Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S.1
2. Definition von Mobbing S.1
2.1 Was ist Mobbing? S.1
2.2 Formen von Mobbing S.2
3. Mobbingstruktur in Schulen S.3
4. Charakteristika der Täter und Opfer S.4
4.1 Persönlichkeitsmerkmale der Täter S.4
4.2 Persönlichkeitsmerkmale der Opfer S.5
5. Ursachen von Mobbing S.6
5.1 Ursachen für Täterverhalten S.6
5.2 Ursachen für Opferrolle S.7
5.3 Äußere Einflüsse S.8
6. Folgen von Mobbing S.9
7. Schluss S.10
8. Literaturverzeichnis S 12
Seite 1 von 12
1. Einleitung:
Die folgende Hausarbeit behandelt das Thema Mobbing in der Schule, welches heutzutage immer aktueller wird und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zieht. Ich beschäftige mich in der Hausarbeit hauptsächlich mit den Mobbingstrukturen, Ursachen und Folgen von Mobbing. Zunächst erläutere ich den Begriff Mobbing, seine Herkunft und die verschiedenen Erscheinungsformen von Mobbing. Im dritten Kapitel werde ich die Mobbingstrukturen in Schulen darlegen und inwieweit nicht direkt involvierte Kinder den Mobbingprozess verstärken können. Im darauf folgenden Kapitel untersuche ich, ob es bestimmte Täter- und Opfertypen gibt und beschreibe, welche Ursachen es für deren jeweiliges Verhalten geben kann. Hierzu gehe ich vor allen Dingen auf familiäre Hintergründe ein. Weiterhin zähle ich äußere Einflüsse auf, die mobbingfördernd sein können, wie ein schlechtes Lern- und Schulklima sowie Gewalt in den Medien. Im letzten Punkt behandele ich dann noch die Folgen, die Mobbing für Opfer und Täter haben können.
2. Definition Mobbing:
Mobbing kommt aus dem englischen „to mob“ und bedeutet „anpöbeln“ oder „schikanieren“.
Geprägt wurde der Begriff Mobbing von dem Verhaltensforscher Konrad Lorenz (1903-1989). Nach ihm ist Mobbing ein Gruppenangriff unterlegener Tiere auf einen überlegenen Gegner (vgl. No blame approach, 2008, S.3).
2.1 Was ist Mobbing?
Mobbing ist eine spezielle Form der Gewalt, die man in vielen Lebensbereichen, wie der Schule, dem Arbeitsplatz, im Kindergarten etc. wiederfindet.
Studien zufolge ist jeder siebte Schüler von Mobbing betroffen (das heißt ca. 10-15% aller Schüler) (vgl. No blame approach, 2008, S.4). Insgesamt wird davon ausgegangen, dass in Deutschland wöchentlich 500.000 Kinder und Jugendliche gemobbt werden. Addiert man die Anzahl der Täter hinzu, kommt man auf ca. 1,1 Millionen Schüler, die an Mobbing beteiligt sind (vgl. Jannan, 2008, S.22).
Mobbing tritt in allen Schulformen auf, sogar in Grundschulen und Kindergärten ist Mobbing vertreten.
Man findet Mobbing sowohl in städtischen wie auch in ländlichen Schulen.
Seite 2 von 12
Es werden sowohl Mädchen als auch Jungen gemobbt, wobei Studien zufolge Jungen eher an Mobbing beteiligt sind. Es stellt sich hier allerdings die Frage, ob Mobbing bei Mädchen teilweise unentdeckt bleibt, da diese in ihrer Art und Weise zu mobben eher verdeckter vorgehen als Jungen (vgl. Olweus, 2004, S.31). Nach Dan Olweus, einem norwegischen Professor, der sich mit Hilfe von Längsschnittstudien mit dem Problem Mobbing auseinandergesetzt hat, ist „ein Schüler oder eine Schülerin Gewalt ausgesetzt oder wird gemobbt, wenn er oder sie wiederholt und über eine längere Zeit den negativen Handlungen eines oder mehrerer anderer Schüler oder Schülerinnen ausgesetzt ist“ (Olweus, 2004, S.22). Die sogenannten „negativen Handlungen“ beschreibt Olweus als absichtliche Zufügung von Verletzungen, wobei hier zwischen physischen und verbalen Verletzungen unterschieden wird, sowie Verletzungen, die nonverbal begangen werden. Zu den Formen der Gewalt werde ich in Punkt 2.2 näher eingehen.
Es werden folgende Kennzeichen für Mobbing aufgezählt: Zum einen das Kräfteungleichgewicht zwischen Opfern und Tätern. Das Opfer ist dem Täter meist unterlegen und somit ist bei Mobbing auch nicht mehr von einem bloßen Konflikt die Rede, bei dem Schüler, die körperlich und seelisch etwa gleich stark sind, miteinander kämpfen oder streiten (vgl. Jannan, 2008, S.26).
Zwei weitere Kennzeichen sind die Häufigkeit und die Dauer des Mobbings. Nach Olweus (2004, S.23) kommen Übergriffe auf das Opfer mindestens einmal pro Woche vor und erfolgen über einen längeren Zeitraum.
Das vierte Kennzeichen ist, dass das Opfer nicht in der Lage ist, alleine das Mobbing zu beenden.
2.2 Formen von Mobbing
Wie bereits schon erwähnt, können die von Olweus beschriebenen „negativen Handlungen“ in physische, verbale oder nonverbale Formen unterteilt werden. Unter der physischen Form versteht man die körperliche Gewalt. Dazu gehört das Schlagen, Treten, Stoßen, Kneifen, Festhalten etc. Weiterhin können die negativen Handlungen mit Worten, also verbal, begangen werden. Hierunter fasst man Drohen, Spotten, Hänseln, Beschimpfen, Auslachen, Anschreien, Bloßstellen sowie Erpressungen zusammen. Physische und verbale Gewalt gehören zu den direkten Formen, unter denen wir Handlungen verstehen, bei denen Täter und Opfer direkt miteinander konfrontiert werden. Bei indirekten Formen findet eine solche Konfrontation nicht statt. Hierunter
Seite 3 von 12
versteht man die „negativen Handlungen“, die man ohne den Gebrauch von Worten oder Körperkontakt begeht. Diese Art der Angriffe ist eine subtilere Form des Mobbings und hierzu gehört zum Beispiel das Ausschließen eines Schülers aus einer Gruppe, das Ignorieren eines Schülers oder die Verbreitung von Gerüchten über jemanden, sowie das Beschädigen und Wegnehmen von Eigentum. Dies sind Handlungen, die zu einer Verschlechterung der sozialen Situation eines Schülers führen. Weiterhin gehört zu den indirekten Formen des Mobbings, Beziehungen eines Schülers, die diesem wichtig sind, zu beschädigen. Hier spricht man von „relationaler Aggression“ (vgl. Alsaker, 2003, S.22 f). Eine Studie von Olweus (2004, S.29) hat gezeigt, dass Jungen eher direkte Formen der Gewalt anwenden, Mädchen eher indirekte. Die Aussage, Mädchen wären weniger beteiligt am Mobbing als Jungen, könnte dadurch begründet werden, dass die indirekten Formen des Mobbings, die mehr von Mädchen angewendet werden, eher unentdeckt blieben oder in Studien nicht mitberücksichtigt worden sind. Es ist allerdings wichtig, auch diese Form des Mobbings ernst zu nehmen, da diese, genau wie die direkten Angriffe auf die Opfer, schwere Folgen für diese haben könnten (vgl. Alsaker, 2003, S.24).
3. Mobbingstruktur in Schulen
Grundsätzlich ist Mobbing ein gruppendynamischer Prozess, an dem mehrere Gruppen involviert sind und verschiedene Interaktionen zwischen diesen stattfinden. Da alle Gruppen, auch wenn sie in unterschiedlichen Rollen agieren, direkt oder indirekt am Mobbing beteiligt sind, kann man nicht von einem individuellen Problem sprechen, sondern von einem sozialen (vgl. Gebauer, 2007, S.29).
Die direkt am Mobbing beteiligten Gruppen sind die Täter und die Opfer, wobei man bei den Opfern zwischen dem passiven Opfer und dem Täter-Opfer (auch provokatives oder aggressives Opfer genannt) unterscheidet. Die passiven Opfer sind diejenigen, die gemobbt werden, aber selbst nicht mobben. Die Täter-Opfer provozieren durch ihre aggressive Art ihre Mitschüler und können somit auch zum Mobbingopfer werden. Als Täter bezeichnet man diejenigen, die mobben, aber selbst nicht gemobbt werden (vgl. Alsaker, 2003, S.31). Meist setzen sich die Täter aus zwei bis drei Schülern zusammen. Dadurch, dass die Täter zahlenmäßig überlegen sind, wird das Kräfteungleichgewicht verstärkt (vgl. Alsaker, 2003, S.20). Unterstützung und Schutz erhalten die Täter durch sogenannte Mitläufer. Diese Gruppe wiederum kann man unterteilen in die Mitläufer, die sich aktiv am Mobbing beteiligen, Assistenten genannt, und diejenigen, die den Täter unterstützen, indem sie „die
Arbeit zitieren:
Laura Prelle, 2010, Struktur, Ursachen und Folgen von Mobbing in der Schule, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik: Struktur, Ursachen und Folgen von Mobbing in der Schule ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik: neuer Titel erschienen: Struktur, Ursachen und Folgen von Mobbing in der Schule
Laura Prelle hat einen neuen Text hochgeladen
Volkswirtschaft Irland: Ursachen und Folgen des Wirtschaftswachstums
Die Entwicklung des Celtic Tig...
Heike Klix
Mobbing und Cyber-Mobbing an beruflichen Schulen
Problemlagen und Interventions...
Tübingen EIBOR, Tübingen KIBOR
Von der Immobilienblase zur Finanzkrise: Ursachen und Folgen von Preis...
Maximilian Brauers
Ursachen und Folgen der deutschen Finanzkrise von 1931 in nationaler u...
Carsten Burhop, Reinhard Spree
Anti-Mobbing-Strategien für die Schule inkl.CD-ROM
Praxisratgeber zur erfolgreich...
Anne Huber
0 Kommentare