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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 3
0. Einleitung 4
1.Grundlagen der Montessori-Pädagogik. 6
1.1. Entwicklung bei Maria Montessori 6
1.2. Wichtige Faktoren für eine gesunde Entwicklung 7
2. Die Arbeit an Montessori-Grundschulen 9
2.1. Methoden des Lernens und Lehrens 10
2.2. Die Lernumgebung 13
2.3. Das Montessori-Material 14
2.4 Die Rolle des Lehrers 17
3. Schluss 18
4. Verzeichnisse 20
4.1. Literaturverzeichnis 20
4.2. Abbildungsverzeichnis 20
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0. Einleitung
Ende des 19. Jahrhunderts herrschten im Bereich der Erziehung gänzlich andere Vorstellungen und Handlungsmuster vor, als es heute der Fall ist. Kinder galten als Miniaturausgabe der Erwachsenen und wurden dementsprechend auch behandelt. Ist es heute eine Selbstverständlichkeit, dass die Kindheit eine eigenständige Lebensphase ist, und dass sich Kinder in vielfältiger Hinsicht vom Erwachsenen unterscheiden, so waren Leben und Lernen eines Kindes zur damaligen Zeit streng reglementiert. Wo sich die Umwelt heute mehr und mehr an den Bedürfnissen des Kindes orientiert, ja sogar ganze Branchen von den Vorlieben und Wünschen der jüngsten Generation leben, war die Umwelt zu Lebzeiten Maria Montessoris völlig auf die Bedürfnisse der Erwachsenen ausgerichtet. Stillsitzen und Folgsamkeit waren die großen Tugenden, auch oder gerade in der Schule. Die Schulen wurde allerdings von vielen Kindern, gerade in Italien, dem Geburtsland Montessoris, nur unregelmäßig oder gar nicht besucht. Denn immer noch war die Kinderarbeit weit verbreitet. So konnte 1901 etwa die Hälfte der italienischen Bevölkerung weder lesen noch schreiben. Auch die Situation in der Schule kann als alles andere als ideal bezeichnet werden:
Es war gang und gebe, dass der Lehrer in ständigem Monolog die Stunden bestritt, während es die Aufgabe der Schüler war, möglichst reglos zuzuhören und gegebenenfalls auswendig gelerntes Wissen zu reproduzieren. Es war völlig unvorstellbar, dass sich die Schüler einen Sachverhalt selber erarbeiteten.
Vor diesem Hintergrund entwarf die am 31. August 1870 in Chiaravalle/ Italien geborene Ärztin und Pädagogin Maria Montessori ihre Konzepte von Entwicklung und Erziehung. Sie kann als eine außergewöhnliche Frau bezeichnet werden, welche als erste Frau Italiens ein akademisches Studium durchsetzte und mit einer Promotion in Medizin abschloss. Durch die Arbeit als Assistentin in einer psychiatrischen Klinik kam sie in Kontakt mit sogenannten schwachsinnigen Kindern, deren Erziehung sie sich auch als Lehrbeauftragte der Universität in Rom widmete, und bei denen sie mit selbst weiterentwickelten didaktischen Materialien große Erfolge erzielte. Nach ihrer Promotion gründete
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sie 1907 in einem Armenviertel Roms die ersten Kinderhäuser, in denen Kinder im Vorschulalter nach ihren Ideen erzogen wurden. Aus den Erfahrungen, die sie hier gewann, entwickelte sie in den folgenden Jahren ihr System der Selbsterziehung des Kindes und einer didaktisch vorbereiteten Umgebung. Durch den zweiten Weltkrieg und die damaligen totalitären Staaten schwer behindert, setzte sie ihren Kampf für die Kinder, die sie in den Mittelpunkt jeglicher pädagogischer Bemühungen stellte, bis zu ihrem Tod am 06. Mai1952 in den Niederlanden fort.
In Deutschland fanden ihre Gedanken erst nach dem zweiten Weltkrieg die Beachtung einer breiten Öffentlichkeit. Auch heute noch werden Montessorischulen als sinnvolle Alternativen von vielen Eltern geschätzt und genutzt. Auch wurden an vielen Regelschulen Montessoriklassen oder -zweige eingerichtet, so dass es heute kaum eine größere Stadt gibt, in der nicht die Möglichkeit besteht, Kinder nach den Ideen und, mal mehr, mal weniger streng ausgelegten, Vorgaben erziehen zu lassen.
Im weiteren Verlauf werde ich nun zunächst die Grundzüge und Grundgedanken der sogenannten Montessori-Pädagogik vorstellen, bevor ich mich dann eingehender mit den Montessori- Schulen, insbesondere mit den Grundschulen befasse. Dabei gehe ich unter anderem auf die Rolle der Lehrer/innen und die speziellen Materialien ein.
Abbildung 2. Eine typische Unterrichtsszene zur Zeit Maria Montessoris
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1.Grundlagen der Montessori-Pädagogik.
1.1. Entwicklung bei Maria Montessori
Um die Arbeit an den Montessori-Schulen verstehen und beurteilen zu können, ist es unerlässlich, sich mit den Grundgedanken Montessoris zu Erziehung und Entwicklung vertraut zu machen. Dabei sollte klar sein, dass wie schon angedeutet, ihre Überlegungen völlig im Gegensatz zu dem damals vorherrschenden Objektverständnis gegenüber Kindern standen. Maria Montessori bezog in ihre Theorie von der Entwicklung des Kindes, anders als es zur damaligen Zeit üblich war, nicht nur die Situation des Kindes in Kindergarten und Schule, sondern seine Entwicklung von Geburt an mit ein. Sie ging davon aus, dass jedes neugeborene Lebewesen, also auch oder gerade der Mensch, einen Plan seiner seelischen Entwicklung in sich trägt. Eltern und Erzieher können helfen, die in ihm angelegten Ressourcen zu entwickeln, und das Kind ist auf diese Hilfe auch angewiesen, aber es trägt die Hauptaufgabe, nämlich sich selbst aufzubauen und zu verwirklichen. So sieht Montessori in der Umwelt einen eher nachgeordneten Faktor in der Entwicklung, der zwar verzögernd oder fördernd wirken kann, aber nicht erzeugend ist. Entwicklung wird hier also primär anlagebedingt aufgefasst So versteht Montessori dann unter Erziehung, „ der psychischen Entwicklung des Kindes von Geburt an zu helfen“ 1 .
Auch wenn sie die ersten zwölf Lebensjahre als einen relativ geschlossenen Zyklus auffasst, indem das Kind seine individuelle Bildung abschließt, so unterteilt sich diese Zeit doch noch in verschiedenen Abschnitte. Denn ihrer, auf ihre Beobachtungen gestützter, Ansicht nach, durchläuft das Kind verschiedene „sensible Perioden“ 2 in denen gewisse Lernaufgaben besonders erfolgreich und leicht zu bewältigen sind, z.B. für den Erwerb eines großen Wortschatzes das Alter von etwa drei bis sechs Jahren. Auch den ersten drei Lebensjahren kommt eine besondere Bedeutung zu, da hier die Entwicklungsleitungen, die das Kind vollbringt, besonders groß sind und die Entwicklung durch fehlende Anregungen und Zuwendung leicht zu stören ist. Die Hilfen, die der Erwachsenen dem Kind anbietet, müssen sich dementsprechend nach den
1 M. Montessori: „Grundlagen meiner Pädagogik“, Heidelberg 1965,S.8
2 M. Montessori: „Kinder sind anders“, München 1995, S.46-59
Arbeit zitieren:
Svenja Plitt, 2002, Montessorischulen, München, GRIN Verlag GmbH
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Georg Simmel - Die Philosophie des Geldes
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Die Rolle des Lehrers in der Montessori-Pädagogik
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