INHALT
1. DEFINITIONEN 3
1.1. AGGRESSION. 3
1.2. GEWALT 4
1.2.1. TÄTERMERKMALE BEI GEWALTTÄTIGEM ANTISOZIALEM VERHALTEN NACH OLWEUS: 4
1.2.2. OPFERMERKMALE NACH OLWEUS .UA. 4
2. FORMEN DER AGGRESSION 5
2.1. OFFEN GEZEIGTE VS. VERDECKT HINTERHÄLTIGE AGGRESSION 5
2.2. KÖRPERLICHE VS. VERBALE AGGRESSION 5
2.3. DIREKTE VS. INDIREKTE AGGRESSION 5
2.4. NACH AUßEN GEWANDTE VS. NACH INNEN GEWANDTE AGGRESSION 5
3. FORMEN DER GEWALT 5
3.1. NACH MAY 5
3.2. NACH BRÜNDEL UND HURRELMANN 6
3.3. STRUKTURELLE GEWALT 6
3.4. INSTITUTIONELLE GEWALT 6
4. URSACHEN 6
4.1. UMWELT 6
4.2. GENE 7
5. AGGRESSIONSTHEORIEN 8
5.1. TRIEB-INSTINKT-THEORIE 8
5.2. FRUSTRATIONS-AGGRESSIONS-HYPOTHESE 8
5.3. STRESSTHEORIE 9
5.4. SOZIALE LERNTHEORIE UND AGGRESSIONSLERNEN BEI KINDERN 9
6. DETERMINANTEN DER AGGRESSION NACH GREEN 10
7. PRÄVENTION VON AGGRESSION UND GEWALT IN DER SCHULE 10
8. LITERATURVERZEICHNIS 11
2
1. Definitionen
Bevor näher auf das Thema Aggression und Gewalt eingegangen wird, sollen die beiden Begriffe definiert und voneinander abgegrenzt werden.
1.1. Aggression
Laut Battegay muss man zwischen Agression, was soviel wie Angriffsverhalten und Angriffshandlung bedeutet und der Aggressivität, worunter man die Angriffsbereitschaft oder das Angriffsbedürfnis versteht, unterscheiden. Bei vielen anderen Autoren werden diese beiden Begriffe als Synonym verwendet.
Beide leiten sich aus dem lateinischen aggredior ab, was angreifen, heranschreiten, etwas angehen, etwas anpacken und ähnliches bedeutet. 1
Es gibt verschiedene Theorien über Aggression, diese lassen sich in zwei Hauptzweige einteilen, nämlich jene, die die Aggression als Verhalten und jene, die sie als Bedürfnis ansehen.
[…] es ist damit jenes Verhalten gemeint, das im Wesentlichen das Gegenteil von Passivität und Zurückhaltung darstellt. Die Definition von Preuschhoff besagt weiters, dass Aggression Verhaltensweisen wie den direkten und persönlichen Ausdruck von Ärger und Ablehnung, Wutausbrüche, Willensäußerungen, offene Konfrontationen, aktive Annäherung an Situationen und Menschen anstelle von passivem Abwarten, Konflikte aussprechen und ausforschen, offene Machtkämpfe und die Fähigkeit „Nein“ zu sagen. Weiters gehören körperliche Äußerungen wie Schreien, Kreischen und Schlagen dazu. Man kommt also zu dem Schluss, dass jeder Mensch Aggressionen in sich hat. Oft werden diese aber unterdrückt. 2
Dollard bezeichnet Aggression als eine Verhaltenssequenz, deren Zielreaktion die Verletzung einer Person ist, gegen die sie gerichtet ist. Webik und Munzert fügen hier noch die Absicht hinzu, da viele Autoren nur von Aggression sprechen, wenn die handelnde Person die aggressive Handlung mit Absicht ausführt. 3
Aggression wird weiters als häufigste Form der Spannungsentladung angesehen, welche für die Erzieher zwar am unangenehmsten ist, laut Kinderpsychologen aber die natürlichste und gesündeste Form. 4
1 vgl. Battegay, Raymond: Aggression, ein Mittel der Kommunikation? Bern: Huber. 1979. S. 9 2 vgl. Preuschoff, Gisela und Axel: Gewalt an Schulen. Und was dagegen zu tun ist. Köln: PapyRossa. 1992. S. 23
3 vgl. Bierhoff, Hans Werner: Aggression und Gewalt. Phänomene, Ursachen und Interventionen. Ulrich Wagner. (Hrsg.). Stuttgart: Kohlhammer. 1998. S. 5
4 vgl. Schenk-Danzinger, Lotte: Entwicklung Sozialisation Erziehung. Schul - und Jugendalter. Wien: Klett-Cotta. 1990. S. 401
3
1.2. Gewalt
Wenn Menschen zielgerichtet physisch oder psychisch geschädigt werden, handelt es sich um Gewalt, welche ein Produkt der Aggression darstellt und immer an Macht geknüpft ist, denn diese ermöglicht dauerhafte zielgerichtete Aggressionen wie Schlägereien mit Körperverletzung, Kindesmisshandlung, Raub, Sachbeschädigung, sexuelle Belästigung, Entführung, Tötung, Totschlag und Mord.
Gewalt tritt normalerweise erst nach dem Grundschulalter und zwar nicht nur in der Schule, sondern auch in der Familie, auf der Straße und öffentlichen Plätzen gehäuft auf. Bevor Kinder selbst gewalttätig werden, sind sie meist einmal selbst Opfer von Gewalt geworden. 5
1.2.1. Tätermerkmale bei gewalttätigem antisozialem Verhalten nach Olweus:
• sie sind durchschnittlich intelligent,
• sie haben insgesamt kaum schlechtere Schulergebnisse als der Durchschnitt,
• sie sind nicht isoliert, sondern haben zwei bis drei Freunde,
• sie verfügen über ein langfristiges Training aggressiver Selbstbehauptung bedingt durch ihre familiale Sozialisation,
• ein hoher Anteil der Jungen erfuhr Ablehnung durch die Mutter, sie sind kräftiger als der Durchschnitt,
• sie sind ihren Opfern körperlich überlegen,
• ihre Tat ist nicht stressmotiviert,
• sie selbst haben keine Erfahrung als Mobbingopfer gemacht,
• ihrer Tat geht keine unmittelbare Frustration voran,
• viele haben Freude daran, ihre Opfer zu quälen
1.2.2. Opfermerkmale nach Olweus u.a.
• sie sind körperlich schwächer als die Altersgenossen
• sie verfügen über schlechte Körperbeherrschung
• sie sind vorsichtig, empfindsam, still, passiv, brechen leicht in Tränen aus
• sie haben ein negatives Selbstwertgefühl
• sie haben Mühe, sich in einer Gruppe von Gleichaltrigen durchzusetzen
• sie sind oft alleine und von der Gruppe ausgeschlossen
• sie haben ein gerindes Zugehörigkeitsgefühl zur Schule
• sie suchen weniger persönlichen Kontakt zum Lehrer, halten sich aber in Pausen in der Nähe von Lehrern und Erwachsenen auf 6
5 vgl. Preuschoff, Gisela und Axel: Gewalt an Schulen. Und was dagegen zu tun ist. Köln: PapyRossa. 1992. S. 28 f
6 vgl. http://www.learn-line.nrw.de/angebote/schulberatung/main/medio/banlass/av/av_gew_personal.html
4
Arbeit zitieren:
Antje Schrammel, 2009, Aggression und Gewalt - Ein Überblick, München, GRIN Verlag GmbH
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