Lobpreis und Anbetung in einer evangelikalen Freikirche
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 1
2 ENTWICKLUNG DER GEMEINDE 1
2.1 Kurzer geschichtlicher Abriss 2
2.2 Chrischona Stammheim heute 3
2.3 Besucherstruktur 4
3 VORHANDENE ARBEITSHILFEN/TOOLS 4
3.1 Gemeindevision 2011 4
3.2 Gottesdienstkonzept 2011 5
3.3 NGE Gemeindeprofil 5
3.4 Tabellarische Zusammenfassung 6
4 LOBPREIS IN DER GEMEINDE 6
4.1 Musik in der Gemeinde bis 2005 7
4.2 Organisationsstruktur bis 2010 9
4.3 Konzept „Ecclesia semper reformanda“ 9
5 PROBLEMFELDER UND POTENTIAL 11
5.1 Umfrage zum Thema Lobpreis 11
5.2 Problemfeld 1: Liedgut 13
5.3 Potential: Generationenübergreifendes Projekt Anbetung 14
5.4 Problemfeld 2: Liedersingen oder Anbetungszeit 15
5.5 Potential: Verständnis schaffen 16
5.6 Weiteres Vorgehen 17
6 FAZIT 17
6.1 Persönlicher Nutzen 19
7 BIBLIOGRAPHIE 21
7.1 Materialien aus der Chrischona Gemeinde Stammheim 22
7.2 Internet 22
7.3 Abbildung 22
PTH4D5003 David Jäggi
Lobpreis und Anbetung in einer evangelikalen Freikirche 1
1 Einleitung
Das Loben Gottes gehört sowohl in evangelischen wie auch in evangelikalen und pfingstlichen Gemeinden seit je her zum Gottesdienst dazu. Während grundsätzlich darüber Einigkeit besteht, dass Gott unser Lob verdient, so scheiden sich die Geister, wenn über Art und Form dieses Lobes diskutiert wird: „Anbetung ja - abernicht so: Was im Gottesdienst über die Bühne geht, gibt viel zu reden. Manche Gläubige stossen sich am Lobpreis ihrer Gemeinde, dem Liedgut, dem Auftritt, dem Sound…“ 1 . In den meisten Gemeinden wurde die Orgel durch eine moderne Bandbesetzung, das Harmonium durch ein Mischpult und die Liederbücher durch einen Beamer ersetzt. War vor Zeiten der Organist als Einzelner für die gesamte musikalische Umrahmung des Gottesdienstes besorgt, so sind durch diese heutigen Neuerungen viele verschiedene Gemeindeglieder in den Dienst des Lobpreises eingebunden und stellen ihre Fähigkeiten zur Verfügung. Diese Neuerungen, welche in der postmodernen Zeit immer schneller vonstattengehen, führen in den Gemeinden oft zu Konflikten, insbesondere zwischen jüngeren und älteren Gemeindegliedern. Die Jungen hätten gerne Musik en vogue, die Älteren fühlen sich übergangen und mit dem neuen Musikstil oft überfordert oder vermissen das altvertraute Liedgut.
Dem Verfasser dieser Arbeit ist es ein ehrliches Anliegen, dass die Gemeinde sich als Ganzes, Alt und Jung zusammen, auf den Weg machen kann, um Gott zu loben und dabei bruchstückhaft mehr von seinem unfassbaren Wesen zu erkennen. Dazu hat er im September 2010 bei der Gemeindeleitung ein schriftliches Konzept zur Neugestaltung des Bereiches „Lobpreis“ eingereicht und die Leitung des Bereiches im Mai 2011 übernommen. Ziel der vorliegenden Konzeption soll es sein, diesen Bereich im Gesamtkontext der Gemeinde kritisch zu beleuchten und daraus sich ergebende Schlüsse in diesem Bereich wo möglich umzusetzen. Dazu wurde nebst persönlichen Gesprächen mit Gemeindemitgliedern auch eine breit gestreute Umfrage innerhalb der Chrischona Stammheim 2 durchgeführt, deren Ergebnisse Eingang in diese Arbeit finden. 3
2 Entwicklung der Gemeinde
Um einen Gesamtüberblick zur Gemeindesituation zu erhalten, ist es unumgänglich, den Blick zuerst auf die Prägung und Geschichte der Gemeinde zu lenken. Dies schafft auch ein Verständnis für allfällig vorhandene Problematiken.
Die Chrischona Gemeinde Stammheim ist eine von rund 100 Chrischona Gemeinden in der
1 Peter Schmid, „Himmel auf Erden“, publiziert unter http://www.livenet.ch/themen/kirche_und_co/christliches_ gemeindeleben/musik_und_lobpreis/186752-himmel_auf_erden.html vom 20.06.2011.
2 Die persönlichen Gespräche erfolgten mit dem Ziel einer qualitativen Umfrage, die breiter gestreute schriftliche Umfrage, dagegen als quantitative Umfrage. Da der Bereich Lobpreis und Anbetung in der Chrischona Stammheim beschrieben werden soll, wurde das Teilnehmerfeld für die Umfrage bewusst auf diese Gemeinde eingeschränkt. Eine grossangelegte Umfrage zu diesem Thema, mit gut 4000 Teilnehmern aus dem deutschsprachigen Raum, wurde im Jahr 2010 durchgeführt. Siehe dazu: Clemens Mudrich, Umfrage zum Thema Lobpreis: Eine Empirische Studie über die persönlichen Vorlieben im Lobpreis, (Erzhausen: Theologisches Seminar Beröa, 2010).
3 Die Veröffentlichung dieser Arbeit enthält aufgrund des Umfanges keine der erwähnten Anhänge. Diese können bei Bedarf beim Verfasser angefordert werden.
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Lobpreis und Anbetung in einer evangelikalen Freikirche 2
Schweiz. 4 Die evangelikalen 5 Freikirchen in pietistischer Tradition 6 sind als Verein organisiert und ihrerseits dem Verein „Chrischona Gemeinden Schweiz“ angegliedert. Die ersten Chrischona Gemeinden entstanden bereits im Jahr 1869, als zwei Absolventen des Theologischen Seminars St. Chrischona in Basel, in den Kantonen Thurgau und Graubünden evangelistisch tätig wurden. 7 70 Jahre später standen bereits 61 Prediger im Einsatz. Heute sind rund 150 Männer und Frauen im voll- oder teilzeitlichen Dienst einer Chrischona Gemeinde angestellt, wobei die meisten ihr theologisches Studium auf St. Chrischona absolviert haben. Nachdem sich die Chrischona Gemeinden zuerst als Gemeinschaften neben den Landeskirchen und als Ergänzung zu ihr verstanden, so sind sie heute als eigenständige Freikirchen anerkannt und Mitglied der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA.
2.1 Kurzer geschichtlicher Abriss
Bereits 1870, nur ein Jahr nach dem ersten Wirken der beiden evangelikalen Pioniere und ehemaligen Studenten auf St. Chrischona, wurden die Dörfchen Ober- und Unterstammheim von Marthalen, Frauenfeld und Stein am Rhein aus seelsorgerisch bedient. Dies geschah unter Anderem durch niemand geringeren als C.H. Rappard, welcher bald darauf der Nachfolger von C.F. Spittler, Begründer der Pilgermission, wurde. Der Bo- denfür diese Tätigkeit wurde bereits früher gelegt, wenn in der „Geschichte von Stammheim“ zu lesen ist, dass sich im Dorf ein Bedürfnis nach bibeltreuer Auslegung der Bibel regte. 8 Die Gründerfamilien vermissten
4 Vgl. dazu und den folgenden Informationen in diesem Absatz: http://www.chrischona.ch/cms/Schweiz/de/cgch /ma/portrait/1,100030,1212.-html vom 20.06.2011. Weltweit gibt es rund 190 Chrischona Gemeinden (DE, FR, Afrika). Siehe hierzu: Verfasser unbekannt, „Pietismus heute: Wenn alles komplizierter wird“, idea-Spektrum 26 (2011): 26. 5 Der Begriff „Evangelikal“ wird in vorliegender Arbeit als Frömmigkeitsbewegung verstanden, in Abgrenzung zu pfingstkirch- lichgeprägten oder zu den, landläufig „charismatisch“ genannten Gemeinden. Dies schliesst mit ein, dass z.B. den Geistesgaben nach 1Kor 12 oder der Zungenrede nach 1Kor 14 grundsätzlich ein nicht sehr hoher Stellenwert beigemessen wird. Obwohl diese Gaben nicht ausgeschlossen werden, so werden sie zumindest auch nicht explizit gefördert. Siehe dazu die beiden Grundsatzpapiere der Chrischona Gemeinden Schweiz: Edgar Schmid, Frucht und Gaben des Heiligen Geistes: Fragen um das Wirken des Heiligen Geistes heute, (Basel: St. Chrischona, 1983) und: Leitungsgremien FEG, St. Chrischona und VFMG, Leitlinien für den Umgang mit dem neuen Fragen nach dem Heiligen Geist, (Basel: St. Chrischona, 1994). Natürlich gibt es in einzelnen Gemeinden immer auch abweichende Ansichten. Hier kommt es stark auf die Prägung und Frömmigkeit des Pastors an. Der Schwerpunkt evangelikaler Gemeinden liegt in der Mission, der persönlichen Evangelisation und dem diakonischen Engagement. Vgl. dazu: R. Hille, „Evangelikal“, LThG, Bd. 1, 561.
6 „Die Pilgermission gehört zum breiten Strom des Pietismus, der vor allem durch das Wirken Philipp Jakob Speners um 1670 in Erscheinung trat und sich in Mitteleuropa ausbreitete.“ (Martin Liedholz und Thomas Richner [Hg.], Wenn Gottes Liebe Kreise zieht: 150 Jahre Pilgermission St. Chrischona 1840-1990, [Giessen: Brunnen Verlag, 1990], 6.). Und Hans Staub, ehemaliger Direktor der Pilgermission von 1947 bis 1967, schrieb 1965: „Und schliesslich wollte der Pietismus und damit auch die Führer der Gemeinschaftsbewegung und unseres Werkes es halten mit dem Wort des Apostels Paulus vom ‚Glauben, der durch die Liebe tätig ist‘. Darum sind denn auch aus dem Wurzelgrund des Pietismus eine Fülle von missionarischen und diakonischen Werken ent- sprossen.“(Hans Staub [Hg.], Wir sind sein Werk: 125 Jahre Pilgermission St. Chrischona bei Basel, [Giessen: Brunnen Verlag, 1965], 13.). Der Evangelikalismus wurzelt denn auch im Pietismus des 17. Jh., wobei die Pilgermission St. Chrischona als grösstes pietistisches Werk im deutschsprachigen Raum bezeichnet wird und zugleich als ältestes Werk dieser Glaubensrichtung. Siehe dazu: idea-Spektrum, a.a.O., 26.
7 1840 begründete C.F. Spittler in der ehemaligen Wallfahrtskirche mit dem Namen „St. Chrischona“ auf dem Hausberg von Basel die Pilgermission St. Chrischona, indem er dort junge Handwerker theologisch ausbildete und als Missionare in die Welt schickte. Heute umfasst die Pilgermission sieben Arbeitsbereiche. U.a. den Brunnen Verlag Basel mit den Verkaufsgeschäften „Bi- bel-Panorama“, dieArbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel (amzi), die Schwesternschaft des Diakonissen- MutterhausesSt. Chrischona und als grössten Zweig das Theologische Seminar St. Chrischona (tsc). Ein weiterer Bereich stellt der Verein Chrischona Gemeinden Schweiz dar, zu dem sich wiederum die einzelnen Ortsgemeinden zählen. Siehe dazu: Pilgermission St. Chrischona, Jahresbericht 2010, (Basel: Pilgermission St. Chrischona, 2011), 3. Zur Organisation der Pilgermission vgl. auch: http://www.chrischona.org/cms/org/de/pm/ma/verband/1,100000,89.html vom 20.06.2011. 8 „Chronik der Chrischona Gemeinde Stammheim“, (Stammheim: Chrischona, 1992), 1.
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Lobpreis und Anbetung in einer evangelikalen Freikirche 3
die bibeltreue Schriftauslegung durch den damaligen liberalen Pfarrer Farner und schlossen sich zusammen, um wenigstens einmal monatlich durch einen bibeltreuen Prediger die rechte Lehre zu empfangen. 9 Die Versammlungen fanden anfänglich im Haus einer der Gründerfamilien statt und waren sehr unkompliziert: „Bruder Graf von Wagenhausen brachte jeweils den Seelsorger per Fuhrwerk oder Schlitten nach Stammheim.“ 10 Mit der Zeit spaltete sich diese Versammlung vollständig von der Landeskirche ab, weil die Versammlungsteilnehmer nicht mehr hinter der verkündigten Lehre in der Kirche Stammheim stehen konnten. 11 1898 konnte in Stammheim das erste eigene Lokal, die „Kapelle“ eingeweiht werden. 12 Die Gemeinde Stammheim wurde jedoch weiterhin von Stein am Rhein aus betreut. Erst 1969 wurde das Arbeitsfeld aufgeteilt und Stammheim erhielt zusammen mit dem nahegelegenen Diessenhofen einen eigenen Prediger. Nach diversen Umbauten und Renovationen der „Kapelle“ konnte schliesslich 1992, bald 100 Jahre nach dem Bezug des ersten Gebäudes, das neue Objekt in Oberstammheim, in welchem sich auch eine Predigerwohnung befindet, bezogen werden. Kurze Zeit davor erhielt die Gemeinde Stammheim einen eigenen Prediger und war nun in toto eigenständig.
2.2 Chrischona Stammheim heute
Die Chrischona Gemeinde Stammheim liegt im sogenannten „Stammertal“, welches sich aus drei politischen Gemeinden mit insgesamt rund 2700 Einwohnern zusammensetzt. 13 Das Einzugsgebiet der Chrischona ist jedoch weit grösser und erreicht einen Radius von rund zehn Kilometern. Die Gegend ist von der Landwirtschaft geprägt, wobei insbesondere der Weinbau eine herausragende Stellung einnimmt. Die Einwohner von Stammheim und Waltalingen vertreten allgemein eher konservative Werte, was sich unter anderem in den Abstimmungsresultaten kantonaler und nationaler Wahlen deutlich zeigt. 14 Die Bevölkerung gibt sich bodenständig, viele Leute arbeiten im örtlichen Kleingewerbe. In Unterstammheim gibt es eine evangelische Landeskirche. Zu dieser wird seit der Abspaltung der Chrischona alles in allem ein guter Kontakt gepflegt. Schon 1970 wurden Allianzwochen durchgeführt. Auch gemeinsame Bibelstunden fanden statt und im Jahre 1973 bildete eine Evangelisation im Kollektiv mit der
9 Diese Angaben entstammen einem Gespräch vom 21.06.2011 mit einem Nachkommen der dritten Generation einer der Gründerfamilien. Der Name ist dem Verfasser bekannt.
10 „Die Geschichte unserer 75-Jahre-alten Kapelle Stammheim“, Ort, Jahr und Verfasser unbekannt, 1. 11 Gemäss einem Gespräch mit Peter Zeller, Ältestenrat der Chrischona Gemeinde Stammheim, zeichnet sich diese definitive und bewusste Abspaltung von der Kirche zum Teil bis heute ab, wenn die Mitglieder der Chrischona Gemeinde durch die anderen Dorfbewohner als eher für sich lebend gesehen werden. Dies wirkt sich wiederum aus auf evangelistische Aktivitäten. Das Gespräch fand am 21.06.2011 statt. Eine ähnliche Ansicht kommt auch in folgender Frage an Dr. Markus Müller, Direktor der Pilgermission Chrischona, anlässlich eines Interviews zum Ausdruck: „Es heisst, Chrischona Gemeinden fehle es häufig an Ausstrahlungskraft, um von den Bürgern eines Ortes überhaupt wahrgenommen zu werden. Was sollte sich hier ändern?“ Siehe dazu: idea- Spektrum,a.a.O., 28.
12 Die gesamten Baukosten beliefen sich inklusive Landkauf auf Fr. 18‘050.-. Vgl.: „Die Geschichte unserer 75-Jahre-alten Kapelle Stammheim“, a.a.O., 1.
13 Vgl. dazu die Homepages der einzelnen Gemeinden: www.oberstammheim.ch, www.unterstammheim.ch, www.waltalingen.ch.
14 Vgl. dazu: http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/wahlen_abstimmungen/archiv/abstimmungen archiv.html vom 20.06.2011. Die drei Gemeinden vertreten bei Abstimmungen meist zu zwei Dritteln die konservative, zu einem Drittel die progressive Seite.
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Lobpreis und Anbetung in einer evangelikalen Freikirche 4
Landeskirche wohl den Höhepunkt der Zusammenarbeit. 15 Heute finden jährlich drei gemeinsame Gottesdienste zusammen mit der Landeskirche und der in Oberstammheim ansässigen katholischen Kirche statt. Andere Freikirchen sind im Einzugsgebiet der Chrischona Stammheim keine bekannt.
2.3 Besucherstruktur
Der Verein der Chrischona Stammheim zählt zurzeit 76 Mitglieder. Im Jahr 2007 waren durchschnittlich 87 erwachsene Gottesdienstbesucher anwesend. Diese Zahl nahm bis ins Jahr 2010 mit 83 Frequentanten leicht ab. 16 Gemäss Daten der Umfrage 17 verteilt sich diese Zahl auf rund 43% Besucher und 57% Besucherinnen. Die zahlenmässig stärkste Altersgruppe liegt im Alter zwischen 40-59 Jahren (45%). Die 20 bis 39 Jährigen stellen 30% aller Besucher. 63% der 14-29 Jährigen besuchen den Gottesdienst schon länger als zehn Jahre. Dabei handelt es sich wohl meist um Personen, deren Eltern schon die Chrischona Stammheim besucht haben und demzufolge in der Gemeinde aufgewachsen sind.
Der Gottesdienst wird sehr regelmässig besucht. Mehr als zwei Drittel besuchen den Gottesdienst wöchentlich, rund ein Drittel kommt mindestens zweimal monatlich in den Gottesdienst.
3 Vorhandene Arbeitshilfen/Tools
Wird in einer Gemeinde ein Bereich restrukturiert und durch bestimmte Massnahmen neu gestaltet, ist es eine grosse Hilfe, wenn Arbeitspapiere vorhanden sind, an denen man sich orientieren kann. Diese Tools werden während dem Prozess immer unter der Fragestellung gelesen, wie sich der zu verändernde Bereich, hier der Bereich „Lobpreis“, in diese Grundlagenpapiere einfügt. Werden gewisse Vorgaben gemacht, welche durch die Gemeindeleitung bereits beschlossen wurden und denen man sich unterzuordnen hat? Werden Ziele verfolgt, welche die Gemeinde als Ganzes auch anstrebt, oder würde der neue Arbeitsbereich völlig abseits stehen? Dazu werden im Folgenden drei Tools kurz vorgestellt.
3.1 Gemeindevision 2011+
Im Frühjahr 2011 entwarf die erweiterte Gemeindeleitung 18 der Chrischona Stammheim eine Gemeindevision. 19 Die Vision wurde bewusst kurz gehalten, um trotzdem viel Spielraum für die Gemeindearbeit zu haben. Unter dem Aspekt vorliegender Arbeit werden einige Punkte herausgegriffen. Gemäss dieser Vision sollen die Angebote der Gemeinde ansprechend, zeitgemäss und alltagsrelevant sein und deshalb auf Nachfrage stossen. Die Angebote sollen weiter gästefreundlich sein. Als Auftrag
15 Vgl. dazu „Chrischona-Chronik“, Ort, Jahr und Verfasser unbekannt. 5f.
16 Die Zahlen sind einem E-Mail vom 15.06.2011 des Pastors Samuel Schmid entnommen.
17 Siehe dazu und zu folgenden Angaben in diesem Abschnitt im Anhang Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden. Umfrageauswertung/Resultate.
18 Die Gemeindeleitung ist in zwei Ebenen aufgeteilt. Der Ältestenrat, bestehend aus momentan drei Mitgliedern, darunter der Pastor, ist für die geistliche Leitung der Gemeinde verantwortlich. Auf zweiter Ebene steht der Mitarbeiterrat, welcher für die or-ganisatorischen Belange zuständig ist. Siehe dazu im Anhang: I. Organigramm Chrischona Stammheim. 19 Auch: Gemeindeprofil, Gemeindekonzeption. Siehe dazu im Anhang: VI. Gemeindevision (Entwurf) 2011+.
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Arbeit zitieren:
David Jäggi, 2011, Progressive Pietism Worship , München, GRIN Verlag GmbH
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