Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG 3
1.1. Problemstellung 3
1.2. Ziel und Vorgehensweise 3
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND BEGRIFFSBESTIMMUNGEN 4
2.1. Definition Investition 4
2.2. Definition und Begriff der Vorteilhaftigkeit 4
2.3. Verfahren der Investitionsrechnung 5
2.3.1. Statische Verfahren 5
2.3.2. Dynamische Verfahren 6
3. BEWERTUNG EINER INVESTITION 7
3.1. Isolation der Investition 7
3.2. Anwendung zweier Vergleichsrechnungen 8
3.2.1. Rentabilitätsvergleichsrechnung 8
3.2.2. Kapitalwertvergleichsrechnung 8
3.3. Interpretation der Ergebnisse 9
4. FAZIT 11
II. LITERATURVERZEICHNIS 12
III. INTERNETQUELLEN 12
IV. ANHANG 13
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
„Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen“ 1 sagte einst Benjamin Franklin. 2 Und dieses Zitat trifft heute immer noch zu. Heutzutage müssen Unternehmen laufend Entscheidungen für oder gegen bestimmte Investitionen treffen, dabei spielt es keine Rolle ob es eine Investition in Wissen oder in einen Gegenstand ist. Die Beurteilung der Vorteilhaftigkeit des jeweiligen Vorhabens durch die Entscheidungsträger ist die notwendige Grundlage für die Umsetzung. Wenn sich dieses Urteil auf ein systematisches Vorgehen stützen soll, welches auch die Vergleichbarkeit mehrerer Alternativen untereinander gewährleistet, so ist es möglich, dass sich der Entscheider an den Instrumenten der Investitionsrechnung bedient, um die Vorteilhaftigkeit der Instrumente zu ermitteln. In zusammengefasster Form wird dieses Thema im Rahmen dieser Ausarbeitung theoretisch dargestellt.
1.2. Ziel und Vorgehensweise
In dieser Arbeit wird sich aufgrund des Umfangs auf die Betrachtung unter Sicherheit eingesetzter Partialansätze der Investitionsrechnung beschränkt. Auch wenn in der Praxis, die Mehrzahl der Entscheidungen unter Berücksichtigung von Unsicherheit getroffen werden, wird diese Thematik hier nicht weiter thematisiert. Diese Arbeit konzentriert sich aus diesem Grunde auf die quantifizierbaren Auswirkungen von Investitionsentscheidungen, auf die qualitativen Folgen wird daher nicht weiter eingegangen. Der Fokus dieses Assignments liegt auf den Verfahren der eigentlichen Investitionsrechnung. Ergänzende Analysen wie z.B. die Amortisationsrechnung zählen nicht dazu und werden somit nicht erwähnt.
Nach der Einleitung werden im zweiten Kapitel die Begriffe „Investition“ und „Vorteilhaftigkeit“ definiert und die theoretischen Grundlagen der statischen und dynamischen Verfahren erläutert. Dabei wird insbesondere auf die Vor- und Nachteile des jeweiligen Verfahrens eingegangen. Im nachfolgenden Kapitel steht die Bewertung einer Investition am Beispiel des Kaufs der Anlage Typ B durch das Unternehmen U1 im Mittelpunkt. Dies beinhaltet, dass zwei ausgewählte Verfahren, Rentabilitätsvergleich- und Kapitalwertrechnung, am Beispiel einer Planspielinvestition angewendet und im Anschluss auf ihre Vorteilhaftigkeit hin untersucht werden.
1 Franklin, Benjamin; http://www.zitate.de/kategorie/Bildung/ Abgerufen und Ausgedruckt am 22.11.2011
2 Benjamin Franklin (1706-90), amerikanischer Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler,
1776 Mitunterzeichner der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung.
Abschließend folgt die Interpretation der Ergebnisse. Das Fazit, eine kurze Zusammenfassung der Thematik, schließt diese Arbeit im vierten Kapitel ab.
2. Theoretische Grundlagen und Begriffsbestimmungen
2.1. Definition Investition
Um einen Einstieg in die Thematik zu erhalten werden im Folgenden die einzelnen erforderlichen Begrifflichkeiten näher erläutert. Je nach Blickwinkel aus dem die Definition heraus erfolgt, haben sich verschiedene Begriffe der Investition herausgebildet. Es existiert noch keine einheitliche Begriffsauslegung. Eine knappe Definition gibt Günter Wöhe. 3 Für ihn ist eine „Investition einfach die Verwendung von finanziellen Mitteln.“ 4 In diesem Referat wird unter Investition eine betriebliche Tätigkeit, welche zu unterschiedlichen Zeitpunkten Ein- und Auszahlungen verursacht - beginnend mit einer Auszahlung, verstanden. 5 Hierbei handelt es sich um den zahlungsorientierten Investitionsbegriff, um „die relevanten Größen für die Bewertung von Investitionshandlungen in Bezug auf monetäre Ziele zu erfassen.“ 6
2.2. Definition und Begriff der Vorteilhaftigkeit
Beim Begriff der Vorteilhaftigkeit einer Investition kann zwischen absoluter und relativer Vorteilhaftigkeit unterschieden werden. Unter der absoluten Vorteilhaftigkeit einer Investition wird ihre Eignung verstanden, zum Erreichen der Unternehmensziele beizutragen. Die Betrachtung beschränkt sich dabei auf die monetären Ziele. 7 Der Begriff gibt somit Auskunft darüber ob eine Investition überhaupt als Alternative für ein Unternehmen in Frage kommt.
Wenn eine Investitionsalternative im Vergleich zu einer anderen Investitionsmöglichkeit wirtschaftlicher ist liegt eine relative Vorteilhaftigkeit vor. Wenn sich zwei oder mehr Investitionen durch absolute Vorteilhaftigkeit als mögliche Alternativen für das Unternehmen qualifiziert haben, so ist diejenige relativ vorteilhaft, die den größeren Beitrag zur Erreichung der Unternehmensziele beisteuert. In der Praxis wird die Investition mit der größten Vorteilhaftigkeit durchgeführt. 8
3 Günter Wöhe (1924 - 2007), war ein deutscher Ökonom und gilt als Koryphäe der Betriebswirtschaftslehre.
4 Witte, Hermann; München 2007, S. 226
5 vgl. Kruschwitz, Lutz; München 2007, S. 4
6 Gugel, Wolf; Ehningen bei Böblingen, 1992, S. 11
7 vgl. Brüggemann, Timo; Norderstedt 2005, S. 54
8 vgl. Müller, Claudia Dr.; Investitionsrechnung, Leoben, 2005/2006, S. 4
2.3. Verfahren der Investitionsrechnung
2.3.1. Statische Verfahren
Alle statischen Ansätze bauen auf den Daten der Kosten- und Leistungsrechnung auf. Dazu wird mit fiktiven Werten einer Durchschnittsperiode gearbeitet, welche möglichst repräsentativ für die getätigte Investition sein sollte. Die zeitliche Verteilung der aus der Investition resultierenden Zahlungen finden infolge der Durchschnittsbildung keinerlei Berücksichtigung. 9 Die Kostenvergleichs-, die Gewinnvergleichs- und die Rentabilitätsvergleichsrechnung zählen zu den statischen Verfahren der Investitionsrechnung.
Vorteile dieser Methode
Als Vorteil der statischen Verfahren ist der geringe Aufwand der Datenbeschaffung, die leichte Verständlichkeit der Methodik sowie die einfache Interpretierbarkeit ihrer Ergebnisse zu nennen. Der Grund hierfür ist zumeist dass die Größen des betrieblichen Rechnungswesens die Basis dieser Berechnungen bilden. 10 Darüber hinaus wird häufig auch die geringe Anforderung, die in mathematischer Hinsicht an den Anwender gestellt wird, sowie der damit verbundene niedrige Zeitaufwand bei der Durchführung als vorteilhaft gesehen. 11
Nachteile dieser Methode
An den statischen Verfahren ist hauptsächlich die Durchschnittsbildung zu kritisieren, da sie die zeitliche Struktur, in den die Zahlungen anfallen, ausblenden. Daraus folgt, dass die Gegenwartspräferenz des Investors vernachlässigt wird, was bedeutet das der Mehrzahl der Investoren eine Zahlung heute lieber ist, als eine Zahlung in gleicher Höhe, die erst in der Zukunft erfolgt. Hierbei findet also die Zielsetzung der Investoren nicht ausreichend Zuwendung. 12
Des Weiteren gehen diese Verfahren von der Annahme des exakt gleichen Kapitaleinsatzes und der gleichen Nutzungsdauer der zu vergleichenden Investitionsalternative aus, was als nachteilig zu bewerten ist. Wenn man von einem bestimmten Startkapital des Investors ausgeht, führen unterschiedliche Anschaffungskosten und Nutzungsdauern in unterschiedlichen Zeiträumen zu Summen freien Kapitals und somit zur Frage nach deren Verwendung.
9 vgl. Zimmermann, Gebhard; München 2003, S. 20
10 vgl. Mensch, Gerhard; München 2002, S. 64
11 vgl. Götze, Uwe; Berlin 2008, S. 66ff
12 vgl. Kruschwitz, Lutz; München 2007, S. 42
Arbeit zitieren:
Kim Wildauer, 2011, Investition - Investitionsrechnung an einem Beispiel, München, GRIN Verlag GmbH
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