HOCHSCHULE MAGEBURG-STENDAL
Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen
Fernstudiengang ,,Angewandte Gesundheitswissenschaften"
Modul: ,,Europäische Gesundheitspolitik"
Die Europäische Union im Bereich PUBLIC HEALTH
Gesundheitspolitik im Vereinten Europa
HEIKO SCHUMANN
2012
© Heiko Schumann
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Inhaltsverzeichnis
1
Die Europäische Union im Bereich PUBLIC
HEALTH
3
2
Kompetenz der Europäischen Union
4
2.1
Vertrag von Maastricht
5
2.2
Vertrag von Amsterdam
5
2.3
Vertrag von Nizza
5
2.4
Vertrag von Lissabon
6
3
Instrumente der EU zur Steuerung der Ge-
sundheitspolitik
6
4
Thematische Schwerpunkte der Europäischen
Union
8
5
Deutsches Interesse an Europäischer Ge-
sundheitspolitik
9
6
Bestehen durch die EU Erweiterung Gefahren
9
7
Zusammenfassung
10
8
Literaturverzeichnis
11
© Heiko Schumann
3
1
Die Europäische Union im Bereich PUBLIC HEALTH
Die hier vorliegende Arbeit skizziert einen Überblick über Vergangenheit, Ge-
genwart und zukünftige Möglichkeiten der europäischen Gesundheitspolitik.
Ist es notwendig, dass die Europäische Union im Bereich PUBLIC HEALTH ak-
tiv wird?
Diese Frage ist aus der Sicht des Autors mit einem klarem ,,Ja" zu be-
antworten. Public Health ist Teil des europäischen Integrationsprozesses der
durch die Gesundheitspolitik aktiv mitgestaltet werden kann
.
Die hier formulierte
Antwort wird nachfolgend begründbar, indem Public Health inhaltlich und struk-
turbezogen im Kontext der Europäischen Mitgliedsstaaten und der Europäi-
schen Union (EU) betrachtet wird.
,,Auch wenn fundamentale Unterschiede in der Organisation und Finan-
zierung der Public Health Infrastrukturen bestehen, ist der Blick über die Gren-
zen sinnvoll, denn Public Health Herausforderungen und Fortschritte respektie-
ren oft keine Grenzen" (Jakubowski, 2003).
Der Staatenverbund der EU, bestehend aus gegenwärtig 27 Ländern, mit
unterschiedlicher Größe, Wirtschaftskraft, unterschiedlichen Gesundheitssys-
temen, -problemen, Rechten und Pflichten, hat zum Gesamtziel die Europäi-
sche Einigung (Stein, 2011). Europäische Gesundheitspolitik ist abhängig von
der allgemeinen Situation und kann nicht isoliert betrachtet werden.
In den letzten drei Jahrzehnten hat sich die Gesundheitssituation signifi-
kant verbessert (Stein, 2011). Aufgabe der EU ist es, beide Gesundheitssyste-
me ,,Bismarck" z.B. mit Deutschland, Frankreich, Niederlande und ,,Beveridge"
z.B. mit
England, Spanien, Italien unter dem Dach der EU zusammenzuführen.
Erleichtert wird diese Aufgabe durch die Herausbildung von Mischformen. Nati-
onale Reformen führen dazu, dass die Gesundheitssysteme der EU immer ähn-
licher werden. Die Probleme der Mitgliedsstaaten der EU
sind vielfältiger Art -
Kostendruck, Kostenentwicklung, medizinisch-technischer Fortschritt, demo-
graphische Entwicklung, neue Gesundheitsgefahren sind dabei jedoch gleich-
zeitig eine Chance, Europa weiter zusammenzuführen (ebd).
© Heiko Schumann
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Die deutsche Übersetzung des Begriffes Public Health ist in der Wissen-
schaft sehr divergierend und reicht von öffentlicher Gesundheit, Gesundheits-
wissenschaften bis öffentliches Gesundheitswesen (Stein, 2011). Eine Abgren-
zung zur Gesundheitsversorgung ist hier nur schwer möglich, da in der Wissen-
schaft die Terminologie für beide Synonyme ähnlich beschrieben wird. Hansel-
mann (2005) beschreibt Public Health als Wissenschaft und Praxis der Präven-
tion, durch bevölkerungsbezogene Maßnahmen eine gute Gesundheit zu errei-
chen und zu erhalten. Eine nachhaltige Gesundheitsversorgung nach Public
Health Prinzipien bewirkt eine Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung
durch einen multidisziplinären Ansatz (Meyer, 2005). Asvall (2003) führt an,
dass die althergebrachte Unterscheidung in Public Health und Klinische Medizin
in Zukunft zu überwinden ist. Gesundheitsprobleme bedürfen einer genauen
Analyse. So ist die Gesundheitsförderung, Krankheitsverhütung, Behandlung,
Rehabilitation und Krankenpflege im Zusammenhang zu betrachten und stellt
vielmehr ein Kontinuum sich gegenseitig unterstützender Elemente dar.
Franzkowiak (2011) definiert Gesundheitswissenschaften / Public Health als
eine Begriffskombination für eine neue Querschnittsdisziplin in der Gesund-
heitsforschung und im Gesundheitswesen. Public Health zielt auf die Verbesse-
rung der Gesundheit von Gruppen oder ganzer Bevölkerungen und umfasst die
Gesamtheit aller sozialen, politischen und organisatorischen Anstrengungen mit
multidisziplinären und multiprofessionellen Ansätzen (ebd.). Dies ist durch die
Europäische Union nicht nur zu erkennen sondern aktiv mit zu bestimmen.
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Kompetenz der Europäischen Union
Je nach Tätigkeitsbereich und Politikfeld variieren die Kompetenzen der Euro-
päischen Union (Art. 2 AEUV). Der Erhalt der nationalen Kompetenzen der Mit-
gliedsstaaten ist für die Ausgestaltung der Gesundheitssysteme unerlässlich
(Stein, 2011). Gegenüber ihren Mitgliedsstaaten verkörpert die EU aufgrund
ihrer Pluralität und Vielfältigkeit der unterschiedlichen Gesundheitssysteme eine
hohe Expertenkompetenz.
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