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Inhalt
1. Von Anfang bis Ende - Die Story von „X-Men“ 4
2. Die Reise des Helden. 5
2.1 Erster Akt. 6
2.2 Zweiter Akt. 7
2.3 Dritter Akt 9
3. Der Held im Schatten des Mentors -. 10
Voglers Archetypen 10
3.1 Der Held 11
3.2 Der Mentor 11
3.3 Der Herold 12
3.4 Der Schatten 12
4. Neoformalistisch betrachtet 12
4.1 Visuelle Umsetzung der Entwicklung Logans 13
4.2 Farben als Symbole. 15
4.3 Ideologische Hintergründe der „X-Men“ 15
5. Sinngebung nach dem PKS-Modell 16
5.1 Perzeption 16
5.2 Kognition. 17
5.3 Reflexion 18
6. Schlußendlich. 19
7. Quellen 21
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1. Von Anfang bis Ende - Die Story von „X-Men“
Als Marie D'Ancanto ihren ersten Freund küßt, fällt er ins Koma. Bis zu diesem Ereignis ist Marie einfach ein amerikanisches Mädchen und wohnt mit ihrer Familie in einem kleinen Häuschen. Ihr erster Kuß ist der letzte Moment in dieser Vorstadt-Idylle. Danach wird sie von ihren schockierten Eltern verstoßen und reist ziellos durch die Gegend, verlässt das Land. In der Kneipe eines kleinen canadischen Dorfes trifft sie auf Logan, der sich als „Wolverine“ mit Schaukämpfen sein Leben finanziert und dabei seit fünfzehn Jahren von Ort zu Ort reist. Er fasziniert sie und Marie, die sich jetzt Rogue nennt, folgt ihm heimlich. Ihre gemeinsame Fahrt durch schneebedeckte Wälder nimmt ein jähes Ende, als ein Baum auf die Motorhaube fällt und Logans Auto stoppt. Logan, da nicht angeschnallt, setzt seinen Weg durch die Frontscheibe fort und bleibt einige hundert Meter entfernt liegen. Momente später bricht ein menschgewordenes Biest aus dem Wald und attackiert ihn. In dieser Situation erscheinen zwei in schwarzes Leder gekleidete Personen, die Wolverine und Rogue retten. Sie bringen die beiden in ein geheimnisvolles Labor, das sich alsbald als Anbau einer „Schule für begabte Kinder“ herausstellt. Die gesamte Anlage wird von Professor Charles Francis Xavier, dem machtvollsten Telepathen der Welt, geleitet und ist die Heimat von Mutanten. Auch Rogue und Wolverine sind Teil der
nächsten menschlichen Evolutionsstufe - Mutanten. Jeder von ihnen wird mit einer einzigartigen genetischen Veränderung geboren, die sich mit Beginn der Pubertät durch außerordentliche Fähigkeiten offenbart. In der Gesellschaft sorgen sei bei Entdeckung ihrer Besonderheit für Aufregung und Angst. Weltweit versucht daher eine politische Bewegung unter Führung des amerikanischen Senators Robert Jefferson Kelly, den „Mutant Registration Act“ durchzusetzen, der eine genaue Erfassung von Mutanten gesetzlich vorschreibt. Professor Xavier und seine Schülerin Dr. Jean Grey versuchen, diese Absichten durch Vermittlung und
Aufklärungen zu verhindern. Für eine aggressivere Lösung tritt derweil sein alter Freund Erik Magnus Lehnsherr ein. Er ist ein Überlebender eines polnischen Nazi-Konzentrationslager und fühlt sich durch die aktuelle Debatte deutlich an seine Kindheit erinnert. Als Magneto
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kann er jegliche Art Metall mittels Gedankenkraft verformen und hat sich dafür entschieden, diese Kräfte gegen die Menschheit einzusetzen - überzeugt davon, dass eine friedliche Koexistenz von Menschen und Mutanten ein unerreichbare Utopie ist. Daher hat er eine Maschine geschaffen, die mittels eines Kraftfeldes bei jedem Menschen, der in dieses Feld gerät, Mutationen hervorruft.
Als Demonstrationsbeispiel erwählt Magneto internationale Politiker, die Gäste einer auf Ellis Island bei New York einberufenen UNO-Versammlung sind und über neue Mutanten-Gesetze beraten sollen. Da er selbst der Anstrengung nicht mehr gewachsen ist, die Maschine mit seinen Fähigkeiten anzutreiben, braucht er Rogue. Durch ihre Gabe, von anderen Menschen Lebenskraft und deren Fähigkeiten durch Berührung zu absorbieren, soll sie an seiner Stelle die Maschine bedienen und bis zum eigenen Tod mit genügend Energie versorgen.
Noch ist Rogue jedoch sicher in Professor Xaviers Schule. Doch durch das Eingreifen von Magnetos Vertrauter und Gestaltwandlerin Mystique verlässt Rogue die sichere Umgebung. Professor Xavier findet sie unter Einsatz seiner telepathischen Kräfte auf einem Bahnhof, doch in einer Auseinandersetzung mit Magneto und seines „Brotherhood of Mutants“ scheitert der Rettungsversuch von Wolverine und den X-Men Storm und Cyclops - Schülern des Professors. Auch dessen eigenes Eingreifen kann nicht verhindern, dass sie Rogue verlieren.
Es kommt zum großen Finale auf der Freiheitsstatue. Auf dem Weg in der Statue nach oben zur Fackel, wo Magnetos Maschine steht, müssen sich die X-Men jedoch erst Magnetos Helfern stellen. Nach deren Überwindung bedarf es letztlich der gemeinsamen Aufbietung aller Fähigkeiten, um Magnetos Kraft zu brechen, dadurch Rogue retten und die Maschine zerstören - kurz bevor das Kraftfeld die Politiker auf Ellis Island erreicht. Magneto wird dadurch Xaviers Gefangener in einem gläsernen Raum, während sich Logan aufmacht, die Verantwortlichen zu finden, die ihn in einer Operation vor Jahren zu Wolverine gemacht haben.
2. Die Reise des Helden
Christopher Vogler geht in seinem Modell zur Strukturierung einer Filmhandlung von mythologischen Grundmustern im amerikanischen Kino aus. Er vergleicht einen Film mit einer Sinfonie, die aus Einleitung, Mittelteil und Schluß aufgebaut ist. Ein Film besteht nach
Ablauf, die er zusammenfasst als „Reise des Helden“.
Aber in welchem der vielen Charaktere finden wir den Helden in „X-Men“? Insgesamt präsentieren sich im Film 11 Figuren, die mehr als einmal auftreten - 10 von ihnen sind Mutanten. Zwei von ihnen weisen im Verlauf des Films eine charakterliche Entwicklung auf. Hierbei handelt es sich um das Mädchen Rouge und den Einzelkämpfer Wolverine. Rouge steht oft im Zentrum des Geschehens, ist für eine Heldin letztendlich aber zu passiv. Sie ist, oftmals unbeabsichtigt, Auslöser von Ereignissen, trägt aber nicht aktiv zur Auflösung von Spannungsknoten bei. Somit konzentriert sich der Film bei diesem Ensemble auf Logan alias Wolverine und dessen Suche nach seiner Natur und Herkunft. Wenn er auch zumeist in Verbindung mit anderen Figuren auftritt und agiert, ist es seine Entwicklung, die als roter Faden im Hintergrund erkennbar wird. Zudem ist er der einzige Mutant, der nicht so geboren wurde, wie er jetzt existiert. Seine Mutation ist die Selbstheilkraft - sein übernatürlich starker Körper wurde jedoch erst durch ein Experiment skrupelloser Wissenschaftler geschaffen.
2.1 Erster Akt
Logans Reise beginnt in einer rastlosen Welt, in der er als Preisboxer durch kleine Kaffs zieht und in Bars und Saloons gegen andere Kämpfer antritt und dabei mit Wett-Geldern seinen Lebensunterhalt verdient. Aus dieser gewohnten Welt wird er durch das Auftauchen Rogues herausgerissen. Sie konfrontiert ihn mit seinen eigenen Fragen nach Herkunft und Sinn, die er bisher stets verdrängt und missachtet hatte. Ihr Erscheinen markiert den Ruf des Abenteuers, das sogleich mit der Attacke des hühnenhaften Mutanten Sabretooth beginnt
Arbeit zitieren:
Michael Clemens, 2002, Trust a few, fear the rest - "X-Men" im Spiegel von Wahrnehmungstheorie und Werkästhetik, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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