Hauptseminar A As s sp p pe e ek k kt t te e e d d de e er r r d d de e eu u ut t ts s sc c ch h he e en n n P P Pr r ra a ag g gm m ma a at t ti i ik k k A
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Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG. 2
1.1. ZUM GEGENSTAND. 2
1.2. SCHWIERIGKEIT DER TERMINOLOGIE 2
2. DIE BEDEUTUNG VON ja/JA. 3
2.1. UNBETONTES ja 4
2.2. BETONTES JA. 7
3. ja / JA EIN FALL VON POLYSEMIE 9
2. ZUSAMMENFASSUNG. 11
4. LITERATURNACHWEIS 12
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1. Einleitung
1.1. Zum Gegenstand
In vorliegender Arbeit sollen Untersuchungen zur Modalpartikel ( in folgenden MP) ja angestellt werden. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass ja in unbetonter Form ( im Folgenden durch Kleinbuchstaben ja symbolisiert), als auch in betonter ( im Folgenden durch Großbuchstaben JA symbolisiert) auftritt. Es soll dafür argumentiert werden, dass es sich hierbei um einen Fall von Polysemie handelt. Dazu wird die Bedeutung und die Funktion von ja/JA nach semantischen und pragmatischen Kriterien betrachtet.
1.2. Schwierigkeit der Terminologie
Bewegt man sich auf dem Gebiet der Partikelforschung, wird man mit dem Problem konfrontiert, dass man einer terminologischen Unsicherheit gegenübersteht. Im Grunde muss jede linguistische Untersuchung zu diesem Thema zunächst den Begriff Partikel definieren. Helbig weist z.B. darauf hin, dass der Begriff heute zumindest in vierfacher Weise verwendet wird (Helbig 1990 : 19 ff). Ebenso gilt die Notwendigkeit einer Definition für die Termini MP und Modalität. Helbig z.B. benutzt den Begriff Abtönungspartikel äquivalent zu dem der MP (Helbig 1990 : 28). Engel (Engel 1988) unterscheidet dagegen innerhalb der Wortarten Abtönungspartikeln ( ja, doch, schon) von MPn ( freilich, sicherlich usw.). In dieser Arbeit wird in Anlehnung an Helbig unter Partikeln eine Wortklasse verstanden, „[...] die nur solche unflektierbaren Wörter [umfasst], die [...] sich von den Adverbien und Modalwörtern, erst recht von den Präpositionen und Konjunktionen unterscheiden.“ (Helbig 1990 : 20).
Der Modalitätsbegriff, der ja zur Abgrenzung der MPn gegenüber anderer Partikelsubklassen dient, ist sehr unterschiedlich definiert (vgl. Gornik-Gerhardt 1981 : 16f). Man kann daraus lediglich ableiten, dass die MPn nichts zur Proposition eines Satzes beitragen, also auch die Wahrheitsbedingungen nicht verändern können (vgl. Thurmair1989 : 3). Die MPn bilden eine Subklasse der Partikeln, die sich auf den ganzen Satz beziehen, eine kommunikative Funktion erfüllen, in erster Linie in Aussage-, Ausrufe- und Fragesätzen vor-
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kommen, nicht verneint werden können und fast ausschließlich nicht erststellenfähig sind (vgl. auch hier Helbig 1990 : 34 - 35). Darüber hinaus gelten weitere, allerdings nicht in gleichem Maße spezifische Kriterien, wie sie Helbig auflistet (Helbig 1990 : 32f). Es erweist sich als sinnvoll das Kriterium der Unbetonbarkeit, wie es in anderen Definition zu finden ist ( vgl. Weydt 1969 : 68) außen vor zu lassen, da man ansonsten JA als Ausnahmefall diskutieren müsste.
2. Die Bedeutung von ja/JA
(a1) Komm JA nach Hause! (a2) Komm nach Hause! ( sonst ....) ( Drohung ) ( Drohung )
(b1) Er kommt ja nach Hause. (b2) Er kommt nach Hause.
Vorliegende Beispielsätze haben alle dieselbe Proposition; es geht nämlich darum, ‚dass jemand kommt‘. (a2) und (a3) zeigen allerdings, dass durch die fehlende MP JA eine andere Illokution möglich wird: die des Wunsches. Vergleicht man (b1) und (b2) so fällt auf, dass in (b2) eine Affirmationskomponente fehlt. Man könnte sagen, in (b1)‚ versichert / bestärkt der Sprecher (S), dass p’. Es lässt sich also feststellen, dass ja / JA nicht propositional sind. Weiter wird deutlich, dass ja / JA auf verschiedenen Ebenen wirken: ja steht auf einer Ebene, die auf den Äußerungsinhalt wirkt, JA dagegen wirkt auf die Illokution. Ob man nun der MP ja / JA überhaupt eine Bedeutung zuordnet, hängt davon ab, wie man Bedeutung definiert. Siedelt man den Begriff allein auf der propositionalen Ebene an, so hätte die MP keine Bedeutung, da ja /JA, wie bereits gezeigt auf anderen Ebenen steht. Dies mag durchaus vertretbar sein; hier allerdings soll der Begriff Bedeutung mehr fassen: zum einen sei unter semantischer Bedeutung eine wörtliche, kontextunabhängige Bedeutung verstanden, die auf der Ebene der Proposition selbst steht, oder auf diese direkt wirkt, wie die Haltung / Einstellung von S zu p. Hier soll dafür plädiert werden, dass ja eine solche Einstellung aus-
Arbeit zitieren:
Andreas Weidmann, 2000, Pragmatik von Modalpartikeln - Zur Modalpartikel JA, München, GRIN Verlag GmbH
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