Elias - Ein romantisches Oratorium
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS I
WISSENSCHAFTLICHER TEIL 1
DAS ORATORIUM - EINE DEFINITION 1
FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY - SEINE HERKUNFT 1
STILMERKMALE IN MENDELSSOHNS MUSIK 4
DIE ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DES ORATORIUMS ELIAS 5
DIDAKTISCHER TEIL 9
SACHANALYSE 9
DIDAKTISCHE ANALYSE 11
Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes 11
Didaktische Reduktion 12
Stellung des Unterrichtsinhaltes im größeren Zusammenhang 12
VORAUSSETZUNGEN FÜR DEN UNTERRICHT 13
Voraussetzungen bei den Schülern 13
Äußere Voraussetzungen 13
UNTERRICHTSVERLAUF 14
1. Unterrichtseinheit: 14
2. Unterrichtseinheit: 15
3. Unterrichtseinheit: 15
LITERATURVERZEICHNIS 16
I
Elias - Ein romantisches Oratorium
ANHANG I
Vorwort zum Anhang i
Lexikonartikel : Das Oratorium i
Arbeitsbl ätter: Definition musikalischer Formen ii
Ouvert üre ii
Rezitativ iii
Arie / Arioso iii
Chor v
Das Libretto vi
ERSTER TEIL vi
ZWEITER TEIL viii
Partitur ix
Nr.11 Chor „Baal, erhöre uns“ ix
Nr.12 Rezitativ mit Chor / Elias und Chor „Rufet lauter Denn er ist ja dein Gott“ xiii
Nr.13 Rezitativ und Chor / Elias und Chor „Rufet lauter Er hört euch nicht“ xiv
II
Das Oratorium - Eine Definition
von lateinisch oratio „reden, bitten, beten“.
Ein Oratorium ist die Vertonung eines meist geistlichen Textes für Solisten, Chor und Orchester zur nichtszenischen Aufführung.
Diese Gattung ist im 17. Jahrhundert in Italien entstanden, geht aber auf die Lobgesänge des Filippo Neri mit seiner Bruderschaft, den „Oratorianern“, gegen Ende des 16. Jahrhunderts zurück.
Die bedeutendsten Werke dieser Gattung im 18. Jahrhundert sind Der Messias (G. F. Händel), Das Weihnachtsoratorium (J. S. Bach) und Die Schöpfung und Die Jahreszeiten (J. Haydn). Im 19. Jahrhundert sind vor allem die Oratorien Paulus und Elias (F. Mendelssohn Bartholdy), Die Kindheit Christi (H. Berlioz), Die Legende von der heiligen Elisabeth und Christus (F. Liszt) wichtig.
Im 20. Jahrhundert entstanden eine Vielzahl an weltlicher und geistlicher Oratorien. Hier seien vor allem die Oratorien Oedipus rex (I. Strawinsky), Das Unaufhörliche (P. Hindemith), Johanna auf dem Scheiterhaufen (A. Honegger), Spiritus intelligentiae, sanctus (E. Kreneks) und Dies irae (K. Pendereckis) genannt (vgl. Buchner, Gerhard, S.171 und Kwiatkowski, Gerhard, S.268).
Felix Mendelssohn Bartholdy - Seine Herkunft
Felix Mendelssohn Bartholdy wurde am 3. Februar 1809 geboren und starb im Alter von nur 38 Jahren am 4. 11. 1847. Er stammte aus einer jüdischen Familie. Sein Großvater war der jüdische Philosoph Moses Mendelssohn, der sich für die Bildung der Juden einsetzte. Vor allem sah er seine Aufgabe darin: „...die Juden die verbotene deutsche Sprache zu lehren und ihnen dadurch die Schätze der Gedankenwelt der Deutschen zugänglich zu machen, durch die allein er glaubt, das kulturelle und geistige Niveau der deutschen Juden heben zu können.“ (Riehn, R, S. 124). Moses Mendelssohn hatte außerdem
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Kontakte zu Gotthold Ephraim Lessing und Friedrich Nicolai in Berlin, die ihn auch über jüdische Kreise hinaus berühmt machten (vgl. Friedlein, Annett, S.2). Felix Mendelssohns Bartholdys Vater, Abraham Mendelsohn Bartholdy sorgte dafür, dass seine Kinder die bestmögliche Ausbildung bekamen, die nur möglich war. Das Haus der Mendelssohns wurde zu einem der bedeutendsten geistig-kulturellen Zentren der Stadt Berlin. Alle wichtigen Persönlichkeiten der damaligen Zeit kamen hier bei den regelmäßig veranstalteten Sonntagsmusiken zusammen. Unter ihnen waren zum Beispiel Alexander von Humboldt, der sogar Magnetbeobachtungen im Garten des Hauses durchführte, Hegel, Heinrich Heine und viele andere. Abraham Mendelssohn Bartholdy stellte zur allgemeinen Bildung seiner Kinder Carl Ludwig Heyse als Privatlehrer ein, durch den vor allem die sprachliche Kompetenz seiner Kinder geschult wurde. Abraham Mendelssohn beriet seine Kinder in nahezu jedem Bereich. So korrigierte er zum Beispiel den Briefstil seiner Kinder und gab konkrete Hinweise für die Kompositionen von Felix, das belegen seine Briefe (vgl. Friedlein, Annett, S.4-5).
Es ist anzunehmen, dass Felix Mendelssohn die jüdischen Traditionen kennen gelernt hat, jedoch nicht nachweisbar. Bis 1814 war er noch ins Register der Berliner Judenschaft eingetragen. Mit 7 Jahren lies ihn der Vater, der: „...unter dem Druck des Staates, der Gesellschaft und der öffentlichen Meinung handelte“, taufen (Riehn, R., S.138). Moses Mendelssohn erlebte diese Taufe nicht mehr, hätte sie auch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht befürwortet: „Daß[ss] die meisten seiner Kinder sich taufen ließen, hätte ihn, wenn er es erlebt hätte mit Entsetzen erfüllt.“ (Simon, H. und M., S.212).
Mit 9 Jahren trat er erstmals öffentlich als Pianist auf. Neben seiner vorzüglichen Ausbildung in Berlin war ein weiterer wichtiger Bildungsfaktor zu der damaligen Zeit das Reisen. 1830 -1831 verweilte Felix Mendelssohn fast 10 Monate in Italien. „Man wohnte [...] nicht anonym und vereinzelt in großen Hotels, sondern am liebsten bei Freunden, bei Bekannten, denen man empfohlen war; [...] es gab Fremdenlisten, in die man sich eintragen musste und aus denen man erfuhr, wen aufzusuchen und ihm seine Aufwartung zu machen sich lohnte, - kurz, jeder stand mit jedem, ob er wollte oder nicht, alsbald in einem geselligen Zusammenhang, der ein immer dichteres Netz von Verknüpfungen über den Kontinent spannte...“ (Dahlhaus, C., S.18). Meist traf man auf solchen Reisen wichtige Persönlichkeiten und man konnte sich von deren Fähigkeiten und Wissen inspirieren lassen.
Über seinen Lehrer Carl Friedrich Zelter bekam Felix Mendelssohn Bartholdy Kontakt zu Johann Wolfgang von Goethe. Dass dieser die Ansichten und Meinungen des jungen Mendelssohn beeinflusst hat, ist nur natürlich.
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Angesichts der vielen bedeutenden Persönlichkeiten, die Felix Mendelssohn um sich hatte, ist seine außergewöhnliche Allgemeinbildung nicht verwunderlich, obwohl er in den meisten Bereichen eher als passiver Kenner gesehen werden muss. (vgl. Fiedlein, Annett, S.6-10). Bei seinem Lehrer Carl Friedrich Zelter hatte Felix Mendelssohn Bartholdy mindestens sechs Jahre Unterricht. Zelter lehrte ihn die Musik Bachs, was Mendelssohns Kirchenmusik früh prägte. Außerdem vermittelte er ihm die Machart der Musik Händels, was sich in seinen frühen Kompositionen zeigt: „Haben doch Mendelssohns früheste Fugenthemen oft eine bedenkliche Ähnlichkeit mit den Zelterschen; sie sind wie diese ein verwässerter Händel.“ (Werner, R., S.139 f.).
Zelters schien seinen Unterricht jedoch auf die Kirchenmusik mit ihrer strengen theoretischen Grundlage und an die wortgebundene Musik zu beschränken. Trotzdem ist das Schaffen des jungen Mendelssohns sehr phantasievoll und fortschrittlich. Grund sind hier wahrscheinlich seine Vorbilder Mozart und Beethoven, sowie seine Eindrücke der Jugendreisen und der Klavierunterricht bei Ludwig Berger. (vgl. Friedlein, Annett, S.11). Schon sehr früh besaß der junge Mendelssohn ein recht kritisches Urteilsvermögen. An seine Schwester schrieb er nach einer Oper von D. F. Auber in Paris: „So etwas Erbärmliches kannst Du Dir gar nicht vorstellen [...] Ich spreche nicht davon, daß kein Feuer, keine Masse, kein Leben, keine Originalität in der Oper zu finden, daß sie aus Reminiscenzen abwechselnd aus Cherubini und Rossini zusammengeklebt ist, ich spreche nicht davon, daß nicht der geringste Ernst, nicht ein Fünkchen Leidenschaft drin ist; nicht davon, daß in den entscheidenden Augenblicken die Sänger Gurgeleien und Trillerchen und Passagen machen müssen; aber i n s t r u m e n t i e r e n, was jetzt so leicht geworden ist, da die Partituren von Haydn, Mozart und Beethoven verbreitet sind, instrumentieren sollte doch wenigstens der Liebling des Publikums, der Schüler Cherubini´s, ein Mann mit grauen Haaren können.“ (Hensel, S., S.145). Aus diesem Brief geht zudem hervor, dass sich Felix Mendelssohn Bartholdy an den klassischen Meistern orientierte und deren Werke studiert haben muss (vgl. Friedlein, Annett, S.12).
Ein Jahr später schrieb er mit 17 Jahren die berühmte Ouvertüre zu Shakespeares Sommernachtstraum. 1829, also mit 20 Jahren, brachte er erstmals nach J. S. Bachs Tod dessen „Matthäus-Passion“ wieder zur Aufführung und leitete damit eine Bach-Renaissance ein. Als Kapellmeister der Gewandhaus-Konzerte in Leipzig gründete er dort ein Konservatorium für Musik in Deutschland. Er schrieb 12 Jugendsinfonien und 5 Sinfonien, die bekanntesten sind: Die Schottische (Nr.3), die Italienische (Nr.4) und die
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Reformationssinfonie (Nr.5). Sehr beliebt sind auch seine Konzertouvertüren: Die Hebriden, Meeresstille und glückliche Fahrt... (vgl. Buchner, Gerhard, S.144).
Stilmerkmale in Mendelssohns Musik
Musikwissenschaftler sind sich eigentlich einig darüber, dass Felix Mendelssohn Bartholdys Stil bereits 1825 - 1826 weitgehend ausgeprägt war und sich danach nur noch geringfügig änderte. Sein Stil beinhaltet, nach dem Grove´s Dictionary, den kontrapunktischen Stil, speziell die Fugentechnik Bachs aus der Zelterschen Schule, und die Musik Mozarts sowie Beethovens instrumentale Techniken (wie die Weiterführung von Beethovens Fugentechnik in den Streichquartetten).
Felix Mendelssohn Bartholdys Kompositionsstil war und ist bei manchen Musikwissenschaftlern umstritten. Vor allem die geringe rhythmische Differenzierung zwischen den einzelnen Stimmen, sowie die einfachen Themen, die meist aus Sekundschritten und Dreiklangsbrechungen aufgebaut sind, werden von den Kritikern oft bemängelt. Doch gerade diese Merkmale haben große Vorteile bei der Vokalmusik. Felix Mendelssohn Bartholdy schafft es hiermit alle Stimmen gesanglich zu machen. R. WERNER über die Vokalwerke Mendelssohns: „Mendelssohn überträgt nicht instrumental Gedachtes auf die menschliche Stimme, sondern erfindet wirklich aus dem Gefühl für die Erfordernisse des Gesanges heraus.“ (Werner, R., S.7).
Durch die geringe rhythmische Differenzierung schafft es Felix Mendelssohn Bartholdy außerdem die: „...wechselseitige Verkettung von Themen und größeren Abschnitten.“ (Friedlein, Annett, S.14).
Harmonisch beweist Mendelssohn seine Vorliebe für den Liedsatz. Mendelssohns Harmonik ist geprägt durch: „...langsamen Stufenwechsel, Verweilen in Grundstufen und engen Radius meist diatonischer Modulation...“ (Dahlhaus, C., S.180 f.). Dass Felix Mendelssohn Bartholdy ungewöhnliche Dissonanzen, Tonartenrelationen und Modulationsverläufe nicht fremd waren zeigt sich vor allen in seinen Spätwerken. Im Elias tritt zum Beispiel in Nr. 16, Takt 6/7 eine enharmonische Modulation auf, um der Szene eine höhere Ausdruckskraft zu verleihen. Doch solche harmonischen Ausdrucksmittel verwendet Mendelssohn eher selten, was aber, so F. Krummacher: „... nichts an der relativ schlichten Harmonik gerade der reifen Hauptwerke [ändert], doch gibt der Befund ebenso zu denken wie die Tatsache, daß gerade in
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Arbeit zitieren:
Joachim Dieterich, 2003, Geistliche Musik in der Schule - Elias: Ein romantisches Oratorium, München, GRIN Verlag GmbH
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Betrachtung der 2. Finalszene in Mozarts "Hochzeit des Figaro&quo...
Hausarbeit, 16 Seiten
Basale Stimulation als Frühförderung
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Seminararbeit, 17 Seiten
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