Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 3
Abk ürzungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
2. Rationales Handeln 5
3. Rationalitätsefizite 7
3.1 Rationalitätsdefizite aufgrund von eigeninteressiertem Handeln 7
3.2 Rationalitätsdefizite aufgrund von kognitiven Beschränkungen 9
4. Potenzielle Rationalitätsdefizite im Handeln von Controllern 10
4.1 Informationsbedarfsermittlung und Datenbeschaffung. 10
4.2 Weiterverarbeitung, Aufbereitung und Übermittlung von Daten 12
5. Der Firmenkauf aus der Insolvenz 14
5.1 Besonderheiten des Firmenkaufs aus der Insolvenz 14
5.2 Planungs- und Entscheidungsphase 15
5.3 Verhandlungsphase und Umsetzungsprozess 17
5.4 Chancen und Risiken bei einem Firmenkauf aus der Insolvenz. 17
6. Rationalitätsdefizite durch das Handeln von Controllern in der
Planungs - und Entscheidungsphase beim Firmenkauf aus
der Insolvenz 18
7. Zusammenfassung Fazit 22
Literaturverzeichnis 23
2
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Informationsversorgung ............................................................... 10
Abkürzungsverzeichnis
bzw. …………………………………………………………………beziehungsweise d.h. …………...……………………………………………………………….das heißt u.a. ……………………………………………………………………...unter anderem usw. ……………………………………………………….……………...und so weiter
etc. ........................................................................................................ .et cetera vs. ...............................................................................................................versus z.B. ...................................................................................................zum Beispiel sog. ...................................................................................................sogenanntes
3
1. Einleitung
Die Hauptaufgabe eines Controllers ist es anhand von Zahlen und Fakten das Management bei Entscheidungen ohne jegliche Verluste von Rationalität zu unterstützen. In der Praxis kommt es jedoch zu Rationalitätsverlusten aufgrund von Phänomenen, die mit den bisherigen Erkenntnissen, Instrumenten und Handlungsempfehlungen nicht mehr adäquat erklärt werden können. Durch eine Verhaltensorientierung im Controlling können u.a. Rationalitätsdefizite aufgedeckt und erklärt werden, die bei der traditionellen Entscheidungstheorie des Homo Oeconomicus gänzlich unbeachtet bleiben.
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit Rationalitätsdefiziten im Handeln von Controllern am Beispiel eines Firmenkaufs aus der Insolvenz. Zielsetzung der Arbeit ist das gezielte Aufzeigen von Rationalitätsdefiziten in den einzelnen Entscheidungsphasen des Firmenkaufs aus der Insolvenz sowie deren Begründung.
Einführend werden die Begriffe „rationales Handeln“ und „Rationalitätsdefizite“ definiert, um anschließend grundlegende Rationalitätsdefizite im Handeln von Controllern aufzuzeigen. Hierbei wird besonders auf die Rationalitätsdefizite in der Informationsbedarfsermittlung, der Datenbeschaffung sowie der Weiterverarbeitung, Aufbereitung und Übermittlung von Daten eingegangen. Eine Ausei-nandersetzung mit Rationalitätsdefiziten in den allgemeinen Planungs- und Kontrollaufgaben des Controllers findet aufgrund des zeitlichen Rahmens dieser Arbeit nicht statt. Schließlich werden die Besonderheiten des Firmenkaufs aus der Insolvenz sowie dessen mögliche Chancen und Risiken erklärt, um dann systematisch Rationalitätsdefizite in der Planungs- und Entscheidungsphase des Firmenkaufs aus der Insolvenz aufzuzeigen. Im Fazit werden die Erkenntnisse dieser Arbeit sowie Fragestellungen, die nicht behandelt werden konnten aufgeführt.
4
2. Rationales Handeln
Unter rationalem Handeln lässt sich nach dem Prinzip des Homo Oeconomicus das Handeln verstehen, dass dem Akteur dem höchstmöglichen Nutzen bringt. Das Grundverständnis von Rationalität liegt laut Max Weber in der sogenannten Zweck-Mittel Rationalität. (Paefgen, A. 2008, S. 48). Demzufolge handelt der Jenige zweckrational der ohne Wiedersprüche, effizient und effektiv die richtigen Mittel für den richtigen Zweck findet und einsetzt. Bei unvernünftigem Handeln werden die Mittel nicht richtig auf den Zweck abgestimmt. (Vergleichen Sie zu den folgenden Ausführungen: Paefgen, A. 2008, S. 49 ff). Die Ursachen von Rationalitätsdefiziten liegen in dem Träger rationaler Handlungen. Gerade Controller und Manager sollten die Vorstellung des zweckrational handelnden Homo Oeconomicus als Ideal ansehen. Da Controller und Manager wie alle Menschen vielfältigen Beschränkungen unterliegen kann dieses Ideal des vollkommen rationalen Handelns, d.h. unter der Berücksichtigung sämtlicher Zwecke alle möglichen Mittel in Betracht ziehen bei gleichzeitiger Abwägung aller Nebenfolgen, nie erreicht werden. Dennoch kann Rationalität in unterschiedlichen Abstufungen erfüllt werden. Hierbei wird von beschränkter Rationalität gesprochen (Simon, H.A.,1957).
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass beschränkte Rationalität auf eigeninteressiertes Handeln und kognitive Beschränkungen zurückzuführen ist. Der Mensch strebt bei eigeninteressiertem Handeln Nutzenmaximierung an und wird daher nur die Mittel zur Zweckerfüllung in seinen Entscheidungsprozess einbeziehen, welche ihm den größtmöglichen Nutzen bringen. Der Mensch geht dabei lediglich von seinen eigenen Nutzen bzw. Zielvorstellungen aus und handelt daher aus seiner Sicht rational. Rationalität ist insofern sichtweisenabhängig, da externe Beobachter eine andere Auffassung von Rationalität haben könnten. Aus diesem Grund wird Rationalität als Meinung von Experten und Fachleuten hinsichtlich einer Zweck-Mittel-Situation als Maßstab gesehen und Rationalitätsdefizite als offenkundig mangelnde Effizienz und Effektivität im Handeln der Akteure (Pritsch, G./ Weber, J. 2004 S. 73.)
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(Vergleichen Sie zu den folgenden Ausführungen: Homann, K./Suchanek, A., 2000, S.31 ff) Als Eigeninteresse ist alles zu verstehen, was dem Akteur Nutzen stiftet. Somit ist im Sinne der Zweck-Mittel-Rationalität der Nutzen eine eindeutige Entscheidungsgrundlage des Akteurs um rational Handlungsalternativen auszuwählen. Die Handlungsalternativen des Akteurs wiederum werden durch verschiedene Einschränkungen/Restriktionen wie Budget-, technische- oder soziale Einschränkungen beeinflusst. Als Budgeteinschränkungen werden die zur Verfügung stehenden Ressourcen verstanden, die ein Limit besitzen. Die technischen Restriktionen sind Beschränkungen, die den gezielten Einsatz von Ressourcen verhindern. Bei Einschränkungen der Handlungsalternativen durch andere Akteure oder Institutionen wird von sozialen Einschränkungen gesprochen. Alle drei Formen der Restriktionen bilden die Situation, in welche sich der Akteur befindet.
Um also Rationalitätsdefizite zu erklären, bedarf es eines genauen Akteursverständnisses. Der Akteur weist im Langzeitgedächtnis einen Bestand an Wissen auf, der als einfache Begriffe oder - sofern es sich um sog. Methodenwissen handelt - als kognitive Programme gespeichert ist. Daneben bestehen weitere kognitive Programme, die die Datenverarbeitung und die Handlungen des Akteurs lenken. Aufgrund der mit der Kapazität des Kurzzeitgedächtnisses gleichzusetzenden und daher beschränkten Verarbeitungsfähigkeit sind jedoch der Wissensstand und die kognitiven Programme des Akteurs beschränkt. So erklären sich die kognitiven Beschränkungen des Akteurs, die seine Wahrnehmung der Situation prägen (Paefgen, A. 2008, S. 56). Während die Nutzenvorstellungen die Richtung seines Handelns vorgeben prägen die kognitiven Beschränkungen die Wahrnehmung der Situation durch den Akteur, auf deren Grundlage sich sein Handeln vollzieht. (Paefgen, A. 2008, S. 57). Die Nutzenvorstellung in einer Situation, auch Anreiz genannt, ist als Erwartung über die Realisierung von Zielen zu verstehen. Die Ziele des Akteurs erklären sich aus seinen Bedürfnissen, Einstellungen und Werten (Aman, C. 1993 S. 225). Die Anreize in einer Situation sollten positiv und dazu geeignet sein die Ziele des Akteurs zu realisieren und in einem ausgewogenen Verhältnis zu den Beiträgen des Akteurs stehen. Akteure versprechen sich in Unternehmen, dass sich ihr Nutzen durch die Verfolgung der Unternehmensziele erhöht.
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Arbeit zitieren:
Ralf Greiner, 2012, Rationalitätsdefizite durch das Handeln von Controllern am Beispiel eines Firmenkaufs aus der Insolvenz, München, GRIN Verlag GmbH
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