Gliederung
1. Einführung in das Thema 4
2. Der Managementbegriff 4
2.1. Heutiges Verständnis von Management 4
2.2. Aktionsfelder des Managements 5
2.2.1. Definition Organisation 5
2.2.2. Definition Personal 6
2.2.3. Definition Führung 6
3. Die Anfänge des Managements 6
3.1. Ökonomisch-gesellschaftlicher Hintergrund 6
3.2. Weiterentwicklung der Produktionsformen 7
4. Klassische Managementansätze 8
4.1. Scientific Management nach Taylor 8
4.2. Administrativer Ansatz nach Henry Fayol 10
4.3. Das Bürokratiemodell nach Weber 11
5. Neoklassischer Managementansatz und dessen Fortführung 12
5.1. Human-Relations-Bewegung 12
5.2. Der „Motivationstheoretische Ansatz“ von Maslow 13
5.3. Management by Objectives 15
5.4. Der „vierte Produktionsfaktor“ nach Gutenberg 16
6. Die Entwicklung der Führungsperson 18
2
6.1. Führungsstilinterpretation nach Lewin und Blake / Mouton 18
6.2. Das Harzburger Führungsmodell 20
7. Humanisierung der Arbeit 22
8. Lean Management - Neuer Ansatz der Gruppenarbeit 23
9. Heutige Sicht und Karriereentwicklung 24
10. Fazit 27
Literaturverzeichnis 29
3
1. Einführung in das Thema
Die Versorgung der Menschheit wurde Jahrhunderte lang von Bauern, Handwerkern und Händlern übernommen. Heutzutage übernehmen diese Funktion im Wesentlichen große Organisationen, welche von Managern geleitet werden. 1 In dieser Arbeit möchten die Verfasser den zeitlichen Verlauf des Managementprozesses in den Bereichen Personal, Organisation und Führung darstellen. In Anlehnung an das Modell des russischen Wissenschaftlers Nikolai Kondratieff, wird die wirtschaftliche Entwicklung in „langen Wellen“ beschrieben, welche durch bestimmte Basisinnovationen (Textilindustrie, Stahlindustrie, Automobilindustrie, Elektronikindustrie, Mikroelektronik,…) geprägt ist. 2 Ursprünglich wurde aufgrund der Organisationsgrößen die Person des Managers nicht benötigt. Der Handel breitete sich durch Erfindung neuer Transportmittel, wie Eisenbahn und Dampfschiff aus. 3 Der Markt forderte eine immer schnellere Anpassung an die Situation. Große Produktionsstätten wurden geboren. Folglich kam es zu immer größeren Absatzmengen und Mitarbeiterzahlen. 4
Aufgrund der Wirtschaftsentwicklung setzten sich verschiedene Theoretiker und Praktiker mit den neuen Gegebenheiten auseinander und versuchten die Managementfunktion an diese anzupassen. Hierdurch entstanden verschiedene Managementansätze, welche aufgrund der kritischen Betrachtung ständig weiterentwickelt wurden. Beispielhaft gehen die Verfasser auf die Entfaltung der Automobilindustrie ein.
2. Der Managementbegriff
2.1. Heutiges Verständnis von Management
Literarische Belege des Begriffs Management sind erstmals im 19. Jahrhundert in England und wenig später auch in den USA zu finden.
1 Vgl. Steinmann, H. / Schreyögg, G. (2005), S. 5.
2 Vgl. Specht, J. (1999), S. 36.
3 Vgl. Henning, F.-W. (1973), S. 16.
4 Vgl. Henning, F -W. (1973), S. 23.
4
Management wird heute in zwei Teilbereiche untergliedert. Zum einen in den funktionalen und zum anderen den institutionellen Bereich. Der funktionale Bereich beschäftigt sich mit der Prozessbeschreibung der Organisation, Führung und Kontrolle, welche in arbeitsteiligen Organisationen wichtig sind. Der institutionelle Bereich beschäftigt sich hingegen mit der Beschreibung von Personen, die Managementaufgaben in Unternehmen wahrnehmen. 5 Fredmund Malik beschreibt den Begriff Management wie folgt: “Management ist die Transformation von Ressourcen in Nutzen.” 6 In der Betriebswirtschaftslehre gibt es verschiedene Übersetzungen und Interpretationen des Begriffs Management, da er sich aus den unterschiedlichen Theorieansätzen herleitet. Daher kommt es auch, dass viele Autoren den Begriff Management durch das Wort Führung ersetzen. 7 Der Begriff Management ist in der heutigen Zeit nicht mehr aus unserem Wortschatz wegzudenken.
Er droht allerdings heutzutage zu einem „Allerweltsbegriff“ zu werden, da wir im alltäglichen Sprachgebrauch das Wort Management für jegliche Berufsbezeichnung nutzen. Deshalb ist es von großer Bedeutung, diesen genauer abzugrenzen. 8
2.2. Aktionsfelder des Managements
2.2.1. Definition Organisation
„Unter einer Organisation verstehen wir ein strukturiertes soziales System, das aus Gruppen von Einzelpersonen besteht, die zusammenarbeiten, um vereinbarte gemeinsame Ziele zu erreichen.“ 9 Zu Beginn einer Organisation werden Pläne als gedankliche Vorarbeit geschaffen, welche dann in der Organisation als Handlungsgefüge zur Planrealisierung umgesetzt werden. 10
5 Vgl. Staehle, W.H. (1994), S. 69.
6 Vgl. Malik, F. (2007), S. 33.
7 Vgl. Staehle, W.H. (1994), S. 70.
8 Vgl. Steinmann, H. / Schreyögg, G. (2005), S. 5.
9 Weinert, A.B. (2004), S.6
10 Vgl. Steinmann, H. / Schreyögg, G. (2005), S. 11.
5
2.2.2. Definition Personal
Die zuvor organisierten Tätigkeiten und Bereiche bedingen eine anforderungsgerechte Besetzung mit Personal. „Mit Personal werden die in jeder Art und Organisation, in abhängiger Stellung, arbeitende Menschen bezeichnet, die innerhalb einer institutionell abgesicherten Ordnung eine Arbeitsleistung gegen Entgelt erbringen.“ 11
2.2.3. Definition Führung
„Führung bezeichnet die Beeinflussung der Einstellungen und des Verhaltens von Einzelpersonen sowie der Interaktionen in und zwischen Gruppen, mit dem Zweck, bestimmte Ziele zu erreichen.“ 12 Führung beschreibt die nach den strukturellen Voraussetzungen, wie Organisation und personeller Ausstattung, durchgeführte Maßnahme. Sie bezeichnet die dann konkrete Veranlassung der Planrealisierung durch zielorientierte Feinsteuerung. 13
3. Die Anfänge des Managements
3.1. Ökonomisch-gesellschaftlicher Hintergrund
Über Jahrzehnte hinweg vollzog sich weltweit der Prozess der Industrialisierung. Beginnend in England, setzte dieser um 1795 auch in Deutschland ein. Mit dem Wachstum der Bevölkerung und dem daraus resultierenden Anstieg der Nachfrage vollzog sich unter anderem die Weiterentwicklung der Produktionsformen. 14 Durch die Einführung der Schulpflicht bildete man sich weiter. Die Zunahme der Differenzierung zwischen mechanischer- und mental-geistiger Arbeit stieg an. Zur Folge hatte diese die Entwicklung von Innovationen. Beginnend bei der Dampfmaschine bis hin zur Nanotechnik finden sich vom 18. Jahrhundert bis heute Basisinnovationen in einem wellenartigen Verlauf in Bezug auf das
11 Oechsler, W.A. (2006), S. 1.
12 Staehle, W.H. (1994), S. 308.
13 Vgl. Steinmann, H. / Schreyögg, G. (2005), S. 11.
14 Vgl. Henning, F.-W. (1973), S.35.
6
Wirtschaftsgeschehen. 15 Wichtige Merkmale der industriellen Revolution werden im Weiteren in deren verschiedenen Ausprägungen und Stadien näher erläutert.
3.2. Weiterentwicklung der Produktionsformen
Durch die Industrialisierung kam es zu einer geänderten Ordnung der Wirtschaftssektoren. Der primäre Sektor Landwirtschaft verzeichnete einen Beschäftigungsrückgang. Im sekundären Sektor, welcher das Handwerk und den Verlag umfasst, und im Dienstleistungsbereich (tertiären Sektor) kam es zu einem Anstieg der Beschäftigten. Die Veränderung der sektoralen Strukturen brachte einen Wandel im industriellen Bereich, vom Handwerk bis hin zur Industrie mit sich. 16
Das Handwerk verrichtete man in kleinen Betrieben. Diese zeichneten sich durch die vollständige Fertigung und den Absatz eines Wirtschaftsgutes aus. Hierbei richtete der Handwerker sein Angebot individuell an die örtliche Nachfrage und wurde von Gesellen und Lehrlingen unterstützt. 17 Erste Zusammenschlüsse verschiedener Organisationen ergaben sich durch die Entstehung von Verlagen. Darunter waren Werksvertragsschließungen zwischen einem Handwerker und einem Kaufmann zu verstehen. 18 Nach wie vor fertigte der Handwerker räumlich dezentral die vom Markt geforderten Güter. Die Tätigkeit der Rohstoffbeschaffung sowie der Vertrieb wurden zentralisiert und durch den Kaufmann übernommen. Hierdurch machte sich der Handwerker vom Verleger abhängig. Es war allerdings möglich, den Absatz auf ein großräumiges Gebiet auszuweiten. 19 Zu einer erstmaligen Trennung zwischen Wohnen und Arbeit kam es auf Grund der Weiterentwicklung zu einer Manufaktur. 20 Diese waren durch geringe Arbeitsteilung und Kapitalintensität sowie kleine Produktionsmengen definiert. Es war möglich gelernte Arbeitskräfte durch das Beibehalten der Handwerkstechniken einzusetzen. Erstmals kam es zur Dezentralisierung
15 Vgl. Walter, R. (2003), S.45. u. S.48. u. S.49.
16 Vgl. Henning, F.-W. (1973), S.19.
17 Vgl. Henning, F.-W. (1973), S.24. oder vgl. Roth, G.D. (1961), S.68.
18 Vgl. Roth, G.D. (1961), S. 111.
19 Vgl. Staehle, W.H. (1994), S.8.
20 Vgl. Staehle, W.H. (1994), S. 8.
7
des Faktors Arbeit. Im 19. Jahrhundert kam es zur Entstehung erster Fabriken, welche sich parallel zur Manufaktur entwickelten. Auf Grund der erhöhten Güternachfrage gab es ein erhöhtes Verlangen nach einer Produktionsform in der Massenprodukte gefertigt werden konnten. Resultierend aus der Zunahme maschineller Innovationen und deren Einsatz war dies realisierbar. Als Folge dessen brachten die Fabriken eine hohe Kapitalintensität mit sich. Zusätzlich wiesen sie einen hohen Grad an Arbeitszerlegung auf, welche den Einsatz an- und ungelernter Arbeitskräfte ermöglichte. 21 Mit weiterer Zunahme des technischen Fortschritts sowie höheren Investitionen wurden der Verlag und die Manufaktur teilweise von der Industrie verdrängt. 22
Neben Veränderungen im Industriesektor wirkten auch Veränderungen im Dienstleistungssektor auf die Entwicklung der Industrialisierung ein. Die Verkehrswege weiteten sich auf ausgebauten Straßen,
Binnenschifffahrtswegen, auf Flüssen und Kanälen sowie den Seewegen aus. Des Weiteren kam es zur Umgestaltung des Handels und auch des Geld- und Bankwesens. 23
4. Klassische Managementansätze
4.1. Scientific Management nach Taylor
Als Konsequenz der industriellen Entwicklungsgeschichte und durch die beschriebene Reorganisation der Produktionsstätten, veränderten sich auch die Aufgaben des Managements. Faktoren wie die Unternehmensgröße machten die Bewältigung der anstehenden Führungsaufgaben alleine nicht möglich. Auf Grund dieser Veränderungen machten es sich verschiedene Praktiker und Wissenschaftler zur Aufgabe, das Tätigkeitsfeld des Managers sinnvoll in den Unternehmensprozess mit einzubeziehen und anzupassen. 24
21 Vgl. Walter, R. (2003), S. 48.
22 Vgl. Henning, F.-W. (1973), S. 23.
23 Vgl. Henning, F.-W. (1973), S. 80.
24 Vgl. Staehle, W.H. (1994), S. 21. u. 22.
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Arbeit zitieren:
Marlen Hollunder, Jennifer Peller, 2011, Aktionsfelder des Managements, München, GRIN Verlag GmbH
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