Inhaltsverzeichnis Seite(n)
1. Einleitung 3
2. Kurze Darstellung des didaktischen Ansatzes 3
3. Darstellung der Unterrichtsplanung 6
3.1 exemplarische Bedeutungen der Bildungsinhalte 6
3.2 Gegenwartsbedeutungen 6
3.3 Zukunftsbedeutungen 7
3.4 Bildungsziele 7
3.5 Günstige Lehr- und Lernbedingungen/ Unterrichtseinheit. 8
4. Vergleich im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede. 16
5. Fazit. 17
6. Literaturverzeichnis. 18
7. Anhang 19
7.1 Unterrichtsplanung einer Stunde im Fach Bankbetriebslehre in einer Bankkaufmann/-
frau Klasse. 19
2
1. Einleitung
Im Bereich des „Kooperativen Lernens“ wurde von uns bereits eine Ausarbeitung zu dem Thema „Unterrichtsplanung einer Stunde im Fach Bankbetriebslehre in einer Bankkaufmann/frau Klasse“ (siehe Anhang) durchgeführt. In dieser wurde die gehaltene Unterrichtsstunde verschriftlicht und weiterführend behandelt. Es wurde eine konkrete Unterrichtsplanung zu dem Thema aufgezeigt.
In dieser weiteren Arbeit zu demselben Thema geht es nun darum, die damals aufgeführten Inhalte erneut zu beleuchten. Nun jedoch nach einem anderem didaktischen Modell. Nachdem wir zuvor nach dem Modell des „Handlungs- und entwicklungsorientierter Ansatz[es]“ (Tulodziecki/ Herzig) gearbeitet haben, stellen wir nun eine Unterrichtsreihe nach dem bildungstheoretischen Ansatz nach Klafki vor.
Diese soll die Fehlerquellen und Missverständnisse, die in diesem Versuch entstanden sind, korrigieren, und eine musterähnliche Ausführung für eine solche Stunde zu geben.
2. Kurze Darstellung des didaktischen Ansatzes
Für unsere Unterrichtssimulation haben wir uns für den bildungstheoretischen Ansatz von Klafki entschieden. Der bildungstheoretische Ansatz wurde am Ende er fünfziger und Anfang der sechziger Jahre von Klafki formuliert. Dieser Ansatz wurde auf die Lehrplantheorie von Weniger aufgebaut.
Hierbei ist zu beachten, dass durch diesen Ansatz der Einfluss von Klafki international gestiegen ist.
In dem bildungstheoretischen Ansatz geht es um die Unterrichtsvorbereitung. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben wird, sich mit der Bildung realitätsnah auseinanderzusetzen und anhand von geeigneten Inhalten den Stoff zu erlernen. Diese müssen doppelseitig erschließbar sein. Darunter versteht man, dass das Thema sowohl im `Besonderen´ als auch im ´Allgemeinen´ enthalten sein müssen. Die Konfrontation mit den konkreten Inhalten soll den Schülern ermöglichen, einen allgemeinen Einblick zu verschaffen, der über das behandelte Thema hinausreicht. Die Inhalte des Unterrichts werden bei Klafki durch den Lehrplan vorgegeben. Deshalb ist es sehr wichtig, die Inhalte des Lehrplans bei der Unterrichtsplanung zu berücksichtigen. Hierbei spielt die Art der Darstellung eine wichtige Rolle. Klafki stellt in seinem didaktischen Ansatz
3
heraus, dass der Inhalt des Unterrichts aus zwei Perspektiven gesehen werden muss. Zu einem ist es das ausgewachsene Mitglied der Gesellschaft und zum anderen ist es das heranwachsende Kind. Dadurch möchte Klafki beide Bildungsmöglichkeiten berücksichtigen.
Um den Bildungsgehalt zu klären, erschließt Klafki in seinem Ansatz fünf Grundfragen: 1. Fragen nach der exemplarischen Bedeutung des Themas 2. Frage nach der Gegenwartsbedeutung für die Lernenden 3. Frage nach der Zukunftsbedeutung für die Lernenden 4. Frage nach den Bildungsinhalten 5. Frage nach der Zugänglichkeit bzw. Darstellbarkeit
Diesen Punkten werden Fragen zugeordnet, welche sich wiederum in Unterfragen gliedern. Dies geschieht wie folgt:
1. Welcher größerer und allg. Sinn- oder Sachverhalt des Inhalts; welches Urphänomen oder Grundprinzip, welches Gesetz, Kriterium, Problem, welche Methode, Technik oder Haltung lässt sich mit der Auseinandersetzung mit ihm exemplarisch erfassen? 1. Wofür soll das geplante Thema exemplarisch typisch sein? 2. Was bringt uns das ganze im Nachhinein? Einsichten, Vorstellungen, Wertbegriffe, Arbeitsmethoden, Techniken
2. Welche Bedeutung hat der Inhalt bzw. die an diesem Thema zu gewinnende Erfahrung, Fähigkeit oder Fertigkeit bereits im Leben der Jungendlichen und welche soll sie von pädagogischen Gesichtspunkt aus haben?
3. Worin liegt die Bedeutung des Themas in der Zukunft der Jugendlichen? 4. Struktur für den Inhalt:
1. Welches sind die einzelnen Momente des Inhalts als ein Sinneszusammenhang? 2. In welchem Zusammenhang stehen die einzelnen Momente? 3. Ist der betreffende Inhalt gesichtet? Hat er versch. Sinn- und Bedeutungsschichten?
4. In welchem größeren Zusammenhang steht der Inhalt? Muss was vorausgegangen sein? Wenn ja, was?
5. Was wird es den Jugendlichen erschweren den Inhalt zu verstehen?
4
6. Mindestwissen, das erhalten bleiben soll wenn der Bildungsinhalt als „lebendiger, arbeitender geistiger Besitz“ gelten soll? 5. Wie soll der Inhalt vermittelt werden?
1. Welche Sachverhalte, Phänomene, Situationen, Versuchen, Kontroversen bringen den Jugendlichen die Fragestellungen, die Kernthesen, nah? 2. Welche Anschauungen, Hinweise, Situationen, Beobachtungen, Erzählungen,
3. Welche Situationen und Aufgaben können zur Übung und Vertiefung verwendet werden?
Diese didaktische Analyse mit Hilfe dieser Grundfragen schließt er den ersten Schritt der Unterrichtsvorbereitung ab. Als zweiten Schritt der Unterrichtsvorbereitung benutzt Klafki die methodische Planung.
Die methodische Planung soll sich auf vier Fragenkreise beziehen. 1. die Gliederung des Unterrichts in einzelne Abschnitte, Phasen oder Stufen 2. die Wahl der Unterrichts- ,Arbeits-, Spiel- , Übungs- und Wiederholungsformen 3. den Einsatz von Lehr- und Arbeitsmitteln
4. die Sicherung der organisatorischen Vorraussetzungen des Unterrichts Man muss hier aber herausstellen, das Klafki in seinem bildungstheoretischen Ansatz nicht weiter auf diese vier Fragenkreise eingeht.
Klafki hat seinen Bildungsbegriff aus kritischen Bildungstheorien entworfen. Zu diesen Bildungstheorien gehören die materialen und formalen Bildungstheorien. Durch die Kritik an diesen beiden Theorien kommt Klafki zu seinem Begriff kategorialer Bildung. Die Lehrenden sollen darauf achten, dass die Lernenden den Unterrichtsinhalt verstehen und auf andere Beispiele anwenden können.
5
3. Darstellung der Unterrichtsplanung
3.1 exemplarische Bedeutungen der Bildungsinhalte
Das Thema der Unterrichtsreihe sind Rechtsformen der Unternehmen. Diese Unterscheiden sich zunächst in Handels- und Kapitalgesellschaften. Wir wollen uns die Handelsgesellschaften zum Schwerpunkt machen, da diese einfacher zu verstehen sind und dieses Verständnis dann auch für den weiteren Unterrichtsverlauf von Bedeutung ist. Es ist wichtig den Schülern zu vermitteln, dass die Wahl einer Gesellschaftsform sehr schwierig ist und die Tücke im Detail steckt. Es sind viele Einzelheiten zu beachten wie die Gewinnverteilung und die Haftung, aber auch das Mitspracherecht, was wiederum Auswirkungen auf vorherige Punkte hat. Dieses komplexe Denken muss mit den Schülern geübt werden, damit diese es verinnerlichen. Dies wird später von einer/einem gelernte/r Bankkaufmann/-frau erwartet.
Man benötigt diese Kenntnisse in den verschiedensten Abteilungen der Bank. Des Weiteren wird von jedem Geschäftsmann vorausgesetzt, dass dieses Wissen vorhanden ist und diese sich mit demjenigen so unterhalten als dass diese Vorraussetzung gegeben sind. Um die Geschäftsverbindungen nicht aufgrund von fehlender Allgemeinbildung im wirtschaftlichen Bereich zu gefährden, gehört das zum Know-how eines jeden Bänkers.
3.2 Gegenwartsbedeutungen
Dieser Punkt zielt darauf ab, die Erfahrungen der Schüler zu ermitteln. Man sollte als Lehrer erfragen, ob die Jugendlichen bereits in Situationen gekommen sind, wo sie dieses Wissen benötigt hätten wie z.B. beim Verfolgen der Tagesnachrichten oder Gespräch mit einem Kunden.
Außerdem sollte vom Lehrkörper ermittelt werden, ob bereits Kenntnisse vorhanden sind. Dies könnte daraus herrühren, dass viele Auszubildende bereits vorab meisten ein Abitur oder ein Wirtschaftsabitur gemacht haben und dieses Thema dort bereits besprochen wurde. Auch besteht die Möglichkeit, dass die Eltern oder eventuell Bekannte selbstständig sind und sie daher vielleicht schon in die Problematik der Wahl der Gesellschaftsform eingeweiht sind. Hier wird wieder deutlich wie wichtig dieses Thema im Alltag einer Person ist, die sich täglich mit Wirtschaft auseinandersetzt.
6
Arbeit zitieren:
Magdalena Malinowski, 2007, Unterrichtsplanung nach dem bildungstheoretischen Ansatz, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Pädagogik - Schulpädagogik: Unterrichtsplanung nach dem bildungstheoretischen Ansatz ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Pädagogik - Schulpädagogik: neuer Titel erschienen: Unterrichtsplanung nach dem bildungstheoretischen Ansatz
Magdalena Malinowski hat einen neuen Text hochgeladen
Jahrbuch Strategisches Kompetenz-Management 03. Der kompetenzbasierte ...
Heike Proff, Christoph Burmann, Jörg Freiling
Bildungstheoretische Grundlagen der Bewegungs- und Sportpädagogik
Jörg Bietz, Ralf Laging, Monika Roscher
Einführung in die Schulpädagogik und die Unterrichtsplanung
Gernot Gonschorek, Susanne Schneider
Qualifiziert unterrichten 03. Unterrichtsplanung und -durchführung
Fortbildung für Kursleitende D...
Susan Kaufmann, Erich Zehnder, Elisabeth Vanderheiden, Winfried Frank
Bachelor / Master: Unterrichtsplanung
Hanna Kiper, Wolfgang Mischke, Klaus Hurrelmann, Sabine Andresen, Wolfgang Schröer, Christian Palentien
Bildung und Erziehung 63/4. Unterrichtsplanung im internationalen Verg...
Wolfgang Mitter, Anatoli Rakhkochkine
0 Kommentare