Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung - 3 -
2 Das Rind - 4 -
2.1 Allgemeines - 4 -
2.2 Merkmale. - 5 -
2.2.1 Das Wiederkäuen - 5 -
2.3 Rinderrassen - 6 -
3 Landwirtschaft - 7 -
3.1 Die extensive Weidewirtschaft - 9 -
3.1.1 Die Definition extensiver Landschaftsnutzung - 9 -
3.1.2 Die Merkmale extensiver Landschaftsnutzung - 9 -
4 Die Agrar GmbH Crawinkel - 11 -
4.1 Die Arbeit der Agrar GmbH Crawinkel - 11 -
4.2 Zwei ausgewählte Beispiele - 12 -
4.2.1 Was bewirken die Weidetiere in Ihrem Lebensraum? - 12 -
4.2.2 Anhänglichkeit als Überlebensstrategie - 13 -
5 Fazit - 14 -
6 Literaturverzeichnis - 15 -
6
2
2
1 Einleitung
Welche Chance zur Erhaltung der Artenvielfalt bietet die extensive ganzjährige Weidehaltung im Gegensatz zu modernen Landwirtschaftsformen wie die stallgebundene Massentierhaltung? Diese Leitfrage möchte ich versuchen im Verlauf meiner Arbeit zu beantworten. Seit vielen Jahren stehen bei der Tierhaltung einzig und allein Ertrag und Gewinn im Vordergrund. Die Verbraucher möchten Erzeugnisse möglichst günstig erwerben, und die Verkäufer möglichst viel gewinnen. Um dies zu gewährleisten setzen immer mehr Unternehmen auf Massentierhaltung, bei welcher die Tiere unter katastrophalen Lebensbedingungen aufgezogen, gezüchtet, gemästet und letztendlich geschlachtet werden. Gerade das Rind als Nutztierart, welche neben Fleisch, Milch und Leder auch Gülle oder Jauche und Mist liefert, ist aufgrund seiner Nutzungsvielfältigkeit besonders bedroht. Zu Beginn meiner Arbeit werde ich deshalb das Rind in Bezug auf seine Verbreitung, seine Geschichte, seine Merkmale und seine Rassen näher beleuchten. Anschließend werde ich den Begriff der extensiven Weidewirtschaft, als Gegenpart zur stallgebundenen Massentierhaltung, näher beschreiben. Letztendlich habe ich es mir zu Aufgabe gemacht, ein Unternehmen, welches extensive ganzjährige Weidehaltung betreibt und damit sehr erfolgreich ist, zu untersuchen und einige Bemerkungen über deren Umgang mit Arten- und Naturschutz zu machen, um eine Antwort auf die eingangs gestellte Frage zu erhalten.
‐ 3 ‐
2 Das Rind
Da Fleisch als Nahrungsmittel für den Menschen eine große Bedeutung hat, wurde das Rind wegen seines Fleisches, und später auch aufgrund seiner Milch und Leistung als Zugtier domestiziert. 1 Eine Kuh in Deutschland gibt ungefähr 18,5 Liter Milch pro Tag. Für eine riesige Produktpalette wie Joghurt, Quark, Käse oder Sahne ist die Milch der Kühe ein wichtiges Ausgangsprodukt. Außerdem liefern Rinder natürliche Düngemittel wie Gülle oder Jauche, welche sehr geschätzt sind und tagtäglich Verwendung finden. 2 In Verbindung mit der extensiven Weidewirtschaft, auf welche ich im Verlauf meiner Ausführungen noch genauer eingehen werde, spielt das Rind als Nutztier eine entscheidende Rolle. Um eine Verbindung zur extensiven Weidewirtschaft herzustellen ist es wichtig, einen kurzen Blick auf den Vorfahren des Rindes zu werfen, einige bedeutende Merkmale kennen zu lernen sowie wichtige Informationen über die Rinderrassen zu geben.
2.1 Allgemeines
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Rinder umfasste Afrika, Eurasien und Nordamerika. Heutzutage ist das Hausrind jedoch weltweit verbreitet, in Zahlen ausgedrückt leben etwa 1,5 Milliarden Rinder auf der Erde. Davon ist Indien das Land, in dem die meisten Rinder beheimatet sind (226 Mio.), gefolgt von China (108 Mio.), der USA (96 Mio.) und Deutschland (14 Mio.). 3 Bereits 8000 v. Chr. wurden die ersten Rinder gezüchtet. Das heutige europäische Hausrind stammt vom Ur- bzw. Auerochsen ab, dieser war ein mächtiges Wildrind mit einer Schulterhöhe von bis 1,80m und tauchte nach wissenschaftlichen Erkenntnissen etwa vor 250000 Jahren in Mitteleuropa das erste Mal auf. 4 Der Auerochse ist eine ausgestorbene Art der Rinder, war mit einem Gewicht von 1 Tonne eines der mächtigsten Landtiere Europas und diente lange Zeit hauptsächlich als
1 Domestizierung: „Domestizierung oder Domestikation ist ein innerartlicher Veränderungsprozess von Wildtieren oder ‐pflanzen, bei dem diese durch den Menschen über Generationen hinweg von der Wildform genetisch isoliert gehalten werden. Damit wird ein Zusammenleben mit dem Menschen oder Nutzung durch diesen, anschaulich in dessen Haus (lat. domus), ermöglicht.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Domestizierung)
2 Vgl.: http://www.ima‐agrar.de/fileadmin/redaktion/download/pdf/materialien/Rind_gesamt.pdf
3 Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Hausrind
4 Vgl.: http://www.ima‐agrar.de/fileadmin/redaktion/download/pdf/materialien/Rind_gesamt.pdf ‐ 4 ‐
Fleischlieferant. Erst lange Zeit nach der Domestikation, welche vor dem 9. Jahrtausend vor Christus erfolgte, wurde die Milcherzeugung primäres Ziel. 5
2.2 Merkmale
Rinder, dessen natürliche Lebenserwartung etwa 20 Jahre beträgt, gehören der Ordnung der Paarhufer 6 , der Unterordnung der Wiederkäuer und der Familie der Hornträger an. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 1,60 bis 3,5 Metern, wozu noch ein bis zu 1 Meter langer Schwanz kommt. Ein durchschnittliches Rind erreicht eine Schulterhöhe von 0,7 bis 2 Metern und ein Gewicht von 150 bis 1000 Kilogramm, wobei die weiblichen Rinder, als Kühe bezeichnet, etwa ein Gewicht von 500 - 800kg erreichen, und das Gewicht der männlichen Rinder, welche als Bullen bezeichnet werden, zwischen 1000 und 1200kg beträgt. Typisch für Rinder ist, dass das Fell meist in Grau-, Braun-, oder Schwarztönen gefärbt ist und beide Geschlechter Hörner tragen, allerdings sind die der Weibchen kleiner und dünner. 7 Ein weibliches Rind trägt seinen Nachwuchs 9 Monate und 9 Tage aus. Damit der Milchfluss nicht stoppt, bringt eine Kuh jährlich ein weiteres Kalb zur Welt. 8 Wie bereits erwähnt, gehören Rinder den Wiederkäuern an. Die Eigenschaft des Wiederkäuens unterscheidet sie deutlich von vielen anderen Haustieren und macht sie deshalb so besonders. Auch in Bezug auf die extensive Weidehaltung, spielt das Wiederkäuen eine gewichtige Rolle, weshalb es wichtig ist, diesen Vorgang kurz zu erläutern.
2.2.1 Das Wiederkäuen
Neben dem Rind gehören Schafe, Ziegen, Hirsche, Antilopen, Gazellen und Giraffen zur Gruppe der Wiederkäuer. Diese Tiere besitzen ein besonderes Verdauungssystem, welches ihrer Pflanzennahrung angepasst ist. Neben dem normalen Magen, bezeichnet als Labmagen, besitzen sie noch mehrere Vormägen (Pansen, Netzmagen, Blättermagen). Die Tiere ernähren sich hauptsächlich von sehr nährstoffarmem Gras, das aber viel
5 Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Auerochse
6 Paarhufer: „Alle Paarhufer sind grundsätzlich in Wiederkäuer + Nichtwiederkäuer unterteilt. Zu den Nichtwiederkäuern bei den Paarhufern zählt in Mitteleuropa nur das Schwarzwild (Wildschwein). Die Wiederkäuer werden u.a. in die Familien der Cerviden (Geweihträger) wie z.B. Elchwild, Rotwild, Rehwild, Damwild, Sikawild, und Boviden (Hornträger) wie z.B. Muffelwild, Steinwild, Gamswild usw. gegliedert.“ (http://www.tiefo.de/t751/welche‐tiere‐sind‐wiederkaeuer)
7 Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Rinder
8 Vgl.: http://www.agrilexikon.de/index.php?id=rind ‐ 5 ‐
Arbeit zitieren:
Robin Köhler, 2010, Die extensive ganzjährige Weidewirtschaft als eine Chance zur Erhaltung der Artenvielfalt auf den Weiden, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik): Die extensive ganzjährige Weidewirtschaft als eine Chance zur Erhaltung der Artenvielfalt auf den Weiden ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik): neuer Titel erschienen: Die extensive ganzjährige Weidewirtschaft als eine Chance zur Erhaltung der Artenvielfalt auf den Weiden
Robin Köhler hat einen neuen Text hochgeladen
EFFECTIVENESS OF DECENTRALIZED AGRICULTURE EXTENSION SYSTEM
EFFECTIVENESS OF DECENTRALIZED...
Muhammad Luqman, Ejaz Ashraf, Muhammad Arif
Decentralized Extension in Pakistan
Communication Interventions of...
Dr. Ijaz Ashraf, Dr. Sher Muhammad
0 Kommentare