Copyright (c) Gebhard Deißler 2012
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Inhalt/Contents
Teil/Part …17
Metaphysik und Kultur
1. Der Primat Gottes ...8
2. Die biologische, die psychologische und die geistige Natur ganzheitlicher
menschlicher Kultur ...18 3. Summum Unum and the Diversity of Life ...33
Teil/Part 2 …47
Kultur und Bewusstsein
1. Struktur und Kultur des Menschen …48 Kulturdefinition Die Entstehung des Kulturprofils Bewusstseinsarchitektur und Kultur Architektur der kulturellen Ebenen in verschiedenen Tiefen Die Beziehung zwischen expliziter und impliziter Bewusstseinsarchitektur
2. Bewusstseinsarchitektur und interkulturelle Forschung ...59 Kulturmodelle und interkultureller Paradigmenwechsel Geert Hofstede (achtziger Jahre) Trompenaars und Hampden-Turner (neunziger Jahre) Edward T. Hall and Mildred R. Hall (neunziger Jahre) Brannen und Salk (2000) Der transkulturelle Ansatz (2000+)
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360° transkulturelle Synergie Synopsis interkultureller Managementforschung
Teil/Part 3 …93
The Divine Metaphor of Creation: A Benchmark for intercultural Management
1. Cross-Cultural Observations …94 2. The Enigma of the Cross …102 3. The Root of Civilisation and the Tree of Life …111
4. The Application of the Metaphor of Metaphors to the World’s Cultures and their Integration …118 5. CROSS - Cultural Management …123 6. Cosmic Love …139 7. The Civilisation of Love …148
Teil/Part 4 …154
Der transdisziplinäre transkulturelle Forschungsstandpunkt
A critical review of the global cultural paradigm: 1. The state of the intercultural art and science: On human relativity in intercultural research …155 2. Enhancing the intercultural art and science:
Sources, models and the achievement of supreme cultural intelligence …164 3. Der ethische Standpunkt: Die Revolution der Nächstenliebe als Management der globalen Krise …226
4. Global Culture Systems Analysis: Sustainability and Accountability …234
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Teil/Part 5 …242
Synopsis interkultureller und transkultureller Managementstrategien
und Instrumente
Teil/Part 5 …253
Ein bilinguales inter- und transkulturelles Referenz-Fachwörterbuch
für globale Managementerfordernisse
Bibliographie …410
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Teil/Part 1
Metaphysik und Kultur
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DER PRIMAT GOTTES
Können sich Menschen auf ein Prinzip einigen, das sie leiten soll, so hat dies Vorrang vor allen anderen Prinzipien. Es ist ihr Primat und steht an erster Stelle ihres Wertekanons. Primate haben häufig ein kulturelles Fundament und können daher nicht als die ganze Menschheit umfassende Prinzipien betrachtet werden. Wenn ein weltumspannendes Prinzip die kulturellen Primate integrieren könnte, so könnte man von einem Primat der Menschheit sprechen, das menschlichem Denken und Handeln Richtung, Sinn und Zweck verleihen kann. Davon gibt es aber bereits sowohl negative als auch positive, was an ihren Früchten erkennbar ist. Alle Ideologien und materiellen Systeme sind, insbesondere im Kontext der heutigen Globalisierung, weltumspannend intendiert, um den vermeintlichen geistigen oder materiellen Nutzen der Initiatoren zu mehren. Diese sind sehr häufig Nullsummenspiele, weil sie Gräben und Verwerfungslinien aufwerfen und somit nicht nachhaltig sind. Sie sind exklusiv und erzeugen Antagonismen zwischen den zu den jeweiligen Clubs Dazugehörigen und den von den globalen Clubs Ausgeschlossenen, die über kurz oder lang die einseitig wirkenden, vermeintlich globalen Primate, reversibel machen.
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Andererseits gibt es jene globalen Prinzipien, wie z. B. die des internationalen Rechts, eines Weltethos oder einer Menschheitsfamilie, die aufgrund der erkannten Reversibilität und evidenten Nichtnachhaltigkeit der ersteren von vorneherein die Inklusion der ganzen Menschheit im Auge haben, um den Konflikte generierenden Spaltungen von Anfang an den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Betrachtet man eine besondere Form davon, die in unser Zeit, wie übrigens in der ganzen Menschheitsgeschichte, implizit oder explizit die Geschicke der Menschheit offen oder im verborgenen mitbestimmt hat, nämlich die Religion, so erkennt man auch in diesen das zeit-rämliche sogar transzedierenden Prinzipien, dass auch sie dem dialektischen Prinzip der Exklusion und der Spaltung anheimfallen.
Von dem neurophysiologischen Bauplan des Menschen her gesehen könnte man argumentieren, dass das nicht anders sein kann, weil jede Aktion, ebenso wie in der Physik, eine komplementäre Gegenreaktion hervorruft, um das Gleichgewicht des Gesamtsystems zu wahren. Dieses Prinzip kann man in individuellen und kollektiven physischen und geistigen Systemen beobachten, die das ewige Karussell oder die Achterbahnen des auf und ab der menschlichen Geschichte, den ewigen Kreislauf von Prozessen, die sich fraktal, das heißt mit raum-zeitlich, kontextuell bedingten Unterschieden, mit geringen Variationen wiederholen. Somit wird Kohelets biblisches Dictum, demzufolge „alles, was ist, schon einmal da war“ und dass es daher nichts fundamental Neues geben kann bestätigt. Es läuft auf ein fundamentales, absoluten Prinzip hinaus, das die Menschheit im Kontext ihrer zeiträumlichen Relativität unablässig neu inszeniert, wobei das alte Thema immer wieder neu interpretiert wird, vergleichbar mit Bühnenstücken diverser Epochen und Kulturen, die alle die zentralen Motive des Menschlichen mit den jeweiligen kulturellen Variationen wiederholen. Nichts Neues unter der Sonne! - was das Fundament der Dinge anbelangt, das an der Peripherie des kulturellen Ausdrucks kulturkontextrelativ variiert: Einheit und Diversität erscheinen somit als Tiefenwahrnehmungs-relative Bewusstseinsartefakte. Dies würde bedeuten, dass die
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die Lösung der epochalen globalen Diversitätsmanagementherausforderung eher im Bewusstsein des Subjekts als in der mechanistisch-instrumentellen Beherrschung des kulturellen Objekts, bzw. als interdependentes Kontinuum, erfolgen kann.
Da der Mensch aber eher die Oberfläche der Dinge, statt ihr unveränderliches, die Zeit transzedierendes Fundament des Unveränderlichen wahrnimmt, entstehen die intergruppen und interpersönlichen Konflikte aufgrund der
Oberflächenwahrnehmung der Dinge des Lebens. Konflikte sind daher häufig durch die Tiefe der Wahrnehmung bedingt: Daher könnte man argumentieren, dass der Mensch die Tiefenwahrnehmung der Schöpfung und des Lebens stärken muss, um das eine Prinzip zu erkennen, das in mannigfaltiger Gestalt transkulturell inszeniert wird.
Die Geschichte der Menschheit und die Gleichnisse der Offenbarung bestätigen also gleichermaßen dieses eine Prinzip und dessen komplementäre Wahrnehmung, die entweder eine Tiefenwahrnehmung und somit das eine Prinzip erkennen lässt oder aber eine Oberflächenwahrnehmung ist, die die Diversität der Dinge nahelegt, die aber alle gleich den Speichen eines Rads in der alle Diversität umfassendes Einheit der Nabe des Rades konvergieren, unabhängig von der Distanz zwischen der Peripherie des Rades und der Geschwindigkeit mit der es sich zu drehen scheint, da dessen stabiles Zentrum indessen von den Turbulenzen der Peripherie unberührt bleibt.
Würde man vom Komplementaritätsprinzip ausgehen, das komplementäre Wahrnehmung der Schöpfung postuliert, um sie tiefer zuerkennen, so könnte man sagen, dass die konkomitante Wahrnehmung der beiden Aspekte das umfassendere Bild der Realität vermittelt: das unveränderliche Prinzip im Zentrum und sein kontextrelativen Variationen and der Peripherie! Das determinierende Primat der Schöpfung, das dies bedingt, ist also das über alle relativen Kontexte hin aktive Prinzip. Es handelt sich um die manifestierte Ebene einer dahinter befindlichen Raison und Rationalität, die unveränderlich und daher absolut ist. Ist etwas
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unveränderlich und absolut, so transzendiert es die raum-zeitlichen Bedingtheiten und ist ewig. Da alles uns Bekannte in der raum-zeitlichen, kontextuell bedingten Welt aber vergänglich ist, was wir bei einer Betrachtung der Schöpfung erkennen, während das unveränderliche Prinzip nicht im Bereich dieser Relativität ist, kann man von zwei verschiedenen Ordnungssystemen sprechen, einem zeitlich-relativen und einem überzeitlichen absoluten , bzw. einem komplementären, das einer menschlichen und einer dem Menschen übergeordneten Raison, Plan der Dinge und Sichtweise entspricht.
Das wahrnehmende Subjekt ist also gewissermaßen der Autor der Erfahrung der Schöpfung, relativ oder absolut. Somit könnte man von einem schöpferisch kreativen Komplementaritätsprinzip sprechen, das entsprechend der Wahrnehmungstiefe verschiedene Manifestationen der Wirklichkeit hervorbringt, wobei die Konkomitanz der Komplementarität die komplettere Wirklichkeit darstellt, die der beiden Aspekte Wahrnehmende als sich ergänzende Aspekte der Wirklichkeit insgesamt erkennt.
Auf der Basis der Erkenntnis dieser komplementären Einheit der Ganzheit, die sowohl die manifestierten Oberflächendynamiken als auch die häufig weniger manifesten Tiefenstrukturen umfasst, ließe sich also ein umfassenderes universelles Prinzip herleiten, das zudem quantenphysikalisch fundiert ist und nicht im Widerspruch zu religiösen Tradition zu stehen scheint; eine Axiomatik der Welt, die man transkulturell und transdisziplinär nachvollziehen und begründen kann.
Die Wahrnehmungsbedingtheit der Welt und deren Erkenntnis und somit das Primat des Wahrnehmenden und des wahrnehmenden Bewusstseins, also eines Bewusstseinsprimats, ist eine Denkweise, die die Quantenphysik und andere in diese paradigmatische Epochen der Erkenntnis fallende Weltanschauungen nahelegen. All das lässt sich transdisziplinär, analytisch und rational nachvollziehen.
Soweit haben wir das Subjekt der Wahrnehmung und das wahrgenommene Objekt der mannigfaltigen Erscheinungsformen des Menschen und der Welt in eine
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nachvollziehbare Logik einbinden können. Beide sind gewissermaßen komplementäre Aspekte der Schöpfung. Diese komplementären Aspekte der Schöpfung werfen aber die Frage nach der Entstehung dieser Schöpfung auf, deren wahrnehmungsbedingte Erkenntnis man vermuten könnte. Rational analytisch darf man hinter allem Seienden ein dies erzeugenden Prinzip in der Gestalt tieferer Prinzipien vermuten. Doch was steht hinter der Logik, die die Folgephänomene erzeugt? Was findet man, wenn man die Quelle des Schöpfungsstromes sucht, in dem alles angelegt ist, jenen Urgrund den wir rational vermuten aber nur schwer verifizieren können, da es die Erfahrung des die Prinzipen generierenden Agens involviert. Die logische Konsequenz und Transposition der Summe menschlicher Erkenntnis bestünde darin, hinter der Schöpfung einen Schöpfer zu vermuten.
Niemand hat diesen Schöpfer je gesehen, sagen uns die religiösen Quellen und er offenbart sich offenbar entsprechend der Wahrnehmungstiefe durch die
manifestierte Schöpfung, an der Peripherie der Radmetapher, deren Nabe sich dem menschlichen Bewusstsein zu entziehen scheint. Daher versuchen viele Weltanschauungen sich über die Introspektion gewissermaßen der Mitte der Schöpfung und ihrer Erkenntnis im Wege der Erschließung ihrer eigenen Tiefe und Mitte zu nähern.
Meditation und Kontemplation versinnbildlichen und repräsentieren diesen Weg. Doch wenn Zen Buddhisten diesen Weg beschreiten finden sie bei ihrer Erleuchtung das, was sie in den Ausruf „Mu, Mu“ kleiden, der „nichts, nichts“ bedeutet und wenn andere Mystikern den Weg der Verinnerlichung zur Erkenntnis des Fundaments des Lebens beschreiten, so formulieren sie ihre Erkenntnis in einer kulturkontingenten Art, beispielsweise als die Vereinigung einer Seele mit einer Überseele in Südasien oder der Gotteserfahrung in der Gestalt Christi in der christlichen Zivilisation oder in einer alles umfassenden Liebeserfahrung hinsichtlich der Schöpfung. Die Kulturrelativität der Gotteserfahrung scheint also hier auch
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evident. Doch haben wir nicht angenommen, dass das Absolute jenseits der kulturkontextgeprägten Wahrnehmung der Welt ist?
Diese kulturkontextuell geprägten Gotteserfahrungen können dann Auslöser und Anlass für Antagonismen werden, da sie sich absolut wähnen, während sie nur kulturrelativ sind. Kann der Mensch, im Gegensatz zur interkulturellen Hypothese, anders als kulturrelativ wahrnehmen, bzw. sind die kulturbedingten Wahrnehmungen die kulturrelativen Ausdrucksformen des einen Absoluten, die die Speichen eines Rades der Erkenntnis des Absoluten von der Warte des kulturrelativen Kontextes darstellen, der auf eine einzige Nabe hinweist, der alle Speichen und die Peripherie kultur- und bewusstseinsdiverser Wahrnehmungen entstammen?
Wie kann die Nabe erkannt werden, der Nabel der Welt und der Schöpfung im Sinne des Schöpfers? Ist er nur implizit erfahrbar indem der Sucher der Nabe erkennt, dass er den komplementären integrativen Aspekt zum kulturell Gefärbten der persönlichen Erfahrung sucht, der vom Relativen nicht fassbar ist, da das Absolute das Relative unfassbar transzendiert, ebenso wie der Ozean den Tropfen Wasser.
An diesem Punkt der scheinbaren Unüberbrückbarkeit muss sich der Mensch seiner Relativität bewusst werden und sie anerkennen. Andernfalls liefe er Gefahr, seine Relativität absolut zu positionieren. Diese Anerkennung gibt dem Absoluten den Raum und den Vorrang, den man als Primat des Schöpfers bezeichnen kann. Frei von den Kategorien des Relativen beherrscht er sie als kausales Agens und somit, praktischer gesprochen, die manifestierten Dualitäten wie zum Beispiel folgende:
Dialektische Dichotomien
Das Relative Das Absolute
Relativismus Integrismus
Diversität Integration
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Säkularismus Mystik
Vernunft Glaube
Zentrifugale Kräfte Zentrip. Kräfte
Partikularismus Universalismus
Teilchenkonzeption Wellenkonzeption
Differenzierung Integration
Weibliches Prinzip Männliches Prinzip
Manifestation Verb
Psyche Bewusstsein
Physik Metaphysik
Materie Geist
Raum Zeit
Zeit Ewigkeit
Omega Alpha
Immanenz Transzendenz
Die hinter den Prinzipien, ja sogar dem Bewusstsein wirkende Schöpfungsdynamik vermittelt eine Wahrnehmung des Primats des Schöpfers in dem Sinne, dass es das primäre Agens der wahrnehmbaren und denkbaren Schöpfung ist. Und dies haben wir über das quantenphysikalische Komplementaritätsprinzip, also rational hergeleitet. Diese nachvollziehbare Herleitung erhält Flügel des Geistes, wenn sie auch noch durch weitere Aspekte, mit denen der Schöpfer den Menschen für seine Erkenntnisfähigkeit ausgestattet hat, wie z. B. Glaube, Hoffnung, Liebe und Vertrauen, beflügelt wird. Indem sich die rationalen, emotionalen und geistigen
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Kräfte auf diesen Schöpfer ausrichten kann die Erfahrung des Agens hinter der Schöpfung erfahren werden. Der Mensch hat sein ihn bedingendes Primat gefunden, er ist verbunden, das heißt religiös, denn Religion kommt etymologisch von religere, bzw. „re“ zurück und “ligare“ binden. Er ist nun im wahrsten Sinne des Wortes religiös im Sinne der Erkenntnis des Primates der Schöpfung in der Gestalt des einen Schöpfers, den er nicht in Formen zwängt und der daher die absolute Einheit repräsentiert. Dieses Primat ist allumfassend und kommt sprichwörtlich im Begriff catholicos, i. e. allumfassend zum Ausdruck. Es folgt, dass echte Gotteserfahrung nicht antagonisierend sein kann, denn das Prinzip der Einheit per se ist naturgemäß widerspruchsfrei.
Somit ist nur das Primat Gottes die die all-einige Ursache jedweder zum Ziel führender menschlicher Einheitsbemühungen und außerhalb dessen gibt es nur die Antagonismen und Dialektiken des Relativen. Das Primat Gottes ist also die Conditio sine qua non der Einheit in jeglichem Kontext und in jeglicher Gestalt. Kultur und ihre Spielarten, Religionen und ihre Spielarten, die nicht das Primat Gottes mit ins Boot nehmen sind daher immer der Reversibilität und dem sie über kurz oder lang atomisierenden Spaltungsprozessen preisgegeben.
In der Erkenntnis der persönlichen und kulturellen Relativität und Bedingtheit öffnet sich der Mensch für das Eine, Absolute, das durch seine einheitsstiftende Wirkweise erkennbar ist. Und das diabolische, das die Einheit zerstörende, ist das antagonistische Prinzip. Die Belange des Menschlichen gipfeln in diesen eschatologischen Kategorien, wie es wahre Religion schon immer nahegelegt hat.
Eine Religion, die Antagonismen stiftet, ist also per so keine Religion im wörtlichen Sinne der Rückverbindung mit der Einheit per se. Es ist religiöser Relativismus, der sich das Absolute in seiner Hybris lediglich fundamentalistisch anmaßt. Denn das eine und das eine sind das eine und können keine Antagonismen hervorrufen. Darin bestheht der Prüfstein der Geister. Die komplementären Gaben des Menschen gestatten ihm also die höchste Erkenntnis.
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Will man die kulturellen Spaltungspotentiale des Zeitlichen nachhaltig beherrschen, so ist das vor allem über die Rehabilitierung der Religion, exakter formuliert, über das wahrer Religion innewohnende Primat des absoluten Gottes möglich und das 1. Gebot „Du sollst keine fremden Götter neben mir haben“ ist somit das letzte und alles umfassende Prinzip, die Summe, die auf das alles bedingende Prinzip und Panaceum des Menschlichen des einen und absoluten PRIMATES GOTTES hinweist. Der Verlust des Primates Gottes führt zur anarchischen Atomisierung und Unsteuerbarkeit der Gesellschaft mit ihren institutionellen Umfeldern und Akteuren.
Basierend auf dem Primat Gottes lässt sich, sowohl transkulturell als auch transdisziplinär, eine bottom-to-top Bewusstseinsarchitektur einhergehend mit einer top-to-bottom Integrationsdynamik formulieren. Diesem Primat und seiner globalen Managementbedeutung und Herausforderung ist die weitere Erörterung gewidmet. Doch zuvor möchte ich Papst Benedict XVI in der Gestalt einer Ansprache in Ascona zu Wort kommen lassen, in der er die Relevanz und die Bedeutung des Primates Gottes von der katholisch-christlichen Warte her beschreibt:
„Ein Mensch, so der Papst zu Beginn seiner Predigt, sei nicht in der Lage, sich selbst das Leben zu
geben, sondern er verstehe sich allein von Gott aus: „Es ist die Beziehung mit ihm, die unserer
Menschheit Halt gibt und unser Leben gut und gerecht macht“. In unserer Welt und in unserem
Leben müsse vor allem der Primat Gottes wiedererlangt werden. Dieser Primat gestatte es dem
Menschen, die Wahrheit über das zu finden, was er sei, „und indem wir den Willen Gottes erkennen
und ihm folgen finden wir unser wahres Wohl“.
Um den Primat Gottes wiederzuerlangen, sei es notwendig, von der Eucharistie auszugehen, da in
Jesus das letzte und endgültige Wort Gottes Fleisch geworden sei. Beim Letzten Abendmahl fasse
Jesus sein ganzes Dasein in einer Geste zusammen, so Benedikt XVI., und nehme auf diese Weise
den Akt der höchsten Liebe vorweg, dank dessen der Tod Christi keine gewaltsame Hinrichtung sei,
sondern von ihm in einen freien Akt der Liebe verwandelt werde, der siegreich durch den Tod gehe
und die Güte der Schöpfung bekräftige. Dieses „unendliche Geschenk“ werde dem Menschen durch
die Eucharistie zugänglich.
Auf den Text aus dem Evangelium über die Rede Jesu vom Brot des Lebens eingehend (vgl. Joh
6,22-71) erklärte der Papst, dass dieses Wort „hart“ sei, da der Mensch oft die Freiheit mit der
Abwesenheit von Verpflichtungen verwechsle, „mit der Überzeugung, es alleine schaffen zu
können, ohne Gott, der als Grenze der Freiheit gesehen wird“. Dabei jedoch handle es sich um eine
Illusion, die schnell zu einer Enttäuschung führe, Unruhe und Angst verursache und
„es paradoxerweise dazu kommen lässt, den Fesseln der Vergangenheit nachzuweinen“. Nur in der
Öffnung zu Gott und in der Annahme seines Geschenkes werde der Mensch wahrhaft frei, „frei von
der Knechtschaft der Sünde, die das Antlitz des Menschen entstellt, fähig, dem wahren Wohl der
Brüder zu dienen“.
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Nachdem der Mensch Gott bei Seite gelegt oder ihn nur als eine private Entscheidung toleriert
habe, die nichts mit dem öffentlichen Leben zu tun haben dürfe, hätten es gewisse Ideologien
darauf abgesehen, die Gesellschaft mit der Kraft der Macht und der Wirtschaft zu organisieren. Die
Geschichte jedoch zeige auf dramatische Weise, dass das Ziel, allen Entwicklung, materielles
Wohlergehen und Frieden sicherzustellen und dabei von Gott und seiner Offenbarung abzusehen,
dazu geführt habe, dass den Menschen Steine statt Brot gegeben worden seien. „Das Brot ist Frucht der Arbeit des Menschen“, so der Papst, „doch es ist auch und vor allem Frucht
der Erde, ein Geschenk, um das gebeten werden muss, das uns jeglichen Hochmut nimmt und uns
mit dem Vertrauen der Demütigen bitten lässt“.
„Es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in der Eucharistie die angemessene Form für ein
Leben in Fülle findet“, so Benedikt XVI. Daher müsse das alltägliche Leben „Ort des geistigen
Gottesdienstes“ werden, „um in allen Umständen den Primat Gottes zu leben, in einer Beziehung
mit Christus und als Opfer an den Vater“. „
Quelle: http://www.kath.net/detail.php?id=33032 Benedikt XVI. zum Abschluss des 25. Nationalen Eucharistischen Kongresses in Ancona: Der Mensch muss den Primat Gottes neu entdecken. Der Weg hierzu ist die Eucharistie, die vom Egoismus befreit. Von Armin Schwibach
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Die biologische, die psychologische
und die geistige Natur ganzheitlicher
menschlicher Kultur
In der kulturellen und interkulturellen Forschung geht man davon aus, dass der Mensch ein biologisches und ein kulturelles Wesen ist, d. h. dass unsere körperliche Wesenhaftigkeit durch den kulturellen Kontext in den wir hineingeboren wurden und in dem wir unsere primäre, sekundäre und tertiäre Sozialisierung erfahren haben, moduliert und modelliert wird. Modern ausgedrückt bedeutet das in der Terminologie der Genetik, die die menschliche Natur auf informationeller, mikrobiologischer Ebene formuliert, dass der Mensch also aus zwei sich überlagernden, wechselwirkenden Ebenen einer biologischen und einer kulturellen DNA besteht.
Für jedwedes intraindividuelles und interindividuelles, intragruppen oder intergruppen Management ist die Bewusstheit der dreifältigen
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komplementären menschlichen kulturellen Gesamtarchitektur oder die komplette Kartierung entsprechenden integralen kulturellen DNA - ein Begriff der modernen Biowissenschaften, den wir hier metaphorisch verwenden - erforderlich.
Die biologischen Wissenschaften priorisieren im Wege ihrer fachlichen Spezialisierung natürlich die anatomisch-physiologische DNA, während die Kulturellsten ebenso aufgrund ihrer bruchstückhaften Sichtweise des integralen Menschen infolge ihrer fachlichen Spezialisierung die kulturelle DNA priorisieren. Beide sind berufskulturell bedingte Modalitäten der Wahrnehmung und „Optiken“ des menschlichen Wesens. Die Summe der beiden psychophysischen Aspekte und Komponenten des Menschen sind zwar in ihrer Gesamtheit größer als die Summe dieser Elemente, repräsentieren aber noch nicht seine Integralität.
Es ist offenbar eine Folge des analytischen Rationalismus der rationalistischen Zivilisation, insbesondere der westlichen, wie wir sie in der empirischen britischen, der kartesianischen französischen oder auch der deutschen Philosophie, die sich alle im Schlepptau der griechischen rationalistischen Kultur und Wiege der westlichen Zivilisation befinden und dieser immer noch Tribut zollen. Indes, in der aristotelischen Philosophie scheint die Erkenntnis einer umfassenderen menschlichen Konstitution zu dämmern.
Andere Kulturen, beispielsweise östliche, die aufgrund ihrer räumlichen und kulturellen Distanz von Europa dem Einfluss der europäischen Zivilisation nicht ausgesetzt waren, haben aufgrund ihrer kulturellen Bedingtheit ein anderes Menschenbild, das sich, beispielsweise in Ostasien, in der Suche nach und der Priorisierung der Einheit des Menschen
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auszeichnet. Heute können die komplementären kulturellen Optiken mehr und mehr im Interesse des Individuums und der Menschheit insgesamt mehr und mehr ohne kulturellen Identitätsverlust integriert werden. Dennoch ist hinzuzufügen, dass sich das Thema des integralen Menschen, sowohl konkret, als auch als Gleichnis einen roten Faden durch die Bibel bildet, der heutzutage, im Kontext der Globalisierung, wieder neue Brisanz gewinnt.
Allein die Religion vermag dem dualistischen Menschenbild einer psychophysischen dualistischen menschlichen Wesenheit noch eine dritte Ebene der „DNA“ hinzuzufügen und zwar, metaphorisch gesprochen, seine „spirituelle DNA“, die somit die annähernd integrale dreifältige menschliche kulturelle Natur in einer integrierten spirituell, psychosomatischen Architektur integriert.
Die dritte Ebene der menschlichen DNA, auf die Aristoteles bereits hingewiesen zu haben scheint und die wir heute transdisziplinäre substantiieren können, stellt also das fehlende Bindeglied bereit, das die menschliche Architektur integriert und somit den integralen Menschen bedingt.
Befindet sich im Hintergrund dieser manifestierten spirituell, psychosomatischen trinitären Wesenheit des Menschen eine nicht manifestierte Trinität, die wir von der religiösen Menschenerkenntnis her kennen? Vermag sie, der manifestierten menschlichen Trinität Sinn zu verleihen? Die erstere ist Abbild und Abglanz der letzteren, ein Spiegelbild. Es erhebt sich jedoch die Frage, in welchem Maß die Ebenbildlichkeit naturgetreu wiedergespiegelt oder verzerrt wird, vergleichbar mit einem materiellen Spiegel, der das gespiegelte
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menschliche Antlitz, entsprechend der Wahrnehmungsfähigkeit und dem Zustand des gespiegelten Subjekts und des widerspiegelnden Objekts, mehr oder weniger naturgetreu widergespiegelt.
Wird die geistige Trinität naturgetreu im Menschen manifestiert, so ist der integrale Mensch in seiner umfassenden Integrität zugegen, dessen drei Ebenen der DNA ebenbildlich integriert sind und es entsteht Einklang im Menschen, zwischen den Menschen, zwischen Mensch und Schöpfung und mit dem Schöpfungsprinzip selbst, sowie dem Schöpfer. Es ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, neben dem es keinen zweiten Weg, keine zweite Wahrheit und kein zweites Leben gibt, da das Prinzip der Schöpfung eines ist, nämlich das göttliche und dessen Negation das nicht Göttliche, das nicht Gottgemäße, das daher nicht schöpfungsgesetzkonforme Wege, Wahrheiten und Lebensformen hervorbringt, die sich als nicht tragfähig und nicht nachhaltig in der Sprache unserer Ära erweisen. An der Relativisierung der Schöpfungsaxiomatik scheint offenbar die Zivilisation zu laborieren, bis die unverbrüchliche „Wahrheit“ wiedergeboren wird.
Die Ebenbildlichkeit der manifestierten und nicht manifestierten Trinität ist das Schöpfungsprinzip, das hinter den kulturellen Verbegrifflichungen des Menschen steht. Sie ist dem Menschen an sich in die Wiege gelegt, doch es ist eben die erwähnte kulturelle Sozialisierung des Menschen, die kulturbedingte Aspekte seiner Wesenheit, seine biologische DNA oder seine diversen psychologischen kulturellen Konfigurationen und Profile priorisiert, wodurch eine Unausgewogenheit der einen originären naturgetreuen Ebenbildlichkeit ohne zweite entsteht. Wenn die kulturelle Sozialisierung des Menschen nicht die drei Ebenen der physischmetaphysischen DNA gleichermaßen kulturell priorisiert, so entsteht in fundamentales Ungleichgewicht im Menschen, das sich intra- und
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interpersönlich, sowie interkulturell von der kleinsten kulturellen Einheit des Individuum bis hin zum planetaren Menschen als Unausgewogenheit konfliktgenerierend verkettet, da es auf einem falschen Fundament baut, das in all seinen Erscheinungs- und Ausprägungsformen individuell und kollektiv konflikterzeugend wirkt.
Das nicht schöpfungskonforme Fundament des Menschen, das auf einer nicht-mikromakrokosmischen Ebenbildlichkeit der physischen und metaphysischen Trinität beruht, erzeugt eine Endloskonfliktspirale, während die schöpfungskonforme Fundamentierung des Menschen konfliktfrei menschliche Daseins- und Entwicklungsspiralen bewirkt.
Die dritte Ebene der kulturellen DNA konstituiert das Bindeglied sowohl für die Abwärtsintegration der psychophysischen menschlichen DNA als auch die Aufwärtsintegration mit der metaphysischen primären und originären DNA des Urbildes des menschlichen Abbildes. Sie ist somit die Mitte des integralen Menschen, der Dreh- und Angelpunkt der diversen komplementären Aspekte seines Wesens, der Schlüssel des integralen Menschenbildes und menschlichen Wesen, das aufgrund seiner Schöpfungskonformität alle Kulturkonflikte transzendiert.
Erst wenn diese Mitte des Menschen realisiert wird, bildet er die Wahrheit der Schöpfung naturgetreu ab und erlangt individuellen und kollektiven Frieden. Doch die kulturelle Sozialisierung, ja selbst die Wissenschaft, die biologische, wie auch die kulturelle, scheinen sie aufgrund ihrer einseitigen Priorisierungen zu torpedieren. Diese Erkenntnis und das Gewahrwerden des geistigen Bindeglieds und Schlüssels können die Realisierung der menschlichen Integralität und somit eventuell der Konfliktfreiheit bewirken, mit der Maßgabe, dass die eschatologische
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Erkenntnis und ihre wissenschaftliche Formulierung enigmatisch bleiben. Die wäre Anlass für den Menschen, sich selbst zu relativieren, statt das Enigma des Absoluten zu relativieren.
Es bedarf daher einer ausgewogenen allgemeinen und wissenschaftlichen Sozialisierung, die die drei Ebenen der physischen-metaphysischen DNA integrieren und somit den integralen, konfliktfreien Menschen individuell, interindividuell, intra- und interkulturell mit allen individuellen und kollektiven Spielarten ermöglicht.
Der rechte Weg ist somit in der Tat sehr schmal, da er sich immer seiner Konformität mit dem durch das Urbild gegebenen Weg, für den es keinen Ersatz gibt, vergewissern muss. Dies ist der Kern der Ethik, der alle Entscheidungen immerfort auf die Konformität mit dem
Schöpfungsprinzip, das wir als physisch-metaphysisch Korrespondenz der Trinität identifiziert haben.
Aber wie manifestiert sich dieser schöpfungs- und den Schöpfer einbindende Weg und somit der rechte menschliche Weg in der Praxis? Zunächst gilt es, eine über die psychosomatische kulturelle Wesenhaftigkeit und DNA des Menschen hinausgehende spirituelle Wesenhaftigkeit und DNA des menschlichen Geschöpfes wahrzunehmen und zu erkennen, sowie es zu honorieren. Das kann auf analytischem oder geistigem Weg geschehen. Ohne die geistige Dimension und DNA fehlt der alles bedingende und tragende Urgrund des Schöpfers, des Vaters, des Wortes, das die eigentliche, gegenwärtig gängige wissenschaftliche Erkenntnis transzendierende Basis des alle Universen umfassenden Lebens darstellt.
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Die Manifestation des Wortes ist die wahrnehmbare Schöpfung mit dem Menschen als Krone und Abbild des Urgrundes vermittels des Wortes. Existiert er unabhängig von seinem eignen Urgrund, so verzerrt sich sein naturgetreues Abbild und es entstehen nicht schöpfungskonforme Perversionen des Weges ohne den tragenden Urgrund, die in unentwirrbare Labyrinthe führen.
Das Bindeglied zwischen dem alles tragenden Urgrund und dessen wahrnehmbarer Kristallisierung in der Gestalt der Schöpfung ist der Mittler Christus, der beide Naturen der göttlich-menschlichen Trinität verkörpert und somit ein realistischer Kompass für den Menschen hinsichtlich des einen Weges sein kann. Daher die biblische Formulierung: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben oder „wer mich sieht, sieht den Vater.“ Das den Menschen transzendierende Absolute wird somit mit seiner Relativität verbunden. Die Verschmelzung der beiden konstituiert den integralen Menschen.
Wenn nun einseitige Priorisierungen innerhalb der menschlichen Natur entstehen, so entsteht eine Dissonanz mit seiner originären spirituellen Natur. Diese Dissonanz ist die Wurzel allen Konfliktes. Der Mensch versucht, geleitet durch sein Ich, sich immer wieder von seinem ihn tragenden, transzendenten Hintergrund zu lösen und seine eigenen kulturellen Wege zu gehen, die sich dann über kurz oder lang als nicht tragfähig erweisen.
Die historische Verkettung von Kulturrevolutionen, die eine progressive Entfernung und Loslösung vom spirituellen, tragenden Hintergrund darstellen, erklärt die gesamte deutsche Geschichte der zweiten Hälfte des verflossenen Jahrtausends beginnend mit der Progression eines versuchten
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Loslösungsprozesses in der Gestalt des Augustinermönches Luthers, der sich über den Marxismus und den Totalitarismus wie eine Welle zu einem geistigen Tsunami in der Gestalt der großen Weltkriege entwickelt hat und dessen Kraft in der Gegenkulturrevolution und der gegenwärtigen Atomisierung und Relativierung der weltweiten Säkularisierung einem noch ausstehenden Gipfel der Loslösung entgegenstrebt und sich derzeit als globale Krisen im Bereich der individuellen und kollektiven Kultur, ja selbst der ganzen Zivilisation manifestiert.
Die Ur-Ursache besteht, zumindest vom hier dargelegten Standpunkt, in der Dissoziation vom geistigen Urgrund und alle aus dieser Korrumpierung des integralen Menschen erwachsenden Artefakte führen in eine Logik des Konflikts individueller und kollektiver Natur bis die Integralität des Menschen wieder im menschlichen Geist auftaucht und er seinen persönlichen und kulturellen Optionen auf dieses integrale Fundament stellt. Die Trennung vom Urgrund und vom tragfähigen Urfundament erzeugt Trennungen und Spaltungen in allen Lebensbereichen. Die Einheit mit dem Grund über den Abgründen überbrückt und integriert alle Trennungen und Spaltungen, da sich alles in diesem bewegt und ist und da nichts außerhalb seines eignen Fundamentes bestehen kann. Und „einen anderen Grund kann niemand legen, als der, der gelegt ist in Christus.“
Und dieser repräsentiert den Schöpfer selbst und somit das Leben, außerhalb dessen nichts sein kann. Sobald der Mensch versucht, sich von der geistigen Dimension, die den Grund und das Fundament des Lebens bereitstellt, loszulösen, beginnen die kulturellen und persönlichen Relativierungen, die in ein unentwirrbares Netz niemals endender Dialektiken verstricken, denen er nicht entrinnen kann, bis er sich wieder
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auf den einen Grund stellt, der das ausschließliche Kriterium wahren Lebens ist.
Wie kann das geschehen? Nun, die Erkenntnis der geistigen Dimension, die seine persönlichen und kulturellen Relativierungen in das eine Absolute einbettet, ist bereits die Rückkehr zu jenem Zustand, der das Leben auf das eine lebenspendende Schöpfungsprinzip ausrichtet.
Wann immer eine das Leben individuell oder kollektiv beeinträchtigende Relativierung über einen Verlust der geistigen Dimension eintritt erkennt man dies an der progressiven Ausweglosigkeit der Situation mit ihren endlosen dialektischen Konfliktspiralen, die keine Ruhe finden können, bis sie wieder von der integrativen geistigen Dimension erlöst werden. Die Natur der persönlichen und der kulturellen Ebene können nur von der geistigen erlöst werden, weil diese intraindividuell die Brücke zur absoluten Ebene des Göttlichen darstellt.
Diese Verbundenheit und Verschmelzung mit der Quelle des Geistes ist das eigentliche Unterscheidungsmerkmal des Mystikers vom Nicht-Mystiker, doch ein reiner Rationalist tendiert dazu, die geistige Dimension auszublenden und löst einen Zustand der Trennung aus, der all seine rationalistischen, wissenschaftlichen Artefakte prägt. Die mystische Position ist für ihn Verstiegenheit. Doch diese scheinbare Verstiegenheit scheint den solidesten Boden unter den Füßen bereitzustellen, den der Rationalist häufig in seinen als wissenschaftlich bezeichneten Artefakten erfolglos sucht.
Die Integration des Glaubens und der Vernunft kann hier eine Brücke zu einem solideren Grund schlagen. Dies ist Teil der individuellen und
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kollektiven Integration der dreifältigen DNA, der strukturellenfunktionellen Information über den integralen Menschen.
Doch das erfordert einige Evidenz, denn allzu leicht wähnt man sich in einem integrativen gestiegen Raum, der sich vielleicht, bei genauerer Erforschung, nur als eine Erweiterung des eigenen Ichs und seiner Ziele entpuppt. Eine verbindliche Unterscheidung der Geister ist geboten. Da kommt uns die biblische Maßgabe der Erkennung der Geister an ihren Früchten zu Hilfe. Man kann den relativen Geist des vom wahren Geist losgelösten daran erkennen, dass er desintegrativ wirkt, während der wahre Geist, der All-Einheit des Schöpfers entstammend, gleichermaßen einigend und integrativ ist. Doch selbst Formen der Einheit können trügerisch sein, weil sie andere psychophysische und energetische Manifestationen von Chimären sind. Je weiter man sich der wahren Quelle nähert, desto mehr kann die Reinheit der dortigen Wasser bisweilen getrübt werden, bis sich der Mensch vergleichbar mit dem Mystiker ohne Rückhalt und Rückblick der einen Quelle seines Seins in der Gestalt des All-Einen ohne zweiten - ohne fremde Götter, denen man auf dem Weg in vielerlei innerer und äußerer Gestalt begegnet - anvertraut. Vielleicht kann man letztere als diverse Gestaltannahmen des Widersachers schlechthin zusammenfassen, der den Menschen in der dialektischen Verwirrung des relativen festhalten möchte, weil er darüber hinaus keine Macht besitzt. Dies läuft auf eine eschatologische Dimension der fundamentalen antagonistischen Kräfte des Guten und des Bösen hinaus, des Angebots eines falschen Grundes, der in den Abgrund statt zum einen Ziel der Integration des Relativen mit dem Absoluten führt.
Die psychophysische Ebene ist die der dialektischen Diversität. Die geistige Ebene ist abwärts in der dreifältigen menschlichen Architektur
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integrativ, weil sie aufwärts mit dem einen Geist Gottes und des einen Lebens in Verbindung steht. Der relative Geist des dialektischen Rationalismus mag es zunächst gar nicht, dass die Einführung einer ihn transzendierenden, neurophysiologisch übergeordneten Dimension seiner Vormachtstellung in der menschlichen Bewusstseinsarchitektur beraubt. Deshalb hat das Relative eine Aversion gegen das Absolute bis es erkennt, dass letzteres seine einzige Rettung aus der dialektischen Verstrickung im Labyrinth des Relativen ist. Dann nimmt es den Balsam des Geistes bereitwillig an, zumal wenn die geistige Funktion transdisziplinär und transkulturell, wissenschaftlich fundiert, hergeleitet werden kann.
Die Welt des Relativen ist exklusiv und desintegrativ, während die Welt des Absoluten naturgemäß inklusiv und integrativ ist. Das Eine und seine manifestierten diversen Spielarten sind komplementäre Attribute der Schöpfung und der Evolution, die den Bogen von Zeit und Ewigkeit über das Zeitliche charakterisieren. Wahre Religion sucht die beiden zu integrieren und von dem relativen Zeitlichen zu erlösen. Ein jeder menschlicher Belang kann durch den Brückenschlag von Alpha und Omega durch die Transzendierung des Zeitlichen erlöst werden. Doch dieses Zeitliche ist resistent und unwillig, da es in seiner Relativität sein vermeintliches Ende in der Gestalt der Reintegration in die Einheit des Absoluten, seine Auflösung fürchtend, nicht erfassen kann. Aufgrund dieser Aversion können soziokulturelle Probleme nicht gelöst werden. Doch kann man eine integrative Priorisierung der geistigen Dimension vornehmen, so kann das Relative in ein positives Licht der Veredelung und Integration und nicht dessen Ende und Vergänglichkeit gerückt werden.
Betrachtet man die drei Ebenen menschlicher DNA und prüft sie inbezug auf ihre Wirkung, so kann man folgende Hierarchie mit den zugehörigen
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Attributen erkennen: Sie bilden eine Hierarchie und sie haben das menschliche Wesen und sein Prozesse differenzierende und integrierende Eigenschaften in verschiedenen Graden.
Hierarchie der komplementären Ebenen menschlicher DNA und ihre Integrations- und Differenzierungsattribute:
Stufe 1: Die biologische Ebene
Sie weist sowohl den Menschen differenzierende als auch verbindende oder tendenziell integrative Attribute auf. Alle Menschen verfügen über eine spezifisch menschliche biologische Ausstattung mit rassischen und persönlichen…Variationen. Diese Ebene kann sowohl als
Integrationsfaktor als auch als Casus Belli konstruiert werden, solange der integrale Mensch nicht in die menschliche Sichtweise und Erkenntnis miteinbezogen wird. Mit der Transzendierung des Rassenbewusstseins und der Geschlechterdiskriminierung kann man aber tendenziell mehr und mehr von dem Menschen als einem einzigartigen Wesen insgesamt sprechen und das gemeinsame biologische Erbe als die eine menschliche Familie konstituierend betrachten. Somit scheint die biologische Ebene tendenziell integrativer Natur zu sein, solange sie nicht in ihrer Existenz bedroht ist. Dann könnte sie nämlich von einer Pflugschar, die den menschlichen Humus - fruchtbar in seiner Mannigfaltigkeit - in ein Schwert umkonstruiert werden, das biologische
Unterscheidungsmerkmale zu einem Casus Belli und Vorwand für Konflikt im Hinblick auf das biologische Überleben umfunktioniert, insbesondere, wenn die biologischen Differenzen durch kulturelle und mögliche weitere Faktoren der physischen Kultur (Ressourcen, materielle Lebensbedingungen) potenziert werden.
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Stufe 2: Die psychologische Ebene
Sie weist ebenso sowohl integrative als auch differenzierende Faktoren auf. Da aber nicht nur jeder kulturellen Gruppe, sondern sogar jedem Menschen an sich eine singuläre Kultur zueigen ist, scheint die psychologische kulturelle Ebene, nicht zuletzt aufgrund mentaler Mechanismen, hoch differenzierend in der Menschheit zu wirken, ja selbst in Verbindung mit den physischen und biologischen kulturellen Bedingtheiten des Menschen, endlose Konfliktkreisläufe zu bewirken, wo immer der Mensch als Individuum oder Gruppen verschiedener Prägung auftritt. Dies scheint das prägende Charakteristikum der psychologischen kulturellen Ebene zu sein; die Konflikte sind in der Regel Artefakte des menschlichen psychologischen Bewusstseins. Diese Ebene, so lehrt uns die Geschichte, differenziert den Menschen individuell und kollektiv bis zur Zerstörung der Kohäsion des Menschlichen und dies häufig aufgrund mehr oder weniger konkreter und somit abstrakter Artefakte der psychologischen Ebene. Wenn sie dominiert, dann dominiert die Exklusion statt die Inklusion, aufgrund von Identifikationsmechanismen, die sich zu behaupten suchen und antagonistisch wirken. Auch die
Integrationstechniken der Sozialwissenschaften, die auch diesem psychologischen Bewusstseinsbereich entstammen, können die
zentrifugalen Tendenzen dieses Bereichs nur bedingt beheben. Kurz, in diesem Bereich scheint das Spalt- und Desintegrationspotential häufig zu dominieren.
Stufe 3: Die geistige Ebene
Wie alle Ebenen ist auch diese mit beiden komplementären Attributen der Integration und der Differentiation ausgestattet. Doch sie ist als hierarchisch höchste der drei Ebenen mit dem singulären Vorzug der Integration der beiden untergeordneten psychosomatischen Ebenen
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ausgestattet, insbesondere wenn sie reiner geistiger Natur, in der Bewusstheit eines einzigen allmächtigen Schöpfergottes, ist. Einheit inkarnierend kann sie nur Einheit bewirken. Diese Ebene ist also per se und naturgemäß integrativ par excellence. Sie ist die konstitutive ergänzende Ebene der psychosomatischen Dualität und vermag die Prozesse innerhalb derer in ihre Einheit, aus der sie
schöpfungsgeschichtlich oder evolutionsmäßig hervorgegangen sind, zu integrieren.
Diese drei Ebenen, deren Einheit wir für analytische Zwecke unterteilen, konstituieren also den mutmaßlichen integralen Menschen. Kann er seine Integralität nutzen, so ist der Mensch in all seinen Unternehmungen naturgemäß gleichermaßen integrativ. Das ist ein schöpferisches Geheimnis, das mit der Schöpfungsgeschichte einhergeht. Die Einheit transzendiert die Sprache und den Verstand bisweilen, da beide Attribute des Zeitlichen sind. Der reine Geist als Bindeglied mit dem absoluten Geist kann alle zeitlichen Artefakte und Abläufe überbrücken und jederzeit in die Einheit, gewissermaßen das Alpha und das Omega, zurückkehren, in dem die zeitlichen Differenzierungsprozesse, die er auf den beiden untergeordneten Ebenen nur bedingt vereinbaren kann, enden. Auf diesem Wege können intra- und interindividuelle relationale Dysfunktionalitäten und Dissonanzen im Lichte einer höheren Ordnung harmonisiert werden.
Der Schlüssel zum Management menschlicher Dialektiken und Konflikte, die insbesondere der mechanistischen, vergangenheitsbezogen
wahrnehmend und antizipierend operierenden Mentalebene entstammen, kann also weniger durch dieses oder jenes weitere Artefakt des psychologischen Geistes, sondern vielmehr durch die Realisierung des integralen Menschen, die das zentrifugal-zentripetale oder das integrative-
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differenzierende Gleichgewicht der im Menschen wirkenden Kräfte wiederherstellt, gefunden werden. Dies scheint deshalb möglich, weil der Mensch gewissermaßen an einen allintegrativen Geist des einen Gottes, entsprechend seinem diesbezüglichen Charisma, teilhaben kann.
Die Kartierung der DNA des integralen Menschen zeigt das wahre Wesen seiner Natur insgesamt, die somit alle Ressourcen für die Bewältigung des Zeitlichen, insbesondere des Soziokulturellen, aufweist. In diesem Sinne macht auch der Ausspruch eines ehemaligen, angeblich ungläubigen Kulturministers eines Nachbarstaates vom Anfang der Siebziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts Sinn, wenn er sagt, dass das einundzwanzigste Jahrhundert „metaphysisch sein wird oder gar nicht.“ Das wird verständlich unter dem Blickwinkel der Tatsache, dass allein die metaphysische Dimension, oben als geistige kulturelle Ebene erfasste, die kulturellen Diversitätsherausforderungen unserer Zeit zu integrieren vermag.
Die nachfolgende Erörterung ist eine Exploration der komplementären Integrationsfunktion zur Diversifikationsfunktion innerhalb der menschlichen Konstitution.
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Summum Unum and
the Diversity of Life
This essay explores the relationship between life and the diversity of its forms: Life appears not only uniquely diverse but also highly integrated. The dual principle of diversification and unification and integration can be the basis for an enhanced understanding and management of diversity. In a balanced perception the interplay of the two appears in its proper relationship in which the centrifugal diversity is naturally integrated by the centripetal unity.
There is one life and many forms of it. There are many creatures that are enlivened: animals, plants, humans. It enters them at their conception and leaves them after some time, earlier or later, depending on the form or life, the species and the circumstances of life, the initial genetic endowment and the course of live of those living organisms which may be more or less conducive and connected to live and embody more or less life as such - of the life force.
Without life nothing exists whatsoever that is of significance. Only by virtue of life things take and make meaning. Therefore, the connection to life is the actual mystery of life, the highest and deepest, that which escapes the complicated minds of thinkers
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and scientists who often remain at the level of the forms of life, without actually being able to lift the veil of its enigma and to penetrate its mystery. So the secret of life remains hidden to them. They remain at the surface, although they may study subatomic particles under sophisticated microscopes and stare into million galaxies. There is a gap between the form and life itself, comparable maybe to a well or spring with numerous channels which irrigate the crops for millions. The channels and „conduits" of life are not life itself, but rather that which passes through them and has the power to sustain the forms of life.
The myriad forms sustained by life carry life due to life itself. This life is one life which has the power to enliven the many, the innumerable carriers of life as the light of the sun gives light to uncountable stars. When it is not given there is darkness. When life is no longer flowing from the source of life itself, life withers away. Light and life provide their carriers with a capital to sustain them but they have to be continuously and fully connected to the source of life or light to be rejuvenated, enlivened and enlightened. The force is so strong that the stars and planets as well as the living organisms would not be able to sustain the permanent total exposition to those powerful sources. It is stronger than death and seems to be the strongest force in the universe next to the Creator of it. Therefore the overall balance always remains in favour of life. It cannot be ended unless the source of life itself decides so. When life inundates the „conduits" and light inundates the planets everything is cast in their quality which forms a common medium of and for those in the area of influence of these powerful sources. If living organisms were not able to respond to those energies, they would disappear. The „conduits" display myriad shapes and forms and types and appearances, yet they all radiate that which flows through those „conduits” and everything they do is enabled, nourished and sustained by it, without which they simply would not be at all.
When man becomes a bad „conduit“ of life, because he resists it or because he forgets about it, he starts confounding the „conduit“ with that which enlivens it. Now the
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forms and shapes and colours have taken the place of the actual, the source which has produced them and sustains them. The product substitutes itself for that which has enabled it. This disconnect is the human condition in many ways. The disconnect between form and substance produces the loss in diversity, due to a loss of memory of the common source. The manifestation of the one source and its current in myriad forms is the nature of life itself. Man’s forgetting of the source causes a disconnect and a depletion of the flow of the source. He cannot be without the source and tries to substitute other „conduits” for the source, which creates the diversity challenge. As long as diversity is integrated in its source myriad shapes and forms of diversity are simply different „conduits” of the same. All „conduits“ recognize that sameness in other „conduits” and being of the same nature they are naturally solidary. Otherwise, by obstructing other „conduits”, they would - being of the same essence and partaking in the same nourishing flow - also obstruct their own life sustaining source.
The oblivion of the source requires a substitute, yet there is no substitute, but there are innumerable „conduits” whose spirit of life may, however, strengthen that of other „conduits”. Not being able to sustain oneself without the source one enters in a battle for the source with other „conduits”. The connection to the source is erroneously, through oblivion of it, substituted for by the battle with other „conduits”, which cannot provide a real substitute, because they are not the source. Now the appearance of difference takes the shape of a threat, whereas difference appears as essential sameness when it is enveloped by and imbued with the same flow of the same source.
Therefore all antagonistic diversity issues arise as a consequence of the oblivion of the connection to the source. This is, in a way, the original diversity sin. It comes through man’s oblivion of his sameness at the level of the sine qua non, which is that without which simply nothing, not even diversity, is. Reconnecting to the source and
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therefore seeing through diversity and discovering the one life behind it heals the life threatening disconnect through reintegration of diversity in its source.
Diversity conflicts are the battle of life and for life. Therefore they become paramount at a moment of history in which threats to life as such appear. Diversity conflict resolution often displaces the battlefield to a place, where there are only losers, and no solutions to its challenge. Diversity warriors fight the wrong battle on the wrong battlefield. That has gone on for millennia and seems to continue until man understands that he produces the battle, the battlefield and the fighters through oblivion of the common source. And therefore the one and only sustainable appeasement is a change of the direction of attention away from that battlefield of diversity to the source, to life. At that moment he realizes that he is fighting a wrong battle, with false warriors and battlegrounds; a war caused by a monumental error of perception of his own making.
The reconnection to the common source submerges the battle, the battlefield and the fighters in the ocean of the source. None of the three has continuity because they have come into being erroneously; the greatest error of man throughout history, namely that which disconnects the form and the essence. It is based on an incomplete perception. In the complete perception the actual solution for the limited perception is provided, because the complete perception resolves diversity in its cause which I have chosen to call life and which may be denominated differently by diverse world views.
The creation of distance between the players and the source creates a virtual life without real substance and this lack of substance creates the battle for substance which cannot be satisfied virtually and so the battle goes on forever until someone comes and leads the way back to the source, which is life and then the false battles of diversity cease. The emergence of non-religious times is paralleled by the emergence of diversity conflict, because religion, in particular, carries the memory of and teaches about the ultimate common source. The understanding of it makes battles
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over diversity superfluous. The real founders of religions have tried to reconnect the diverse human phenomena to their underlying source of life - the true meaning of religion - which, if it is achieved, makes all fight between the diverse „conduits" unnecessary. One drop of water does not fight another. They combine to form billions and trillions, oceans; the rays of the sun do not fight each other, they combine to illuminate the whole world. Atoms, molecules and photons do the work of life in this way. Essential likeness connects to the source. But there is a spirit which refuses the one source, the one life, which says: “Follow me!” That is another aspect of the original sin of diversity. This division, the separation from the source actually is the false way. Whatever is achieved on this false way has little continuity because it lacks the nourishing life of the source. This bifurcation of the path of life and the exclusive path of the form represents the difference between the right and the wrong way, the good and the bad. That is the bifurcation where ethics and religion are actually born and come into play. They entail the ability to choose and adhere to one way or the other, where life or death, being or not being, love or hate, war or peace have their origin. Life and its diverse forms as an expression of that life are both absolutely necessary. They are part of the wholeness of life. The problem arises when they are not seen as belonging together. - Neither the form, nor even the myriad diverse forms but rather the disassociation of unifying life and its diversified forms seem to cause a problem. - Then the natural integrator of the diverse forms is lost out of sight and diversity cannot solve its diversity conflicts at its own level alone. When the disconnection is reintegrated in life itself diversity issues are solved sustainably and not merely superficially and reversibly.
The connection to the source is the right way, the separation from the source which wants to go another way than that of life is bound to lead nowhere. Life becomes a battlefield if the awareness of the interdependence of the two ways - that of the essence with its diverse forms - is lost. It may lead to a disconnect of the two and the possibility of the false way which only adheres to the forms of the „conduits", because it has turned its back on the source. Necessarily the battles and the
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battlefields at the level of the diverse forms follow, which can never satisfy man nor solve his diversity conflicts, because there is no substitution possible for the real of the substantial by the more unreal, less substantial form that cannot compensate for the actual fact, the one and only fact of the one and only life without a second.
Saviours and prophets, saints and enlightened beings will have to step onto the stage of human history until man is reconnected and reestablished again in the one, in life, from which it pleases him (and dividing forces) to separate himself in order to attempt to establish an illusionary existence at the exclusive level of the forms alone. That which disconnects and branches off in the wrong direction which is not life itself but a mere reflection of it and at times its negation may be called an original sin.
Led astray from nourishing pastures of life into dry deserts, naturally, the battle for live giving water is bound to set in. No all-pervasive sameness is left. Therefore blatant difference appears which exacerbates the fight for life giving water. The diversity issue appears only as an inappropriate response to the source of life. This response is based on a deficitary awareness which leads to inappropriate attitudes and comportment.
The inappropriate response necessarily creates the diversity battle. Therefore the diversity battle is really not about diverse forms but about the same essence, about the one without which there are no diverse forms. The diversity battle is only about life, and the absence of it is death. Therefore the diversity battle actually is about life and death.
And if diversity is analyzed only at the level of the form by a mind which is not at the same time grounded in the common source and is therefore disconnected from the unifying essence, the analysis is bound to remain or become part of the actual problem. It attempts to solve something at a level where it is simply insoluble in its entirety. It superimposes an intellectual diversity conflict of methods on actual
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diversity conflicts. Both conflicts are the consequences of an incomplete perception, which does not perceive the unifying behind the diversifying aspects of life.
At this level there can hardly be a sustainable solution. In that rather arid desert land of appearances, some oases may be found but most of them will turn out as fata morganas. And it continues until someone notices that in this direction there is neither life nor light because in this direction there can be no light nor life, due to the disintegration of what is naturally integrated: life and its myriads of diverse forms. Their disassociation inhibits the naturally integrative work of life with regard to its diverse manifestations. The mind seems to be setting itself up as an independent authority which wants to overrule life. Therefore, the mind, instead of being a diversity problem solver becomes a barrier to the natural diversity problem solving of integrating and unifying life itself. The mind, itself a channel and manifestation of life, can add little to life’s integrating activity, except inhibiting or facilitating it. Life rather integrates the very mind with the sum total of its diversity conceptualization, the memory with its diverse contents. The mind can facilitate and cooperate with the work of that which it is also part of. If it reverses the cause-effect relationship and monopolizes the mind-life relationship it steps outside the logic of life and suffers the consequences of estrangement. It can hardly have the integrative and unifying power of life as a whole with its eons of integrative history.
As soon as the religious, ethical or analytical insight into this state of affairs dawns the reintegration into the source may set in and diversity, diversity battles and diversity theoretical intellectual battles over diversity issues subside as if the waves of diversity were submerged and engulfed by the ocean which they erroneously, through oblivion, wrong guidance, splitting diabolical forces or wrong judgment, considered themselves independent from. They cannot prevail in the long term because the power of the ocean of life always catches up with them, as life always needs to reestablish fundamental unity, its very nature. So, any move to divide what is one will be encountered by one + one = one, which is the way of life.
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Life as such knows no diversity. It is similar in all different shapes which it can assume. And it expresses itself most singularly and uniquely. It is the disconnected perception from the one life which makes the observer only see the surface of the „conduits" which appear diverse when they are stripped (in perception) from the allpervasive oneness of life. Diversity and integrity are two concomitant aspects of life. Diversity independent of integrity is a man-made product of a flawed perception, a superficial perception that appears as a consequence of perceptual organs which are disconnected from the source. The reintegrated organs of perception into the one source of life perceive the oneness of life.
It confirms again what some scientists have been suspecting already long ago, i.e. that our perception of the world is a function of our perceptual organs and perceptual processes; that the perceiver actually is the perceived and the observer the observed as has been said by enlightened men. Therefore the riddles and battles of life might be more effectively approached through the optic of the perceiver who, in a way, creates the perception. And an effective intervention on the perceived can therefore take place at the level of the perceiver and the perception process. Does that mean that there is no actual outer world independent from the inner world; are they one interconnected continuum with the consciousness of the perceiver as the master key to the world of diversity? This question raises more questions than it answers. Therefore a modest approach is indicated.
Could it be that much of the diversity turmoil is a self-inflicted human error due to an engrained and socially promoted error of a flawed perception and a failing memory which has been disconnected from the origin, from life itself; a perception which clings to the level of superficial external appearances without penetrating to the essence of things? When the mind reintegrates through memory, analysis or insight into the one field it bids farewell to the disconnected virtual reality of diversity - considering it as varying forms of expressions of the one life - in order to perceive diversity in the light of unity, which is life in its purity.
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