Universität des Saarlandes, Fachrichtung 4.1 Germanistik Magisterarbeit
Vorgelegt bei Prof. Dr. Gerhard Sauder am 09.07.2002 von:
Christian Dilger
Im Flürchen 13 66851 Hauptstuhl Tel.: 06372 - 619666 Mobil: 0177-8672121 Email: christian@dillscher.de Matrikelnummer : 2008317
Gang an die Ränder - Zeit(en) und Ort(e) in Christoph Ransmayrs Reportagen 4
Inhaltsverzeichnis
Einleitung. 5
Werkbericht 12
Literatur zu Ransmayrs Reportagen. 19
Die Reportage bei Christoph Ransmayr. 25
Auswahl der betreffenden Texte Ransmayrs. 31
Ort und Zeit der Peripherie in Ransmayrs Reportagen 34
Stichproben der Peripherie. 37
Ein Wien, das auf den Postkarten nur als Hintergrund dient - Urbane Refugien
39
Die Kleinen sterben aus - Dörfliches Leben 46
Au ßenseiter an der Peripherie 56
Schluss. 58
Literaturverzeichnis 61
Quellen. 61
Sekund ärliteratur 63
Buchver öffentlichungen: 63
Aufs ätze, Essays: 64
Rezensionen : 64
Sonstiges : 65
Anhang 66
Auswahlbibliographie 66
Artikel , Essays, Reportagen, Miniaturen, Reden (chronologisch): 66
Herausgeberschaft : 71
Buchver öffentlichungen: 71
Einleitung
»Die Orte und Erscheinungen, die er [der Reporter, Verf.] beschreibt, die Versuche, die er anstellt, die Geschichte, deren Zeuge er ist, und die Quellen, die er aufsucht, müssen gar nicht so fern, gar nicht so selten und gar nicht so mühselig erreichbar sein, wenn er in einer Welt, die von der Lüge unermeßlich überschwemmt ist, wenn er in einer Welt, die sich vergessen will und darum bloß auf Unwahrheit ausgeht, die Hingabe an sein Objekt hat. Nichts ist verblüffender als die einfache Wahrheit, nichts ist exotischer als unsere Umwelt, nichts ist phantasievoller als die Sachlichkeit.
Und nichts Sensationelleres gibt es in der Welt als die Zeit, in der man lebt!«
Egon Erwin Kisch 1
»Das Wesen Österreichs ist nicht Zentrum, sondern Peripherie.«
Joseph Roth 2
Mit seinem Roman Die letzte Welt trat Christoph Ransmayr 1988 ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. Angeregt von Hans Magnus Enzensberger hatte Ransmayr für Die Andere Bibliothek den Auftrag angenommen, die Metamorphosen des Ovid neu zu erzählen. Das Resultat war ein durchschlagender Erfolg bei Kritik und Publikum, die dem kunstvollen Spiel mit der mythologischen Vorlage nicht genug Ehre zu erweisen wussten. Mit einem Schlage hatte sich Ransmayr zum Range eines wichtigen deutschsprachigen Autoren der Gegenwartsliteratur hinaufkatapultiert. Begeisterte Rezensionen, erste wissenschaftliche Analysen und zahlreiche Preise hofierten dem neuen Star.
1 Kisch, Egon Erwin: Der rasende Reporter. 1. Auflage. Berlin, Weimar 1990. S. 5f.
2 Roth, Joseph: Die Kapuzinergruft. 9. Auflage. München 1985. S. 14. - Im Text von Joseph Roth betont Graf Chojnicki ausdrücklich die Bedeutung der verschiedenen »Randvölker«, die das Reich zusammenhielten, wohingegen das »Staatsvolk«, die Deutschen, das Schicksal Österreichs verrieten hätten. - Vgl. auch Ransmayr, Christoph: Kaiserin Zitas Weg in die Kapuzinergruft. In: Ransmayr, Christoph: Der Weg nach Surabaya. Frankfurt/Main 1997. S. 91-123. Hier noch mal das Zitat im Gesamtzusammenhang bei Roth, Kapuzinergruft, S. 14f.: »‹Freilich sind es die Slowenen, die polnischen und ruthenischen Galizianer, die Kaftanjuden aus Boryslaw, die Pferdehändler aus der Bascka, die Moslems aus Sarajewo, die Maronibrater aus Mostar, die ›Gott erhalte‹ singen. Aber die deutschen Studenten aus Brünn und Eger, die Zahnärzte, Apotheker, Friseurgehilfen, Kunst-Photographen aus Linz, Graz, Knittelfeld, die Kröpfe aus den Alpentälern, sie alle singen die ›Wacht am Rhein‹. Österreich wird an dieser Nibelungentreue zugrunde gehn, meine Herren! Das Wesen Österreichs ist nicht Zentrum, sondern Peripherie. Österreich ist nicht in den Alpen zu finden, Gemsen gibt es dort und Edelweiß und Enzian, aber kaum eine Ahnung von einem Doppeladler. Die österreichische Substanz wird genährt und immer wieder aufgefüllt von den Kronländern.‹«
Dabei hatte Christoph Ransmayr bis dato schon drei Bücher und zahlreiche Reportagen veröffentlicht, Arbeiten, die von der Kritik weitgehend unbemerkt geblieben waren. Insbesondere der Roman Die Schrecken des Eises und der Finsternis, 1984 erschienen, hätte schon mit Fug und Recht weit größere Resonanz für sich beanspruchen können, desgleichen seine engagierten Reportagen, die er ab 1978 für verschiedene Magazine geschrieben hatte.
Darin beschäftigte er sich ebenso wie in seinen Romanen mit Vergänglichkeit, mitteleuropäischer Vergangenheit (insbesondere die Österreichs Rolle in der Zeit des k.u.k.-Reiches und während des Nationalsozialismus), apokalyptischen Visionen, dem Problem des Erzählens als Nacherfindung von Geschichte und Mythos, Minderheiten und Außenseitern, Verlorenen und Verschollenen, den Problemen des Fortschritts und der Bedeutung von Traditionen, der Situation des Menschen in menschenfeindlicher Umgebung und extremer Lage, der Rückbesinnung auf das wesentlich Menschliche, dörflichen und urbanen Lebenswelten, regionale Identität … Diese Liste ließe sich weiter fortsetzen. Ihnen allen gemeinsam ist aber die Fokussierung auf das Schicksal des Einzelnen, das in Grenzsituationen am klarsten sichtbar wird, dessen Schicksal ihn abseits der allgemeinen Lebenswelten geführt hat. Und dieses Leben an der Peripherie wird durch seine sorgfältige Beschreibung wieder in die »Mitte der Welt« 3 gerückt. Charakterisiert werden sie durch ihre Verortung in Raum und Zeit und Ransmayrs, »die Dinge im Augenblick ihres Verschwindens noch einmal zur Kenntlichkeit zu bringen«. 4
Nachdem schließlich 1995 der dritte Roman Morbus Kitahara erschienen und bis auf weiteres mit keinem neuen größeren Werk Ransmayrs zu rechnen war, gab der Fischer Verlag 1997 die Sammlung Der Weg nach Surabaya heraus. Darin waren einige jener Reportagen versammelt, aber auch Reden anlässlich verschiedener Preisverleihungen und Prosa, die sich am besten mit Stefan Zweigs Begriff der »Miniatur« umschreiben ließe. 5 Diesem Band ist es zu verdanken, dass man nun in
3 »Die Mitte der Welt«, so lautete auch der Titel eines Buches von Rudolf Palla, ein Autor, mit dem Ransmayr manchmal zusammenarbeitete. Für diesen Sammelband über das dörfliche Leben in unserer Gegenwart steuerte er mit »Die vergorene Heimat« eine seiner besten Reportagen bei. - Vgl. Palla, Rudolf (Hg.): Die Mitte der Welt. Bilder und Geschichten von Menschen auf dem Land. Wien 1989. Mit Palla hatte Ransmayr einen Partner, der sich ähnlichen Themen widmete, insbesondere dem Verschwinden alter Berufe und den Veränderungen dörflicher Lebenswelten unter dem Druck der Modernisierung.
4 Breitenstein, Schwund der Welt.
5 Vgl. Zweig, Stefan: Sternstunden der Menschheit. Zwölf historische Miniaturen. Berlin u. Weimar 1990. - Die Sternstunden der Menschheit tragen den Untertitel »Zwölf historische Miniaturen«. - Vgl. auch Breitenstein, Schwund der Welt: »Ransmayr ist kein Metaphysiker, sondern ein Apologet menschlicher Freiheit. Die Prosaminiaturen [Hervorhebung durch Verfasser], in denen er seine Version vom Bau des Labyrinths von Knossos, vom letzten Tag von Konstantinopel 1453 und von der gescheiterten
der öffentlichen Diskussion einen Beleg dafür ins Feld führen konnte, das sich Ransmayr schon vor seinem Welterfolg mit Themen seiner späteren Werke beschäftigt hatte.
Geboren 1954 in Wels/Oberösterreich, wächst Ransmayr in Roitham bei Gmunden am Traunsee auf. Nach der Matura 1972 studiert er von 1972 bis 1978 Philosophie und Ethnologie in Wien. Dabei betreibt er philosophiegeschichtliche Forschungen zum Verhältnis von gesellschaftlicher Utopie und Religiosität, 6 ein Thema, das auch unmittelbar bei seiner ersten Veröffentlichung über Ivan Cankar eine Rolle spielt. 7 1978 holt Manfred Deix, bekannter Cartoonist der Wiener Szene, Christoph Ransmayr zum linksintellektuellen Extrablatt. Die eigentlich angestrebte Dissertation bricht er bald ab. 8 Der Autor beginnt als Reporter. Immer wieder wird er dazu auch in die Umgebung seiner Kindheit zurückkehren, um Motive der ländlichen Regionen in seinen Texten zu verarbeiten. Denn auch dort finden sich Grenzen und Ränder der Wirklichkeit, die weit in die Vergangenheit zurückreichen und bestimmend sind für eine ganze Nation:
»Dass die äußersten Grenzen auch quer durch die österreichische Provinz verlaufen, ist eine Erkenntnis, die Ransmayrs Kindheit nachträglich entzaubert hat. Erst spät ist er dahintergekommen, was es mit den großen Kalk- und Granitsteinbrüchen in der Nähe seines Heimatdorfes Roitham bei Gmunden im Salzkammergut auf sich hat: Sie waren Teil des Konzentrationslagersystems von Mauthausen.« 9
Ausrufung der Freien Republik Przemysl 1918 in Galizien entwirft, sind Erinnerung an das, was nicht nur wirklich, sondern einmal auch möglich war.«
6 Vgl. Bockelmann, Eske: Christoph Ransmayr. In: Arnold, Heinz-Ludwig; (Hg.): Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. München 1978.
7 Vgl. Ransmayr, Christoph: Rebell zu Laibach. Ivan Cankar - der Dichter der Slowenen. In: Extrablatt, 5/1978, S. 64-67. - Die Slowenen sind ein unterdrücktes, aber zutiefst religiöses Volk, für dessen Glück der sozialistisch engagierte Dichter Ivan Cankar die Vereinigung der südslawischen Volksgruppen und den Kampf gegen die Kirche als Notwendigkeit sieht.. Es »verdichtete sich bei Cankar zur einfachen Wahrheit: dass der Kampf gegen die Unterdrückung immer auch den Widerstand gegen die Kirche einschloss.«, S. 65.
8 Michaelsen, Sven: Mit dunklen Visionen zum Ruhm. In: Stern, 48/1988.
9 Vgl. Breitenstein, Schwund der Welt - Im Text heißt es weiter: »Zwar hält Ransmayr die (literatur-notorische) Verbindung zwischen österreichischer Postkartenidylle und Naziverbrechen für kurzschlüssig, dennoch offenbart sich für ihn in der Gedankenlosigkeit, mit welcher der Schrecken von einst unter dem neu aufgetragenen Zuckerguss der Kaiserzeit zum Verschwinden gebracht werde, die Lebenslüge der Zweiten Republik. Diese habe sich nicht gescheut, die angebliche Opferrolle Österreichs gegenüber dem Nationalsozialismus zur Staatsideologie zu erheben.«
Im Band »Der Weg nach Surabaya« finden sich einige Texte, die sich mit solchen Themen beschäftigen und sie sind zugleich in der Rückschau ein Beleg für den Anspruch des Autors, das Schreiben sei »unteilbar«. 10 Dies legt es eigentlich nahe, in der Analyse zwischen den einzelnen Texten und Textformen nicht zu trennen. Auch Andreas Breitenstein, der einen klugen Artikel über Christoph Ransmayr verfasst hat, konstatierte die Bedeutung dieser Texte:
»Wenn man Literatur als etwas begreift, das die Wirklichkeit verdichtet und übersteigt, wird man nicht zögern, Ransmayrs publizistischen Arbeiten aus den achtziger Jahren künstlerischen Rang zuzumessen. Es gibt eine sachliche Präzision, eine erzählerische Wucht und ein sprachliches Gelingen, die die Unterscheidung von Belletristik und Journalistik hinfällig machen. Finden und Erfinden werden eins, wo einer der Unmittelbarkeit der Erfahrung wie auch der bloßen Fiktion misstraut und sich ganz dem Gesetz der Form überantwortet.« 11
Und doch ist eine Untersuchung mit dem Fokus auf die Reportagen sinnvoll, denn wichtig werden die Reportagen vor allem dadurch, dass sie sich schon eingehend mit Themen beschäftigen, die für Ransmayrs Gesamtwerk von Bedeutung sind. So kann man durchaus davon reden, dass sich diese Texte im Rückblick als Vorstudien lesen ließen, wenn sie denn von Beginn an als solche intendiert gewesen wären. Vielmehr entwickelte sich die große Form aus dem Ungenügen der kleinen Form für die Ausgestaltung eines umfangreicheren Themenkomplexes, wie es bei Die Schrecken des Eises und der Finsternis geschehen durch die Ausgestaltung der Reportagen Des Kaisers kalte Länder und Der letzte Mensch geschehen ist. Eigentlich hätte daraus ein Begleittext für einen Dokumentationsband zu einer Forschungsreise in die Arktis im Jahre 1872/72 entstehen sollen. 12
Doch diese Vorstudien sind nicht nur bereits Beschäftigung mit den verschiedenen Topoi seines Schaffens, sondern sie reflektieren auch seine sich entwickelnde Poetik der (Nach)erfindung der Welt, die Ausgangspunkt seines
10 Vgl. »…das Thema hat mich bedroht«. Gespräch mit Sigrid Löffler. In: Wittstock, Uwe (Hg.): Die Erfindung der Welt. Zum Werk von Christoph Ransmayr. Frankfurt/Main 1997. S. 213-223. - »S.L.: Gibt es für Sie eigentlich einen Unterschied zwischen dem journalistischen und dem literarischen Schreiben? C.R.: Nein, da gibt es für mich keinen Unterschied. Das Erzählen ist untrennbar und unteilbar. Als ich für TransAtlantik oder beispielsweise Merian eine Reportage über die Staumauern von Kaprun geschrieben habe, bin ich wochenlang über dem ersten Satz gesessen und habe mich geplagt mit dem Eingangsbild, einer Szene, in der Hunderte Ratten sich auf einen Felsen im Staubecken flüchten, das geflutet wird. […] Sieben Wochen bin ich über dem Untergang der Ratten gesessen, aber ich musste dieses Bild klären, sonst wäre auch der Rest der Geschichte nicht zu erzählen gewesen. Ich muss so formulieren, dass jeder Satz hält und schon der erste die ganze Geschichte tragen kann.«. S. 217.
11 Vgl. Breitenstein, Schwund der Welt
12 Michaelsen, Dunkle Visionen
Schreibens an sich ist. Entstanden ist diese erzählerische Nacherfindung ebenfalls durch die Arbeit an den Reportagen. Aus der finanziellen Notlage heraus konnte Ransmayr manche Schauplätze seiner Texte nicht selbst aufsuchen und war deswegen genötigt, sie sich anhand von Recherchen und Dokumenten zu vergegenwärtigen. Eine Technik, die unabdingbar war, um seine erzählerischen Orte an der Peripherie unserer Lebenswelt zu erreichen. 13 Dieser Weg an die Peripherie muss nicht zwangsläufig ans Ende der Welt führen, Arktis oder Feuerland etwa, sondern auch im unmittelbaren Umfeld finden sich exotische Orte, an denen sich solche Ränder auftun, »Sensationen« im Sinne Kischs. 14 Diesen Motiven in Ransmayrs Werk wird sich die vorliegende Arbeit widmen, denn in diesen Darstellungen verarbeitet Ransmayr mitteleuropäische Vergangenheit und Gegenwart. Es verbergen sich in den ausgewählten Reportagen oft allgemeine Tendenzen, die gleich Vexierbildern erst an diesen Peripherien klarer aufscheinen und gleichzeitig zu Schnittstellen zwischen Hier und Dort, Gestern und Heute werden.
»In fast allem, was er publiziert, schreibt er statt über die Lebensformen der metropolitären Zentren, an einer Topographie der Ränder, der übersehenen Bezirke menschlicher Existenz […]«, 15 konstatiert Renate Just in ihrem Porträt, und auch Andreas Breitenstein macht die wesentliche Beobachtung: »Die Dinge im Augenblick ihres Verschwindens noch einmal zur Kenntlichkeit bringen, so könnte man seine demiurgische Poetik umreißen.« 16 Diese »verschwindenden Dinge« entziehen sich unserem Zugriff zuletzt an den weniger schnelllebigen Orten abseits unserer Mainstreamkultur, ihr Verlust wird an jenen Stellen auch offenbarer, wie etwa das
13 Vgl. Just, Renate: »Erfolg macht müde«. In: Zeitmagazin, 16.12.1988. S. 50. - »Trachila gibt es nicht ›wirklich‹. Die Arktis aber existiert in der Realität - und Christoph Ransmayr hat sie sich trotzdem noch einmal neu »erfunden«, ohne je dort gewesen zu sein. Mit Hilfe von Augenzeugenschilderungen und Expeditionsberichten, von alten und neuen Abbildungen, Landkarten, endlosen Gesprächen und sogar ›Tonbändern mit Windgeräuschen‹ kreiste er die unbekannte Erdregion so lange ein, ›bis sich die Dinge zu wiederholen begannen‹ und er anfing, seinen eigenen Bildern ›zu trauen‹. Dann brachte er diese Bilder in einer Schärfe, Präzision und atmosphärischen Dichte zu Papier, dass sogar intensive Kenner der Polarregion befanden: Genauso ist es. Er selbst, sagt er, habe ›glasklare Erinnerungen‹ an diese nie gesehene Gegend, als habe er tatsächlich Monate dort verbracht.« S. 50
14 Vgl. Kisch, Reporter, S. 5
15 Vgl. Just, Erfolg. S. 50. - »Wie seine Romane öfter fast den Ton von recherchierten ›Berichten‹ aus phantastisch erfundenen Welten haben, so haben seine Reportagen eine geduldig-erzählerische, erfinderische Qualität, die sie zu einsamen Juwelen des Genres macht. Meistens befassen sich auch diese Texte mit den ›Peripherien‹, mit abseitigen, wenig wahrgenommenen Provinzen, deren die Großstädter oft so sonderlich dünkende Bewohner er mit großer Einfühlung porträtiert: Halligbewohner und Totengräber, Tschenstochau-Pilger und altgewordene Helden des Staumauerbaus von Kaprun. In fast allem, was er publiziert, schreibt er statt über die Lebensformen der metropolitären ›Zentren‹, an einer Topographie der ›Ränder‹, der übersehenen Bezirke menschlicher Existenz: ob sie nun Przemysl in Galizien oder Mostviertel heißen, Spitzbergen oder Tomi am Schwarzen Meer.«
16 Vgl. Breitenstein, Schwund der Welt.
Beispiel des »Wiener Beisl« als letzte Zufluchtsstätte sozialer Kommunikation, einen Rest dörflicher Sozialkontrolle in der Stadt, belegt. 17 Durch die Darstellung des Einzelschicksals im Zusammenhang mit der »großen« Geschichte versucht er, die komplexeren Zusammenhänge anschaulich zu vergegenwärtigen. Er schildert den Menschen abseits einer sich ständig verändernden, hektischen Massenkultur und ermöglicht ihm damit die Konzentration auf sein Selbst mit all seinen Problemen und Widersprüchen. Noch mal Andreas Breitenstein:
»Der Gang an die Ränder der Vernunft und des Sinnes ist auch die Grundbewegung seiner Romane. Darüber hinaus hat die Wahl der Grenzsituationen auch konzeptionelle Gründe: Menschenleere Räume erlauben es Ransmayr, souverän über sein Material zu verfügen. Anders als in der gesellschaftlichen Mitte, wo sie jeweils in relativierende Kontexte gestellt sind, nehmen die Dinge hier jene existentielle Deutlichkeit und Dringlichkeit an, auf die es ihm als Erzähler ankommt.« 18
Ransmayr selbst hat diese Verknüpfung des Themas der Peripherie mit dem einzelnen Menschen bestätigt und betont die Möglichkeit, in einem weiteren Raum die Geschichte des Einzelnen in einen schärferen Kontrast stellen zu können, denn: »Mein Thema ist der Einzelne. Und seine Geschichte wird in etwas freieren, leeren Räumen, auch Wüsten, manchmal deutlicher.« 19 So schreibt Ransmayr auf diese Weise gegen einen rücksichtlosen Fortschritt an, unter dem sich der Einzelne und mit ihm regionale Traditionen und Identitäten zu verlieren drohen, wenn es abseits wirtschaftlicher Effizienz für sie keinen Platz mehr gibt. Umso erstaunlicher, dass sich noch immer manche anachronistisch anmutende Erscheinung wie der Totengräber von Hallstatt 20 gleich einem Faktotum halten konnte. Diese Möglichkeiten bestehen jedoch nur noch abseits der hektischen Lebenswelten unserer großstädtischen Zentren, in denen Kommerzialisierung die Bedürfnisse und Wünsche des Einzelnen in Trends kanalisieren. Indem solche Erscheinungen immer weiter um sich greifen und auch auf dörfliche Lebenswelten Einfluss nehmen, bedarf es der Bestandsaufnahme dieser Peripherien durch den Schriftsteller, der »die Dinge
17 Vgl. Ransmayr, Christoph: Das »Wiener Beisl«. Eine Art Wohnzimmer. In: Extrablatt, 4/1980, S. 64-69.
18 Vgl. Breitenstein, Schwund
19 Vgl. Jandl, Paul: »Der Gnom ist entschlüsselt« - Ein Gespräch mit dem Dichter Christoph Ransmayr. In: Neue Zürcher Zeitung, 07.08.2000.
20 Vgl. Ransmayr, Christoph: Die ersten Jahre der Ewigkeit. Der Totengräber von Hallstatt. In: Ransmayr, Christoph: Der Weg nach Surabaya. Frankfurt/Main 1997. S. 63-75.
im Augenblick des Verschwindens noch einmal zur Kenntlichkeit bringt« 21 (noch einmal Andreas Breitenstein) und das Geschehen am Rande als Modell des Zentrums veranschaulicht. In diesem besten Sinne kann Ransmayrs Arbeit nach Egon Erwin Kischs Forderung als Aufklärung verstanden werden. 22 Diesen zeitlichen und räumlichen Orten in Ransmayrs Werk nachzuspüren, ist Aufgabe dieser Arbeit. Zunächst wird ein kurzer Überblick über das Werk Ransmayrs gegeben, wobei hier zuerst einmal die literarischen Publikationen im Mittelpunkt stehen, um ihr e Themen zu beschreiben. Anschließend wird darauf eingegangen werden, inwieweit die kleineren Texte Ransmayrs überhaupt Eingang in die bisherige Rezeption Ransmayrs durch die Kritik und Forschung gefunden haben. Die Reportage selbst wird über die sie definierende Forschungsliteratur besprochen, um daran anschließend die entsprechend dieser Definition in Frage kommenden Texte herauszufiltern, da sich unsere Arbeit aufgrund ihres geringen Umfangs auf einige wenige Texte beschränken muss. An ihnen sollen dann die Elemente der Verwendung von Zeit und Ort, der Beschreibung ihrer Bedingung als wesentliche Faktoren des Erzählens und Darstellens durch Ransmayr untersucht werden. Dies selbstverständlich auch mit Augenmerk auf die Verortung der Settings am Rande unserer unmittelbaren Erlebenswelt, um an einigen markanten Beispielen Texte dieser Art von Ransmayr vorzustellen. Und endlich soll der Nachweis geführt werden, dass dieser »Gang an die Ränder«, die Rolle von Zeit und Ort uns die Möglichkeit geben, Schnittstellen unserer Geschichte und Gesellschaft zu erkennen, die auf größere Gesamtzusammenhänge verweisen und im besten Kisch’schen Sinne aufklären und der Wahrheit gegen die Lüge dienen. 23
21 Breitenstein, Schwund der Welt
22 Vgl. Kisch, Reporter, S. 5f.
23 Kisch, Reporter, S. 5
Werkbericht
Christoph Ransmayr machte sich international einen Namen mit seinen Romanen, aber trotzdem dürfte er in intellektuellen Kreisen bereits davor ein Begriff gewesen sein, arbeitete er doch schon seit Jahren als Redakteur mit hohem sprachlichem und inhaltlichem Anspruch. Sein erster Text war 1978 im Extrablatt in Heft Nr. 5 unter dem Titel Rebell zu Laibach. Ivan Cankar - der Dichter der Slowenen erschienen. Als Autor wird »Christoph Ransmayer« genannt, ein verzeihlicher Fehler am Beginn dieser Karriere. Diesem Text folgten etwa fünfundzwanzig weitere, die beim Extrablatt bis 1982 erschienen.
Anschließend wechselte er zum deutschen Magazin TransAtlantik, das von Hans Magnus Enzensberger herausgegeben wurde. Aus dieser Verbindung entwickelte sich der Journalist Christoph Ransmayr zum Romancier Christoph, wie wir ihn spätestens seit seinem Roman Die letzte Welt kennen. Er beschäftigte sich neben dem journalistischen Schreiben auch mit literarischen Formen, wie sein 1982 beim Verlag Christian Brandstätter in Wien erschienenes Buch Strahlender Untergang. Ein Entwässerungsprojekt oder Die Entdeckung des Wesentlichen zeigt. Eine absurd anmutende Vision der Selbstabschaffung des Menschen als letzte Konsequenz seiner Entwicklung und damit die Rückkehr zum Wesentlichen, wie es der Untertitel des Textes proklamiert. Der Mensch wird auf seinen essentiellen Rest reduziert, frei von Dingen, die die Konzentration auf die Wesentlichkeit des Menschseins als verantwortungsvoller Teil der Gesamtheit Schöpfung verhindern, und gänzlich zum Verschwinden gebracht, inmitten eines gigantischen Areals ohne jegliche Vegetation, ein steriler Raum unter der unbarmherzig brennenden Sonne der Sahara. Der »Herr der Welt« tritt ab, reduziert auf seine molekularen Bestandteile, die sich in die
24 Vgl. Ransmayr, Christoph: Strahlender Untergang. Wien 1982. Neuausgabe: Frankfurt/Main 2000.»Der Herr der Welt aber / kennt solche Nähvorschriften nicht, / und nicht s steckt in seiner Arbeit, in seinen Gewändern, seinen Automaten / und dem Torf seiner Vorgärten, / das über ihn hinausweist. / Er kennt wohl den Verbrauch, / den Umsatz und den Verschleiß, / aber was verloren geht, / wird ständig ersetzt. / Er will, / obwohl er Verwüstung betreibt, / sich in die Zukunft verlängern! / Und das ist ein Widerspruch. / Die Neue Wissenschaft erst / löst diesen Widerspruch, / indem sie dem Herrn der Welt / die Bedingungen seiner eigenen / Auflösung schafft. / Und was ihre umsichtig geplanten / Projekte, / ihre Methoden angeht, so frage ich Sie, / geehrte Herren: / Was liegt näher, als eine Existenz, / die ihren Anfang unter der Sonne nahm, / auch unter der Sonne wieder / verschwinden zu lassen? / Was liegt näher, / als ein wässriges Wesen, / das sich den Blick auf das Wesentliche / mit Gerümpel verstellt, / unter Entzug aller Ablenkung zu entwässern, / damit es wenigstens / im raschen Verlauf seines Untergangs / zum erstenmal Ich sagen kann? / Ich, / und dann nichts mehr.« Zitiert nach der Neuausgabe 2000, S. 36f.
Ransmayrs mehr verschwinden, aber immer wieder werden sie sich in der Landschaft verlieren und verloren sein, sei es Mazzini, der in der Polarwelt verloren geht 25 , Cotta, der sich dem Gespinst um Nasos »Metamorphosen« nicht mehr entziehen kann 26 , Gsellmann, der in der »buckligen Landschaft« schon »nach ein paar Gehminuten verschwunden ist« 27 oder Ransmayr selbst, der darum weiß, »endgültig zu verschwinden, hat für mich manchmal etwas Besänftigendes und Tröstliches« 28 . So erfährt am Ende des Textes der Mensch unter dieser Sonne seine eigene »Entwässerung« und phantasiert sich in sein Ende hinein. Er sieht
»… eine endlose Schürze die Ebene,
eine rissige Schürze aus Packeis, und jetzt setzt ein Zug Schlittenhunde kläffend über die Risse hinweg, und noch einer, Sänften schwanken auf Tragtieren, Fahnen und Baldachine, eine gewaltige Eisprozession.« 29
Eine Phantasie, die in eine anderes Extrem der Welt übergeht, in der der Mensch gleichfalls seinem Ende entgegengeht, dieses »Reversbild der Wüste« 30 , eine Situation, die am Polarkreis halbjährliche Realität ist, wie Ransmayr wenig später dem Publikum zeigen sollte.
Zu dieser Zeit beschäftigte sich Ransmayr mit einer zweiteiligen »historischen Reportage« 31 über die k.u.k. Nordpolexpedition der Kommandanten Weyprecht und Payer, die 1872 das Franz-Josef-Land im Polarmeer für die Monarchie entdeckt hatte. Und darin bewegt er sich eben im Nacherzählen jener Expedition an der Peripherie der bekannten zivilisierten Welt, in einer Grenzwelt, die den Menschen
25 Vgl. Ransmayr, Christoph: Die Schrecken des Eises und der Finsternis. Wien 1984. S. 235f.
26 Vgl. Ransmayr, Christoph: Die letzte Welt. Frankfurt/Main 1988. S. 287f.
27 Vgl. Ransmayr, Christoph: Die »Weltmaschine« des Franz Gsellmann. Mit Müch und Blarg. In: Extrablatt, 8/1980, S. 19-25.
28 Vgl. Michaelsen, Sven: »Unterwegs nach Babylon« - Der scheue Schriftsteller Christoph Ransmayr über seine Freundschaft mit Reinhold Messner, ihre Entdeckungsreisen und sein Projekt bei den Salzburger Festspielen. In: Stern, 10.08.2000.
29 Ransmayr, Untergang, S. 61.
30 Bockelmann, Eske: Christoph Ransmayr, S. 2. In: Arnold, Heinz-Ludwig (Hg.): Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. München 1978. 63. Nachlieferung.
31 Vgl. Ransmayr, Christoph: Des Kaisers kalte Länder. Kreuzfahrten auf der Route der k.u.k. österreichischungarischen Nordpolexpedition (2). In: Extrablatt, 4/1982, S. 60-63.- So lautet die Definition des Textes in der Überschrift im Extrablatt. Übrigens war hier Rudi Palla für die Dokumentation zuständig.
auf das Wesentliche reduzieren muss. So kann man diese letzte Vision oder »Halluzination« 32 aus Strahlender Untergang als intertextuelle Vorausdeutung auf diesen eigenen Text verstehen. Ähnliche Verknüpfungen bestehen zwischen vielen seiner Texte, da sie alle miteinander zusammenhängende Motive variieren. Aus den Reportagen über jene Expedition entwickelte sich schließlich der Roman Die Schrecken des Eises und der Finsternis, ein Prozess, den Sven Michaelsen als »Kuriosum« charakterisiert. 33
Dieser Roman ist angelegt im Stile einer erweiterten Reportage, ein dokumentarischer Roman, durchsetzt mit realen Tagebuchaufzeichnungen der Expeditionsteilnehmer, denen kontrapunktisch der Kommentar des Erzählers beigefügt wird. Ein steter Kontrast zwischen Dokument und Kommentar, gleichzeitig ergänzen genaue Zeit- und Ortsangaben, Frachtlisten, historische Aufstellungen und Exkurse bezüglich der Geschichte der Entdeckungen des Nordmeers diesen Text zu einer Montage von Fragmenten der Geschichte(n). Über diese bloß fragmentarische Ansammlung von Fundstücken hinaus weist die Kontrastierung dieser Rekonstruktion der tatsächlichen Expedition mit der Geschichte des fiktiven Protagonisten Mazzini, der, aufgrund persönlicher Motivation, diese Expedition nicht nur nacherzählen, sondern nachzuerleben sich zum Ziel gesetzt hat. 34 Der Erzähler wiederum stellt eine weitere übergeordnete Instanz dar, an der sich nicht nur die von Mazzini recherchierte Geschichte der Expedition, sondern zusätzlich auch das Schicksal Mazzinis bricht. Als Chronist versucht dieser Erzähler, die Geschehnisse zu ordnen und seinerseits einen sinnstiftenden Zusammenhang zwischen den beiden Zeiten und Vorgängen zu schaffen. 35 Letztlich kehren die Expeditionsteilnehmer anno 1873 zurück, während
32 Vgl. Schaper, Rainer Michael: Rattengesänge. In: Die Zeit, 25.07.1997. - Er sagt über den Band Der Weg nach Surabaya: »Historische Halluzinationen stehen am Ende.«
33 Vgl. Michaelsen, Dunkle Visionen. - »Zum Romanschreiber wird Christoph Ransmayr durch ein Kuriosum. Für den Brandstätter-Verlag soll er den kurzen Begleittext zu einem Dokumentationsband über die österreichisch-ungarische Nordpolexpedition von 1873 schreiben. ›Als ich nach 120 Seiten noch nicht einmal mit der Einleitung fertig war‹, erzählt Ransmayr, ›entschied ich mich für einen Roman.‹« So wird aus dem Begleittext zu einem Dokumentationsband selbst eine dramatisierte Dokumentation, die für Ransmayr den Beginn des epischen Schreibens markiert.
34 Vgl. Ransmayr, Schrecken, S. 20 - »Er entwerfe, sagte Mazzini, gewissermaßen die Vergangenheit neu. Er denke sich Geschichten aus, erfinde Handlungsabläufe und Ereignisse, zeichne sie auf und prüfe am Ende, ob es in der fernen oder jüngsten Vergangenheit jemals wirkliche Vorläufer oder Entsprechungen für die Gestalten seiner Phantasie gegeben habe. […] So habe er den Vorteil, die Wahrheit seiner Erfindungen durch geschichtliche Nachforschungen überprüfen zu können. Es sei ein Spiel mit der Wirklichkeit. Er gehe aber davon aus, dass, was immer er phantasiere, irgendwann einmal stattgefunden haben müsse.«
35 Vgl. Ransmayr, Schrecken, S. 261 - »Ich werde nichts beenden und nichts werde ich aus der Welt schaffen: Habe ich mich vor einem solchen Ausgang meiner Nachforschungen gefürchtet? Allmählich beginne ich mich einzurichten in der Fülle und Banalität meines Materials, deute mir die Fakten über
Arbeit zitieren:
Magister artium Christian Dilger, 2002, Gang an die Ränder - Zeit(en) und Ort(e) in Christoph Ransmayrs Reportagen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Dialog und Dissenz - Bearbeitungen des Medea-Mythos bei Heiner Müller ...
Hausarbeit (Hauptseminar), 34 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Christian Dilger hat den Text Gang an die Ränder - Zeit(en) und Ort(e) in Christoph Ransmayrs Reportagen veröffentlicht
Christian Dilger hat einen neuen Text hochgeladen
Christopher Isherwood: His Era, His Gang, and the Legacy of the Truly ...
David Garrett Izzo
The Libro de Las Profecias of Christopher Columbus: An En Face Edition
Delno C. West, August Kling
Die Statthalter Von Gypten Zur Zeit Der Chalifen Die Statthalter Von G...
Ferdinand Wstenfeld
Orts, Scraps, and Fragments: The Elusive Search for Meaning in Virgini...
Lisa Coughlin McGarry
0 Kommentare