Inhaltsverzeichnis
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Abbildungsverzeichnis 4
1. Geschichte der Hochbegabtenforschung 5
2. Definitionen 6
3. Modelle 7
4. Merkmale und Persönlichkeitsentwicklung Hochbegabter 9
4.1 Hochbegabtenmerkmale 9
4.2 Das familiäre Umfeld hochbegabter Kinder 9
4.3 Geschlechtsgruppenzugehörigkeit 10
5. Diagnostik der Hochbegabung 10
5.1 Formelle Verfahren 11
5.1.1 Zensuren
5.1.2 Intelligenztests
5.1.3 Wettbewerbe
5.2 Informelle Verfahren 13
5.2.1 Lehrervorschlag
5.2.2 Elternvorschlag
5.2.3 Selbstnominierung
5.2.4 Ratingskalen
5.3 Identifizierung hochbegabter Unterachiever 15
6. Förderung 15
6.1 Akzelerationsansatz 15
6.1.1 Frühere Einschulung
6.1.2 Überspringen von Klassen
6.1.3 Profilklassen
6.2 Enrichmentansatz 17
6.2.1 Arbeitsgemeinschaften
6.2.2 Mentoren/Tutoren
6.2.3 Selbstständige Studien
2
6.3 Mischformen zwischen Akzelerations- und Enrichmentansatz 18
6.3.1 Binnendifferenzierung
6.3.2 Freistellung von Schulpflicht
6.3.3 Spezialschulen und Schulen mit Hochbegabtenklassen
6.4 Aktuelle Beispiele von Förderung aus der Region Düren 19
7. Persönliche, familiäre und schulische Probleme 19
8. Fazit 20
9. Literaturverzeichnis 22
3
Abbildung 1: „Das Renzulli Modell“ 7
Ontrup, Christiane: Hoppsala for family: Modelle von Hochbegabung, http://www.hoppsala.de/index.php?menueID=19&contentID=98, (Abruf: 27.4.2005)
Abbildung 2: „Das Renzulli Modell nach Wieczerkowski“ 7
Feger, Barbara: Hochbegabung: Chancen und Probleme, Bern: Huber 1988, S. 78
Abbildung 3: „ Das Münchner Hochbegabungsmodell“ 8
Heller, Kurt A.: Begabtenförderung im Gymnasium -Ergebnisse einer zehnjährigen Längstschnittstudie, Opladen: Leske und Budrich 2002, S. 54
4
1. Die Geschichte der Hochbegabtenforschung
Die inhaltliche Beschäftigung mit dem Thema Hochbegabung existiert schon lange, doch bestand bis Ende des 19. Jahrhunderts nur eine vage Vorstellung von dem, was Hochbegabung im Kern bedeutet. Die systematische Auseinandersetzung der Hoch-begabtenforschung begann erst mit den Untersuchungen von Galton 1869. (Hoyningen-Süess, S. 1) Für ihn war hauptsächlich die genetische Veranlagung für die intellektuellen Fähigkeiten verantwortlich. Später stellte sich die Frage, ob besondere Begabungen allein auf genetische Faktoren eines Menschen zurückzuführen sind oder ob auch Umweltbedingungen in der Begabungsentfaltung eine Rolle spielen. Bis heute werden Begabungen an Intelligenz gemessen. Aus diesem Grund war die Festlegung des Intelligenzquotienten (IQ) als Standardmaß für intellektuelle Leistungen durch den Deutschen William Stern 1912 (Feger 1988, S. 33) ein entscheidender Schritt in der Hochbegabtenforschung. Der erste Intelligenztest war der „Stanford-Binet Individual Test of Intelligence“ 1916, mit der Terman 1925 die ersten großen Untersuchungen zur Hochbegabung durchführte. Die 1500 untersuchten Kinder zeichneten sich durch breit angelegte Interessen, Hobbys, gutes Sozialverhalten und überragende Intelligenz aus. (Heitzinger, S. 3) Aufgrund der Notwendigkeit der Förderung von begabten Menschen wurde 1925 die Studienstiftung des deutschen Volkes gegründet (Feger 1988, S. 34), die auch heute noch viele Stipendien für besonders begabte und engagierte Personen vergibt.
Während des zweiten Weltkrieges wurde die Forschungstätigkeit unterbrochen und erst zu Beginn der 70iger Jahre wieder aufgenommen. Mit dem ersten Weltkongress zur Hochbegabung in London 1975 ergaben sich neue Diskussionspunkte. (http://www.bmbf.de/pub/hochbegabung_im_spiegel_der_printmedien_seit_1950.pdf, S.17) Die besondere Förderung Hochbegabter steht im Gegensatz zum demokratischen Gleichheitsideal, welches nach dem zweiten Weltkrieg einen wichtigen Grundsatz darstellte. Des Weiteren soll der Erkennung sozioökonomisch benachteiligter hochbegabter Kinder besondere Beachtung geschenkt und Kreativität als ein zentraler Teilaspekt neben der Intelligenz mit berücksichtigt werden. In Deutschland begann die Beschäftigung mit dem Thema Hochbegabung erst 1978, als im Februar diesen Jahres die „Gesellschaft zur Förderung hochbegabter Kinder“ gegründet wurde. (http://www.bmbf.de/pub/hochbegabung_im_spiegel_der_printmedien_seit_1950.pdf, S.17)
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2. Definitionen von Hochbegabung
Es gibt viele verschiedene Definitionen von Hochbegabung, die die Begabung des Einzelnen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.
Die nachfolgenden exemplarisch aufgeführten Definitionen zeigen, wie unterschiedlich Hochbegabung gesehen wird. (Lasar, S.10f)
Die Ex-post-facto-Definition besagt, dass diejenigen hochbegabt sind, die etwas Hervorragendes geleistet haben. Sie erfasst somit nur Kinder, deren Begabungen entfaltet sind. Außerdem muss ihnen jemand die Möglichkeit geben ihre Begabungen zeigen zu können.
Bei der IQ- Definition wird ein bestimmter Grenzwert, der meist bei einem IQ von 130 liegt, festgelegt. Alle Personen, die in diesem Test einen IQ über 130 besitzen, gelten folglich als hochbegabt.
Talentdefinitionen beziehen Sonderbegabungen in vielen Bereichen mit ein. Hochbegabt sind in diesem Fall Personen, die in künstlerischen, akademischen oder musikalischen Bereichen besondere Leistungen erbringen. Bei Prozentsatzdefinitionen gilt ein bestimmter Prozentsatz der Bevölkerung als hochbegabt, zum Beispiel zehn Prozent aller Schüler der Sekundarstufe zwei. Bei 200 Schülern sind nach dieser Definition die 20 Schüler mit den besten Noten oder Schulleistungstests hochbegabt.
Die Kreativitätsdefinition lehnt reine Festlegung der Hochbegabten nach dem IQ ab und widmet sich originellen Leistungen, zum Beispiel besonderen Ideen im künstlerischen, literarischen oder handwerklichen Bereich.
Bei einigen Hochbegabten gibt es eine starke Diskrepanz zwischen dem, was sie leisten können und der tatsächlichen Leistung. Diese Kinder bezeichnet man als Underachiever, wobei die Ursache meist bei zu langer Unterforderung und Lernunlust liegt. (Fels 1999, S. 147)
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Arbeit zitieren:
Sabine Reichardt, 2005, Selektion am Beispiel von Hochbegabten, München, GRIN Verlag GmbH
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