Inhaltsverzeichnis
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1. Informationen über die Praktikumsschule 3
1.1 Das besondere Unterrichtskonzept
1.2 Tabellarischer Überblick über die hospitierten Stunden
2. Vorwort mit Begründung des Erkundungsauftrages 4
3. Theoretischer Hintergrund des Praxisauftrages 5
3.1 Allgemeine Informationen zum Medieneinsatz
3.2 Funktionen von Unterrichtsmedien 6
3.3 Verschiedene Medien 7
3.4 Praktische Umsetzung des Medieneinsatzes 12
4. Selbst gehaltene Unterrichtsstunden zum Thema Fische im Fach Biologie 13
4.1 Doppelstunde zur Sektion eines Fisches (Klasse 6a und 6b)
4.1.1 Inhaltliche Schwerpunkte der Stunde
4..1.2 Geplanter Unterrichtsverlauf
4.1.3 Selbstreflexion und Reflexion der anderen Praktikanten und Lehrer 15
4.1.4 Was würde ich ändern, wenn ich die Stunde noch einmal halten dürfte? 18
4.2. Einzelstunde zur Fortpflanzung und Entwicklung der Bachforelle (Klasse 6b) 19
4.2.1 Inhaltliche Schwerpunkte der Stunde
4..2.2 Geplanter Unterrichtsverlauf
4.2.3 Selbstreflexion und Reflexion der anderen Praktikanten und Lehrer 21
4.2.4 Was würde ich ändern, wenn ich die Stunde noch einmal halten dürfte? 22
5. Fazit 25
6. Literaturverzeichnis 27
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1. Informationen über die Praktikumsschule
1.1 Das besondere Unterrichtskonzept
In Anlehnung an die niederländischen Schulen in Dordrecht, Vught, Den Haag und Amsterdam, wird im Gymnasium XXX seit einiger Zeit nach dem Dalton-Prinzip unterrichtet. Dieses Unterrichtskonzept, dass die Selbstständigkeit der Schüler, ihre Zusammenarbeit untereinander und die Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess fördern soll, geht auf Helen Parkhurst zurück. Diese Daltonstunden finden in der Sekundarstufe I jeweils in der dritten und fünften Stunde statt, in der Sekundarstufe II nur in der fünften Stunde. In diesen Stunden arbeiten die Schüler selbstständig und nach ihrem eigenen Lerntempo an vorgegebenen Wochenaufgaben. Nach einer durch die Lehrperson festgelegten Zeit erfolgt die Überprüfung des Gelernten durch die Lehrperson. In individuellen Beratungsgesprächen, bekommen die Schüler eine Rückmeldung über ihre momentanen Leistungen und können gemeinsam mit den Lehrern überlegen, wie sie diese demnächst verbessern können. Um dieses Konzept sinnvoll durchsetzen zu können, ist es von Vorteil, wenn nach dem Lehrerraumprinzip unterrichtet wird. Es gibt somit keine festgelegten Klassenräume mehr, sondern jeder Lehrer hat, soweit dies möglich ist, den gleichen Raum und die Schüler wandern zwischen den Stunden umher.
1.2 Tabellarischer Überblick über die hospitierten Stunden
Der oben gezeigte Stundenplan galt für die erste Woche, in der man möglichst viele Lehrer und Schüler im Fach Biologie kennen lernen sollte, um eine geeignete Klasse für den eigenen Unterricht auswählen zu können. In den nachfolgenden Wochen wurden die Hospitationen dann weitgehend auf die Klassen beschränkt, in denen später unterrichtet werden sollte, in unserem Fall somit auf die Klasse 6a und 6b.
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2. Vorwort mit Begründung des Erkundungsauftrages
Da in den von mir bzw. uns gehaltenen Unterrichtsstunden verschiedenste Medien, wie die Fische als reales Objekt, die Schwanenhalskamera zur Dokumentation, ein Filmausschnitt und Arbeitsblätter eingesetzt wurden, habe ich mich bei der Wahl meines Themas für „Die Wirksamkeit verschiedener Medien für den Biologieunterricht“ entschieden. In der Didaktik sind Medienfragen meist von geringerem Interesse als z. B. Inhalts- oder Methodenfragen. Dabei zeigen Medien genauso die Unterrichtskonzeption des Lehrers wie beispielsweise die angewandte Methode. Insbesondere beim handlungsorientierten Unterricht sind Medien erforderlich, damit die Schüler möglichst realitätsnah lernen können. Zudem werden im Unterrichtsalltag viele Medien eingesetzt, wodurch diesem Thema, der Reflektion des Medieneinsatzes, eine wichtige Rolle zukommt. 1
Zu Beginn dieses Berichtes möchte ich erläutern, was man in der Literatur zu den verschiedenen Medien und ihrem Einsatz im Unterricht findet. Dabei möchte ich darauf eingehen, welche Vorteile bestimmte Medien haben, aber auch welche Schwierigkeiten der Unterrichtseinsatz mit sich bringt. Im nächsten Kapitel werde ich die Vorüberlegungen zu meinen selbst- bzw. im Team Teaching mit Vanessa gehaltenen Unterrichtsstunden präsentieren, indem ich erläutere, warum ich die Unterrichtsstunden auf diese Weise geplant habe und nicht anders. Danach folgt eine Reflexion über die Unterrichtsstunden. Dabei möchte ich begründet herausstellen, was ich beim nächsten Mal beibehalten würde und welche Änderungen ich vornehmen würde, sollte ich diese Stunde ein zweites Mal halten. Diese Reflexion geschieht natürlich auch in Bezug auf die Frage, welche Unterrichtsmedien den Unterricht bereichert haben und welche Auswirkungen diese auf die Mitarbeit und das Interesse der Schüler hatten. Zum Schluss versuche ich aus diesen Erkenntnissen, die weitgehend auf meinen eigenen Erfahrungen beruhen, herauszufinden, welche Medien zu welchem Zeitpunkt im Unterrichtsgeschehen empfehlenswert sind.
1 Vgl. Graf 2004, S. 186ff.
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3. Theoretischer Hintergrund des Praxisauftrages
Im Folgenden möchte ich erläutern, was man in der Literatur zu den einzelnen Medien und ihrem Einsatz im Unterricht findet.
3.1 Allgemeine Informationen zum Medieneinsatz 2
In der Literatur findet man eine Vielzahl von didaktischen Überlegungen, bei denen der Begriff „Medium“ verschieden definiert wird. So schafft ein Medium laut Briggs einen Anreiz für den Schüler sich mit einem Thema beschäftigen zu wollen. Im Gegensatz dazu versteht Gutschmied ein Medium als eine Informationsquelle für den Lernenden während des Lernprozesses. Schulz erweitert den Medienbegriff, indem für ihn die Medien von großer Bedeutung für das Verstehen von Unterrichtszielen, Inhalten und Methoden sind. Für ihn sind Medien somit nicht mehr bloße Hilfsmittel, um auf die Unterrichtsinhalte einzustimmen oder den Unterricht zu verschönern. Er sieht sie vielmehr als gleichwertigen Faktor neben den didaktischen Kategorien Unterrichtsinhalt, Methoden und Zielen und ist der Auffassung, dass diese Faktoren sich gegenseitig beeinflussen. Aus diesem Grund sollten sie alle bei der Unterrichtsplanung mitberücksichtigt werden. Laut Staeck ist ein Medium ein „Träger von Informationen und Mittler im Lernprozeß zwischen dem Lehrenden und dem Lernenden.“ 3 Es gibt viele verschiedene Ansichten über die Art und Weise, wie man Unterrichtsmedien am besten verwenden sollte. Viele Meinungen beruhen dabei auf subjektiven Erfahrungen von Lehrenden. Die meisten didaktischen Theorien sind sich aber einig darin, dass Medien, insbesondere aufgrund der enormen beizubringenden Wissensmengen, einen wichtigen Faktor für den Lernprozess der Schüler darstellen. Wichtig für die Lehrperson sind vor dem Medieneinsatz Vorüberlegungen wie: Welches Medium eignet sich besonders, um das Unterrichtsziel zu erreichen, wie kann das Medium am effektivsten eingesetzt werden oder welche Funktion soll das gewählte Medium erfüllen. Bei diesen Überlegungen ist es wichtig auch die Wahrnehmungsmöglichkeiten bzw. Beschränkungen der verschiedenen Medien zu beachten. Zu den Medien, die nur einen Sinneskanal ansprechen, gehören der Stummfilm (sehen) und das Tonband (hören). Ein Tonfilm hingegen ist audiovisuell und ein anatomisches Modell visuell- haptisch, wodurch bereits zwei Kanäle aktiv sind. Die Sektion eines realen Objektes spricht im Vergleich zum Modell drei Kanäle an, da es zusätzlich auch olfaktorisch wahrnehmbar ist. Je nachdem welches Medium man auswählt, werden beim Lernenden verschiedene Wirkungen ausgelöst. Im Vergleich zu realgetreuen Objekten, braucht man für schematische Darstellungen eine höhere Abstraktionsfähigkeit, um diese zu verstehen. Dafür
2 Vgl. Staeck 1980, S.1ff.
3 Staeck 1980, S. 11.
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sind diese aber oft vereinfacht, so dass sie nur die Aspekte zeigen, welche für den Unterricht von Bedeutung sind. Es kommt auch auf die Lernperson an, welches Medium für sie jeweils besser geeignet ist. Manche lernen besser durch ansehen und fühlen, während andere Informationen besser durch hören aufnehmen können. Um allen Lerntypen gerecht zu werden, sollte man als Lehrer immer so viele Sinneskanäle wie möglich ansprechen und öfter zwischen den Medien wechseln.
Die Biologie ist eine Erfahrungswissenschaft, eine Wissenschaft der originalen Begegnung. 4 Anschauung und Beobachtung spielen in diesem Fach somit eine große Rolle, wodurch eine größtmögliche Objektnähe angestrebt wird. Neben der Vermittlung von biologischem Wissen, ist es die Aufgabe eines Biologielehrers bei den Schülern Spaß am Umgang mit biologischen Fragenstellungen zu erreichen und Respekt vor den Lebewesen hervorzurufen. Im traditionellen Biologieunterricht war das wichtigste Medium das in seiner Umgebung lebende reale Objekt, wohingegen alle anderen Medien nur ergänzende Funktion besaßen. Man war der Meinung, dass die „Begegnung mit dem Naturobjekt [durch den] Einsatz [vieler] Sinne, vor allem auch des Tastsinns, und die emotionale Anteilnahme sich in der Regel besonders nachhaltig auf den Lernerfolg auswirken.“ 5 Nach dem neuen Medienverständnis sind auch andere Medien von großer Bedeutung, insbesondere Modelle und Filme. Es werden grundlegende Lebenszeichen und Aspekte einer Tiergruppe besprochen und nicht mehr alles exemplarisch an einem bestimmten Objekt. Durch diese neue Lernform sind Schüler besser in der Lage ihre Kenntnisse auf nicht behandelte Objekte zu übertragen. In den letzten Jahren ist es zudem immer wichtiger geworden, dass die Medien schülerzentriert sind und den Entdeckungsdrang fördern. Um dies zu erreichen, sollte bei dem Einsatz von Medien immer eine Fragestellung für die Schüler vorhanden sein, damit sie nicht bloß konsumieren, sondern sich mit dem Medium aktiv auseinandersetzen. 6
3.2 Funktionen von Unterrichtsmedien 7
Medien dienen nicht lediglich zur Ergänzung oder Veranschaulichung, sondern haben zudem die Aufgabe Lernprozesse in Gang zu setzen, indem sie die Aufmerksamkeit der Schüler wecken. Sie bestimmen das Unterrichtsgeschehen mit und erleichtern es den Schülern einen Bezug zum Thema herzustellen. Für das Lernen am förderlichsten ist eine aktive Medienverwendung, Diese kann beispielsweise darin bestehen, dass die Schüler einen tonlosen Film kommentieren oder Bilder ordnen und mit einem Text versehen.
4 Vgl. Staeck 1980, S. 29.
5 Staeck 1980, S. 32.
6 Vgl. Berck 1999, S. 114ff.
7 Vgl. Staeck 1980, S. 19ff.
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Oft werden Medien als Präsentationsmittel genutzt, so dass sie Informationen für die Schüler liefern. Dies kann mithilfe der Wandtafel, eines Films, des Overheadprojektors oder durch Printmedien geschehen. Wichtig bei der Verwendung dieser Medien ist, dass sie gut aufgebaut sind, so dass der Schüler durch sie Sachverhalte besser verstehen kann. Zudem muss der Umgang mit Medien gelernt werden, damit die Schüler von ihnen profitieren. Nur so vereinfachen Medien die Auseinandersetzung mit inhaltlich komplexen Themen. Eine weitere Funktion von Medien im Unterricht besteht darin, dass sie den Erfahrungsbereich der Schüler erweitern und biologische Phänomene anschaulicher darstellen, oft indem fremde Erfahrungen betrachtet werden. Dies unterstützt das individuelle Lernen. Dabei gibt es keine generell guten oder schlechten Medien. Je nach Klasse (Entwicklungsstand der Schüler), beabsichtigte Unterrichtsziele und Unterrichtssituation sind manche mehr oder weniger gut geeignet, um ein effektives Lernen zu ermöglichen. Medien regen neben dem Vermitteln von Informationen zur sachlichen Beschäftigung an, vereinfachen und reduzieren Sachverhalte und fördern im Idealfall das Interesse der Schüler, so dass diese sich mit dem Thema beschäftigen möchten. Durch die Vorstrukturierung der meisten Medien erleichtern sie den Wissenserwerb und entlasten den Lehrer als Vermittler. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass Medien, insbesondere gut aufgebaute, dazu verleiten sie ohne kritisches Hinterfragen einfach zu konsumieren. Zudem entscheiden sie oft über den Unterrichtsverlauf nach dem Motto: Wir behandeln heute das Thema, weil wir dazu einen guten Film besitzen. Im Idealfall sollte die Planung aber entgegengesetzt ablaufen. Ein weiteres Problem an Medien ist, dass sie oft zur einseitigen Betrachtung eines Themas führen. Sind diese Gefahren aber bekannt und werden gezielt mit den Schülern besprochen, sind Medien eine gute Unterstützung im Unterrichtsalltag und können vielfältig eingesetzt werden. Die endgültige Funktion eines Mediums ergibt sich aber erst aus der konkreten Unterrichtssituation. So kann ein Film beispielsweise Informationen zusammenfassen, für einen Vergleich mit anderen Filmen herangezogen werden, zur Vertiefung oder zur Veranschaulichung des bis dahin Gelernten beitragen.
3.3 Verschiedene Medien
Im Gegensatz zu früher hat das reale Objekt keine Vorrangstellung mehr unter den verschiedenen Medien. Es gibt Unterrichtssituationen, in denen es sinnvoll ist und in anderen wiederum nicht. Dort eignet sich dann vielleicht eher ein Film oder ein Arbeitsblatt. Zu den realen Objekten gehören lebende Organismen, Frischpräparate und konservierte Präparate (Trocken-, Stopf-, oder Kunstharzeinschlusspräparate). Am anspruchsvollsten und
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Arbeit zitieren:
Sabine Reichardt, 2008, „Die Wirksamkeit verschiedener Medien für den Biologieunterricht“ , München, GRIN Verlag GmbH
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