Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungs- und Symbolverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
2. Zusammenhang zwischen Kaufkraft- und Zinsparitätentheorie 4
3. Allgemeine Annahmen und Parameter 5
4. Die Zinsparitätentheorie. 6
4.1 Die ungedeckte Zinsparität. 8
4.1.1 Zahlenbeispiel 8
4.1.2 Erläuterung 9
4.2 Die gedeckte Zinsparität. 11
4.2.1 Zahlenbeispiel 11
4.2.2 Erläuterung 12
5. Kritikpunkte und Bewertung der Zinsparitätentheorie. 13
Literaturverzeichnis. 14
Anhang 16
2
Abkürzungs- und Symbolverzeichnis
$ Dollar (Auslandswährung) € Euro (Inlandswährung) c.p. ceteris paribus i inländischer Zinssatz i* ausländischer Zinssatz i 1 inländischer Zinssatz zum Zeitpunkt 1 i* 1 ausländischer Zinssatz zum Zeitpunkt 1 KKP Kaufkraftparität w 0 Wechselkurs zum Zeitpunkt 0 w 1 Wechselkurs zum Zeitpunkt 1 w e erwarteter Wechselkurs w K Kassakurs w T Terminkurs ZP Zinsparität ZP 0 Zinsparität zum Zeitpunkt 0 ZP 1 Zinsparität zum Zeitpunkt 1 ZP-Kurve Zinsparitätenkurve
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Zinsparitätenkurve …………………………………………………………7
3
1. Einleitung
Bei der Betrachtung von Wechselkursen existieren neben einer Vielfalt ökonomischer Modelle zwei grundlegende Theorien für eine erste allgemeine Erläuterung von Kursbewegungen auf Devisenmärkten. Die Kaufkraftparitätentheorie (KKP) setzt für gleiche Güter in verschiedenen Ländern den selben relativen Preis voraus. 1 Sie beschreibt die Höhe des Wechselkurses durch das Verhältnis von Inlands- zu Auslandspreisniveau, was der Kaufkraftidentität des Geldes in absoluter Form entspricht. Werden Marktinhomogenitäten mitberücksichtigt, spricht man von der relativen Form der KKP. 2 Dahingegen geht die Zinsparitätentheorie (ZP) davon aus, dass in- und ausländische Wertpapiere vollständige Substitute im Hinblick auf Laufzeit und Risikostruktur darstellen. Da Kapitalströme schneller fließen als Güterströme, können Zinsdifferenzen Verschiebungen von Kapital in andere Devisen und folglich Wechselkursänderungen verursachen. 3 Die vorliegende Arbeit wird sich nach einer kurzen Darstellung des Zusammenhangs zwischen beiden Theorien ausschließlich auf die Erläuterung und Analyse der Zinsparitätentheorie konzentrieren.
2. Zusammenhang zwischen Kaufkraft- und Zinsparitätentheorie
Sowohl die Kaufkraft- als auch die Zinsparität stellen Ansätze zur Erklärung der Wechselkursbildung dar. Beide Paritäten sowie Güter- und Finanzmärkte sind abhängig voneinander, da die ZP die KKP beinhaltet. Die Verbindung wird durch die sog. rationale Erwartungshypothese hergestellt, nach der die Wirtschaftssubjekte versuchen, ihre Erwartungen so zu bilden, dass sie mit den tatsächlichen Größen weitgehend übereinstimmen. Das damit angestrebte Gleichgewicht besteht, wenn die Erwartungen der Wirtschaftssubjekte tatsächlich in Erfüllung gehen und sie keine „Überraschungen“ mehr erleben. 4 Für die Beziehung zwischen ZP und KKP gilt: „Im Gleichgewicht [...] hängt die tatsächliche (bzw. erwartete) Wechselkursänderungsrate von der Differenz der tatsächlichen (bzw. erwarteten) Inflationsrate ab, und die Inflationsdifferenz bestimmt zugleich auch die Zinsdifferenz
1 Vgl. Quantlet, Ökonomische Modelle: Ein kurzer Überblick, in: Internet (http://www.quantlet.de/scripts/
sfm/html/sfmhtmlnode50.html), 19/04/02.
2 Vgl. Rübel, Gerhard: Grundlagen der monetären Außenwirtschaft, München / Wien / Oldenburg 2002, S. 125.
3 Vgl. Quantlet, Ökonomische Modelle: Ein kurzer Überblick, in: Internet (http://www.quantlet.de/scripts/
sfm/html/sfmhtmlnode50.html), 19/04/02.
4 Vgl. Duwendag, D. / Ketterer, K.-H. / Kösters, W. / Pohl, R. / Simmert, D.B.: Geldtheorie und Geldpolitik in
Europa: Eine problemorientierte Einführung mit einem Kompendium monetärer Fachbegriffe, 5. neubearb.
Aufl., Berlin / Heidelberg 1999, S. 283 f.
4
zwischen In- und Ausland.“ 5 Kurzfristig ist vor allem die ZP, längerfristig die ZP und die KKP von Bedeutung. 6
3. Allgemeine Annahmen und Parameter
Bei der Erklärung von Wechselkursniveaus stellen sich mit dem Einfluss von Zinssätzen und Erwartungen beschäftigende Theorien stets kurzfristige Ansätze dar. 7 Die dazu zählende Zinsparitätentheorie unterstellt einen vollkommenen internationalen Kapitalmarkt mit vollkommener Substituierbarkeit zwischen in- und ausländischen Finanzaktiva, d.h. man geht davon aus, dass die Ertragsraten für Wertpapiere im In- und Ausland gleich sind. 8 Es werden ausschließlich Kapitalströme betrachtet.
Liegt keine exogene Beeinflussung durch Regierungen oder Währungsbehörden vor, entwickelt sich der Wechselkurs als Preis einer Währung aus dem Marktgleichgewicht von Devisenangebot und -nachfrage. 9 Devisen werden sowohl auf Kassamärkten als auch auf Terminmärkten auf Zeit gehandelt. Auf ersteren müssen sämtliche Transaktionen i.d.R. innerhalb von zwei Geschäftstagen zum aktuellen Kassakurs w K abgewickelt werden, wobei Kauf und Verkauf zusammenfallen. Die auf Terminmärkten abgeschlossenen Geschäfte sind dahingegen erst zu einem späteren zukünftigen Zeitpunkt zu einem bereits bei Vertragsabschluss vereinbarten Terminkurs w T zu erfüllen. Damit verliert das Wechselkursrisiko bei Kapitalanlagen in Fremdwährung seine Relevanz. 10 w e bezeichnet den von den Wirtschaftssubjekten zukünftig erwarteten Wechselkurs. Zinsarbitrageure (internationale Anleger) und Spekulanten übertragen diese Wechselkurserwartung auf den Terminmarkt. 11 Die Differenz zwischen Kassa- und Terminkurs bezeichnet man als Swap. Der Swapsatz steht für die prozentuale Abweichung des Terminkurses vom Kassakurs. Eine Aufwertung, bzw. ein Aufschlag der Währung liegt vor, wenn der Terminkurs über dem Kassakurs liegt, was als Report bezeichnet wird. Konträr dazu spricht man bei Abwertung oder Abschlag einer Währung von einem Deport; der Kassakurs übersteigt hierbei den
5 Ebd.
6 Vgl. ebd.
7 Vgl. Obst / Hintner: Geld-, Bank- und Börsenwesen, 40. völlig überarb. Aufl., Stuttgart 2000, S. 347.
8 Vgl. Maennig, Wolfgang / Wilfing, Bernd: Außenwirtschaft: Theorie und Politik, München 1998, S. 348 f.
9 Vgl. Rübel, Gerhard: Grundlagen der monetären Außenwirtschaft, München / Wien / Oldenburg 2002, S. 115.
10 Vgl. Jarchow, H.-J. / Rühmann, P.: Monetäre Außenwirtschaft I: Monetäre Außenwirtschaftstheorie, 5.
neubearb. Aufl., Göttingen 2000, S. 83 f.
11 Vgl. Rübel, Gerhard: Grundlagen der monetären Außenwirtschaft, München / Wien / Oldenburg 2002, S. 115
ff.
5
Terminkurs. 12 Ein international agierender Investor wählt zwischen der Kapitalanlage im Inland zum inländischen Zinssatz i und der Kapitalanlage im Ausland zum ausländischen Zinssatz i*. 13
4. Die Zinsparitätentheorie
“Die Zinsparitätsbedingung lässt sich aus dem gewinnmaximierenden Verhalten der internationalen Investoren herleiten: Diese strukturieren ihre Portefeuilles so lange um, bis die (erwarteten) Renditen bei Investoren im In- und Ausland gleich sind”. 14 Bei Erfüllung dieser Bedingung finden keine weiteren internationalen Kapitalströme statt. 15 Zu unterscheiden sind risikoaverses (risikoscheues) und risikoneutrales Verhalten der Anleger. Bei erstem wird das Risiko, bspw. einer Wechselkursänderung, negativ, d.h. nutzenmindernd bewertet, während Risikoneutralität dadurch gekennzeichnet ist, dass die Nutzeneinschätzung des Anlegers nicht durch das Risiko beeinflusst wird. 16 Risikoneutrales Verhalten manifestiert sich in der sog. „ungedeckten“ und risikoaverses Verhalten in der sog. „gedeckten“ Zinsparität.
Auf kurze Sicht ergibt sich, dass der Kassawechselkurs sowohl durch die in- und ausländischen Zinssätze, als auch durch Termin- und erwarteten Kassakurs determiniert wird. Die Zinsparitätenkurve verdeutlicht dies. 17
12 Vgl. Koch, Eckart: Internationale Wirtschaftsbeziehungen, München 1992, S. 377.
13 Vgl. Quantlet, Ökonomische Modelle: Ein kurzer Überblick, in: Internet (http://www.quantlet.de/scripts/
sfm/html/sfmhtmlnode50.html), 19/04/02.
14 Universität Berlin, Die internationale Zinsparität, in: Internet (http://www.wiwi.hu-berlin.de/wtz/finanz.
doc), 23/04/02.
15 Vgl. ebd.
16 Vgl. Jarchow, H.-J. / Rühmann, P.: Monetäre Außenwirtschaft I: Monetäre Außenwirtschaftstheorie, 5.
neubearb. Aufl., Göttingen 2000, S. 79 ff.
17 Vgl. Rübel, Gerhard: Grundlagen der monetären Außenwirtschaft, München / Wien / Oldenburg 2002, S. 115
ff.
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Arbeit zitieren:
Catharina Lang, 2002, Bestimmungsfaktoren des Wechselkurses nach der Zinsparitätenmethode, München, GRIN Verlag GmbH
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