Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Die Bedeutung des Begriffes Global Governance 3
3. Der vorgegebene Demokratisierungsprozess in den
Entwicklungsl ändern 4
3.1 Kritiken an der Regimetheorie 5
3.2 Das Demokratiedefizit im Global Governance Konzept 6
3.3 Der Begriff der Weltethik als Diskurs 8
3.4 Wie sollte der erweiterte Demokratiebegriff mit Inhalt gefüllt
werden ? 9
4. Ein Fazit zu den zukünftigen Herausforderungen für die Demokratie im
Global Governance Konzept 14
5. Literaturverzeichnis 15
1. Einleitung
Im Rahmen des Seminars „Einführung in die Friedens- und Konfliktforschung“ soll eine Hausarbeit zu einer wissenschaftlichen Fragestellung angefertigt werden. Dazu wird das Thema der Demokratie im Zusammenhang mit dem Global Governance Konzept, als ein aktuelles, weitgreifendes und interessantes Problem des 21. Jahrhunderts analysiert. Die gegenwärtigen Spannungen und revolutionären Bewegungen in der Welt zeigen, dass die Nord- Süd Beziehungen immer weiter in den Vordergrund rücken. Nachdem der Kalte Krieg mit dem Fall der Mauer im Jahre 1989 beendet war, drängten sich die Asymmetrien der Nord-Süd Länder in das Blickfeld der Weltöffentlichkeit. Dabei sind durch die Dynamiken der Welt die Erkenntnisse des „Global Village“ entstanden, diese sind aktueller denn je. Die vielen Umbrüche auf der Welt, wie die Finanzkrise, der Klimawandel und die Arabische Revolution sind ein Symbol für diese Dynamiken. Der Begriff des Global Governance spielt in den Nord-Süd Beziehungen ein permanente Rolle. Der Ansatz der Weltgemeinschaft über die Demokratie ist das Zugpferd und der Inhalt des Global Governance Konzeptes. Dass der Demokratisierungsprozess der Entwicklungsländer nicht als allumfassende Lösung der Probleme in der Dritten Welt dienen kann, ist in der Transitionenforschung bekannt. Die folgende Fragestellung dieser Arbeit spiegelt die Vorgehensweiße und die inhaltliche Reihenfolge dieser Hausarbeit wieder. Was ist die Bedeutung des Global Governance-Begriffes sowie -Konzeptes und was sind die tragenden Säulen wie auch Akteure? Diese Frage wird als erstes in der vorliegenden Hausarbeit abgehandelt. Danach wird auf den Verlauf des Demokratisierungsprozess in den Entwicklungsländern eingegangen. Im Punkt 3.1 werden die Kritiken der Regimetheorie dargestellt. Anschließend wird aufgezeigt, wie das Demokratiedefizit im Global Governance Konzept in Erscheinung tritt. Darauf folgt die Rolle der Weltethik, was nimmt sie für einen Platz ein? Vor dem Fazit soll der erweiterte Demokratiebegriff mit Inhalt gefüllt, als auch im Global Governance Konzept umgesetzt werden. Resümierend wird im Fazit dieser Hausarbeit die Schwierigkeiten und zukünftigen Herausforderungen für die Demokratie im Global Governance Konzept dargestellt und kritisch- futuristisch- aufgezeigt.
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2. Die Bedeutung des Begriffes Global Governance
Das Global Governance Konzept, soll die Antwort auf die politische Beherrschbarkeit der Globalisierungstendenzen sein. Die Weltpolitik hat das Problem erkannt, dass es nicht mit lokalen Instrumenten der nationalstaatlichen Interessen und Machtpolitik, die globalen Schwierigkeiten lösen kann. Die Politik muss sich globalisieren und für die vernetzte Welt einheitliche Standards schaffen. Dies wird durch neue Ordnungsstrukturen geschaffen. Ein reaktives und punktuelles Krisenmanagement ist nicht mehr zeitgemäß, dies zeigt die Finanz-und Wirtschaftskrise. (vgl. Nohlen; Schultze 2010, S.333). Der Global Governance Diskurs ist das bewusste Abgrenzen von problematischen Gesellschaftstheorien. Dies wird genutzt um den ideologischen Hintergrund vieler Gesellschaftstheorien zu entgehen. Das INEF (Institut für Entwicklung und Frieden) versucht eine Allgemein Anwendbares Modell der Global Governance- Architektur zu schaffen. Die Säulen dieser Architektur sind:
Tragenden Säulen innerhalb der Architektur:
Das sind die Hauptverantwortlichen der Netzwerksgesellschaft die Druck ausüben könnten, auf die Realität der Weltordnung (vgl. Brand/Brunnengräber/Schrader/Stock/Wahl 2000, S. 159 f.).
Nähere Begriffserklärung für diesen Aufsatz
Der Süden ist nicht territorial zu verstehen, sondern ein semantischer Begriff für die Dritte Welt bzw. die Entwicklungsländer. Für die westliche Welt, die Industrieländer, die OECD-Staaten (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) steht der Norden. Die Nichtregierungsorganisationen werden mit NGO abgekürzt.
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3. Der vorgegebene Demokratisierungsprozess in den
Entwicklungsländern
Am 12. Februar 1980 rückten die Nord- Süd Asymmetrien das erste Mal ins Hauptaugemerk der OECD. Unter Leitung von Willy Brandt (Bundeskanzler a. D.) legte die Nord- Süd-Kommission eine Studie namens „Das Überleben sichern. Gemeinsame Interessen der Industrie- und Entwicklungsländer“ vor. Sie war das Resultat eines Weltwirtschaftlichen Kollaps des Finanzsektors 1980s, in dessen Strudel der Liquidität gerieten die Entwicklungsländer. Aus diesen wurden schnell unstabile Staaten, welche eine politische Legitimationskrise hatten. Unstabile Staaten sind durch einen Mangel an Sicherheit, Rechtstaatlichkeit, Korruption und ressourcenarmen Entwicklungen im Land gekennzeichnet. (vgl.http://www.welt.de/printwelt/article152774/Weltbank_warnt_vor_instabilen_Staaten.htl; 24.08.2011) Der „Post- Washington Consensus“ legte seinen Focus auf die Dritte Welt, er leitete eine marktradikale Neuausrichtung ein, welche als „ Neoliberalismus“ bezeichnet wird. Die Staatsentwicklung steht nun unter dem Begriff „Good Governance“. Darin ist das OECD Modell der liberalen Demokratie enthalten. Die Forschung analysierte die formalen Konfigurationen der peripheren Staaten, wie die Legitimationsformen und Wahlsysteme, das institutionelle Staatsgefüge, wie Gewaltenteilung und Rechtschaffenheitspflicht sowie die Rechtsstaatlichkeit. Aus den Nord- Süd- Beziehungen ergab sich, eine internationale politische Transferleistung zum Aufbau von Staatskapazitäten. Die Nord- Süd Beziehungen standen bis zum Mauerfall 1989 im Schatten des Kalten Krieges (vgl. Burchardt 2009, S.9-15). Die Transitionsforschung wollte einen Systemwechsel von autoritären Regimen zu liberaldemokratischen Systemen schaffen. Die schlagartige Entwicklungsdynamik von autoritären Systemen führte zur Beschleunigung oder Behinderung der
Demokratisierungsprozesse. Vorsichtige Prognosen der Forschung zeigten das autoritäre Regime, in autoritäre Regime münden können. Neue autoritäre Regierungsweisen werden durch demokratische Wahlen legitimiert, wie die heranwachsende Demokratie in Peru zeigt. Als politische Stabilität vorhanden war, richtete sich das Hauptaugenmerk auf die Konsolidierungsproblematik der neuen Demokratien. Zur gleichen Zeit fand ein im Theorie-und Methodenwandel statt und sozioökonomische Ansätze wurden fallen gelassen oder kaum berücksichtigt. Die Ansätze waren von nun an normativ geprägt und wandten sich den institutionellen Gefügen der westlichen Welt zu. Das Verständnis von Polyarchie nach Dahl (1971, 1989), ist durch die Nordamerikanische Politikwissenschaft entwickelt wurden, die dann den Positivismus in der Lateinamerikaforschung beeinflusste. Daraus entwickelte sich
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Arbeit zitieren:
Christoph Eisfeld, 2011, Nord-Süd-Asymmetrien - Der Demokratiebegriff im Global Governance Konzept, München, GRIN Verlag GmbH
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