Die Entwicklung auf den internationalen Finanzmärkten hat in den letzten
Jahren immer stärker auch das Interesse von Kleinanlegern auf sich gezogen.
Dabei spielen allerdings – gerade durch die überproportionale Wertentwicklung
– die Aktienmärkte für die Kleinanleger die hervorgehobene Rolle. Gleichzeitig
besteht aber auch im Bereich der neueren Anlagemöglichkeiten, wie bei den
Optionsscheinen und den Terminkontrakten und in deren Rahmen auch bei
den Indexanlagen, reges Interesse auf den Finanzmärkten.
Kleinanleger seien allerdings gewarnt, mit diesen, teilweise sehr komplizierten
und komplexen, Anlagemöglichkeiten unbedarft zu handeln.
Die vorliegende Hausarbeit verfolgt nun das Ziel, Ursache und Zweck solcher
komplexen Anlagemöglichkeiten darzustellen, deren Funktionsweisen zu
erklären, sowie anhand praktischer Beispiele zu erläutern. Die Autoren
beschränken sich, aufgrund der umfangreichen Quellenlage schwerpunktmäßig
auf den Bereich der Optionen.
Gemäß der vorgegebenen Problemstellung werden zunächst die einzelnen
Anlagemöglichkeiten definiert. Um dann tiefer in die Materie einzusteigen,
werden die einzelnen Anlageinstrumente jeweils einzeln betrachtet und deren
Bestandteile eingehender erklärt.
Gliederung
I. Einleitung
II. Definition von Optionsscheinen und Terminkontrakte
II.I Terminkontrakte
II.II Optionsscheine
III. Terminkontrakte
III.I Terminkontrakte
III.I.I Motive der Marktteilnehmer
III.I.II Erscheinungsformen der Terminkontrakte
III.I.II.I Commodity-Futures
III.I.II.II Financial-Futures
IV. Optionen
IV.I Historie
IV.II Grundlagen
IV.III Grundlegende Positionen im Optionsgeschäft
IV.III.I Der Long-Call – Kauf einer Kaufoption
IV.III.II Der Short-Call – Verkauf einer Kaufoption
IV.III.III Der Long-Put – Kauf einer Verkaufoption
IV.III.IV Der Short-Put – Verkauf einer Verkaufoption
IV.IV Die Auflösung von Optionen durch Glattstellung, Ausübung und Verfall der Option
IV.IV.I Glattstellung
IV.IV.II Ausübung
IV.IV.III Verfall
IV.V Margin
IV.VI Optionsprämie
IV.VI.I Innerer Wert / Optionsverhältnis
IV.VI.II Zeitwert
IV.VI.III Basispreis
IV.VI.IV Volatilität
IV.VI.V Marktzins
IV.VI.VI Break-even Punkt
IV.VI.VII Preissensitivität
V. Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit analysiert Ursachen, Zwecke und Funktionsweisen komplexer Finanzanlagemöglichkeiten wie Optionsscheine und Terminkontrakte, um Kleinanleger über deren Risiken und Wirkungsweisen zu informieren. Das primäre Ziel ist die verständliche Darstellung dieser Instrumente anhand praxisnaher Beispiele.
- Grundlegende Definition von Terminkontrakten und Optionen
- Analyse der Motive von Marktteilnehmern (Hedging vs. Spekulation)
- Erläuterung der vier Grundpositionen im Optionsgeschäft
- Untersuchung einflussnehmender Faktoren auf die Optionsprämie
- Erklärung von Mechanismen zur Auflösung von Optionspositionen
Auszug aus dem Buch
III.I.I Motive der Marktteilnehmer
Grundsätzlich lassen sich bei der Frage nach der Motivation der Marktteilnehmer für die Teilnahme am Terminhandel das Sicherungs- und das Spekulationsmotiv nennen. Die Absicherung ist das eigentliche und grundlegende Motiv für Termingeschäfte. Beim sogenannten Hedging besteht der Grundgedanke darin, das Kursrisiko eines Basiswertes durch die Eröffnung einer entsprechenden Terminposition abzusichern.
Es sein nun angenommen, dass wir 500 Goldmünzen zu je einer Unze besitzen, und davon ausgehen, dass der Goldpreis sinken wird. Da wir aber das Gold nicht verkaufen wollen, sondern vielmehr nur gegen einen Preisverfall absichern wollen, kaufen wir einen Goldterminkontrakt mit einer Kontraktgröße von 500 Unzen. Wenn nun der Goldpreis tatsächlich sinkt, so wird der Verlust durch den Gewinn des Terminkontraktes ausgeglichen. Steigt aber der Goldpreis, so wird der Verlust aus dem Terminkontrakt durch den gestiegenen Wert der Münzen ausgeglichen.
Um betriebswirtschaftlich erfolgreich arbeiten zu können, muss mit festen Preisen kalkuliert werden können. Um Preise lange Zeit im Voraus kalkulieren zu können, kann man sich der Instrumente im Terminhandel bedienen. Hedging ist gerade ein solches Instrument.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das wachsende Interesse von Kleinanlegern an komplexen Finanzprodukten und definiert das Ziel der Arbeit, diese Instrumente und deren Funktionsweisen verständlich darzustellen.
II. Definition von Optionsscheinen und Terminkontrakte: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffsbestimmungen vorgenommen, um die beiden Anlageklassen voneinander abzugrenzen.
III. Terminkontrakte: Hier erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Terminhandel, den Motiven der Marktteilnehmer sowie der Differenzierung in Warentermin- und Finanzterminkontrakte.
IV. Optionen: Dieses Kapitel bildet den Schwerpunkt der Arbeit und behandelt ausführlich die Historie, die Grundpositionen, Auflösungsmechanismen und die Bewertungsfaktoren von Optionen.
V. Schlussbemerkung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Komplexität der behandelten Thematik sowie den erhofften Erkenntnisgewinn für den Leser.
Schlüsselwörter
Finanzmärkte, Kleinanleger, Terminkontrakte, Futures, Optionen, Optionsscheine, Hedging, Spekulation, Basiswert, Optionsprämie, Volatilität, Delta, Börse, Vermögensanlage, Finanzinstrumente.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine Einführung in komplexe Finanzanlagemöglichkeiten wie Terminkontrakte und Optionen, um Kleinanlegern deren Funktionsweise und Risiken transparent zu machen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind die Definition von Terminkontrakten und Optionen, die Motive für deren Nutzung, die strategischen Positionen sowie die Faktoren, die deren Preisbildung beeinflussen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Verständnis für die komplexe Materie zu schärfen und die Funktionsweisen dieser Derivate anhand von praktischen Beispielen für den Anleger nachvollziehbar zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autoren nutzen eine systematische Literaturanalyse sowie eine deskriptive Darstellung der Anlageinstrumente, ergänzt durch anschauliche Fallbeispiele und grafische Darstellungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung von Terminkontrakten sowie einen umfassenden Teil zu Optionen, der Historie, Grundpositionen, Preisbildungsfaktoren und Auflösungsarten beinhaltet.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Hedging, Spekulation, Basiswert, Optionsprämie, Volatilität, Delta und Terminkontrakte.
Wie unterscheidet sich die Absicherung (Hedging) von der Spekulation bei Terminkontrakten?
Beim Hedging dient das Instrument der Risikominimierung gegen Kursverluste, während der Spekulant bewusst Risiken eingeht, um durch Preisänderungen einen möglichst hohen Profit zu erzielen.
Warum ist die Wahl des Zeitpunkts für die Auflösung einer Option entscheidend?
Die Art der Auflösung (Glattstellung, Ausübung oder Verfall) entscheidet darüber, ob der Anleger einen Profit realisieren kann oder einen Verlust erleidet, da der Zeitwert einer Option gegen Laufzeitende gegen Null sinkt.
- Arbeit zitieren
- Friedrich Fiebiger (Autor:in), Andreas Kitsos (Autor:in), 2002, Index-Anlagen, Zertifikate, Optionsscheine, Terminkontrakte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18641