1. Einführung in die Ausarbeitung
Es ist schon bemerkenswert: Wer heute in Unternehmenskreisen von „gesunden“ Arbeitsbedingungen oder Mitarbeitergesundheit spricht, denk sogleich an Gesundheitsmanagement. Kaum eine Firma, die ganzheitliche Unternehmensleitlinien nach außen proklamiert, kann sich heutzutage dem Gesundheitsmanagement im Betrieb entziehen. Dieser Gedanke begann in Großunternehmen und setzte sich quer durch viele Branchen und Unternehmensgrößen durch. Heute spielt neben der Gesundheit der Mitarbeiter 1 vor allem die betriebswirtschaftliche Sichtweise eine bedeutende Rolle.
Die hier vorliegende Ausarbeitung fasst die Kernpunkte des am 06. Januar 2010 gehaltenen Referats zusammen. Dabei werden teilweise die mündlich im Referat vorgetragenen (wesentlichen) Anmerkungen aufgegriffen. Die Struktur der Ausarbeitung orientiert sich an dem Ablauf des Referates.
2. Gliederung
Es gibt sicherlich zwei komplett verschiedene Wege, wie dieses Thema dargestellt werden kann. Zum einen wird ein Unternehmen mit einem „gelebten“ Gesundheitsmanagement in den Blickpunkt gerückt. Eine Ansicht aus der sog. Froschperspektive. Zum anderen besteht die Möglichkeit Studien darzustellen, die Erfahrungen und Ergebnisse mit dem Gesundheitsmanagement vieler Unternehmen und Mitarbeiter zusammenfasst. Zu dieser Variante - einer Ansicht aus der sog. Vogelperspektive - habe ich mich entschieden.
3. Definition Gesundheitsmanagement
Bei dem Begriff Gesundheitsmanagement dürfen stets zwei unterschiedliche Bereiche nicht verwechselt werden. Gesetzliche Vorschriften und Verordnungen zum Arbeits-‐ und Gesundheitsschutz stellen für Unternehmen einen verpflichtenden Bereich dar. Entsprechende Vorgaben und Auflagen sind einzuhalten. Auf der anderen Seite stellen Arbeitgeber freiwillige Leistungen zur Gesundheitsförderung bereit, die gesetzlich etc. nicht verankert sind.
1 Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in der Ausarbeitung bei Personengruppen auf die ausdrückliche Nennung des Femininums verzichtet. Das Maskulinum repräsentiert in diesem Fall beide Geschlechter.
Und genau diesen freiwilligen Bereich werde ich vorstellen. Eine einheitliche Definition des Begriffes Gesundheitsmanagement ist aufgrund der individuellen Gestaltungsmöglichkeit nur schwer
darstellbar 2 . Insofern erklärt es sich, warum in der Literatur vielfältige Definitionen verwendet werden. Es kann jedoch festgehalten werden, dass das freiwillige betriebliche Gesundheitsmanagement eine Unternehmensstrategie darstellt, die sowohl die Mitarbeiter, das Unternehmen, die Arbeitssituation, das Unternehmensumfeld sowie die Produkte einschließt 3 .
4. Definition Betrieb
Die Definition des Wortes Betrieb 4 erweist sich als deutlich einfacher. Hierbei handelt es sich um eine Wirtschaftseinheit, die Sachgüter oder Dienstleistungen für andere Betriebe oder private Haushalte bereitstellt 5 .
5. Ziele des Gesundheitsmanagement
Generell kann festgehalten werden, dass eine optimale Erreichung von sowohl sozialen als auch ökonomischen Zielen angestrebt wird, die wie folgt beschrieben werden können:
Senkung der Kosten durch Reduzierung von Fehlzeiten: Zudem wird dadurch erreicht, dass die Mitarbeiter permanent im Unternehmen verfügbar sind.
Motivation der Mitarbeiter und ihre Bindung an das Unternehmen: Ein anwesender Mitarbeiter muss noch lange nicht effektiv sein. Hat dieser innerlich gekündigt, oder noch schlimmer, arbeitet er sogar latent gegen das Unternehmen, so kann dies einen immensen wirtschaftlichen Schaden anrichten.
Flexibilität und Kreativität der Mitarbeiter fördern: Durch die zunehmende Liberalisierung und Globalisierung verschiedenster Märkte steigen die Wettbewerbsanforderungen an die Unternehmen
und ihre Mitarbeiter weiter an. Daher reicht es zunehmend nicht mehr aus, einfach nur seiner Arbeit
2 [7], S. 14; vgl. auch [3], S. 1 f. sowie mit Fokus auf die Strategie [9], S. 43 f.
3 [3], S. 1
4 Ich verwende den Begriff Betrieb in einer umfassenden Bedeutung und beziehe ihn in dieser Ausarbeitung ebenfalls auf Unternehmen. Insofern stelle ich beide Begriffe gleich.
5 [8], S. 23; vgl. auch [5], S. 511
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Dipl. Betriebswirt, Gerontologe M.A. Ivonne Kuss, 2010, Gesundheitsmanagement im Betrieb, Munich, GRIN Publishing GmbH
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