Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Bedeutung und Eigenschaften nonverbaler Kommunikation 2
3 Elemente der nonverbalen Kommunikation 2
3.1 Gestik 2
3.2 Mimik 4
3.3 Blick 5
3.4 Körperhaltung 5
3.5 Körperkontakt 6
3.6 Räumliches Verhalten 6
3.7 Äußere Erscheinung 7
4 Nonverbale Kommunikation im Unterricht Deutsch als Fremdsprache 9
5 Fazit 10
Literaturverzeichnis 11
2
1 Einleitung
In der zwischenmenschlichen Kommunikation spielen nonverbale Faktoren eine zentrale Rolle. Bereits zwischen Menschen, welche die gleiche Sprache sprechen, läuft mehr als die Hälfte der Kommunikation nichtsprachlich ab. Es liegt auf der Hand, dass dem Nonverbalen zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen, die verschiedene Sprachen sprechen, eine besonders große Bedeutung zukommt (Oomen-Welke 2004: 68). Auf allen Ebenen der internationalen Zusammenarbeit, sei es im wirtschaftlichen, politischen, wissenschaftlichen oder kulturellen Bereich, wird ein großer Teil der Kommunikation von nonverbalen Aspekten getragen.
Kommunikation findet auf drei Wegen statt. Verbal, paraverbal und nonverbal. Verbal bezeichnet das sprachliche Verhalten. Paraverbale Merkmale sind z.B. Tonhöhe, Lautstärke, Sprechgeschwindigkeit, Akzent usw. (Heringer 2007: 96). Auf diese verbalen und paraverbalen Elemente wird im Folgenden nicht weiter eingegangen, sondern es wird lediglich der Teilbereich des Nonverbalen betrachtet. Unter nonverbaler Kommunikation versteht man, in Abgrenzung zu verbalen Äußerungen, den Teil der zwischenmenschlichen Kommunikation, der nichtsprachlich erfolgt. Hierfür wird in der Wissenschaft auch häufig der Ausdruck Körpersprache verwendet (Argyle 2002: 9). Unter dem Begriff nonverbale Kommunikation werden visuelle Elemente wie Gestik, Mimik, Körperhaltung usw. sowie taktile Reize, wie z.B. Berührungen, zusammengefasst (Abteilung für medizinische Psychologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg o.D.). In der Forschung gibt es zum Teil unterschiedliche Einteilungen der nonverbalen Faktoren. Die vorliegende Arbeit orientiert sich an der Einteilung von Argyle (2002: 201-324), der eines der Standardwerke zum Thema nonverbale Kommunikation geschrieben hat. Bevor die einzelnen nonverbalen Faktoren detailliert behandelt werden, wird im Kapitel 2 auf die generelle Bedeutung und die Eigenschaften nonverbalen Verhaltens eingegangen. Bei der anschließenden Betrachtung der nonverbalen Elemente (Kapitel 3) wird neben deren Ausprägung und Bedeutung auch auf interkulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede eingegangen. Begonnen wird hierbei mit den beiden bekanntesten Bereichen Gestik (Kapitel 3.1) und Mimik (Kapitel 3.2). Da den Augen als Zentrum des Gesichts eine besondere kommunikative Bedeutung zukommt, wird der Blick gesondert im Teilkapitel 3.3 behandelt. Anschließend werden die Aspekte Körperhaltung (Kapitel 3.4), Körperkontakt (Kapitel 3.5) und räumliches Verhalten (Kapitel 3.6) thematisiert. Als letzter Faktor wird im Kapitel 3.7 auf die äußere Erscheinung eingegangen. Da die nonverbale Kommunikation wesentliche Möglichkeiten für den Fremdsprachenunterricht eröffnet, findet im 4. Kapitel die Bedeutung nonverbaler Signale im Unterricht besondere Berücksichtigung. Im abschließenden Fazit werden die zentralen Aspekte der Arbeit reflektiert und kommentiert (Kapitel 5).
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2 Bedeutung und Eigenschaften nonverbaler Kommunikation
Der Bereich der nonverbalen Kommunikation stellt einen sehr umfangreichen und komplexen Forschungsgegenstand dar, mit dem sich die Wissenschaft seit langem beschäftigt. Lange Zeit wurde versucht, diesem Thema „mit Intuition und Spekulation beizukommen“ (Maletzke 1996: 76). Doch neue Technologien machten es in den letzen Jahrzehnten möglich den Forschungsbereich mit empirischen Methoden zu erschließen und erste Teilbereiche analytisch zu erfassen (Maletzke 1996: 76). Demnach kann man sagen, dass der Anteil der nonverbalen Signale an der zwischenmenschlichen Kommunikation über 50% ausmacht (Oomen-Welke 2004: 68). Diese Zahl belegt den Einfluss des Nonverbalen auf unsere Verständigung.
Körpersprache kann die verbale Kommunikation ergänzen und unterstützen oder teilweise sogar ganz ersetzen. Jedoch können nonverbale Signale eine kommunikative Situation auch stören beziehungsweise negativ beeinflussen. Das ist unter anderem der Fall, wenn sich die Körpersprache und das Gesagte widersprechen. Ein Beispiel hierfür wäre, wenn jemand verbal aussagt: „Der Kuchen ist sehr köstlich“, dabei aber angewidert das Gesicht verzieht. In diesem Fall stimmen verbale und nonverbale Kommunikation des Sprechers 1 nicht überein. In einem solchen Fall wird häufig der Körpersprache größeres Gewicht beigemessen. Der Grund dafür ist, dass ein Großteil von nonverbalen Signalen unbewusst ausgesandt wird. Deshalb wird das Nonverbale in der Regel als gewichtiger und ehrlicher empfunden, als das Verbale.
Es gibt Elemente der Körpersprache, die angeboren sind und solche, die wir erst im Laufe unseres Lebens ausbilden und erlernen. Auf diesen Aspekt wird bei der Betrachtung der einzelnen Faktoren der nonverbalen Kommunikation noch genauer eingegangen. Neben den angeborenen und für alle Kulturen universellen nonverbalen Verhaltensweisen gibt es, interkulturell betrachtet auch erhebliche Unterschiede. Diese Gemeinsamkeiten und Differenzen werden im folgenden Kapitel aufgezeigt und anhand von Beispielen verdeutlicht.
3 Elemente der nonverbalen Kommunikation
3.1 Gestik
Großes kommunikatives Potential bietet die Gestik. Zur Gestik gehören Bewegungen von Kopf, Armen, Händen und Fingern (Heringer 2007: 81). Bei der Abgrenzung zwischen Gestik und anderen Körperbewegungen gibt es zwar noch Unstimmigkeiten, jedoch besteht ein gewisser Kern von Bewegungen, die überall als Gestik akzeptiert werden.
1 Anmerkung: Alle personenbezogenen Bezeichnungen schließen jeweils auch die weibliche Form mit ein.
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Arbeit zitieren:
2010, Faktoren nonverbaler Kommunikation, München, GRIN Verlag GmbH
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