diskantregister) gewährleisten die Kombination mehrerer, auf den Stimmstöcken montierter Stimmplattensätze, was der Erweiterung des Frequenzspektrums dient.
Im Diskant können bis zu fünf Stimmplattensätze mit je zwölf Tönen, also mit einem Tonumfang einer Oktave existieren, die herkömmlich auch als Chöre bezeichnet werden. Beim Drücken einer Taste können somit fünf Stimmzungen gleichzeitig erklingen. Die einzelnen Chöre sind in unterschiedlichen Tonhöhen gestimmt, wobei die Tonhöhen genauso wie bei der Orgel bezeichnet werden: 8-Fuß, 4-Fuß (eine Oktave höher) und 16-Fuß (eine Oktave tiefer). Der 8-Fuß-Chor kann bis zu dreifach vorhanden sein, den 4-Fuß-Chor und den 16-Fuß-Chor gibt es in der Regel jeweils einfach. Die einzelnen Chöre werden mittels einer Registermechanik miteinander kombiniert. Diese Kombinationen können durch Betätigen der Registerschalter hinzu- oder weggenommen werden. Dieses System wird sowohl auf der Diskant- als auch auf der Bass-Seite angewendet.
Abbildung 3: Der Diskant (2-chörig). (Aus www.stringsandboxes.com)
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Arbeit zitieren:
Daniel Krist, 2009, Aufbau und Funktionsweise des Akkordeons, München, GRIN Verlag GmbH
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