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0. EINLEITUNG
In Überlingen sind 25,2 Prozent der Einwohner mehr als 65 Jahre alt, in der Heidelberger Altstadt sind es zum Vergleich gerade einmal 11,6 Prozent. 1 In der Paul-Gerhardt-Gemeinde beträgt der Anteil von alten Menschen sogar mehr als die Hälfte: So zeigte die letzte Datenerhebung vom 10.9.2011, dass von den 1802 gemeldeten Gliedern 957 über 65 Jahre alt sind; von den Mitgliedern über 75 Jahren gibt es 395. 2
Für die Paul-Gerhardt Gemeinde, wie für viele andere Kirchengemeinden in Deutschland gilt deshalb, dass „sie aufgrund ihrer Altersstruktur in mancher Hinsicht Verhältnisse vorwegnehmen, die auf die Gesamtgesellschaft erst noch zukommen.“ 3 Die demographische Entwicklung wurde mir zum ersten Anlass, mich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie zukünftige Pfarrer und Pfarrerinnen alten Menschen kompetent und menschlich in der Seelsorge begegnen können. 4
Ein weiterer Grund liegt darin, dass ich mich für alte Menschen in besonderer Weise interessiere. Da meine eigenen Großeltern relativ früh verstarben, weiß ich nur wenig über die Lebensbesonderheiten alter Leute und bin deshalb neugierig zu erfahren, wie Menschen in hohem Alter ihr Leben führen, und was Chance und Risiken dieses Lebensabschnittes sind. Häufig schwingt in den Begegnungen auch die Frage nach dem Tod mit. Diese zu bedenken ist nicht nur allen Christen geboten, 5 sondern hat auch weitreichende Konsequenzen für die eigene Existenz.
Mitunter empfinde ich drittens den Umgang mit alten Menschen auch entspannend und beglückend, da sie nicht mehr in beruflichen und / oder existentiellen Leistungszusammenhängen stehen. Um es einfach auszudrücken: Sie müssen sich und der Welt nichts mehr beweisen, sondern erfreuen sich an den grundlegenden Dingen und an den Kleinigkeiten des Lebens.
Aus diesen drei Anlässe heraus habe ich mich entschlossen meine poimenische Arbeit zum Thema „Seelsorge an alten Menschen“ zu schreiben. Dazu habe ich eine These formuliert, die
1 www.immobilienscout24.de/Wohnumfeld/Baden-Wuerttemberg/Bodenseekreis/Ueberlingen/Baden-Wuerttemberg/Heidelberg/Altstadt/Statistik/index.html?show=1
2 Datenerhebung der Evangelischen Kirche in Baden, Mitgliederstatistik der Paul-Gerhardt Gemeinde Überlingen, Karlsruhe: Evangelischer Oberkirchenrat, 10.9.2011, Gruppe 47.
3 J. Herrmann, Seelsorge mit alten Menschen, - eine praktisch-theologische Herausforderung der Zukunft, in: Pastoraltheologie, 95. Jg., 202-216, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2006
4 Plieth bietet Zahlen zur alternden Gesellschaft und beschäftigt sich mit Herausforderungen im Umgang mit ihr. M. Plieth, „… wenn Sie kommen, bin ich schön“ - Aspekte pastoraler Wirklichkeit“, in: Wege zum Menschen, 62, Jg. 488-500, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2010, Zahlen auf Seite 488.
5 Ps 90,12: Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden.
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wesentliche Aspekte der Theorie und Praxis der Seelsorge an alten Menschen zum Ausdruck bringt.
Seelsorge an alten Menschen geschieht aufgrund der Seelsorge Gottes am Menschen und auf den Auftrag Jesu hin. Sie wahrt die Würde des vielfach schwachen und in seinen Lebensmöglichkeiten eingeschränkten alten Menschen. Sie ist sich erbarmende Zuwendung zum Menschen um seiner selbst willen. Für eine angemessene Praxis der seelsorgerlichen Besuche, die häufig in einer „normalen“ Alltags-Unterhaltung und weniger in einer problemlösenden Kommunikation mit dem Gesprächspartner besteht, ist es unerlässlich, dass der Seelsorger möglichst genau über Besonderheiten des Lebens alter Menschen, sowie über methodische Möglichkeiten der seelsorgerlichen Begegnung Bescheid weiß. Aus der These ergibt sich der Aufbau meiner Seelsorgearbeit. So werde ich im ersten Kapitel eine kurze biblisch-theologische Erörterung über das Wesen der Seelsorge an alten Menschen geben (1.1.). Danach lege ich den Fokus auf die Reflektion meiner Rolle als Seelsorgers (1.2.). Die Seelsorge des Menschen gründet in der Seelsorge Gottes und bekommt daher ihren Auftrag. Die Rolle des Seelsorgers muss jedoch angesichts der komplexen kommunikativen Gemengelage von Chancen und Risiken, wie sie bei Begegnungen zwischen Menschen auftreten, extra bedacht werden.
Um eine angemessene Wissensgrundlage der Praxis der Seelsorge zu bekommen werde ich dann „Besonderheiten des Lebens alter Menschen“ aufzeigen (1.3.) und die methodischen Möglichkeiten der Praxis der Seelsorge reflektieren (1.4.)
Im zweiten Kapitel geht es um das konkrete Seelsorgeprojekt. Hier beschreibe ich zuerst seine konkreten Rahmenbedingungen (2.1.). In den folgenden Unterkapiteln stelle ich dann meine seelsorgerlichen Begegnungen dar (2.2.-2.5.) Dazu werde ich Auszüge aus Verbatim über Begegnungen mit der Gesprächspartnerin Frau B geben. An der Beschreibung des Aufbaus meiner Arbeit wird auch deren Methodik deutlich: Meine Praxis der Seelsorge an alten Menschen, wie sie in Kapitel 2 zum Ausdruck kommt, soll im Lichte meiner Theorie der Seelsorge (Kapitel 1) reflektiert werden. Die theoretische Erörterung des Themas bildet sozusagen die Hintergrundfolie auf der ich meine Praxis der Seelsorge zu verstehen versuche. Das dritte Kapitel fasst die Ergebnisse meines Seelsorge Projektes zusammen.
4
1. REFLEXION DES EIGENEN SEELSORGEVERSTÄNDNIS
1.1. Biblisch-theologische Erörterung zum Wesen der Seelsorge an alten Menschen
Was ist Seelsorge überhaupt? Bevor ich mit meinen Seelsorgebesuchen begann, wollte ich wissen, was eigentlich meine Aufgabe als Seelsorger ist. Als ich mich dann im Rahmen des Seelsorgekurses der Vikarsausbildung mit dem Thema „Seelsorge an alten Menschen“ beschäftigte, nahm ich wahr, dass diese Frage auch im aktuellen Forschungsdiskurs behandelt wird. Das Wesen von Seelsorge lässt sich nicht in einem Oberbegriff definieren, sondern es hängt vom konkreten Seelsorgefeld ab:
„Vor einer jeden Bewertung von einer im Voraus schon gewussten Seelsorgevorstellung muss für jedes einzelne Seelsorgefeld zuerst einmal für sich die Frage gestellt werden: Was ist hier eigentlich Seelsorge? Und erst dann kann nach so etwas wie einem gemeinsamen, allgemeinen Seelsorgebegriff gesucht werden. In jedem einzelnen Feld bestimmen der Kontext und die Ausrichtung auf eine bestimmte Menschengruppe mit, was hier eigentlich Seelsorge heißt.“ 6
Mit dieser Erkenntnis ist m.E. schon einmal viel gewonnen, zeigt sie doch, dass es nun gerade nicht darum geht, die „seelsorgerlichen Praktiken für alle Fälle“ zu lernen und anzuwenden. Vielmehr ist der genaue seelsorgerliche Kontext in den man sich stellt oder gestellt wird zu beachten, mehr noch die Person mit der man es in der konkreten Seelsorge zu tun hat.
Versucht man dann eine biblisch-theologische Erörterung der Seelsorge vorzunehmen, stellt man fest, dass es schwierig ist angesichts der Vielzahl von seelsorgerlichen Begriffen ein übergeordnetes Motiv zu finden. Sons bietet im Rückgriff auf Seitz dennoch den Versuch einer systematisch-theologischen Bestimmung des Gehaltes der Seelsorge: Er besteht „ in dem Motiv der Sorge, jenem allem menschlichen Sorgen und Handeln zuvorlaufenden Sorgen Gottes um den Menschen, das bereits mit der Schöpfung gesetzt ist, das seinen Höhepunkt im Offenbarwerden von Jesus Christus findet und sich schließlich innerhalb der neutestamentlichen Gemeinde fortsetzt.“ 7
Gott ist demnach das Subjekt christlicher Seelsorge : „Bereits in der Schöpfung hebt dieses Sorgen Gottes an“ (Gen 3,21). 8 Die Sorge setzt sich fort in den Propheten des Alten Testamentes (…). „Schließlich tritt die Sorge im Offenbarwerden des Sohnes hervor. Gott
6 W. Drechsel, Was ist das Spezifische der Seelsorge an alten Menschen?, in: Wege zum Menschen, 62, Jg., 469-487, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2010, S. 477.
7 R. Sons, Seelsorge zwischen Bibel und Psychotherapie - Die Entwicklung der evangelischen Seelsorge in der Gegenwart, Stuttgart: Calwer Verlag, 1995, S. 151.
8 Ebd., S. 151.
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sorgt sich um die von ihm entfremdeten Geschöpfe, indem er sich herunterlässt, ihr Schicksal teilt (Joh 1,14; vgl. Phil 2,6ff) und sich schließlich am Kreuz für sie hingibt.“ 9 So ist Seelsorge zweitens mit der „Bewegung der Liebe und des Erbarmens“ verbunden. „Das aber kann nur von dem her gesagt werden, der umherzog, das Leid der Menschen genau ins Auge fasste und darüber - wie es Mt 9,36 heißt „von einer durch und durch gehenden Erschütterung über die Daseinsnot des Menschen, ergriffen wurde.“ 10 Drittens ist Seelsorge Gottes immer auf den konkreten Menschen bezogen: „Seine Sorge ist eine Sorge „ad hominem“. Sie geht ein auf die Bedürfnisse und die Situation des Einzelnen.“ 11
Gott kümmert sich um den ganzen Menschen in seiner Beziehung zu sich selbst, zu Gott, zum Nächsten und zu seiner kreatürlichen Mitwelt.
„Matthäus zeigt, wie die Sorge Jesu um den bedürftigen Menschen überwechselt auf seine Jünger. Nach Bevollmächtigung (10,1-4) und Sendung (10,5-11,1) stehen diese an seiner Stelle im Dienst der erbarmenden Zuwendung zu den Bedürftigen.“ Die christliche Seelsorge geht von Jesus Christus selbst aus. Indem er seine Jünger in seinen eigenen Auftrag mit hinein nimmt gewinnen diese Anteil an seiner Sendung.
„Dass die Seelsorge in der Sendung Jesu wurzelt, unterscheidet sie von anderen Formen menschlicher Zuwendung und Hilfe.“ 12 Der Auftrag zur Seelsorge setzt sich sodann unter dem Bild der Gemeinde als dem Leib Christi, dessen Glieder Sorge füreinander tragen fort, 1. Kor 12,25. 13
Besonders hinsichtlich der Selbstvergewisserung des Seelsorgers / der Seelsorgerin ist es wichtig ich zu wissen, dass „ ich Seelsorge treibe, weil ich dazu beauftragt bin; (…); Seelsorge ist Nachfolgepraxis im Wirkungsbereich des Evangeliums.“ 14 Systematisch-theologisch gedacht ist es die Wahrung der Menschenwürde, die Seelsorge an alten Menschen begründet: Es geht darum in der Seelsorge an alten Menschen „die Bedeutung der Botschaft der bedingungslosen und an keine Leistung gebundenen Zuwendung und Wertschätzung zu betonen.“ 15
Damit verbunden ist das Motiv der Parteinahme für die Schwachen: „Die helfende Zuwendung nimmt (…) die Opfer kontingenter und gesellschaftlicher Gewalt in den Blick,
9 Ebd. S. 151.
10 Ebd. S. 151.
11 Ebd. S. 151.
12 Ebd., S. 155 f.
13 Ebd. S. 156.
14 J. Ziemer, Seelsorgelehre - Eine Einführung für Studium und Praxis, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2000, S. 180.
15 Herrmann, Seelsorge mit alten Menschen, S. 208 f.
6
diejenigen, die von diesen Kräften marginalisiert oder exkludiert werden, die keine Stimme haben und keine Macht, weil sie zum Beispiel alt und krank sind.“ 16 Die Seelsorge an alten Menschen in biblischer Perspektive erscheint eine Konkretion darin zu erfahren, dass der Seelsorger zunächst einmal keine wie auch immer zu beschreibende Störung löst, sondern darum bemüht dem alten Menschen menschlich zu begegnen. 17 Es geht darum, dem Gebot „Liebe deinen Nächsten“ (Mk 12,31) und dem Auftrag des Besuchens der Brüder und Schwestern Jesu (Mt 25) nachzukommen.
1.2. Reflexion meiner Rolle als Seelsorger
Nach der Erörterung des Wesens der Seelsorge an alten Menschen erscheint es mir unerlässlich, will ich kompetente Seelsorge treiben, mir auch Gedanken darüber zu machen, wer ich eigentlich bin als Seelsorger. Welche Rolle spiele ich in der poimenischen Begegnung?
Ziemer gibt mit der Aufforderung „Abschied zu nehmen von den falschen Fremd- und Selbstbildern“ einen entlastenden Aspekt für das Verständnis einer angemessenen Rolle als Seelsorger: „Ich kann und muss nicht der souveräne Seelenführer sein, der mit allen vertraut ist und in jeder Lage rechten Rat weiß (…) Seelsorge ist keine Einbahnstraße des Helfens.“ 18 „Vielmehr gilt es hier, eine Polarität von Geben und Empfangen anzuerkennen. Zuerst bin ich immer Empfangender.“ 19 Ich muss mich als Seelsorger nicht dem Druck aussetzen irgendetwas übermäßig geben oder leisten zu müssen, sondern ich gebe das, was ich zu geben habe, und empfange überdies auch, (vgl. Apg 3,6 20 ).
Und auch, wenn ich einmal nichts Großes zu geben, kein besonders zutreffendes Gebet, kein passendes Lied, keine Worte und keinen Segen, ist mein Gespräch dennoch sinnvoll und gerechtfertigt. Ich muss nicht mehr leisten, als ich kann. Hier klingt evangelisch-lutherische Rechtfertigungslehre an: ich brauche weder vor mir selbst, noch vor Gott und den anderen Menschen übermäßige Leistung zu bringen um gerechtfertigt dazustehen und zu genügen, sondern es genügt, dass ich mich so einbringe, wie es mir möglich ist. Hier kann 2. Kor 1,4 21 ein hilfreicher Maßstab sein. Menschliche Seelsorge gründet in der Seelsorge Gottes um den Menschen. Der Seelsorger tröstet mit dem Trost, mit dem er selbst
16 Herrmann, Seelsorge mit alten Menschen, S. 209.
17 Drechsel, Was ist das Spezifische?; S. 477.
18 Ziemer, Seelsorgelehre, S. 180.
19 Ebd., S. 180 f.
20 Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!
21 3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, 4 der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.
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vom Gott allen Trostes getröstet wurde. So ist hier die oben genannte Verbindung zwischen der Seelsorge Gottes am Menschen und der Seelsorge des Menschen am Menschen in der Weise bestimmt, dass die zweite in der ersten gründet.
Als Seelsorger bin ich sodann in gewisser Weise auch Mitbetroffener. Das ist das eigentlich Anstrengende seelsorgerlicher Arbeit, dass einerseits eine Distanz notwendig ist und dass andererseits ein gewisses Maß emotionaler Mitbetroffenheit unverzichtbar ist. 22 Auch diese Erkenntnis ist hilfreich, gibt sie doch Sicherheit darüber, dass emotionale Betroffenheit während des Seelsorgegespräches nicht ein Ausdruck von Unprofessionalität ist, sondern mit „zum Geschäft“ gehört.
Einerseits geht es darum, zu sehen, „wo ein Problem des anderen in meiner Selbstwahrnehmung verankert ist“ (…), andererseits „ist es im gleichen Atemzug wichtig, meine eigenen Probleme von denen eines Ratsuchenden deutlich zu unterscheiden, sonst kann es zu schwerwiegenden Wahrnehmungsverzerrungen kommen.“ 23 „Ein wesentlicher Aspekt moderner Seelsorgeausbildung ist deshalb zu einer angemessenen Wahrnehmung von Eigenproblematik zu gelangen und zu einer Auseinandersetzung mit ihr zu finden. Was ich an mir und mit mir selbst bewältige, das wird zum kommunikativen Potenzial im seelsorgerlichen Kontakt mit anderen.“ 24
Aus eben diesem Grund wird in der Ausbildung der Badischen Lehrvikare und Lehrvikarinnen besonderer Wert auf eine supervisorische Begleitung gelegt. In ihr kann der Seelsorger eigene Probleme die im Pfarrdienst entstanden sind, klären und mit neuer Motivation seiner seelsorgerlichen Arbeit nachgehen. In der meines Wissen neuesten Seelsorgelehre resümiert Morgenthaler unter der Überschrift „Seelsorge als Beruf“ dass Seelsorge als Charisma und Profession zu verstehen sei.
Hinsichtlich des Charismas sei sie
„eng mit den persönlichen Voraussetzungen derjenigen Personen verbunden, die sie ausüben. Eine wesentliche Voraussetzung christlicher Seelsorge ist der kritische, zweifelnde, gewisse Glaube an einen Gott, der Menschen zur Fülle des Lebens beruft. Menschen in dieser Berufung zur „Freiheit der Kinder Gottes“ (Röm 8,21) zu begleiten und zu inspirieren wird zur Berufung jener Menschen die Seelsorge professionell ausüben.“ 25
So bedeutet Charisma im seelsorgerlichen Beruf nicht nur die „innere Berufung zur Seelsorge, sondern, wie schon Ziemer sagte, s.o., auch die kirchliche Beauftragung dazu.
22 Ziemer, Seelsorgelehre, S. 181.
23 Ebd. S. 181.
24 Ebd. S. 181 f.
25 C. Morgenthaler, Seelsorge - Lehrbuch Praktische Theologie, Band 3, hg. von A. Grözinger, C. Morgenthaler, u.a., Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 2009, S. 363.
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Daniel Steffen Schwarz, 2011, Seelsorge an alten Menschen, München, GRIN Verlag GmbH
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