Inhaltsverzeichnis
Diagramm - und Tabellenverzeichnis 2
1 Einleitung 3
2 „Dienstleistung“ ein Definitionsversuch 4
3 Strukturierung von Dienstleistungen 4
3.1 Dienstleistungen als Teil der Klassifikation der Wirtschaftszweige 4
3.2 Einteilung einesDienstleistungsabschnitts am Beispiel des
Abschnitts G (WZ 2008) - Handel 7
3.3 NACE: Statistische Systematik der Wirtschaftszweige in der
Europ äischen Gemeinschaft 10
3.4 Gliederung nach Qualität, Fristigkeit und funktionalen Merkmalen 10
4 Methodik und Anwendung von Dienstleistungsstatistiken 11
4.1 Gesetzesgrundlage: Dienstleistungsstatistikgesetz (DlStatG) 11
4.2 Konjunkturstatistiken 12
4.2.1 Methodische Grundlage der Konjunkturstatistiken. 12
4.2.2 Anwendung am Beispiel statistischer Daten des Einzelhandels 12
4.3 Strukturstatistiken 15
4.3.1 Methodische Grundlage der Strukturstatistiken 15
4.3.2 Anwendung am Beispiel statistischer Daten des Einzelhandels 16
5 Dienstleistungsverbände 17
5.1 Bundesverbände der Dienstleistungsbranche. 17
5.2 Beispiele von Bundesverbänden spezieller Dienstleistungsbranchen 18
6 Wissenschaftliche Analysen in der Dienstleistungsbranche 19
7 Fazit 21
Summary 22
Literaturverzeichnis 23
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Diagramm- und Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Formaler Aufbau der WZ 2003 und 2008 .................................................... 5
Tabelle 2: Abschnitte der Dienstleistungsbereiche in der WZ 2003 und 2008 .............. 6
1 Einleitung
Die Aufgabe der Statistik liegt in der übersichtlichen Zusammenfassung und Darstellung von Informationen. Ein Vorhandensein eines anerkannten Systems zur Einordnung der verfügbaren statistischen Daten ist daher eine Grundvoraussetzung, damit diese sinnvoll präsentiert und analysiert werden können.
Der Dienstleistungssektor ist ein sehr heterogener Wirtschaftssektor. Folglich sind die me- thodischenKonzepte ─ anhand derer der gesetzliche Auftrag der Statistik umgesetzt wird ─ genauso vielfältig. Typisch sind jedoch Konjunktur- und Strukturerhebungen. Das Statistische Bundesamt Deutschland arbeitet seit Jahren mit der Klassifikation der Wirtschaftszweige, um neben dem primären und sekundären Sektor auch die Dienstleistungen einheitlich zuordnen zu können.Dies gestaltet sich jedoch aufgrund der Heterogenität nicht einfach, wie es in dieser Arbeit verdeutlicht werden soll.
Nach einer kurzen Definition zum Dienstleistungsbegriff (Kapitel 2) wird in Kapitel 3 auf einer der beiden Schwerpunkte dieser Arbeit fokussiert. Die Strukturierung von Dienstleistungen soll anhand der Klassifikation der Wirtschaftszweige (3.1) sowie exemplarisch dazu der Wirtschaftsabschnitt G (3.2) belegt werden, bevor auf die höhere Strukturierungsstufe der Eurostat (3.3) und auf eine weitere Gliederungsmöglichkeit nach Qualität, Fristigkeit und funktionalen Merkmalen (3.4) eingegangen wird.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Methodik und Anwendung von Dienstleistungsstatistiken (Kapitel 4), die abhängig vom Dienstleistungsstatistikgesetz (4.1) durchgeführt werden müssen. Die methodischen Grundlagen der Konjunktur- (4.2) und Strukturstatistiken (4.3) werden dabei am Beispiel des Einzelhandels näher beleuchtet.
Alle Dienstleistungsbranchen gehören einem Dachverband an (Kapitel 5), der speziell für eine (5.2) oder für die Gesamtheit der Dienstleistungsbranchen (5.1) verantwortlich ist. In diesem Zusammenhang stehen auch die wissenschaftlichen Analysen verschiedener Branchen des tertiären Sektors (Kapitel 6), die von den Verbänden in Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten oder von eigenständigen Unternehmen durchgeführt werden. Die Arbeit wird mit einem Fazit in Kapitel 7abgerundet. Dieses soll noch einmal die wichtigsten Aussagen dieser Arbeit herausstellen.
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„Dienstleistung“ ─ ein Definitionsversuch 2
Dienstleistungen gehören dem tertiären Wirtschaftssektor an. Es gibt eine Vielzahl an Definitionsversuchen des Dienstleistungsbegriffs. Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft definiert Dienstleistungen als„Leistungen von wirtschaftlicher Natur[, die] gegen Entgelt für Kunden erbracht [werden]. Die Kunden sind eng in die Erstellung eingebunden. Dienstleistungen sind zwar nicht materiell, können aber materielle Anteile erhalten“ (BDWi 2011). Ein weiteres oft erwähntes Merkmal von Dienstleistungen ist dasgleichzeitige Eintreten von Produktion und Verbrauch (Gabler Wirtschaftslexikon 2011). Manche Autoren sprechen im Dienstleistungszusammenhang auch vom quartären Sektor. Sie bezeichnen damit Dienstleistungen, die sich hinsichtlich der Erwerbstätigkeit vom herkömmlichen tertiären Sek-tor sonderstellen. Dazu gehören vorrangig Dienstleistungen aus dem Bildungs- und Forschungswesen. Dieser Begriff hat sich allerdings noch nicht durchgesetzt (Leser 2005:719). Genauso schwierig wie das Finden einer allgemeingültigen Definition von Dienstleistungen ist auch deren Strukturierung, was in den folgenden Punkten verdeutlicht werden soll.
3 Strukturierung von Dienstleistungen
Dienstleistungen lassen sich anhand diverser Vorgehensweisen strukturieren, was sich nicht immer als einfach erweist. Die in Deutschland gängige Klassifikation der Wirtschaftszweige und die mit ihr verbundene Problematik der Einteilung von Dienstleistungen werden in 3.1 näher beleuchtet. Die Klassifikation wird anschließend exemplarisch am Wirtschaftsabschnitt G belegt (3.2), bevor deren Einordnung im Europäischen Statistiksystem aufgezeigt wird (3.3). Abschließen soll zusätzlich eine nicht durch den Staat festgelegte Klassifikation am Beispiel der Qualität, der Fristigkeit und den funktionalen Merkmalen (3.4) erfolgen.
3.1 Dienstleistungen als Teil der Klassifikation der Wirtschaftszweige
In der Klassifikation der Wirtschaftszweige (kurz: WZ) sind die verschiedenen Bereiche der Wirtschaftssektoren (primärer, sekundärer und tertiärer Sektor) mit ihren unterschiedlichen Anforderungen einheitlich klassifiziert. Daten, die sich auf statistische Einheiten beziehen ─ das kann eine fachliche, örtliche oder institutionelle Einheit sein, ein einzelner Betrieb oder eine Gruppe von Betrieben, die eine wirtschaftliche Gesamtheit bilden─ sind in der WZ ein- geordnetund dienen als Grundlage für die Erstellung von Statistiken. Bei der WZ handelt es sich um eine vollständige Erfassung der beobachteten Gesamtheit. Die Kategorien schließen
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sich gegenseitig aus, das heißt jedes relevante Element ist nur einer Kategorie zugeordnet. Grundlage für die Ermöglichung der einheitlichen Zuordnung der Elemente zu den verschiedenen Kategorien bilden methodische Grundsätze, auf die in Kapitel 4 näher eingegangen wird(Destatis 2008:7).
In den 1950er Jahren begann die Formulierung systematischer Verzeichnisse für statistische Zwecke. Die im Allgemeinen seit 1995 angewandte Klassifikation der Wirtschaftszweige basiert auf der Ausgabe im Jahr 1993 (WZ 93). Sie wurde entwickelt, um tätigkeitsbezogene Daten international und besonders EU-weitvergleichen zu können, indemsie sich seit dem auf die ISIC (International Standard Industrial Classification) und die NACE (Statistische Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft, siehe 3.3) stützt. 2003 wurde eine Neufassung ausgearbeitet, die als WZ 2003 veröffentlicht wurde. Parallel zur Änderung der NACE Revision 2 wurde in 2008 „unter intensiver Beteiligung von Datennut- zernaus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Verwaltung sowie Datenproduzenten, d.h. der Statistischen Landesämter und der Fachabteilungen des Statistischen Bundesam- tes“(Destatis 2008:15) die WZ 2008 vorgestellt(Destatis 2008:14-15). Folgende Tabelle 1 gibt eine Übersicht über die Gliederungsebenen sowie der Anzahl und der Kodes der WZ 2008 und der WZ 2003.
Tab. 1: Formaler Aufbau der WZ 2003 und 2008 (Quellen: Destatis 2007:2 und 2003:13).
Abschnitt A und B gehören dem primären Sektor an, die Abschnitte C bis F dem sekundären. Folglich werden jene von G bis U (WZ 2008) dem Dienstleistungssektor zugeschrieben. Da sich die Statistiken von vor 2008 auf die WZ 2003 beziehen, ist in folgender Tabelle 2 eine Gegenüberstellung der Wirtschaftsabschnitte des in dieser Arbeit relevanten tertiären Sek-tors dargestellt.
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Tab. 2: Abschnitte der Dienstleistungsbereiche in der WZ 2003 und2008(Quelle: Destatis 2007:55).
Für die Klassifizierung von statistischen Einheiten gibt es Grundregeln. Jede der in den statistischen Unternehmensregistern verzeichneten statistischen Einheiten ist gemäß ihrer Haupttätigkeit einem WZ-Kode zugeordnet. Dabei gilt die Haupttätigkeit als jene, die den größten Beitrag zur Wertschöpfung dieser Einheit leistet, d.h. die jeweiligen Wertschöpfungsanteile der ausgeführten Tätigkeiten müssen bekannt sein. Da diese Informationsbeschaffung gelegentlich nicht möglich ist, muss die Klassifizierung der Tätigkeit mithilfe von Ersatzkriterien erfolgen. Zu solchen Größen gehören outputbasierte Ersatzgrößen (Bruttoproduktion der Einheit, Verkaufswert oder Umsatz der aus den jeweiligen Tätigkeiten hervorgegangen Waren und Dienstleistungen) und inputbasierte Ersatzgrößen (Lohn- und Gehaltssummen für die einzelnen Tätigkeiten, Zahl und Arbeitszeit der Mitarbeiter innerhalb der einzelnen Tätigkeiten). „Diese Ersatzgrößen sollten anstelle der unbekannten Wertschöpfungs- datenverwendetwerden, um eine bestmögliche Annäherung an die Wertschöpfungsmethode zu erzielen“ (Destatis 2008:24). Falls die Struktur der Ersatzgrößen nicht proportional zur (unbekannten) Wertschöpfung ist, kann diese Verwendung der genannten Ersatzgrößen je-
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Arbeit zitieren:
Isabella Melchert, 2011, Strukturierung und methodischer Umgang mit „Dienstleistungen“, München, GRIN Verlag GmbH
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