Möglichkeiten und Grenzen des
elektronischen Einkaufs von
direkten Gütern
Seminararbeit im Rahmen des Seminars
vorgelegt am: 16.08.2001
von: Christian Zangenberg
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 1
2 GRUNDLAGEN 2
2.1 ARTEN VON GÜTERN 2
2.2 E-PROCUREMENT - DEFINITION UND BESTANDTEILE 4
3 INTERNETBASIERTE BESCHAFFUNG VON DIREKTEN GÜTERN 6
3.1 DIRECT PURCHASING 6
3.2 AUSSCHREIBUNGEN VS. AUKTIONEN 7
3.3 ELEKTRONISCHE MARKTPLÄTZE 8
4 BEWERTUNG DER SYSTEME IN BEZUG AUF DIREKTE GÜTER 9
4.1 ANFORDERUNGEN AN DEN GESCHÄFTSPROZESS 10
4.2 KOSTEN/NUTZEN ANALYSE 11
5 ZUSAMMENFASSUNG 13
6 LITERATURVERZEICHNIS 14
1 Einleitung
Das Electronic Business, besser bekannt als E-Business, verändert in zunehmenden Maße die heutigen Unternehmensstrukturen. Es gibt kaum noch einen Bereich der ohne das Internet auskommt. Insbesondere bei den Abläufen von Geschäftsprozesse wird dieser Wandel immer deutlicher. Deutschland ist dabei gerade erst im Anfangsstadium. Vergleiche mit den Vereinigten Staaten haben gezeigt, das die IT-Branche 1 hierzulande ungefähr drei bis vier Jahre mit der Entwicklung und Nutzung neuer Technologien im Rückstand ist. Diesen Wettbewerbsnachteil aufzuholen wird immer mehr zum Bestreben vieler Unternehmen. 2
War bis vor kurzem noch die reine Informationsbeschaffung Mittelpunkt der Internetnutzung, verlagert sich der Schwerpunkt jetzt immer mehr auf die Reorganisation des gesamten Geschäftsprozesses mit Hilfe von E-Business Lösungen.
Insbesondere die Beschaffungsprozesse bieten eine gute Basis für diese Umstrukturierung. Kein anderer Bereich bietet bessere Möglichkeiten, das ständig wachsende Kommunikationsnetz zu einer Reduktion von Kosten zu nutzen. Bereits heute planen laut einer Studie der KPMG-Consulting 85% aller befragten deutschen Unternehmen in 3 Jahren E-Business Anwendungen im Bereich der Beschaffung einzusetzen. 3 Das sog. E-Procurement ist dabei der Lösungsansatz. Prozesse werden durch dieses Konzept beschleunigt und Ihre Komplexität wesentlich vereinfacht. Kostenreduktionen in einer Größenordnung von 35 bis 65% sollen somit erreicht werden. 4
Allerdings ist der Weg dorthin nicht ganz einfach. Nicht jedes Gut, das für den reibungslosen Ablauf eines Unternehmens benötigt wird, lässt sich einfach über das Internet bestellen. Um den Einsatz des E-Procurement möglichst effektiv zu gestalten sind umfassende Maßnahmen nötig. Dies reicht von der Reorganisation
1 IT: Abkürzung für Informations Technologie
2 Vgl. Möhrstädt, Detlef / Bogner, Phillip / Paxian Sascha: Electronic Procurement - planeneinführen - nutzen, 2001,S. 2.
3 Vgl. Brenner, Walter / Zarnekov, Rüdiger: E-Procurement - Potentiale, Einsatzfelder und Entwicklungstrends. In Hermanns, Arnold. / Sauter Michael ( Hrsg.): Management Handbuch E-Commerce: Grundlagen, Strategien, Praxisbeispiele, 2. Auflage, S. 488.
4 Vgl. Möhrstädt, Detlef / Bogner, Phillip / Paxian Sascha: Electronic Procurement - planen - einführen - nutzen, 2001, S. 3.
einzelner Prozesse bis hin zur Neustrukturierung ganzer innerbetrieblicher Abläufe. Auch die einzelnen Güter müssen auf Ihre Tauglichkeit hin geprüft werden.
Diese Arbeit soll nun zunächst einen Überblick über die verschiedenen Güter, die es zu beschaffen gilt, geben. Dabei wird auf die in Fachkreisen bekannte Unterscheidung von direkten und indirekten Gütern eingegangen. Anschließend wird dem Leser der Begriff E-Procurement und seine Einordnung in das Konzept des E-Business erläutert.
Kern dieser Arbeit bildet dann die Betrachtung des Einkaufs von direkten Gütern mit Hilfe internetbasierte Anwendungen. Es wird versucht, die Möglichkeiten der Beschaffung dieser Güter mit den verschieden, bekannten Systemen des E-Procurement zu erläutern, welche Kosten dabei entstehen und welcher Nutzen sich für die Unternehmen ergibt.
Abschließend erfolgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussbetrachtung der möglichen Entwicklungstendenzen.
2 Grundlagen
2.1 Arten von Gütern
Die Einkaufsabteilung ist wohl mit einer der wichtigsten Bereiche in einem Unternehmen. Verschiedenste Güter müssen bereitgestellt werden, um den Leistungserstellungsprozess am Leben zu erhalten. Die Beschaffung dieser Güter richtet sich in den meisten Unternehmen nach der Art ihrer Verwendung bzw. ihrem Wert in der Wertschöpfungskette und ist daher nicht für alle gleich. Die allgemein bekannteste Unterscheidung ist die in direkte und indirekte Güter. Indirekte Güter, C-Teile oder auch MRO (Maintenance-, Repair- und Operationsteile) Produkte, gehen nicht direkt in die Produktion ein. Es sind Güter des Konsums, d.h. sie dienen der Nutzung im eigenen Unternehmen. Diese Verbrauchsgüter werden also im Unternehmen selbst verwendet oder sie dienen als Gebrauchsgüter zum Aufbau der Firmeninfrastruktur. 5
5 Vgl. Brenner, Walter / Zarnekov, Rüdiger: E-Procurement - Potentiale, Einsatzfelder und Entwicklungstrends. In Hermanns, Arnold. / Sauter Michael ( Hrsg.): Management Handbuch E-Commerce: Grundlagen, Strategien, Praxisbeispiele, 2. Auflage, S. 488.
Arbeit zitieren:
Christian Zangenberg, 2001, Möglichkeiten und Grenzen des elektronischen Einkaufs von direkten Gütern, München, GRIN Verlag GmbH
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