Inhalt
Vorwort 3
Appias Leben 3
Quellenbeschreibung 4
Inhalt der Quelle 4
Eigentliche Quelleninterpretation: Wagner Appia 7
M ögliche Fragestellungen 10
Nachwort 11
Quellen 12
Vorwort
Aufgrund meiner Faszination für Wagners Opern entschied ich mich im Zuge der Hausarbeit im Basisseminars Theaterhistoriographie für den Text „Die Musik und die Inscenierung“ von Adolphe Appia. Der 1862 geborene Schweizer hatte viele Talente; er war nicht nur Architekt, Zeichner und Bühnenbildner, sondern auch und, vor allem für die Theaterwissenschaften wichtig, Theater-theoretiker. Seine Theaterkentnisse erwarb Appia durch intensives Studieren von Theateraufführungen. 1
Appia studierte Musik an verschiedenen Konservatorien, unter anderem in Genf und Leipzig, und hat mit 20 schon beschlossen seine volle Aufmerksamkeit dem Theater zu widmen. Als Antrieb wird oft sein Besuch Richard Wagners selbst dirigierten Parsifalaufführung in Bayreuth erwähnt. Das „Musikdrama“ interessierte ihn dabei am meisten, da die Sprache die Handlung vorantreibt und die Musik das „innere“ Drama kontrastiert. Er vertritt auch einige Ansichten Wagners, wie den Widerspruch zwischen der Modernität des Musikdramas und der Rückständigkeit von Inszenierungen. Appia stellte sich, wie bei Wagner das „unsichtbare Orchester“, ein „unsichtbares Theater“ vor. Weiter sollte für Adolphe Appia die Vollkommenheit der einzelnen Künste die oberste Forderung werden. Er und Edward Gordon Craig gehören zu den Begründern des nichtnaturalistischen Theaters. 2
1 Vgl Theaterwelt -Welttheater. S. 39
2 Vgl. Bildertheater, S. 13f
appIas leben
Am 1. September 1862 erblickte Adolphe Francois Appia in Genf das Licht der Erde. Sein Vater Paul Amadée Appia war Arzt und einer der Mitbegründer des Roten Kreuzes. Der familiäre Um-stand prägte Appias Leben stark. Er wuchs in einer sehr strengen, asketischen und puristischen Familie auf, jedoch wurde auf die Kultur und die Kunst nicht verzichtet. Der junge Appia erlernte schon früh das musizieren und pflegte deutsche Literatur zu lesen. Später wurde über ihn berichtet, wie er psychisch krank gewesen war, Alkoholprobleme hatte und oft auch Suizidgedanken pflegte. Diese instabile Verfassung seinerseits brachte ihn jedoch in die Lage schon sehr früh vorausblickende Ideen zu verfassen und in theoretische Schriften zu veröffentlichen. 3
QuellenbeschreIbung
Bei der mir vorliegenden Quelle handelt es sich um den dramatischen Text „Die Musik und die Inscenierung“ von Adolphe Appia, das in dem Buch „Bildertheater“ erschienen ist, welches Veröffentlichungen von bildenden Künstlern des 20. Jahrhunderts beinhaltet. In dem Band werden auch Werke und Schriften von Künstler wie Edward Gordon Craig oder Kandinsky näher untersucht und wiedergegeben und somit wird Appia in die Reihe einiger anderer Theaterreformer gestellt. Ursprünglich erschien die Quelle 1899 4 in dem gleichnamigen Hauptwerk und aufgrund dessen ist die von mir verwendete Quelle nicht vollständig. Sie umfasst an die zwei Seiten 5 und es sind sieben Auslassung des Ursprungs anhand von in Klammern gesetzten Punkten zu erkennen. Zu erwähnen sind ebenfalls die Auszeichnungen einiger Sätze. Ob im Original ebenso verfahren worden ist, ist stark in Frage zu stellen. Es wird außerdem aus der Perspektive Appias erzählt. Bei der Quelle handelt sich auf jeden Fall um Tradition und nicht Überrest, da das Werk von Adolphe Appia bewusst geschrieben wurde, um es dann zu veröffentlichen und der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
3 Vgl. Theaterwelt -Welttheater. S. 39 f.
4 Anm.: Obwohl das Werk auf französisch verfasst wurde, erschien es zum ersten mal 1899 in deutscher Sprache. 1962 dann auch in Englisch und 1963 erst erschien das französische Original „La Musique et la mise en scène“ 5 Anm.: aus Adolphe Appia: Die Musik und die Inscenierung 1899. S. 16ff.
Arbeit zitieren:
Phuong Anh Phi, 2011, Quellenanalyse von "Die Musik und die Inszenierung" (1899) von Adolphe Appia, München, GRIN Verlag GmbH
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