1. Was bedeutet DVD? 2. Die Geburt der DVD 3. Produktion einer DVD
• Authoring
• Premastering
• Glassmastering
• Abspeicherung 4. Daten und Fakten
5. Was hat sich im Gegensatz zur CD geändert? 6. Wichtige Features der DVD-Technologie 7. DVD-Typen
• DVD-5
• DVD-9
• DVD-10
• DVD-18
• DVD-Video
• DVD-Audio
• DVD-ROM
• DVD-R
• DVD-RW
• DVD+RW
• DVD-RAM 9. Ton-Formate
• Dolby Digital
• MPEG1 und MPEG2
• DTS
• PCM 10. Bildformate
• Vollbild 1.33:1 (4:3)
• Widescreen 1.78:1 (16:9)
• Widescreen 1.85:1
• Cinemascope 2.35:1
• Anamorphe Kodierung 11. Ländercodes
• Colorstripe
• Macrovision
• CGMS
• CSS
• Wasserzeichen 13. Zukunft?
Da DVD’s aber nicht nur für Video, sondern auch für andere Zwecke (Daten-, Audiospeicherung, etc.) verwendet werden können, setzte sich die Bezeichnung "Digital Versatile Disc" (= digitale vielseitige Scheibe) durch.
2. Die Geburt der DVD
Seit der Einführung der Audio Compact Disc im Jahre 1982 und der CD-ROM im Jahre 1985 ist die 12 cm große Scheibe zum populärsten Universalträger für Musik, Daten und Multimedia geworden. Aber v.a. im Bereich der Video-Speicherung weist die CD mit 650 MB eine unzureichende Kapazität aus. Deshalb wurde Anfang der 90iger Jahre ein Komitee gebildet, (bestehend aus Hollywoods Unterhaltungsindustrie der Computerindustrie und den großen Unterhaltungselektronik-Anbietern), dass sich bereits 1995 auf die generellen Standards der DVD einigte. Ein weiterer Grund für diesen Zusammenschluss - dem heutigen DVD-Konsortium - war auch die Entwicklung eines neuen einheitlichen Weltstandards, um die Fehler bei der Einführung der Videokassette (Beta vs. VHS) nicht zu wiederholen. Die DVD war geboren, und mit ihr das DVD-Forum. Es besteht zurzeit aus 10 Unternehmen: Hitachi, JVC, Kodak, Matsushita, Mitsubishi, Phillips, Pioneer, Sony, Thomson und Toshiba.
Auf der Wunschliste des Komitees standen folgende Merkmale, die von dem neuen optischen Speichermedium verlangt wurden:
• Die Mindestkapazität für die Daten Aufzeichnung bei DVD-Video muss 135 Minuten
pro Seite betragen.
• Ausgezeichnete Bildqua lität
• Erstklassiger digitaler 5.1 Kanal Surround Sound
• Spuren für die Speicherung von 3 – 5 Sprachen müssen vorgesehen werden
• Untertitelungen in 4 Sprachen
• Medium muss dieselbe Größe wie die CD haben ( 12cm bzw. 5 Zoll Durchmesser)
Unter Berücksichtigung dieser Anforderungen einigten sich am 15. September 1995 alle beteiligten Firmen auf einem gemeinsamen DVD – Standard.
Die DVD wurde geboren!
Die Produktion einer DVD erfordert das so genannte Authoring. In der Regel erfolgt das Authoring auf Sonic-Solution (Encoderhardware- bessere Bildqualität der MPEG-2-Files zu erreichen.) Systemen. Erforderlich ist ein MPEG-2 Encoding für das Videomaterial, MPEG- Stereo bzw. Dolby-Digital-Kodierung für das Audiomaterial. Das komplette Authoring geschieht auf der Basis von (Digital) Video- und Audio-Material (Sprecher, Musikkomposition). Beim Authoring werden Strukturen, Menüs und alle weiteren Optionen (z.B. multi-angle, multi- language) festgelegt.
Beim DVD Premastering wird ein DLT-Band (Digital Linear Tape) erzeugt. Dieses DLT- Band dient im Presswerk als Ausgangsmaterial für das Glassmastering. Das DLT-Band enthält alle Informationen, Filme oder Audiospuren die bei dem so genannten Authoring erarbeitet wurden.
Ausgehend von dem DLT-Masterband wird der Glassmaster erzeugt. Der Glassmaster ist das Ausgangsmedium einer jeden CD- oder DVD-Produktion. Der weitere Herstellungsprozess erfolgt ähnlich dem einer CD-ROM Herstellung, abgesehen von dem Zusammenkleben (bonden) der 2 DVD-Hälften. Interessant ist auch, dass je nach DVD-Typ ein Aufdruck auf die Scheiben nur in dem sehr kleinen Innenring möglich ist. Ursache: beide Seiten werden als Datenspeicher genutzt.
Das Abspeichern vo n Spielfilmen auf DVD kann auf verschiede Weise erfolgen. Beim Abmischen wird, je nach Filmtyp, Länge und Anzahl der synchronisierten Tonspuren und Untertitel, die optimale Video- und Audio-Datenrate festgelegt.
Ein Film von 2 Std. Abspieldauer lässt sich auf der DVD problemlos in drei Sprachversionen und mit Untertiteln in vier weiteren Sprachen unterbringen. Handelt es sich dagegen z.B. um ein Konzert von 90 Minuten Dauer, wird beim Abmischen der Schwerpunkt naturgemäß auf optimaler Tonqualität liegen. Die Tonsignale können mit einer Abtastrate von 96 kHz und einer Auflösung von bis zu 24 Bits gespeichert werden. Zur Verarbeitung der DVD-Bilder wird das international genormte MPEG2-Bildkompressionsverfahren eingesetzt.
Im Gegensatz zur CD befindet sich auf der DVD nicht nur eine Schicht (Layer) mit Bild- und Toninformationen, sondern sie kann bis zu zwei Schichten auf beiden Seiten (einfach umdrehen!) haben. Des Weiteren verfügt jeder DVD-Layer über kleinere und engere Pits (Vertiefungen mit den Bild- und Toninformationen), so dass auf einem Layer nicht 650 MB Speicher zur Verfügung stehen, sondern bis zu 4.7 GB. Mittels eines Neuentwickelten, fokussierbaren Laserlesekopfs können zurzeit zwei Layer pro Seite abgetastet werden.
5. Was hat sich im Gegensatz zur CD geändert?
• Spurabstände: 0.74µm statt 1.6µm
• Pitlänge von 0.83µm auf 0.4µm verkürzt
• 4 anstatt 1 Speicherschicht
• Laserwellenlänge 650 und 635 nm statt 780nm
• Durchschnittliche Bitrate: 4.7 MB/s statt 0.15 MB/s
• neues Fehlerkorrekturverfahren
6. Wichtige Features der DVD – Technologie
Das Medium ist die DVD selbst. Sie ist nicht größer als eine herkömmliche CD, zeichnet sich jedoch durch verschiedene Vorteile aus:
• Hohe Speicherkapazität (bis zu 17 GB)
• Lange Lebensdauer (kein Verschleiß durch Abspielen, nur mechanische Beschädigung
• Unempfindlichkeit gegenüber magnetischen Feldern und Funkstörungen
• Unempfindlichkeit gegenüber Wärme (keine Beschädigung durch normale, nicht zu
• Störungsfreiheit durch die digitale Aufzeichnung (Auflösung der Informationen in Zahlenwerte), die mittels Laser berührungsfrei abgetastet und somit exakt wiedergegeben werden
• Hervorragende Bildqualität durch die etwa doppelt so hohe Auflösung gegenüber der
Einschichtig; 1-seitig bespielbar (single layer / single sided) mit einer Speicherkapazität von 4.7 GB, sie reicht aus um einen Spielfilm von ca. 135 min. Länge abzuspielen. Nur eine der beiden 0.6mm dünnen Schichten (Layer) ist bespielt. (siehe Abb.: 1.1)
Arbeit zitieren:
Magda EL-Batawy, 2002, DVD (Digital Versatile Disc), München, GRIN Verlag GmbH
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