Inhaltsverzeichnis:
3
1. Einleitung
3
2. Was ist Dekonstruktion?
2.1. Die Merkmale von Dekonstruktion 4
2.1.1. Lesen des Textes 4
2.1.2. Der Text als Antwort 4
2.1.3. Die Diskrepanz zwischen Form und Stil einerseits und dem
Inhalt andererseits 4
2.1.4. Jeder Text wird anders gelesen 4
4
3. Dekonstruktion in Platons Sophistes
3.1. Die erste Ebene: Der Fremde 4
3.1.1. Die Dekonstruktion des Parmenides 4
3.1.2. Die Dekonstruktion des Protagoras 5
3.1.3. Die Dekonstruktion des Gorgias 6
3.2. Die zweite Ebene: Der Leser 6
3.2.1. Die Dekonstruktion von Parmenides 6
3.2.2. Die Dekonstruktion von Protagoras 7
3.2.3. Die Dekonstruktion von Georgias 7
3.2.4. Wer sind Philosophen und was machen sie? 8
3.3. Die dritte Ebene: Platon 9
10
4. Fazit
12
Literaturverzeichnis
2
1. Einleitung
Inwiefern ist die Vorgehensweise Platons dekonstruierend in seinem Werk Sophistes? Um dieser Frage nachzugehen, müssen wir annehmen, dass „der
Fremde,“ durch den Platon in seinem Dialog spricht, Vorläufer Jacques Derridas ist. Dies ist die erste Ebene, über die ich im zweiten Teil „Dekonstruktion in Platons Sophistes“ meiner Hausarbeit schreibe. Die zweite Ebene geht vom Leser aus, der Platons Text dekonstruierend behandelt und Kritik äußert. Die dritte Ebene handelt davon, inwieweit Platon selbst dekonstruierendes Vorgehen aufweist und problembewusst handelt. Um diese Positionen einzunehmen, ist es wichtig zu wissen, was unter Dekonstruktion zu verstehen ist, womit nun begonnen wird.
2. Was ist Dekonstruktion?
Die Dekonstruktion ist keine Methode, sondern eine Lesepraxis:
„Was ich Dekonstruktion nenne, kann natürlich Regeln, Verfahren oder Techniken
eröffnen, aber im Grunde genommen ist sie keine Methode und auch keine
wissenschaftliche Kritik, weil eine Methode eine Technik des Befragens oder der
Lektüre ist, die ohne Rücksicht auf die idiomatischen Züge des Gegenstandes in
anderen Zusammenhängen wiederholbar sein soll. Die Dekonstruktion hingegen
befasst sich mit Texten, mit besonderen Situationen, mit der Gesamtheit der
Philosophiegeschichte, innerhalb derer sich der Begriff der Methode konstituiert hat.
Wenn die Dekonstruktion also die Geschichte der Metaphysik oder die des
Methodenbegriffs befragt, dann kann sie nicht einfach selbst eine Methode
darstellen. Die Dekonstruktion setzt die Umwandlung selbst des Begriffes des Textes
und der Schrift voraus. … Ich nenne eine Institution ebenso wie eine politische
Situation, einen Körper oder einen Tanz, was offenbar zu vielen Mißverständnissen
geführt hat, weil man mich beschuldigte, die ganze Welt in ein Buch zu stecken. Das
ist offensichtlich absurd“ (Derrida 1987: 11).
„Die Zerstörung der illusorischen Eindeutigkeit und Geschlossenheit einer Vorstellung, eines Begriffs, einer Struktur, kann man auch als >>Dekonstruktion<< bezeichnen“ (Jacoby 2006: S.293). Dekonstruktion ist sehr produktiv, da sie das sagt, was noch nicht gesagt worden ist. Da es sich hierbei um keine Methode handelt, lassen sich für die Dekonstruktion nur bestimmte Merkmale erklären.
3
2.1. Die Merkmale von Dekonstruktion:
2.1.1. Lesen des Textes
a) Der Text wird daraufhin gelesen, ob der Autor Inhalte vermeidet. Also, ob es Auslassungen gibt.
b) Der Text wird daraufhin gelesen, ob der Autor Sichtweisen auslässt oder vermeidet.
2.1.2 Der Text als Antwort
a) Der Text wird als Antwort gelesen auf eine Frage, die der Text nicht gestellt hat. Das heißt, dass der Leser die Position eines Besserwissers annimmt.
b) Der Text ist das Ergebnis bzw. die Antwort auf Probleme und Konflikte.
2.1.3. Die Diskrepanz zwischen Form und Stil einerseits und dem Inhalt andererseits
Ein Text wird daraufhin gelesen, ob die Form und der Stil verglichen mit dem Inhalt, Konflikte zeigen. Der Text umkreist also Konflikte. Untersucht wird die Diskrepanz. Das was der Text vermeidet wird zum Thema gemacht.
2.1.4. Jeder Text wird anders gelesen
Jeder Text muss auf andere Weise gelesen werden, das heißt die Lesetätigkeit muss sich verändern.
3. Dekonstruktion in Platons Sophistes
3.1. Die erste Ebene: Der Fremde
3.1.1. Die Dekonstruktion des Parmenides
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Arbeit zitieren:
Nadja Buchelt, 2010, Die Vorgehensweise von Platon in Bezug auf Elemente der Dekonstruktion, München, GRIN Verlag GmbH
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