Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 3
1. Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland 2006. 4
1.1 Einleitung 4
1.2 Geschichte 4
1.3 Bedeutung einer Weltmeisterschaft 5
1.4 Daten und Fakten 6
1.5 Austragungsorte und Stadien 7
1.6 Public Viewing 9
2. Sozioökologische Effekte der WM 2006 11
2.1 Ökologische Effekte 11
2.2 Soziologische und Image-Effekte 12
3. Wirtschaftliche Effekte der WM 2006 14
3.1 Tourismus und Infrastruktur 14
3.2 Modernisierung der Stadien 16
4. Fazit 19
Literaturverzeichnis
2
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Gastgeber und Sieger aller Weltmeisterschaften
Abb. 2: Austragungsorte der FIFA Fußball-WM 2006
Abb. 3: Offizielles FIFA Fan-Fest in Berlin vor dem Brandenburger Tor
3
1. Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft™ in Deutschland 2006
1.1 Einleitung
Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft ist ein einzigartiges, sportliches Großevent, welches viele Sportbegeisterte auf der ganzen Welt in seinen Bann zieht. Eine Studie aus dem Jahre 2004 von Sportfive, einem internationalen Sportrechtevermarkter, macht die Bedeutung des Fußballs deutlich. Laut der Studie interessieren sich 50 Millionen Deutsche für Fußball, für 36 Millionen Deutsche gilt Fußball als der wichtigste Sport im Fernsehen und 39 Prozent aller Deutschen geben an, dass Fußball nicht mehr aus ihrem Leben wegzudenken sei. 1
Deutschland war als Exportweltmeister bisher für besondere herausragende Technologien und Innovationen bekannt. Außerdem gilt Deutschland als ein Land, welches Veranstaltungen perfekt organisieren kann. Jedoch galt Deutschland nicht als besonders gastfreundlich und ausgelassene Feste könnten die deutschen auch nicht feiern. Deshalb wurde der Slogan „Die Welt zu Gast bei Freunden!“ für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006™ ausgewählt und Deutschland versuchte sich als besonders freundlicher Gastgeber zu präsentieren. 2
Fußball gilt als die Sportart, die national und international das größte Zuschauerpotenzial verbuchen kann und am weitesten kommerzialisiert ist. Aus diesen Gründen werden wirtschaftliche Interessen der Beteiligten einer Fußball-WM ein immer entscheidenderer Faktor. Diese Faktoren sind nicht nur für die Fußballfans vorteilhaft sondern auch für die Austragungsländer, da bereits vor der Austragung der Weltmeisterschaft in die Infrastruktur, den Ausbau von Stadien sowie den Tourismusbereich investiert wird. 3 In dieser Arbeit sollen die Folgen der Investitionen vor einer Weltmeisterschaft auf das Austragungsland betrachtet werden.
1.2 Geschichte
Im Jahre 1930 fand die erste Fußball-Weltmeisterschaft in Uruguay statt. Seit dem folgten weitere 18 Weltmeisterschaften. Im Zeitraum zwischen 1938 und 1950 fanden aufgrund des zweiten Weltkrieges keine Weltmiesterschaften statt. Aus internationaler Ächtung war es Deutschland und Ungarn untersagt an der Weltmeisterschaft 1950 in Brasilien teilzunehmen. 4 Es gelang bisher nur acht verschiedenen Nationen die
1 Vgl. Hamacher; Ruzika [Fußball], S. 28.
2 Vgl. Ruda; Klug [Sport-Sponsoring], S.43.
3 Vgl. Hamacher; Ruzika [Fußball], S. 25.
4 Vgl. WM-Geschichte.info [Geschichte].
4
Weltmeisterschaft zu gewinnen, während bisher 76 verschiedene Nationen an der
FIFA Fußball-Weltmeisterschaft teilnahmen.
5
Aus der Abbildung 1 wird deutlich, dass bisher sechs
verschiedene Nationen den Heimvorteil der Austragung einer WM im eigenen Land nutzen konnten und im eigenen Land Weltmeister wurden. Dazu gehören Uruguay (1930), Italien (1934), Deutschland (1974), Argentinien (1978) und Frankreich (1998). Es gelang bisher nur Italien (1934 und 1938) sowie Brasilien (1958 und 1962) den Weltmeistertitel erfolgreich zu verteidigen. Im Jahre 2002 wurde das erste Mal eine Fußball-Weltmeisterschaft auf asiatischem Boden (Japan und Südkorea) und im Jahr 2010 das erste Mal auf dem afrikanischen Kontinent (Südafrika) ausgetragen. Bisher wurden in Italien (1934 und 1990), Frankreich (1938 und 1998), Mexiko (1970 und 1986) und Deutschland Weltmeisterschaften ausgetragen.
1.3 Bedeutung einer Weltmeisterschaft
Eine Weltmeisterschaft rückt das Gastgeberland in den Fokus der Öffentlichkeit, sodass das Gastgeberland die Möglichkeit erhält, sich der Welt zu präsentieren. Des Öfteren wird die Weltmeisterschaft von der FIFA an Länder, in denen der Fußball weniger populär ist, vergeben, um weitere Menschen am Fußball zu begeistern. Entsprechende Beispiele hierfür sind die WM 1994 in den USA, die WM 2002 in Japan und Südkorea sowie die WM 2010 in Südafrika. Die Vergabe der Weltmeisterschaft nach Russland 2018, welche eine große Zunahme der Fangemeinde durch die hohe Bevölkerungszahl Russlands verspricht und die Weltmeisterschaft 2022 in Katar kann die Erhöhung der Popularität des Fußballs im nahen Osten ermöglichen. Heutzutage spielen in den nationalen Ligen Spieler vieler verschiedener Nationen, welches den Identifikationsfaktor der Nationalmannschaften unter den Fans der nationalen Ligen erhöht. Aus wirtschaftlicher Sicht wird eine erfolgreiche Nationalmannschaft zur Vermarktung der nationalen Liga und den dazugehörigen Vereinen als entscheidende Voraussetzung gesehen.
5 Vgl. FIFA [Ewige Tabelle].
5
Die weltbesten Mannschaften zeigen bei den internationalen Turnieren den modernen Spitzenfußball, welcher als Inspiration für die nationalen Mannschaft gilt und zur Verbesserung der Spielweisen und -systeme führt. Folglich führt dieses zur Verbesserung der Qualität des Fußballs im Allgemeinen, was wiederum dazu führt, dass die Fangemeinde des Fußballs größer wird. 6
1.4 Daten und Fakten
Am 6. Juli 2000 wurde vom FIFA-Exekutivkomitee in Zürich die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006™ an Deutschland vergeben. Die Konkurrenten Deutschlands für die Austragung der Weltmeisterschaft 2006 waren Ägypten, Brasilien, England, Ghana, Marokko, Nigeria und Südafrika. Es wurde nach drei Wahldurchgängen letztendlich zwischen Südafrika und Deutschland entschieden, wobei Deutschland im letzten Wahldurchgang zwölf Stimmen und Südafrika nur elf Stimmer erhielt. Somit war die Austragung der 18. Weltmeisterschaft in Deutschland beschlossen.
Am 10. Dezember 2005 wurde die Endrunde der 32 qualifizierten Mannschaften ausgelost. Es wurden acht Gruppen mit je vier Mannschaften gebildet. Das Gastgeberland bestritt das erste Spiel und folglich wurde Deutschland in der Gruppe A eingeordnet. Von den 32 qualifizierten Teilnehmer stammten 14 aus Europa, fünf aus Afrika, vier aus Südamerika, vier weitere aus Nord- und Mittelamerika, vier aus Asien und ein Teilnehmer aus Ozeanien. 7
Die Weltmeisterschaft dauerte vom 9. Juni bis zum 9. Juli 2006 an. Es wurden insgesamt 64 Spiele in zwölf verschiedenen Städten ausgetragen. Die Weltmeisterschaft in Deutschland war die erste, bei der es keine feste Zuordnung zwischen Mannschaft und Spielort in der Vorrunde gab. Das bedeutet, dass keine Mannschaft zwei mal im gleichen Stadion ein Vorrundenspiel bestritten hat. Diese Neuerung sorgte für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, da die Anhänger der Mannschaften zu mehreren Spielorten reisen mussten, um alle Spiele ihrer Mannschaft verfolgen zu können.
Das Finale spielten Italien und Frankreich aus, welches 1:1 nach Verlängerung ausging und Italien im Elfmeterschießen mit 5:3 für sich entscheiden konnte. Das Spiel um Platz drei bestritt Deutschland gegen Portugal. Deutschland konnte sich nach regulärer Spielzeit mit 3:1 durchsetzen. 8
6 Vgl. Hamacher; Ruzika [Fußball], S. 29.
7 Vgl. FIFA [Teilnehmer].
8 Vgl. FIFA [Ergebnisse].
6
Arbeit zitieren:
Tobias Thormann, 2011, Medienprodukt Leistungssport, München, GRIN Verlag GmbH
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