Gliederung
1. Einführung in das Thema 1
2. Definition Wissensmanagement. 2
2.1. Abgrenzung der Begriffe Daten, Information und Wissen. 2
2.1.1. Daten 2
2.1.2. Information. 3
2.1.3. Wissen. 3
2.2. Der Managementbegriff 4
3. Die Organisation des Wissensmanagements 5
3.1. Generierung neuen Wissens 5
3.2. Kosten und Nutzen des Wissensmanagements 8
4. Wissensmanagement in klein- und mittelständischen Unternehmen 9
4.1. Problematik. 9
4.2. Initiativen. 10
5. Fazit 14
Literaturverzeichnis. 16
II
1. Einführung in das Thema
Veränderte Bedingungen, in denen nicht mehr lediglich Material- und Produktionskosten im Mittelpunkt stehen, stellen neue Anforderungen an das Management. Immer mehr Tätigkeiten beziehen sich auf die Veredelung wertschöpfenden Wissens, wodurch das Management neuen strategischen Herausforderungen gegenübersteht. Steigende Risiken, schrumpfende Wettbewerbsvorteile und beschleunigte Marktzyklen als große
Negativfaktoren beeinflussen jedes Unternehmen und fordern es zum Handeln. Unternehmungen haben erkannt, dass sie, zur Behauptung ihrer Marktstellung, ihr Wissen als Kapital einsetzen und perfekt abstimmen müssen. Sie benötigen Wissen in jeglicher Hinsicht. Wissen über Kunden, ihre Produkte, Konkurrenzangebote, Mitarbeiter und deren Kompetenzen, wie auch das Wissen über Arbeitsprozesse und schließlich die Übertragbarkeit des Wissens auf Produkte und Dienstleistungen. 1 Doch wie kann dieses Wissen produziert, genutzt und später sicher gewahrt werden?
Wissensmanagement gehört seit den neunziger Jahren zum festen Repertoire der Wirtschaft. Wissen und Informationen sind nicht brauchbar, wenn sie nicht in der richtigen Zeit, am richtigen Ort und in der richtigen Form zur Verfügung gestellt werden. 2
Die Verfasserin dieser Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung über die Wichtigkeit und den Nutzen von Wissensmanagement - wieso muss Wissen gemanagt werden? Es sollen die Schwierigkeiten in Verbindung mit dem Umgang mit Wissensmanagement in kleinen und mittleren Betrieben 3 aufgezeigt werden. Durch ständig verändertes Wissen ist eine permanente Anpassung an die Situation nötig, welche wiederum mit hoher Flexibilität und demnach steigenden Kosten verbunden ist. Doch ist es für alle
1 Vgl. Hasler Roumois, Ursula (2007), S. 21.
2 Vgl. Wilkesmann, Uwe / Rascher, Ingolf (2004), S. 10,11.
3 Unter kleinen Unternehmen versteht man ein Unternehmen mit einer Beschäftigtenanzahl
kleiner 50 und einem Umsatz kleiner 10 Mio. €. Unter mittleren Unternehmen versteht man ein
Unternehmen mit einer Beschäftigtenanzahl kleiner 250 und einem Umsatz kleiner 50 Mio. €,
Vgl. Grohmann, Otto (2007), S. 31.
1
Unternehmen möglich, sich dieser Schnelllebigkeit anzupassen und diesen finanziellen Mehraufwand zu stemmen?
Laut einer Umfrage von Infratest Burke zum Thema „Wissensmanagement und Innovationen im deutschen Mittelstand“ halten 97 % der befragten Klein- und Mittelbetriebe Wissensmanagement für sehr wichtig oder wichtig. Jedoch befinden nur 42 % den Wissenstransfer im Unternehmen als sehr gut oder gut. 4 Die Diskrepanz dieser beiden Antworten zeigt, dass sich die Befragten der Bedeutung von Wissen für das Unternehmen und dessen Wettbewerbsfähigkeit bewusst sind, jedoch Schwierigkeiten haben, konkrete Handlungsansätze zu realisieren.
2. Definition Wissensmanagement
2.1. Abgrenzung der Begriffe Daten, Information und Wissen
Für den Erhalt eines grundsätzlichen Verständnisses des Begriffs Wissensmanagement ist eine klare Abgrenzung der Begriffe Daten, Information und Wissen vorzunehmen. In unserem Sprachgebrauch weisen diese Begriffe unterschiedliche Bedeutungen auf, die zu differenzieren sind. 5
2.1.1. Daten
„Daten sind Rohstoffe, sind gegenständliche Komponenten von Informationen, mit dem Merkmal unmittelbarer maschineller Bearbeitung.“ 6 Somit entstehen Daten durch Syntaxregeln kombinierte Zeichen. Diese hergestellten Daten werden im Kontext interpretiert und so für den Empfänger in Informationen umgewandelt. Ob allerdings Daten zu Informationen umgewandelt werden, hängt von dem jeweiligen Empfänger ab. 7
4 Vgl. Deutsche Bank AG / Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (1999), S.
37.
5 Vgl. Wilkesmann, Uwe / Rascher, Ingolf (2004), S. 12.
6 Wilkesmann, Uwe / Rascher, Ingolf (2004), S. 12.
7 Vgl. Bäppler, Ellen (2008), S. 9.
2
2.1.2. Information
Es ist wichtig den Begriff Information von dem des Wissens abzugrenzen, da er oft als Synonym verwendet wird. „Informationen stellen die Daten in einen Sinnzusammenhang.“ 8 Somit sind Daten als Basis der Information anzusehen. Eine Information entsteht, wenn Daten in einen Problembezug eingeordnet und zur Zielerreichung verwendet werden. Die entstandenen Informationen sind der Rohstoff für entstehendes Wissen. 9
2.1.3. Wissen
Die Definition des Begriffs Wissen ist umstritten. Eine Sichtung der relevanten Literatur ergibt, dass es keinem Definitionsversuch gelingt, den Begriff eindeutig und unmissverständlich zu umreißen. Ein wesentliches Merkmal der Wissensdefinition unterschiedlicher Autoren ist, dass das Wissen eines Individuums in Beziehung zu seinen Handlungen gesetzt wird. 10 Zur weiteren Bestimmung des Begriffs Wissen ist es zweckmäßig, ihn von dem der Information zu trennen. Informationen sind, wie bereits definiert, objektive, zweckorientierte Nachrichten. Wissen entsteht erst, wenn die Informationen auf bereits vorhandenes, subjektives Vorwissen bezogen und mit diesem verknüpft werden. Erst dadurch werden Handlungen gesteuert. Wissen entsteht somit durch Interaktion von Informationen mit individuellen Denk-, Handlungs-und
Orientierungsmustern. Informationen können dementsprechend als Stromgrößen bezeichnet werden, die den Wissensbestand eines Individuums verändern. 11
Zur Kategorisierung von Wissen können unterschiedliche Dimensionen herangezogen werden. Die Differenzierung nach dem Explikationsgrad ist besonders interessant, da sie wichtige Schlussfolgerungen für den Umgang mit Wissen erlaubt.
Dabei wird von folgender Unterscheidung ausgegangen:
8 Wilkesmann, Uwe / Rascher, Ingolf (2004), S. 13.
9 Vgl. Schmidle, Christian Michael (2004), S. 41.
10 Vgl. Heppner, Karsten (1997), S.13.
11 Vgl. Heppner, Karsten (1997), S.14.
3
- Explizites Wissen ist dokumentiert und übertragbar. Es kann in formale Sprache gefasst werden und ist nicht personengebunden.
- Implizites Wissen meint verborgenes Wissen. Es kann nicht in Worte gefasst werden, ist personengebunden und entsteht vor einem individuellen, spezifischen Erfahrungshintergrund. 12 Die verschiedenen Arten von Wissen unterscheiden sich auch in Bezug auf ihre Transferierbarkeit. Explizites, also artikulierbares Wissen, ist leichter transferierbar als implizites Wissen. 13
Somit wird ersichtlich, dass Daten, Informationen und Wissen aufeinander aufbauen und voneinander abhängig sind. Eine gemeinsame Betrachtung ist wichtig, um den Begriff des Wissensmanagements unmissverständlich beschreiben und verstehen zu können.
2.2. Der Managementbegriff
Unter Management versteht man im Allgemeinen die Leitung eines Systems, also auch eines wirtschaftlichen Unternehmens. Es gibt im Management zwei grundlegende Bedeutungen, die voneinander abgegrenzt werden müssen. Zum einen die institutionelle Betrachtung, die alle Instanzen die befugt sind Weisungen zu erteilen umfasst. Auf der anderen Seite gibt es die funktionale Sicht. Sie beinhaltet Aufgaben der Koordination, Planung, Führung und Kontrolle. 14
Wissensmanagement kann somit als Management der Wissensarbeit verstanden werden. Wissensarbeit ist der Schnittpunkt an dem der Mensch sein erlerntes Wissen realisiert, der Technologie, die die Wissensarbeit operativ steuert und dem Bereich Organisation, der eine gewisse Struktur in die Wissensarbeit einbringt. 15 Die Aufgaben des Wissensmanagements beinhalten die Wissensnutzung, -identifikation, -(ver)teilung, -bewahrung sowie die Wissensentwicklung und den Wissenserwerb. 16
12 Vgl. Zahn, Erich / Foschiani, Stefan / Tilebein, Meike (2000), S.249.
13 Vgl. Zahn, Erich / Foschiani, Stefan / Tilebein, Meike (2000), S.261.
14 Vgl. Middendorf, Conrad (2006), S.16.
15 Vgl. Hasler Roumois, Ursula (2007), S. 12.
16 Vgl. Pifko, Clarisse / Reber, Marcel / Züger Conrad, Rita-Maria (2011), S. 208.
4
Arbeit zitieren:
Marlen Hollunder, 2011, Wissensmanagement - Zur Organisation des Wissensmanagements, München, GRIN Verlag GmbH
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