Die Entwicklungen der Edelmetalle als Assetklasse
I
Projektarbeit zum
Finanz- und Controlling-Ökonom
an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt
Die Entwicklungen der Edelmetalle als Assetklasse
eingereicht von: Oliver Franz
4. Semester, Frankfurt am Main, 15. Dezember 2011
Inhaltsverzeichnis II
Inhaltsverzeichnis
Die Entwicklungen der Edelmetalle als Assetklasse ...I
Inhaltsverzeichnis... II
Abbildungsverzeichnis...III
1. Einleitung ...1
1.1. Ziel der Ausarbeitung...1
1.2. Aufbau der Arbeit ...1
2. Grundlage der Edelmetalle...2
2.1. Chemische Eingliederung der Edelmetalle ...2
2.2. Historische Entwicklungen von Gold und Silber...3
2.3. Gold und Silber in der Neuzeit...4
2.4. Angebot und Nachfrage ...5
3. Gold und Silber als Assetklasse ...7
3.1. Portfoliooptimierung im Fallbeispiel ...8
3.2. Anlageinstrumente in Edelmetallen ...12
3.2.1. Indirekte Beteiligungen...12
3.2.2. Direkte physische Anlagen ...12
3.2.2.1. Barren...13
3.2.2.2. Münzen...14
4. Zukünftige Entwicklungen...15
4.1. Technische Analyse ...15
4.2. Fundamentalanalyse...16
5. Schlussbetrachtung...19
Literaturverzeichnis...IV
Abbildungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 : Goldangebot...5
Abbildung 2 : Goldnachfrage...5
Abbildung 3 : Silberangebot ...6
Abbildung 4 : Silbernachfrage ...6
Abbildung 5 : Jährliche Renditen...8
Abbildung 6 : Standardabweichungen ...9
Abbildung 7 : Historische Korrelationen ...10
Abbildung 8 : Zeitnahe Korrelationen ...10
Abbildung 9 : Gesamtmatrix...11
Abbildung 10 : Golden-Cross / Gold ...16
Abbildung 11 : Golden-Cross / Silber...16
Abbildung 12 : Chart EUR/USD ...18
1. Einleitung
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1. Einleitung
Viele Personen haben sich schon einmal mit dem Gedanken einer Investition in
Edelmetallen befasst. Auf potenzielle Investoren wirken Anlagen in diesen Metallen
aufgrund ihrer Komplexität jedoch häufig abschreckend. Die Projektarbeit zeigt neben
den verschiedenen Anlagevehikeln in Edelmetallen auch ihre historischen Veränderun-
gen, Besonderheiten und mögliche zukünftige Entwicklungen auf.
1.1. Ziel der Ausarbeitung
Neben einem allgemeinen Überblick über Edelmetalle und deren geschichtlichen
Ablauf sollen die Auswirkungen einer Anlage in Gold und Silber auf der Portfolioebene
dargestellt werden. Ziel ist es, den Mehrwert eines möglichen Erwerbs von Edelmetal-
len unter den Gesichtspunkten des Gesamtrisikos und der entsprechenden Rendite
mathematisch zu belegen. Zudem stellt sich nach der jüngsten Edelmetallrallye zu
Beginn dieses Jahres die Frage, welche Einflussfaktoren bei der Preisbildung aus-
schlaggebend sind. Des Weiteren wird erörtert, ob womöglich bereits jetzt eine
Blasenbildung vorliegt.
1.2. Aufbau der Arbeit
Zunächst stehen die Grundlagen der Edelmetalle im Mittelpunkt der Ausarbeitung. Gold
und Silber liegen anschließend im Fokus der weiteren Untersuchungen. Im dritten
Kapitel werden die beiden Metalle als Portfoliobeimischung betrachtet und ihre
Korrelationen zu anderen Assetklassen analysiert. Bei einer Transaktion in Edelmetallen
bestehen neben der physischen Lagerung noch weitere Investitionsmöglichkeiten, deren
Vor- und Nachteile anschließend erläutert werden. Vor allem aus steuerlichen Gesichts-
punkten existieren große Unterschiede zwischen den verschiedenen Optionen. Im
Anschluss schließen sich Erläuterungen von Umweltzuständen und Parametern an, die
zur Veränderung der Angebots- und Nachfragekurven führen. Zusammen mit der
Schlussbetrachtung werden mögliche Zukunftsszenarien aufgezeigt und diese mit
externen Analysen und Chartbildern kombiniert.
2. Grundlage der Edelmetalle
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2. Grundlage der Edelmetalle
Papiergeld, sogenanntes Fiat-Money, wie Euro, Dollar, Pfund oder Schweizer Franken
ist in großem Maße kostengünstig.
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Seitens des Emittenten in Form der Zentralbanken
besteht hierbei keine Einlöseverpflichtung, die Akzeptanz wird durch gesetzliche
Vorschriften erreicht. Die Vervielfachung ist simpel, dazu annährend kostenneutral und
in unbegrenztem Volumen möglich. Eine Vermehrung von Edelmetallen um ein
Vielfaches ist hingegen aufwendiger, kostenintensiver und aufgrund der Gesamtheit der
natürlichen Ressourcen endlich.
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Preisuntergrenzen von Edelmetallen können sich von
der zur Förderung benötigten Zeit und Arbeitskraft ableiten. Bei Papiergeld verläuft die
Herstellung vergleichsweise kostenfrei. Der intrinsische Wert ist lediglich ein Verspre-
chen, dieses kann unter Umständen auch wertlos werden.
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In Notsituationen konnten Menschen Edelmetalle zwar nicht verzehren, allerdings
fungierten sie stets als Tauschmittel. Die Vorteile von Edelmetallen sind neben ihrer
internationalen Liquidität und ihrer interessanten Anonymität vor allem in der Aussicht
auf zukünftige Wertsteigerungen und der historisch belegten Wertstabilität begründet.
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Zudem werden sie unter dem Gesichtspunkt der Geldentwertung in Form von hoher
Inflation immer gefragter, da sie als wertbeständige Anlagen in Krisenzeiten gelten.
2.1. Chemische Eingliederung der Edelmetalle
Unter den chemischen Elementen bilden die Metalle die größte Gruppierung und heben
sich durch Glanz, Undurchsichtigkeit und ihre guten Verformbarkeit hervor. Unter-
schieden werden Metalle nach Ihrer Dichte in Leicht- und Schwermetalle, sowie der
vorhandenen Reaktivität in Edelmetalle und unedle Metalle.
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Zu den Edelmetallen gehören Gold, Silber, Palladium, Platin, Osmium, Rhenium,
Rhodium, Iridium, Ruthenium und Quecksilber.
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Vor allem ihre große Beständigkeit im
Vergleich zu anderen Elementen macht diese so einzigartig. Gegenüber Korrosion und
Oxidation sind Edelmetalle zudem sehr abweisend.
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Aufgrund der breiten Palette an
Edelmetallen spezialisiert sich diese Ausarbeitung auf Gold und Silber.
1
Vgl. Deutsch, R. (2010), S. 300.
2
Vgl. Reymann, D. (2011), S. 13.
3
Vgl. ebd., S. 14.
4
Vgl. ebd., S. 16.
5
Vgl. Bergold, U./Eller, R. (2006), S. 55.
6
Vgl. Goldseiten (2011a)
7
Vgl. Bergold, U./Eller, R. (2006), S. 55.
2. Grundlage der Edelmetalle
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So gilt Gold als weiches Metall, welches sich aufgrund seiner hohen Dichte gut zum
Walzen eignet und durch seine Haltbarkeit besticht.
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Weitere Eigenschaften sind seine
goldgelbliche Farbe und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Säuren.
9
Das Wort selbst
entspringt aus dem Indogermanischen und ist eine Ableitung des Wortes ghel, das
schimmernd und blank bedeutet. Gold ist das am schwersten lösliche Metall.
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Silber ist ein weiches, dehnbares Metall und verfügt von allen Stoffen über das höchste
Reflektionsvermögen für Licht. Es ist der beste elektrische Leiter unter den Metallen
und somit als Industrieprodukt unerlässlich.
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Weitere Einsatzgebiete sind unter
anderem im Bereich der Wasserfrischhaltung und der Medizin zu finden. Darüber
hinaus ist es das am häufigsten in der Natur vorkommende Edelmetall, etwa zwanzig-
mal öfter als Gold. Der Begriff Silber stammt aus dem altnordischen Sprachgebrauch
und definiert es als licht, weiß oder hell.
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2.2. Historische Entwicklungen von Gold und Silber
Als erstes Volk bauten die Ägypter große Mengen an Gold zwischen 4000 und 2000 vor
Christus ab. Der Hauptteil der Produktion ging in den Besitz der Pharaonen über. Schon
vor über 4500 Jahren war die Bezahlung mit Gold bei den mesopotamischen Beamten
gebräuchlich.
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Auch Silber bekam großes Ansehen und wurde vor allem in der
Schmuckherstellung und der Medizin angewandt. Silber verdankt seinen heilenden
Effekt seiner antibakteriellen Wirkung.
14
Viele Kulturen, wie die von Griechenland,
Babylon, China und der Inka, hielten Gold und Silber bereits früh in ihrem Bestand.
Durch den Umlauf von Gold, Silber und den ersten geprägten Goldmünzen der Grie-
chen im Jahre 560 vor Christus kam der Handel und die dadurch vereinfachten Geldsys-
teme in Schwung.
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Im 15. Jahrhundert nach Christus war die Nachfrage nach Gold und
Silber größer als das vorhandene Angebot, so begannen die Entdeckungsfahrten der
Europäer. Speziell die Spanier eroberten in Afrika Gold- und Silberminen in bis dato
unbekannter Dimension.
16
8
Vgl. Rubatscher, A. (2008), S. 20.
9
Vgl. Pilz, G. (2007), S. 69.
10
Vgl. Eibl, C. (2008), S. 23.
11
Vgl. Rubatscher, A. (2008), S. 23.
12
Vgl. Bergold, U./Eller, R. (2006), S. 62.
13
Vgl. Lips, F. (2006), S. 38.
14
Vgl. Rubatscher, A. (2008), S. 10.
15
Vgl. Lips, F. (2006), S. 38.
16
Vgl. Rubatscher, A. (2008), S. 14.
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